Kein KiGa-Platz trotz Job & Alleinerziehend?!

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von mamaaug2004 23.08.07 - 10:30 Uhr

Liebe Mamas,

bräuchte mal Euere Erfahrungen, ob ich etwas dagegen (s. o.) unternehmen kann.

Seit 1,5 Jahren bin ich auf der Warteliste eines bestimmten Kindergartens, habe trotz Berufstätigkeit keinen Platz mehr für meinen Sohn dort bekommen.

Die KiGa-Leiterin meinte, weil ich sie nicht über meinen Umzug (Nähe KiGa) informiert habe, habe ich eine Absage bekommen. Ich bevorzuge aber diesen KiGa, weil ich teilweise bis 20 Uhr arbeite und meine Mutter dann meinen Sohn abholen müsste, die auch dort wohnt.

Ist das rechtens oder habe ich eine Chance gegen diese Entscheidung zu klagen?

Danke im Voraus :-)

Beitrag von twokid83 23.08.07 - 10:31 Uhr

Ist dein Kind 2004 geboren???

Normalerweiße steht jedem Kind in Deutschland ab 3 Jahren ein Kita-Platz zu.

Ansonsten wend dich an die Stelle die für Kitas zuständig ist


Lg Jule

Beitrag von dimi 23.08.07 - 10:49 Uhr

Hallo,

das gilt glaub ich nicht für alle Bundesländer...

Zumindest in Bayern hatte man vor ein paar Jahren noch kein Recht auf nen Kiga-Platz... :-[

lg dimi

Beitrag von twokid83 23.08.07 - 11:52 Uhr

Huhu Dimi,

soweit ich weiß gilt das mittlerweile für ganz Deutschland, wurde uns so gesagt

Lg Jule

Beitrag von sissy1981 23.08.07 - 13:42 Uhr

Doch das ist Bundesweit - aber wird oft vergessen, dass es nicht mit Vollendung des 3. Lebensjahres einen Rechtsanspruch gibt, sondern erst ab dem nächsten Schuljahr.

Als Beispiel: meine Tochter hat im Oktober Geburtstag - damit würde es im krassesten Fall noch fast ein ganzes Jahr dauern bis ihr Rechtsanspruch greift. Bei meinem Sohn der im April geboren wurde, wären es damals hingegen nur ein paar Monate gewesen.

Während es aber bei uns im Saarland schon seit vielen Jahren so war, ist der Bund dahingehend erst vor kurzem nachgezogen.

Beitrag von haebia 23.08.07 - 10:34 Uhr

Hallo,

wo wohnst du denn?
Wie alt ist dein Kind? Schon 3? Hat es schon einen Anspruch auf einen Platz?

Die KiGa-Leiterin meinte, weil ich sie nicht über meinen Umzug (Nähe KiGa) informiert habe, habe ich eine Absage bekommen
-> wieso ist das nachteilig??? Hast du es einfach zu spät gesagt? Klar, meist werden ja erst die Leute aus der unmittelbaren Gegend des Kigas genommen, warst du dann also zu spät dran?! Doof.

Ich denke, du kannst nichts machen außer jetzt wieder warten und die Zeit bis dahin überbrücken wie bisher bzw. mit Tagesmutter, anderem Kiga oder dergleichen.

Da du es verpasst hast, die Info weiterzugeben, dass du jetzt dort wohnst, bist du leider selbst Schuld.
Wenn dein Kind schon 3 ist, wirst du dann sicherlich nächstes Jahr - sofern ausreichend Plätze frei und je nachdem an welcher Stelle der Warteliste - du jetzt stehst, nachrücken!

Gruß und alles Gute,
Bianca

Beitrag von geenee 23.08.07 - 10:41 Uhr


<Die KiGa-Leiterin meinte, weil ich sie nicht über meinen Umzug (Nähe KiGa) informiert habe, habe ich eine Absage bekommen.>


Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was das mit der Platzvergabe zu tun hat!

Bei uns zählt das Anmeldedatum und dann geht's der Liste nach und natürlich die Berufstätigkeit ist ausschlaggebend.

Es spielt gar keine Rolle wohin man gezogen ist (innerhalb des Wohnorts).
Und eine Wartezeit von 1,5 Jahren ist schon nicht ohne.
Außerdem springen im letzten Moment oft noch viele Eltern ab, so dass die anderen Wartenden dann nachrücken.

Und ab 3 Jahren steht Euch ein Platz definitiv zu (im Zweifel werdet ihr aber dann vom Jugendamt irgendwohin zugewiesen.)

Ich würde mich mit dieser Erklärung jedenfalls nicht zufrieden geben.

Alles Gute und LG

Beitrag von haebia 23.08.07 - 10:50 Uhr

Also bei uns (Bayern) ist es so, dass nur die Kinder, die in der Gemeinde wohnen, wo der Kiga ist, vorrangig den Platz bekommen. Man kann also nicht einen Kiga wählen, der einen gefällt und auf dem Weg zur Arbeit liegt oder so - wenn man da nicht wohnt.
Da werden nichtmal Anmeldungen von "Fremden" angenommen.
Da wird in einigen Städten strikt getrennt nach Gemeinden und teilweise sogar Stadtteilen!!

