Zwillingsmamas - Brauche Eure Hilfe..... Bin total frustiert....

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Forum: Baby-Vorbereitung

Die Zeit vor der Geburt ist die Zeit des Nestbauens. Hier könnt ihr gemeinsam überlegen, wie ihr das Kinderzimmer einrichten möchtet, wo das Baby schlafen soll, welche Kleidungsstücke in die Erstausstattung gehören und vieles mehr... 

Beitrag von monsoonwedding 23.08.07 - 10:08 Uhr

Hallo liebe Zwillingsmamas,

ich muss leider etwas Frust loswerden und kann sehr gut Eure Erfahrungen und Tips benötigen.

Ich bin #schwanger in der 13. SSW mit Zwillingen (die Natur hat zugeschlagen :-) ). Mein Mann und ich haben uns eigentlich sehr darüber gefreut, er vielleicht sogar mehr als ich, vor allem weil es die erste Schwangerschaft ist.

Jetzt stehen natürlich ziemlich viele Veränderungen an. Zuerst einmal haben wir uns ein Auto gekauft, einen Kombi, das war zum Glück kein Problem.

Jetzt wohnen wir in einer 2 Zimmerwohnung und müssen natürlich umziehen, weil die Wohnung zu viert eindeutig zu klein ist. Wir haben auch schon unseren Mietvertrag gekündigt, damit wir nicht ewig doppelt Miete zahlen müssen, mit dem Optimismus, dass wir innerhalb von 3 Monaten schon etwas finden würden. Jetzt ist der erste Monat fast schon um und es ist noch nichts in Aussicht.

Jetzt fangen nämlich unsere Probleme an. #wolke Es fängt damit an, dass ich sage, ich kann mir nur vorstellen in einem Haus mit Fahrstuhl zu wohnen oder im Hochparterre, weil ich nicht weiß, wie ich sonst die Tragerei hinkriegen soll.
Hochparterre finden wir beide nicht so schön, die Wohnungen mit Fahrstuhl sind natürlich um einiges teurer als die Wohnungen ohne. Jetzt meint mein Mann, ich würde mich anstellen, die beiden ins 1. OG zu tragen, dürfte ja wohl nicht so schwierig sein. Wir wohnen in Berlin und nicht irgendwo auf dem Land und hier gibt es so viele Spinner, dass ich nicht eines meiner Kinder unten alleine lassen möchte, während ich das andere bzw. den Kinderwagen oder die Tasche trage.

Dann geht's damit weiter, dass er freiberuflicher Rechtsanwalt ist (erst seit 3 Jahren) und sich totarbeitet von früh bis spät, damit überhaupt etwas am Ende des Monats zusammenkommt. D.h., dass er oft erst um 21 Uhr oder später nach Hause kommt. Ich fühle mich oft allein, weil sich keiner um mich sorgt, mit mir Spaziergänge macht oder mit mir kocht, damit wir den Babys etwas Gutes tun. :-(

Außerdem weiß ich, dass sich das nicht großartig ändern wird, wenn die Babys da sind. Da er mir nicht viel helfen kann, habe ich vorgeschlagen, in einen Bezirk Berlins zu ziehen, in dem meine Eltern, meine Schwester und Cousine wohnen. Die könnten mir wenigstens ein wenig unter die Arme greifen, weil ich es mir wahnsinning anstrengend vorstelle mit Zwillingen.

Nun ist das ein Randbezirk der Stadt, der nicht grad um die Ecke des Zentrums liegt und vielleicht nicht so besonders schön ist. Es soll ja aber nur für die ersten 2-3 Jahre sein, wenn das Anstrengendste dann vorbei ist. Er blockiert jetzt total, beteiligt sich nicht an der Wohnungssuche und hat die beiden letzten Termine für eine Wohnungsbesichtigung, die ich organisiert habe, kurzfristig abgesagt, weil er angeblich wichtige Mandanten hatte, denen er nicht absagen konnte. Er ist total am #schmoll und lässt auch nicht wirklich mit sich reden.

