Neuartige Ultraschallmessung (Erst-Trimester-Screening)????

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von zwutzelzwerg 23.08.07 - 10:12 Uhr

Hallo,

ich hab mal ne Frage an alle. War gestern beim FA. Soweit alles supi. Aber dann gab er mir ein Informationsschreiben in die Hand, wo es um eine neuartige Ultraschallmessung in Verbindung mit Blutabhname geht, um die NF oder Chromosomestörungen und ggf. andere schwerwiegende Krankheiten zu messen.

Eigentlich wollten wir, wie bei der ersten SS keine besonderen Untersuchungen (z.B. Fruchwasser, usw.) machen lassen. Dazu muss ich sagen, mir ist NICHT bekannt das in beiden Familien irgendwelche schwerwiegenden Krankheiten oder Behinderungen gibt. Und ich selbst bin erst 25. Also eigentlich nicht im Risikobereich!

Aber was ist mit dem Ergebniss. Der FA sagte mir, dass für mich ganz individuell ein Risikoergebniss erstellt wird. Aber was wenn da irgendwie steht: es KÖNNTE sein! Ich mach mir die Gedanken und das Baby kommt ganz gesund auf die Welt.

Hier mal die Infoseite im Internet:
http://www.fmf-deutschland.info/de/

Hört sich das sinnvoll an oder ist es nur Geldabzocke. Ist immerhin KEINE Leistung der Krankenkasse.

Wäre lieb mal eure Meinungen zu hören!

Lg zwutzelzwerg (die doch etwas verwirrt ist) #gruebel + #ei 8+2

Beitrag von mona1976 23.08.07 - 10:15 Uhr

Hallo,

so neu ist das gar nicht...wird oft gemacht....

Lg Mona

Beitrag von sabse2007 23.08.07 - 10:18 Uhr

Hallo,
also wir haben uns gegen diese Untersuchung entschieden...
Da wie bei Euch kein Risiko besteht, ich 25 bin und das ganze Dir nur Auskunft über die Wahrscheinlichkeit einer Fehlbildung gibt!!!!

Dagegen haben wir uns entschieden- weil selbst wenn ein erhötes Risiko besteht: heißt das noch lange nicht das was nicht stimmt- und umgekehrt genauso!!!!

Da bisher auch keine Auffälligkeiten waren und alles ideal entwickelt ist- sind wir sehr froh uns nicht weiter mit dem Thema durch so eine Untersuchung zu belasten!!!

LG und alles gute!!!
Sabrina mit Würmchen 11 SSW inside #blume

Beitrag von floeckchenshila 23.08.07 - 10:22 Uhr

Hallo,


also ich habe die Untersuchung machen lassen. Bis dato war ich auch der Meinung gewesen, dass ich bei einem schlechten Ergebniss die kosequenzendaraus gezogen hätte, da mein Mann und ich der Meinung waren, dass wir kein Behindertes Kind haben möchten.

Allerdings hat sich dies bei der Ultraschalluntersuchung schlagartig geändert. Nachdem ich unseren kleinen Furz auf dem Ultraschall gesehen gesehen habe, war mir das Ergbniss garnicht mehr so wichtig. Denn es es war mir in dem Moment klar, dass ich das Kind auf jedenfall behalten möchte. Ich würde die Untersuchung jederzeit nochmal machen lassen. Bei der Untersuchung könnte ich unseren kleinen auf einer Großleinwand sehen, war ein tolles Gefühl.

Mein FA meinte, dass diese Untersuchung nur Sinn macht, wenn man sich um die eventuelle Konsequenzen im klaren ist bei einem schlechten Ergebiniss.

Ich wollte bis dato auch eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen. Diese kommt für mich jedoch überhaupt nicht mehr in Fragen.


Also um nochmals tolle Bilder zu bekommen, würde ich es jederzeit nochmals machen lassen (Wenn es nicht so teuer wäre)

Wenn du magst, schau mal in die Vistenkarte, dort habe ich das Ultraschallbild eingescannt, von der Untersuchung in der 12 SSW


LG Claudia


Beitrag von sabse2007 23.08.07 - 10:30 Uhr

Huhu,
ein tolles Foto ***neidischguck***
Aber 120,-Euro - da wart ich lieber auf den nächsten Schall ;-)
Liebes Grüßle
Sabrina mit Würmchen 11 SSW #blume

