Mit 7 Monaten will er immer noch nichts anderes als Muttermilch!

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von rastagirl04 23.08.07 - 19:12 Uhr

Hallo Ihr!

Ich verzweifle langsam! Unser Sohn scheint meine Brust so sehr zu lieben, dass er jeglichen Brei nach wenigen Löffeln ablehnt und energisch nach der Brust verlangt. Mit 6 Monaten habe ich angefangen Abends Grießbrei zu füttern und es hat erst auch ganz gut geklappt. Dann habe ich Mittags Möhren gefüttert und auch die hat er recht gut gegessen. Nach kurzer Zeit wollte er aber gar keinen Brei mehr und ich habe es auf die Zähne geschoben und eine Woche wieder voll gestillt. Die Zähne waren durch und ich fing wieder an und es ging ein paar Tage gut. Als ich dann Möhren plus Kartoffeln füttern wollte hat er sich wieder konsequent geweigert und inzwischen verweigert er auch den Grießbrei. Nur als ich einen Abend nicht da war, hat er den Grießbrei von meinem Mann ohne Probleme gut gegessen!
Inzwischen ist er 7 Monate und eine Woche alt und wird wieder voll gestillt. Wir probieren zwar jeden Abend Grießbrei, aber nach wenigen Löffeln ist meist Schluß (egal ob ich im Raum bin oder nicht).
Ich mache mir nun Sorgen, ob es sich jemals ändert und ob er genügend Nährstoffe bekommt, wenn ich jetzt wieder voll stille. Er braucht doch inzwischen längst Beikost!
Was soll ich nur tun? Ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht am Geschmack der Breie liegt, schließlich hat er ja beide eine Weile gegessen!
Habe schon daran gedacht, auf Flasche umzustellen und dann langsam die Beikost einzuführen, damit er erst mal von der Brust wegkommt. Dabei wollte ich eigentlich stillen, bis er bei den Familienmahlzeiten mitessen kann #schmoll.

Echt kompliziert das Alles! Meine Tochter war da wesentlich problemloser!!

Habt Ihr Tipps für mich??

Liebe Grüße
rastagirl

Beitrag von darkblue6 23.08.07 - 19:32 Uhr

Hallo!

Du musst Dir da gar nicht so viele Gedanken machen#liebdrueck In der Mumi ist weiterhin eigentlich alles enthalten, was die Kleinen so brauchen. Viele Babys sind auch mit 6 Monaten einfach noch nicht richtig Beikostreif - manche werden auch ein Jahr vollgestillt und haben deswegen trotzdem keine Mangelerscheinungen.

Die Kleine einer Freundin ist jetzt schon über 1 1/2 und will auch am liebsten nur Milch - sie isst zwischendurch zwar auch mal ein paar Häppchen Brot oder Wurst, aber nicht soviel, dass man von einer Mahlzeit sprechen könnte. Sie ist zwar recht zierlich, aber ansonsten kerngesund.

Das wichtigste ist wirklich, gelassen zu bleiben und sich selber und v.a. auch dem Baby keinen Druck zu machen. Ich weiß, das ist leichter gesagt als getan, aber man kann die Kleinen ja letztendlich nicht dazu zwingen, feste Kost zu essen.

Vielleicht hilft Dir ja das Buch "Mein Kind will nicht essen" von C. Gonzales weiter. Ich kenne es zwar selber nicht da Sarah bis jetzt eine recht problemlose Esserin ist, aber die Bücher von Gonzales sind allgemein sehr zu empfehlen und ich habe bis jetzt nur gutes davon gehört.

LG,
darkblue + sarah (*7.10.06)

Beitrag von rastagirl04 23.08.07 - 20:02 Uhr

Ich #danke Dir so sehr für Deine Antwort!!! Denn eigentlich finde ich es wunderschön und total praktisch einfach nur voll zu stillen!!!! Das Buch werde ich mir nächste Tage mal aus der Bücherei holen.
Ich denke auch, dass Lennox noch nicht soweit ist und er schon viel zu viel Druck und Streß erlebt hat. Das werde ich jetzt ganz schnell abstellen und wieder ganz Stillmama sein!!