Das Schlimmste ist auch noch, dass er sich ständig als Opfer darstellt. Er sagt immer: "Bei uns hast Du ja die Hosen an. Du hast ja schon entschieden, dass wir dahin ziehen, ich muss mich dem ganzen ja beugen...." usw. Das geht mir dermaßen auf die Nerven, das könnt ihr Euch nicht vorstellen.:-[

Ich meine, was soll ich denn machen? Ich bin bereit meine Karriere aufzugeben. Ich habe einen sehr guten und auch gut bezahlten Job, in dem ich zur Teamleiterin aufsteigen könnte, trotzdem habe ich gesagt, bekomme ich Kinder und bleibe zwei Jahre mit den beiden zu Hause. Ich habe gesagt, er kann das Auto haben, damit er damit ins Büro fährt, ich fahre mit den Öffentlichen. Er kann lange arbeiten, ich lasse mir von meiner Familie helfen und den einzigen Kompromiss, den er eingehen soll, blockiert er komplett.

Bitte helft mir mit Euren Erfahrungen. Übertreibe ich oder unterschätzt er die Situation komplett? Ist es machbar, ohne Hilfe Zwillinge groß zu ziehen? Ist es machbar, in einem Haus ohne Fahrstuhl klarzukommen? Bin total verzweifelt.#heul

Sorry, für das ganze #bla #bla

Dake für Eure Antworten.

Liebe Grüße,

monsoonwedding



Beitrag von amelily 23.08.07 - 10:28 Uhr

Hallo,

man ihr seit ja wirklich fix, Du bist erst in der 13.Woche und ihr habt schon ein neues Auto und seit auf Wohnungssuche.

Vielleicht ist das sein Problem? Vielleicht geht alles etwas zu schnell für ihn. Auch Männer müssen sich (manchmal sogar mehr als wir) erst an die neue Situation gewöhnen und merken erst langsam, welche Veränderungen jetzt notwendig sind.

Zum Wohnviertel finde ich, dass ihr euch da schon einig sein müsst. Ihr müsst euch dort ja beide wohlfühlen. Wie wäre es denn mit einem Kompromiss? Ihr nehme einen Bezirk der euch beiden gefällt und vielleicht nicht direkt bei Deinen Verwandten ist, aber zumindest in der Nähe? Dafür fährt er mit der Bahn zur Arbeit und Du hast das Auto zur Verfügung?

Zum Haus:
Ja, es ist machbar Zwillinge im 1.Stock großzuziehen ;-). Natürlich möchte man die bequemste Lösung haben, die möchte ja jeder, aber 1.Stock ohne Aufzug finde ich jetzt wirklich nicht dramatisch (auch wenn ich keine Zwillinge habe).

Wir wohnen auch im 1.Stock und ich könnte es mir ohne Probleme vorstellen 2 Kinder gleichzeitig hochzutragen, sie kurz in den Laufstall legen und dann den Kinderwagen abzustellen.

Du schreibst, dass Du für die Familie quasi bereit bist Deine Karriere aufzugeben, nun hätte er auch entsprechende Kompromisse einzugehen. Ausserdem fühlst Du Dich alleine. Vielleicht ist das auch so ein Problem.
Schließlich kann man das nicht miteinander aufwiegen.

Du kannst nicht zu ihm sagen: Ich bleibe zuhause und gebe meine Karriere auf, dafür darf ich bestimmen wo und wie wir wohnen. Ich finde, dass ist Äpfel und Birnen vergleichen.

Außerdem denke ich, ihr solltet die Sache etwas ruhiger angehen lassen. Du machst Dir zu viele Sorgen und möchtest am besten jetzt schon für alle Fälle gewappnet und organisiert sein.
Ich bin eigentlich genauso, aber sowas klappt nicht.

Du bist erst in der 13.Woche und solltest lieber die Schwangerschaft genießen und alles nach und nach organisieren.

Und vor allem rede mit Deinem Mann, es bringt nichts, wenn ihr beide bockig seit.

Mein Mann würde jetzt sagen (und mich damit tierisch auf die Palme bringen):

Jetzt komm mal wieder runter ;-) .