Beitrag von goldstern76 23.08.07 - 10:24 Uhr

Also ich habe es machen lassen- auf eigenen Wunsch.
Es ist zwar nach wie vor nicht ganz klar wie eindeutig die Ergebnisse sind, aber lt. diverser Statistiken, sind die Ergebnisse besser als beim Triple Test.
Es ist auch keine "schlimme Untersuchung". Es wird einfach der US überm Bauch gemacht und die Nackenfalte des babies
vermessen. man sagt die Dicke bis 2,5 mm sei ok. Und dann kommt ca. 2 Wochen später noch das Blutergebnis.
Rein vom Alter her hätte ich das auch nicht machen müssen. Werde bald 31 und mein Mann wird 36.
Ich denke das mußt du selbst abwägen ob du so eine Untersuchung möchtest pder nicht und vor allem mußt du /ihr euch darüber im klaren sein, was ihr tun möchtet,wenn das Ergebnis nicht der "Norm" entspricht. Denn wie gesagt, es gab schon genug Fälle wo sich ein nicht so gutes Resultat als nichtig erwiese hat und toi roi toi ein gesundes Baby zur Welt kam.

Also viel Spaß beim überlegen und alles Gute für deine#schwanger#blume

Beitrag von snooperl 23.08.07 - 10:24 Uhr

Ich habs in dem Krankenhaus machen lassen in dem ich entbinde und hab nie was bezalt dafuer.

Ich bin mit dem 3. Kind schwanger 27 jahre alt bei meiner grossen war ich gerade mal 23 und habs machen lassen weils mir einfach wichtig war durch eine fuer mich und das Kind ungefaehrliche Untersuchung zu wissen ob ein Risiko besteht und ob ich eine FU machen lasse oder nicht.

Ich kenn selber eine Mami bei der bei der NFM eine Auffaelligkeit bemerkt wurde ihre Tochter hatte einen schweren Herzfehler der unmittelbar nach der Geburt operiert werden musste sonst haette die Kleine keine Chance gehabt.

Ich weiss dass ich keine Kinder mehr moechte aber wuerde ich noch eines kriegen ich wuerds wieder machen lassen genauso wie das Organscreeining um die 20.ssw weil da viel erkannt werden kann dass nicht mehr so schlimm ist wenn mans vorher weiss und gleich reagieren kann.

Beitrag von s_a_m 23.08.07 - 10:25 Uhr

"Hört sich das sinnvoll an oder ist es nur Geldabzocke."

Um vorgeburtliche Untersuchungsverfahren (diagnostische ebenso wie nicht-diagnostische) dahingehend zu hinterfragen, ob sie für einen selbst und das Ungeborene nützlich sein können, sollte man sich mit jeder einzelnen Untersuchung genau beschäftigen. Es sollte immer geprüft werden, ob sich die eigene Erwartungshaltung an die Untersuchung realistisch betrachtet mit den tatsächlichen Möglichkeiten des Verfahrens deckt und ob die eigene Entschlossenheit ausreicht, um mögliche (negative) Konsequenzen langfristig zu (er)tragen. Nicht zuletzt beinhaltet die Entscheidungsfindung zu pränatalen Untersuchungen auch das Einholen von aktuellen und zeitgemäßen Informationen über mindestens die häufigsten Behinderungen und Erkrankungen, um die es bei den in Frage kommenden Verfahren geht. Das wären beispielsweise die drei häufigsten Formen der Trisomie (Trisomie 13, 18 und 21).


Ich habe in Bezug auf die Nackentransparenzmessung bzw. das First-Trimester-Screening den Eindruck, es kommt hier sehr darauf an, was sich die einzelne von dieser Untersuchung verspricht. Es ist KEINE diagnostische Untersuchung, sondern eine Wahrscheinlichkeitsrechnung, ausgedrückt in einer individuellen Risikoziffer (1:x). Man muss mit diesem Ergebnis gucken, ob einem das genügt oder ob man größtmögliche Sicherheit will. Dann müsste man weiterführende Untersuchungen (z.B. Amniozentese) in Anspruch nehmen, die teils nicht risikolos sind. Es hängt viel vom persönlichen Umgang mit dem Ergebnis und der individuellen Einstellung ab, ob diese Untersuchung als hilfreich eingestuft wird oder nicht.

Ich persönlich bin nicht so ein großer Freund der Nackentransparenzmessung bzw. des First-Trimester-Screenings (Combined Test / Bluttest + Nackentransparenzmessung mit Ultraschall).