Vielen Dank!! #liebdrueck

rasta mit Lennox (14.01.07) und Alia (3 Jahre)

Beitrag von kaleema 23.08.07 - 20:22 Uhr

Tief durchatmen, so ähnlich war es bei uns auch. Da hlft nur: Ruhe bewahren und immer wieder anbieten. Der Rest kommt von alleine, heute isst Kolja ziemlich problemlos. Beim Zweiten würde ich auf keinen Fall mehr versuchen, auf Krampf etwas durchzusetzen, sondern lieber auf die Flasche umstellen, wenn ich nicht mehr stillen kann. (Ich war körperlich am Ende)

Gibst Du ihm Sachen zum sleberknabbern? Dinkelstangen oder so? Das hat Kolja Appetit auf feste Nahrung gemacht. Er konnte selber essen und den Transport im Mund trainieren - daran hat es nämlich gehapert. Er wusste einfach nciht, was er mit dem komischen Zeug machen sollte.

Liebe Grüße,
Kali.

Beitrag von rastagirl04 23.08.07 - 20:55 Uhr

#danke Dir! Ich bin so froh, dass ich meine Entscheidung zum Thema Abstillen noch mal hier diskutieren kann! Eigentlich habe ich nur Angst, dass Lennox nicht alles bekommt, was er braucht, weil ich in einem Babyratgeber gelesen habe "Babys über 6 Monate können in ihrer körperlichen Entwicklung zurückbleiben, wenn sie weiterhin nur Milchnahrung erhalten". Das hat mich sehr verunsichert und mein Bauchgefühl überstimmt.
Jetzt werde ich aber auf jeden Fall wieder voll stillen und es irgendwann erneut probieren.
Lennox bekommt öfter Dinkelstangen und knabbert begeistert drauf rum, schluckt aber nie was runter, sondern befördert es wieder heraus!

Liebe Grüße!
rastagirl #liebdrueck

Beitrag von kaleema 23.08.07 - 21:06 Uhr

Ich habe letztendlich sieben Monate voll gestillt und glaube auch nicht, dass ihm etwas gefehlt hat. Im Nachhinein glaube ich sogar, dass er mit sechseinhalb Monaten (als wir angefangen haben) einfach noch nicht so weit war. Er hat die Zunge beim Essen nach oben geschlagen, konnte das Essen nicht transportieren und war schlicht überfordert. Also hat er um sich geschlagen, gekreicht und geweint.

Ich wollte unebdingt umstellen, weil ich einfach nicht mehr konnte, eine Erkältung hat die nächste gejagt und nachts habe ich nie länger als drei Stunden am Stück geschlafen. Also habe ich uns beiden viel zu viel Druck gemacht. Am Ende hat es geklappt, aber das war ein langer, langer Weg. Und je entspannter ich wurde, umso besser ging es.

Wenn Lennox die Dinkelstangen auch nicht schlucken mag, ist er vielleicht echt noch nicht so weit. So lange er satt wird, würde ich stillen, aber weiter ungezwungen Obst, Gemüse oder Abendbrei anbieten. Wenn er nicht mehr satt wird, würde ich Folgemilch zufüttern. Wenn das Problem bleibt, würde ich meine Hebamme oder den KiA fragen, vielleicht gibt es irgendein anderes Problem beim Essen.

Bis dahin hilft nur Ruhe -- nicht meine Stärke ;-)

Lieben Gruß!


Beitrag von jindabyne 23.08.07 - 22:59 Uhr

Meine Tochter hat erst mit 13 Monaten angefangen zu essen. Davor war total der Wurm drin und teilweise hat sie monatelang komplett Beikost verweigert. Also gabs immer nur Milch. Sie hatte jedoch nie irgendwelche Mangelerscheinungen, war immer gut genährt.

Keine Sorge, so kleine Babykörper sind intelligenter als man denkt! Die holen sich aus der Milch, was sie brauchen! Geh die Sache entspannt an, ihr habt noch gaaaanz viel Zeit!

LG Steffi, deren Tochter heute mit Begeisterung isst