Scheidungskosten wie war das bei Euch

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von teeklee 23.08.07 - 08:49 Uhr

Hallo ich bitte mal um einen Erfahrungsaustausch:
Was hattet Ihr ca. für Eure Scheidung bezahlen müssen.
Vorallem wenn es viele Streitigkeiten gab.
Danke vorab.

Beitrag von cinderella2008 23.08.07 - 09:17 Uhr

Hallo,

meine Scheidung hat mich ca. 80 Euro gekostet. Ich habe mich bei der Scheidung nicht durch einen Anwalt vertreten lassen.
Mein Ex-Mann hat die Scheidung online eingereicht. Welche Kosten er zu tragen hatte, weiß ich nicht.

Streitpunkte gab es nicht, es war alles schon im Vorfeld geklärt. Wir waren damals schon drei Jahre getrennt.

Kurz nachdem mein Ex ausgezogen war, hatte ich ein paar Termine bei meiner Anwältin, die mich beraten und damals auch ein paar Schreiben aufgesetzt hat. Sie hat mir selber davon abgeraten, mich bei der Scheidung anwaltlich vertreten zu lassen. Es wären überflüssige Kosten auf mich zugekommen. Die Anwaltskosten beliefen sich damals auf ca. 150 Euro.

Beitrag von mweiler25 23.08.07 - 15:23 Uhr

Hallo,

also ich hab damals ...beihilfe bekommen. Mir fällt das Wort nicht mehr ein.
Hab das gleich bei meinem Anwalt gesagt und eingereicht.
Ah Prozesskostenbeihilfe heißt es.
Da bekommt man dann ein Schreiben vom Gericht und muß seine Einkünfte und Ausgaben angeben. Danach wird das dann gerechnet.
Wenn man Glück hat bekommt man es komplett bezahlt, ansonsten steht in dem Schreiben drin das man Ratenzahlung bekommt.
Aber normal ist glaub die komplette Bezahlung. Wenn man mit dem Brutto oder Nettolohn in dem Limit ist.
Ca. 1 Jahr nach der Scheidung hab ich nochmal ein Schreiben bekommen wo überprüft wurde ob sich meine Vermögensverhätlnisse mittlerweile geändert haben, sprich ein Lottogewinn oder mehr Lohn.
Wenn dem so wäre muß man die Scheidungskosten zurückbezahlen. (Hat mein Anwalt damals gesagt)
Aber ich hatte keine Veränderung.
Das wird aber anscheinend nur einmal nachgeprüft und dann nicht mehr. Bei mir ist es jetzt 3 Jahre her und ich hatte seitdem keine Prüfung mehr.
Kann ich wirklich nur empfehlen, und am besten gleich beantragen. Ich hab mal gehört das es wohl nur einer bekommt. Bin mir da aber nicht sicher.

Gruß
#blume

Beitrag von lollorosso71 23.08.07 - 23:19 Uhr

das kommt drauf an. die kosten richten sich nach dem streitwert, ob man zwei anwälte hat oder einen, ob man kinder hat, ob unterhaltsansprüche bestehen... meine scheidung hat meinen ex ca. 7.000 euro gekostet. mich keinen cent. plus unterhaltzahlungen, versteht sich :-) ein teurer spass für ihn, aber es ist es ihm offensichtlich wert!

gruß, lollo

Beitrag von becky090306 25.08.07 - 20:40 Uhr

Hallo!
Ich habe mich durch einen Rechtsanwalt (mein Chef) vertreten lassen und habe für die Scheidung keinen Pfennig gezahlt. Außergerichtlich und gerichtlich kostet es aber sonst auch nichts, wenn man sich für die außergerichtlichen Sachen einen Beratungsschein beim Amtsgericht holt und für die Gerichtssachen einen Prozeßkostenhilfeantrag. Beides gibt es für Personen, die nicht viel verdienen. Die Grenze kenne ich allerdings nicht. Meine Scheidung ist allerdings schon 5 Jahre her. Kann sein, daß sich jetzt einiges geändert hat. Weiß da auch nicht mehr so Bescheid, da ich schon ein paar Jahre nicht mehr beim Anwalt arbeitet. Aber den Beratungshilfeschein und Prozeßkostenhilfeantrag müßte es noch geben. Wäre mir neu, wenn nicht.
LG