Diese Untersuchung(en) werden sehr häufig deshalb gemacht, weil man sich davon eine gewisse Sicherheit verspricht. Im Grunde möchte man danach hören: "Alles ok mit Ihrem Kind." Das ist so aber nicht möglich. Man bekommt nur zu hören, mit welcher Wahrscheinlichkeit bestimmte Dinge vermutlich ok sind beim Kind. Keine Diagnose, kein Ausschluss einer Diagnose, keine Garantie für irgendetwas.

Viel zu oft für meinen Geschmack gehen Schwangere die Nackentransparenzmessung bzw. das First-Trimester-Screening mit dem Gedanken an, dass ja "nur mal schnell geguckt wird, dass es dem Baby auch gut geht" und man ja außerdem so schönes Baby-TV geboten bekommt. Die Untersuchung wird oft als harmlos eingestuft, vergessen wird, dass sie mitunter Auffälligkeiten zeigen kann, die jedoch nicht diagnostisch bewertet werden können. So mündet die Untersuchung nicht selten in einer Situation großer Beunruhigung und verlangt von der Schwangeren eine Entscheidung über die Inanspruchnahme oder Ablehnung zwar diagnostisch sehr sicherer, aber teils nicht risikofreier Untersuchungen.

Viele Schwangere stehen dann plötzlich tief verunsichert da durch vermeintlich schlechte Ergebnisse, lassen nach bangen Tagen oder sogar Wochen des Wartens diagnostische Folgeuntersuchungen machen (auch oft mit viel Angst) und nach weiteren stressreichen Wochen, in denen sich manche werdende Mami die Freude an der Schwangerschaft und die Vorfreude auf das Baby verleidet durch die Angst, stellt sich die ganze Aufregung in vielen Fällen als falscher Alarm heraus. Viele nehmen sich dann vor, diese Untersuchung in einer Folgeschwangerschaft nicht nochmal machen zu lassen, weil sie den Eindruck gewonnen haben, nur relativ viel Geld für Sorgen, Verunsicherung und Stress bezahlt zu haben.

Es ist tendenziell so, dass Schwangere, die unauffällige Werte bescheinigt bekommen haben, die Untersuchung meistens weiterempfehlen und solche, die auffällige Werte hatten und dadurch in den Entscheidungszwang über Folgeuntersuchungen geraten sind, eher von der Inanspruchnahme abraten. Aber auch hier gilt wie bereits geschrieben: Es hängt viel vom persönlichen Umgang mit dem Ergebnis und der individuellen Einstellung ab, ob diese Untersuchung als hilfreich eingestuft wird oder nicht.

Es gibt Fallbeispiele, in denen die Nackentransparenz- bzw. First-Trimester-Screening-Werte auffällig sind, aus diesem Grund diagnostische Folgeuntersuchungen in Anspruch genommen werden und sich dadurch nach einigen Tagen oder auch erst Wochen herausstellt, dass das Kind eine körperliche Fehlbildung (z.B. einen Herzfehler) oder eine chromosomal bedingte Behinderung hat (z.B. eine Form der Trisomie). Diese Diagnosen sind jedoch erst durch weitere Untersuchungen und nicht (!) durch die Nackentransparenzmessung bzw. das First-Trimester-Screening möglich. Deren Werte können lediglich Anlass für die Entscheidung der Schwangeren zu weiteren Untersuchungen mit hoher diagnostischer Sicherheit sein, diese Verfahren jedoch nicht ersetzen.

Dann gibt es diejenigen Schwangeren, die unauffällige Werte bescheinigt bekommen, durch die Ergebnisse beruhigt sind, sich gehen diagnostischen Untersuchungen entscheiden und ein Regelkind bekommen. Wichtig hierbei ist, dass Nackentransparenzmessung bzw. First-Trimester-Screening KEINE Vorsorgeuntersuchungen sind. Eine Prävention von Behinderungen und Fehlbildungen ist dadurch nicht möglich, sodass es für den Zustand des Kindes keinen Unterschied macht, ob sich die Mutter für oder gegen die Untersuchung entscheidet.

Bei anderen Schwangeren, die sich für die Untersuchung entschieden haben, kommen ebenfalls statistisch gesehen unauffällige Ergebnisse heraus, die Beruhigung verschaffen und die Entscheidung gegen diagnostische Untersuchungen bestärken. Aber ihr Kind ist kein Regelkind, sondern eines der Beispiele für die Möglichkeit einer sogenannten „falsch-negativen“ Prognose. Zwei Beispiele sind Eric und Louis:

Die Nackentransparenz von Eric, dem Sohn einer Freundin, war vorbildlich im Normbereich, ebenso wie die Blutwerte seiner Mutter. Im August 2004 kam der kleine Fratz #liebe mit Freier Trisomie 21, einer der vier Formen von Down-Syndrom, zur Welt ( http://www.ericmagnus.de #blume). Ähnlich lief es bei Louis #sonne , der im März 2006 geboren wurde und im First-Trimester-Screening ebenfalls unauffällige Werte hatte (http://www.louisgrossewelt.de). Soviel zur Zuverlässigkeit dieser Untersuchung(en), die die Möglichkeit falscher Prognosen einschließt. Sicherheit, hohe Aussagekraft und vor allem Diagnostik sind einfach was anderes, denn Eric und Louis sind nicht die großen Ausnahmen.