LG
Amelie

Beitrag von colli26 23.08.07 - 10:47 Uhr

Hallo!
meine Zwillinge sind jetzt 2 1/4 Jahre und das erste Jahr haben wir auch noch in einer Wohnung gewohnt. Das HAus hatte zwar Lift, aber um in die Garage zu kommen, musste man doch noch 1/2 Stockwerk Treppe bewältigen. Ich kann Dir sagen, es GING, aber war extrem schwer zu bewerkställigen. Du musst bedenken, dass eine Autoschale schon ohne Inhalt knapp 5 Kilo wiegt und die KLeinen sitzen da ja mindestens 10 Montae drinnen, da können dann schon noch bis zu 10 kg pro Kind dazu kommen, das sind also bis zu 30 kg, die DU dann schleppen musst - glaub mir, ich weiß, wovon ich rede :-p Sobald sie etwas größer waren, hab ich mir immer mit 1 Tragetuch und 1 Autositz beholfen, aber auch das war echt schwer zu schleppen, aber gehen tut es schon irgendwie.

Ich denke aber auf jeden Fall, dass Dein Mann Dich vor allem in der ersten Zeit einfach unterstützen MUSS. Jule und LEna waren 6 Wochen zu früh und ich hab anfangs alle 1,5 Stunden rund um die Uhr gestillt, dazu noch abgepumpt und nachgefüttert. Ohne die Hilfe meines Mannes wäre das vor allem nachts schlicht unmöglich gewesen. Und schließlich sind es auch seine Kinder.

Andererseits denke ich, dass er vielleicht auch erst noch in die Situation hereinwachsen muss. Wenn der Bauch mal richtig anfängt zu wachsen und er die Kleinen richtig spären kann, wächst bei ihm vielleicht auch die Bindung.

ZUr Wohnungssuche würde ich ihn einfach vor die Alternative zu stellen ENTWEDER konkrete Gegenvorschläge zu bringen (kannst ihn ja vor ein Ultimatum stellen: Wenn bis dann und dann nichts unternommen hat, dann nimmst Du die Wohnungssuche wirklich selber in die Hand), ODER er muss sich eben mit Deinen Prios anfreunden. Sein Gejammer ist einfach nicht konstruktiv. Ihr habt ein Problem, denn irh wollt in zwei Monaten ja nicht auf der STraße sitzen. Und bei der Lösung ist es einfach vollkommen belanglos, wer die Hosen anhat, sondern es kommt einzig darauf an, eine für alle gangbare Lösung zu finden. Als Jurist sollte er doch in der Lage sein, konstruktiv und sachlich zu diskutieren, also soll er Dich bitte mit dem gleichen Respekt behandeln (und Sachlichkeit und ZUverlässigkeit ist in meinen Augen eine Frage des Respekts), wie er seine Mandanten behandelt.

So, das war nun überhaupt nicht zwillingsrelevant, musste ich aber einfach loswerden. Wenn DU noch Zwillingsfragen hast, melde DIch eifach, okay? Denk dran, Zwillinge sind wirklich was wunderbares - lass Dich einfach nicht von dem Gerede der anderen stressen, dann wird alles werden!

LG
Coli
mit Jule und Lena (2J3M)

Beitrag von monsoonwedding 23.08.07 - 11:09 Uhr

Liebe Coli,

vielen Dank. Ich finde, Du hast voll und ganz recht. Ds mit dem Ultimatum habe ich mir das auch so gedacht, aber irgendwie komme ich mir dabei vor, wie der absolute Tyrann,..... zumindest gibt er mir das Gefühl.

Ich werde das aber wohl oder übel machen müssen. Was anderes kann ich mir jetzt auch nicht mehr vorstellen.

Danke für die Unterstützung.

Liebe Grüße (auch an die beiden Zwillinge :-))




Beitrag von summer3103 23.08.07 - 10:57 Uhr

Hi,

erst einmal: Herzlichen Glueckwunsch zur ZwillingsSS! #huepf

Bin zwar selber keine Zwillingsmama, aber ein Zwilling - daher kann ich aus der Erfahrung meiner Mutter sprechen:

Ziehe unbedingt in die Naehe Deiner Familie - Du wirst einfach Hilfe benoetigen und wenn Du sagst, dein Mann steht kaum zur Verfuegung, wirst Du ueber die Unterstuetzung Deiner Familie froh sein!

