zwei Todesfälle, Geburt und Scheidung

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von mausi1086 23.08.07 - 18:58 Uhr

Tja, ich hätte nicht gedacht, dass ich hier mal etwas schreiben würde, aber mir geht es momentan dermaßen schlecht, dass ich gerne mal etwas Trost und Rat von Menschen hätte, die mir und der Situation nicht so nahe stehen.

Meine Geschichte:
Mein Opa ist vor zwei Monaten ins Krankenhaus gekommen und es wurde Krebs diagnostiziert. Er wurde auch operiert, allerdings stellte sich der Tumor als wesentlich größer heraus, als erwartet. Es folgte dann ein langer Leidensweg mit künstlichem Koma, zwei weiteren schweren OP´s und Intensivstation.
Ich war zu diesem Zeitpunkt im siebten Monat schwanger. Musste dann Anfang des neunten Monats wg vorzeitigen Wehen ins KH und 5 Tage am Tropf hängen. Während dieser Zeit starb mein Opa. Für mich war das absolut furchtbar und ich konnte es kaum fassen, da ich auch nicht mit auf die Trauerfeier durfte (sollte nach der Entlassung liegen).
Aber soweit kam es gar nicht, da ich einen Tag nach meiner Entlassung entbunden habe. Trotzdem konnte ich nicht auf die Trauerfeier, da ich an diesem Tag erst mit dem Kleinen entlassen wurde. Die Vorstellung nicht bei meiner Familie zu sein in diesem schweren Augenblick hat mich fast umgebracht.
Ein paar Tage später hat mir mein Vater gestanden, dass er meine Mutter wegen einer anderen verlassen wird und demnächst auszieht. MEine Eltern hättn am 9.9. Silberhochzeit gefeiert... Das war der absolute Schock, denn sowas hätte ich nie erwartet. Ich liebe meine Familie über alles und sie geht mir über alles und nun muss ich zusehen, wie sie zerbricht.
Als wäre alles nicht schlimm genug, ist dann ein paar Tage später auch noch der Opa meines Freundes gestorben.
Es ist einfach alles momentan zuviel! Ich sollte mich eigentlich über die Geburt unseres Sohnes freuen, das tue ich auch, aber mich belasten all diese Sachen so sehr. Ich habe das Gefühl keinen Boden unter den Füßen zu haben und jeden Morgen aufzuwachen und doch nicht wach zu sein. Ich stehe vollkommen neben mir und bekomme nur wenig auf die Reihe.

So, jetzt kennt ihr meine Geschichte...

Vielleicht hat jemand schon so etwas ähnliches erlebt...

Liebe Grüße
Anne

Beitrag von atebe3004 23.08.07 - 21:04 Uhr

Hallo

Mensch, das ist auch alles ein bisschen SEHR viel!!!

Ich kann Dich gut verstehen und mir würde es auch den Boden unter den Füßen wegziehen.

.... aber Du mußt auch an Deine kleine Familie denken. Die ist jetzt das wichtigste und sicherlich auch dein größter Halt. Versuche einfach dort Trost zu finden.

Versuche die Zeit mit Deinem Kleinen Wonneproppen zu geniessen, denn die gibt Dir keiner zurück.

Einen ganz #herzlichlichen Gruß
Beate

Beitrag von krisi79 23.08.07 - 21:28 Uhr

Hallo Anne,

och mensch, lass dich mal drücken #liebdrueck
Haben eine ganz ähnliche Geschichte in unserer FAmilie gerade hinter uns, daher kann ich deine Gefühle bezüglich der Trennung deiner Eltern ganz gut nachvollziehen.
Sei für deine Mama da und versuche deinem VAter zuzuhören und vielleicht kannst du ihn ja verstehen.

Ich wünsche dir für die kommende Zeit viel Kraft, Zeit zum trauern und wenn es dir mal so richtig schlecht geht, sieh dir deinen Sohn an und gibt ihm einen Kuss #herzlich
dann geht die Sonne ganz schnell wieder auf.

Alles Liebe