Wer größtmögliche Sicherheit über bestimmte körperliche Besonderheiten möchte, sollte sich meiner Meinung nach besser für den Feinultraschall entscheiden, wer größtmögliche Sicherheit bezüglich bestimmter Chromosomenbesonderheiten will, muss sich wohl oder übel in den Bauch pieksen lassen und die damit verbundenen Risiken (u.a. eventuell das einer Fehlgeburt) in Kauf nehmen. Auch weil es ohne eine anständige Diagnose, deren individuelle Tragweite es dann abzuwägen gilt, nicht erlaubt ist, eine Schwangerschaft abzubrechen (http://www.regenbogenzeiten.de/abbruch.html).
Diese Entscheidung könnte dann auf einen zukommen, wenn man diagnostische Untersuchungen in Anspruch nimmt. Ob man es sich und seiner Familie zutraut, es psychisch unbeschadet zu überstehen, sich gegebenenfalls für den Tod des eigenen Kindes zu entscheiden, sollte man bei seinen Überlegungen zur Untersuchungswahl nicht außeracht lassen.
Ein Schwangerschaftsabbruch ist erst nach einer richtigen Diagnose erlaubt und eine solche bekommt man weder bei der Blutuntersuchung noch bei der Nackentransparenzmessung und auch nicht bei der Kombination aus beidem (= First-Trimester-Screening), sondern insbesondere was die häufigsten (aber längst nicht alle!) Chromosomenbesonderheiten angeht eben nur eine statistische Wahrscheinlichkeitsangabe. Sonst nichts, denn Chromosomen sind nunmal schlicht und einfach nicht im Ultraschall zu sehen und im Blut der Mutter sind sie (noch) nicht nachweisbar bzw. untersuchbar.

Alles, was bei der Nackentransparenzmessung bzw. beim First-Trimester-Screening herausgefunden wird, müsste daher im Grunde durch weitere Untersuchungen auf seine Richtigkeit hin überprüft werden. Und – wie die Beispiele von Eric und Louis zeigen – eben eigentlich auch, wenn die Werte unauffällig sind. Denn es sind eben nur Wahrscheinlichkeiten, die auf Statistiken basieren und keine Diagnosen oder Ausschlüsse von möglichen Diagnosen.


Mehr dazu kann man z.B. hier nachlesen:
http://www.regenbogenzeiten.de/nt.html


Meinungen / Erfahrungen von Schwangeren:
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&tid=615362

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&tid=646810

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&tid=977737


Blut- und/oder Nackentransparenzwerte auffällig:
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&tid=609251


Pränataldiagnostik (Video)
http://www.lexi-tv.de/lexikon/thema.asp?InhaltID=3302
Ein netter kleiner Film. Am Ende steht hier zwar ein auf Hilfsmöglichkeiten gerichteter Ausblick auf den tieferen Sinn der Sache, der in der Praxis jedoch mittlerweile echten Seltenheitswert hat. Weitaus häufiger ist der Abbruch der Schwangerschaft.


Auf der Website http://www.regenbogenzeiten.de sind u.a. ausführliche Texte zum Thema Pränataldiagnostik zusammengestellt. Eingegangen wird unter anderem auf einige der gängigsten derzeit möglichen Untersuchungen (Was wird gemacht? Was sind die Vorteile, wo liegen Risiken? Welche Konsequenzen könnten sich durch das Ergebnis ergeben?), die Untersuchungszeitpunkte sowie auf die Erkennbarkeit verschiedener Formen von Behinderungen und Fehlbildungen. Die Texte sind auch für medizinische Laien gut verständlich; schwierige Begriffe werden z.B. erläutert. Die Texte geben keine persönliche Meinung wieder, sondern es sind Sachinfos, die allgemeine Informationen bieten, nach denen man selbst entscheiden kann, was für einen persönlich sinnvoll und langfristig tragfähig erscheint.