Desweiteren finde ich einen Aufzug auch erforderlich - wir selbst waren mit 6 Monaten, zwei ganz schoene Brummer, nachdem meine Mutter uns von unserem leichten Geburtsgewicht an ordentlich "aufgepaeppelt" hatte ;-)

Ich weiss ja nicht, wie "fit" Du koerperlich bist: Aber ein Baby auf jedem Arm eine Treppe hinauf zu tragen, kann schon sehr kraftraubend sein (oder ein gutes Fitnessprogramm) - und nur eines hinaufzutragen und das andere im Hausflur zurueckzulassen, steht ganz ausser Frage!

Also, Dein Mann sollte Dich in diesen Dingen schon besser unterstuetzen, wie ich finde!
Du gehst schliesslich durch die Strapazen einer ZwillingsSS - und das alleine ist schon kein Spaziergang. Er muesste Dir den neuen Lebensabeschnitt wenigstens nach der SS, so einfach wie moeglich machen!
Und es sind ja auch keine aussergewoehnlichen Wunschvorstellungen...

Viel Erfolg bei der Wohnungssuche #klee und alles Gute fuer die SS! #klee#pro#klee

LG,

Summer.

Beitrag von monsoonwedding 23.08.07 - 11:10 Uhr

#danke für die Aufmunterung. Mir scheint, mein Mann sollte ab und zu auch mal in dieses Forum kommen.


Liebe Grüße.

Beitrag von anni_b 23.08.07 - 11:35 Uhr

Hallo!
Also..
Meine Schwägerin hat jetzt Zwillis im Alter von 1 Jahr. Sie ist den ganzen Tag mit ihnen alleine da ihr Mann auch viel viel arbeitet!! Ist natürlich nicht schön aber is halt so, wie bei euch eben auch! Zwillis sind gar nicht so anstrengend wie du dir das jetzt vorstellst! Wir haben auch am Anfang gedcht oje was für eine Arbeit mit den zweien uns so weiter. Mach dir nicht jetzt schon so einen Stress so schlimm ist es nicht und viele Probleme lösen sich später einfach in Luft auf!!
besorg die einen Zwillingstragesack!! Echt super das Ding da musst du auch keine zwei Babys hoch schleppen kannst beide mitnehmen!!
Zu deiner Familie zu ziehen ist find ich keine schlechte Idee! Meine Schwägerin wohnt bei uns im Dorf und da sie jeden Tag alleine ist ist Gesellschaft und Hilfe echt super!
Also mach dir nicht so viele Gedanken das bekommt ihr schon hin!
Setzt aber auch deine Wünsche durch du bist nachher die die alleine ist!!
LG Anni

Beitrag von summer3103 23.08.07 - 11:49 Uhr

Naja, das aendert ja trotzdem nichts am Gesamtgewicht der Babys... das sie ja nun einmal die Treppe hochzutragen hat - und sicherlich tagtaeglich! #kratz

Natuerlich hat sie bei dem Tragesack die Arme frei - vielleicht um noch mehr Dinge gleichzeitig in den 1. Stock zu tragen??? ;-)

Ich persoenlich wuerde trotzdem auf einen Aufzug im Haus bestehen! Soll ihr Mann doch die Treppen steigern, mit beiden Babys umgeschnallt, dann weiss er, wie anstrengend so etwas sein kann... :-p

LG,

Summer.

Beitrag von anni_b 23.08.07 - 13:29 Uhr

Klar, das stimmt. Aber was ist wenn sie keine Wohnung mit Aufzug findet. Es kommt ja auch auf die Wohnung an. Was nützt es wenn die Wohnung einen Aufzug hat aber die Wohnung nichts ist!
Ich find das dieser Tragesack halt trotzdem ne Anschaffung wert ist, auch im HAushalt kann man noch was machen man hat halt die Arme frei!