Ich ärgerte mich am meisten darüber, warum ich damals, nur weil ich nicht dort wohnte, nichmtal auf die Warteliste gekommen bin, obwohl ich den Krippenplatz wegen Arbeit gebraucht hätte. Eine Bekannte, arbeitslos und mit Baby daheim, hatte für ihre große Tochter den Platz bekommen. Das ist unfair!!!!! Hatte mich beim Bürgermeister "beschwert", aber die Antwort war "... so ist die Regelung bei uns ... Immer erst die, die dort wohnen ..." Aber ich kam ja nichtmal auf die Warteliste :-[ Als ich dann durch hatte, dass ich auf die käme, brauchte ich den Platz nichtmehr #cool

Gruß,
Bianca

Beitrag von geenee 23.08.07 - 11:01 Uhr



Das finde ich total unfair! Natürlich baut sich da Frust auf und vor allem Unverständnis.

Bei uns ist so, dass der Wohnort zwar weitläufig mit beachtet wird (wenn die Eltern es wünschen), aber das ist kein MUSS.
Letztlich ist das Anmeldedatum der springende Punkt.

Ausschlaggebend für diese Regelung ist die freie Wahl der KiGa's, jeder kann sich sozusagen aussuchen, welcher KiGa für einen in Frage kommt und natürlich ist es dann unsinnig die Wohngegend einzubeziehen, da man oft auch einen Kiga in der Nähe seiner Arbeitsstelle bevorzugt (die ja manchmal nun nicht unbedingt um die Ecke ist...)

Ich finde es immer erstaunlich solche Unterschiede festzustellen.

LG

Beitrag von sissy1981 23.08.07 - 13:39 Uhr

Jedes Kind hat ab dem Sommer (gerichtet nach dem Einschulungszeitpunkt) nach seinem 3. Geburtstag einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz. Das bedeutet aber deshalb nicht, dass es auch der nächstgelegene bzw. der von den Eltern bevorzugte ist.

Soll heißen, erfüllt dein Kind die Voraussetzungen des Rechtsanspruches - dann bekommst du auf jeden Fall einen Platz - aber nicht unbedingt im Kindergarten deiner Wahl ondern im Zweifel in dem Kindergarten, der noch Kapazität hat ihn aufzunehmen.

Beitrag von visilo 23.08.07 - 14:05 Uhr

Ich denke nicht das du irgend etwas gegen diese Entscheidung tuen kannst. Dein Kind hat keinen Anspruch auf einen Kindergarten Deiner Wahl sondern höchsten auf irgendeinen Kindergarten, da du versäumt hast den Umzug zu melden hast du einfach Pech gehabt, vielleicht springt aber noch ein anderes Kind ab und ihr bekommt den Platz doch noch. Ach ja soviel ich weiß können die Kigas ( bis zu einem bestimmten Punkt) selber wählen welche Kinder sie wollen und welche nicht, wurde uns jedenfalls so gesagt damit ein ausgewogenes Junge Mädchen Verhältnis besteht. Bei uns ist es übrigends egal wann man sich anmeldet hier geht es ausschließlich nach dem Geburtsdatum, d.h. wenn andere Kinder älter sind wie dein Kind steht erstmal denen der Platz zu.

Lg und weiterhin viel Glück, vielleicht zieht wirklich ein anderes Kind weg und ihr bekommt noch einen Platz.

LG visilo+Lukas (16.11.04) der in 15 städtischen und 5 Elterninitiativen angemeldet war und nun endlich eine Zusage bekommen hat#freu

Beitrag von snoopy128 23.08.07 - 14:21 Uhr

Hallo!
Lege auf jeden Fall Widerspruch gegen den Bescheid ein und teile dem Amt mit, warum es ausgerechnet dieser KiGa sein muss. Begründe ausführlich und vielleicht kann Dein Arbeitgeber noch eine Bescheinigung ausstellen, wo drin steht, dass Du manchmal bis 20:00 Uhr arbeiten musst!
Viel Glück#klee

LG snoopy128#hund

Beitrag von janamausi 23.08.07 - 15:36 Uhr

Hallo!

Ich denke, Du wirst kaum eine Chance mehr haben. Die Plätze sind nun vergeben und der Kiga besetzt.

An wehn die Kiga-Plätze vergeben werden, ist von Kiga zu Kiga unterschiedlich. Nachdem die Kiga-Leiterin den Satz mit dem Umzug gesagt hat, denke ich, dass der Kindergarten die Kinder aus der Gemeinde/Einzugsgebiet bevorzugt annimmst und wenn dann noch Plätze frei sind, sie auch Kinder von weiter her annehmen.

Wende dich mal ans Jugendamt. In Bayern haben 3jährige Kinder einen Anspruch auf einen Kiga-Platz, aber das heißt nicht, dass es der nächstgelegene Kindergarten oder der Wunschkindergarten ist, sondern nur, dass man Anspruch auf irgendeinen Kiga-Platz in der Stadt hat.

Viel Glück!
janamausi