Liebe Grüße
Sabine

P.S. Für Interessierte hier ein paar Bilder von Nackentransparenzmessungen:

unauffällige Nackentransparenz
http://www.praenatal.de/cms/uploads/pics/ersttrimester.jpg
http://www.iwan-thein.de/images/leistungen/normale-nackentransparenz.jpg

Nackentransparenz 5mm
http://9monate.qualimedic.de/bilder/9monate/nackenfalte_5mm.gif

Nackentransparenz 8mm
http://www.thieme.de/fz/ultraschall/images/titel995.jpg

...und weil es um Wahrscheinlichkeiten geht, hier mal noch eine: Es ist mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% anzunehmen, dass es von dem Kind mit der 8mm-Nackentransparenz nicht viele andere Bilder gibt. Bei ihm wurde durch eine invasive Folgeuntersuchung (wahrscheinlich Amniozentese) ein Down-Syndrom (Trisomie 21) diagnostiziert. Die Wahrscheinlichkeit, dass es danach immer noch erwünscht war und es von ihm Bilder gibt, wie es mit Mama schmust, von Papa gefüttert wird, sitzen, krabbeln, stehen und laufen lernt, wie es lacht, wie es in den Kindergarten und in die Schule kommt...., liegt bei 5%.

Beitrag von heumond 23.08.07 - 10:30 Uhr

#pro Toller und informativer Beitrag!

Beitrag von zwutzelzwerg 23.08.07 - 10:45 Uhr

Erstmal vielen Dank für die ausfürliche Erklärung!

Leider muß ich gestehen, dass du mir mehr erklärt hast, als mein Arzt selbst (ist zwar schade, aber es ist leider so ).

Bei meiner ersten SS habe ich auch keine weitern Untersuchungen (z.B. Fruchtwasser oder weiteres) machen lassen. Zwar hat der damalige FA mal kurz über die NF geschaut im Ultraschall, aber er sagte mir schon dass das keine Sicherheit ist.

Für mich ist es ziemlich verwirrend, das mir mein jetziger FA die Information so kurz vorm gehen gegeben hat, obwohl er im gleichen Atemzug gesagt hat, es ist alles ok. Noch hat er mich überhaupt gefragt ob solche Erkrankungen in meiner Familie vorliegen.

Also je mehr ich jetzt darüber nachdenke, umso mehr sage ich für mich, diese Untersuchung ist für mich nichts. Ich würde nur die ganze Schwangerschaft mir irgendwelche Gedanken machen, mir irgendwelche Fragen stellen, usw.

Klar werden manche sagen, wie kann sie nur, wenn sie dann doch ein behindertes Kind bekommt!

Zwar kann ich nicht ausschliessen, dass es so kommen könnte, aber ich persönlich will mir nicht über ungelegte Eier Gedanken machen. Sollte es im Verlauf der Schwangerschaft doch Anzeichen für Krankheiten geben, so kann man sich dann aktuelle Maßnahmen überlegen.

Vielen Dank nochmal für deine ausführliche Erklärung!

Lg zwutzelzwerg

Beitrag von heumond 23.08.07 - 10:26 Uhr

Die Nackenfaltenmessung ist eine statistische Risikoeinschätzung, sie macht keine Aussagen über den tatsächlichen Sachverhalt. "Oftmals erweist sich ein Verdacht als falsch." Das ist ein Originalzitat zur Nackenfaltenmessung aus dem Faltblatt dass meine FÄ mir zur Pränataldiagnostik gegeben hat. Ich finde das das unnötige Panikmache ist, denn nur aufgrund von Wahrscheinlichkeitsberechnungen und Statistiken Aussagen über den Zustand meines Kindes zu treffen, war mir persönlich zu wenig.

Und ich denke die NFM ist nicht umsonst eine Privatleistung und wird von den Kassen eben nicht als reguläre Vorsorge geleistet.

Viele Grüße, Maren 24.SSW

Beitrag von snow_white 23.08.07 - 15:14 Uhr

Hallo,

meine Meinung: Was ist, wenn bei welcher Untersuchung auch immer, rauskommt, daß etwas nicht in Ordnung ist?

Was macht man dann? Die SS abbrechen?

Vielleicht ist meine Meinung extrem, aber ich denke, daß der Körper, solange man ein bestimmtes Alter noch nicht überschritten hat, sehr oft selbst bemerkt, wenn etwas nicht stimmt und von alleine die Notbremse zieht.

Ich würde mein Kind in jedem Fall bekommen, von daher habe ich nie irgendwelche Extrauntersuchungen machen lassen.


LG

sw