Trotzanfälle enden mit Übergeben - etwas länger....

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von cck 23.08.07 - 20:05 Uhr

Hallo

Ich habe einen 3jährigen zu Hause, bei dem die richtig heftigen Trotzanfälle damit enden, dass er sich übergibt. #schock

Das führt natürlich dazu, dass ich immer überlege, ob sein Verhalten das Auslösen eines solchen Anfalls lohnt und ich gebe dann auch schon mal nach aus Angst, dass ich ihn danach wieder komplett umziehen und die halbe Wohnung putzen kann. #heul

Es gibt aber natürlich Situationen, da muss man einfach durch. So wie eben, als er einfach nicht Zähneputzen wollte. Weder gutes Zureden noch Erklären, warum er sie putzen muss, noch die Erinnerung an den Besuch der Zahnärztin im Kindergarten (danach hat er sich 2 Tage lang nach jedem Essen ganz alleine die Zähne geputzt:-)) halfen.
Das Ende vom Lied war, dass er das gesamte Abendessen wieder losgeworden ist, und wir beim Abendprogramm wieder von vorne anfangen konnten. Gleichzeitig bekam dann natürlich die Kleine (5 Monate) Hunger, die ich sonst meistens stille, sobald der Große im Bett liegt...#augen

Hat jemand von euch das gleiche Problem (gehabt)? Wie geht ihr damit um? Kennt jemand einen Trick, wie man das Kotzen verhindern kann?

Cornelia mit Matthias und Theresa

Beitrag von katinka1711 23.08.07 - 20:36 Uhr

Hallo Cornelia,

sieh mal hier:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=4&id=875513

LG
Katinka #blume

Beitrag von blucki 23.08.07 - 20:41 Uhr

hallo cornelia,

meine nichte hatte mit ihrem sohn als er so ca. 20/22 monate alt war das gleiche problem. da war das zweite baby auch grade ein paar monate alt.

ich denke, dass es ein eifersuchts- / aufmerksamkeitsproblem ist.

der große meiner nichte hat insgesamt ein ganzes dreiviertel jahr lang jeden tag erbrochen. manchmal mehrmals. zum schluss wusste sie gar nicht mehr, was sie noch tun sollte und ist zu einer erziehungsberatung. die haben ihr dann gesagt, sie soll ihn sein erbrochenes selbst aufwischen lassen.

damals war ich schockiert und habe ihr gesagt, das kannst du nicht machen. der arme kerl.

als es jedoch unentwegt weiterging mit dem brechen (auch unterwegs und bei uns hier zuhause) hat sie das exakt 3 x gemacht und dann war schluss damit.

der kleine hat es tatsächlich danach nie wieder getan.

vielleicht probierst du es einfach mal aus. deiner ist ja schon älter und kann das wegputzen eigentlich schon sehr gut alleine meistern.

musst halt auch dran denken, dass das erbrechen an sich nicht sehr gut für die speiseröhre und den magen ist!

und- ich denke, dass es todsicher ein eifersuchtsproblem wegen dem baby ist.

ihr müsstet halt auch unbedingt versuchen, eine halbe stunde nur für ihn da zu sein jeden tag. ihm das vorher auch erklären. das ist jetzt nur deine zeit und so, dass er merkt, dass er dich als mama nicht verliert wegen dem baby.

lg und viel glück dabei
anja

Beitrag von mauseputz 23.08.07 - 21:01 Uhr

Hallo Cornelia,

meine Tochter Alina hat das im Alter von 3 Jahren auch mehrfach probiert. Ich bin dann immer ganz ruhig geworden, habe ihr gesagt, daß sie ihren Mund abwischen soll, etwas frisches Anziehen soll und ihre schmutzigen Kleider in die Wäschetonne werfen soll. Ansonten bin ich in keinster Weise auf das Brechen eingegangen oder habe ihr gezeigt, daß mich das erschreckt. Und NIE! auch kein einziges Mal habe ich ihrem Willen in so einer Situation nachgegeben. Nach einiger Zeit hat der Spuk von ganz alleine wieder aufgehört.

Viel Glück,

Mauseputz mit Alina

Beitrag von raquel77 24.08.07 - 09:05 Uhr

Hallo Cornelia,

ich kann mir sehr gut vorstellen, wie sehr dich das belastet. Sofern es dir in den Kopf gekommen ist: Er macht es nicht mit Absicht.

Dein Ziel muss es sein, ihn wieder zur Ruhe zu bringen, bevor es zum Erbrechen kommt. Ich kann nicht einschätzen, ob er insgesamt ein sehr trotziger Junge ist, der bei auch wirklich jeder Gelegenheit seine Aussetzer bekommt. #gruebel

In den Augenblicken, in dem der Wutausbruch aber voraussehbar ist (z.B. beim Zähneputzen), solltest du dir zumindest Konsequenzen einplanen, die rigoros durchgesetzt werden sollten.

Führe nach dem Zähneputzen ein sehr schönes Ritual ein, von dem du weißt, dass es ihm sehr viel bedeutet. Vielleicht eine besondere Kuschelrunde im Bett oder ihr baut zusammen Türme usw. Nach etwa 3-5 Tagen sollte er sich eingeprägt haben, dass dieser Augenblick jetzt für IHN reserviert bleiben soll (das Ritual sollte auch gut im Zeitplan sein - nicht, dass du das Geschwisterchen versorgen musst).

Wenn er sich beim Zähneputzen nun weigert, solltest du ihm klar machen, dass du ansonsten nicht mit ihm dieses schöne Ritual abhältst. Mach es ihm mit einer freundlichen aber bestimmten Stimme klar und achte darauf, dass du kurze Sätze benutzt, die er auch inhaltlich versteht. #hicks

Wenn er seinen Wutausbruch bekommt, dann stelle dich nicht in dieses Gewitter und lasse dich nicht auf dieses "Niveau" herab. D.h. fang nicht an zu schimpfen und werde nicht laut. Sei weiterhin bestimmt mit einer normal lauten Stimme, dass er sein Ritual nicht bekommt, wenn er sich nicht die Zähne putzt.

Du wirst sicherlich ein paar Tage brauchen. Aber wenn du dich daran hältst, wird er schnell merken, dass sein Tun Konsequenzen hat. Und wenn du nicht laut wirst und dich nicht in sein "Gewitter" stellst, wird er lernen, dass diese Wut sein eigenes Zutun ist, mit dem er umgehen muss. #bla

Die Erinnerung an die Zahnärztin ist viel zu lange her. Die Konsequenzen müssen vorausschaubar sein (hier: Das Ritual in der nächsten halben Stunde). Du solltest deine Drohung auch spätestens nach dem 3. Hinweis wahr machen.

Lass dich nicht dazu verführen, es vielleicht beim 15. Tag durchgehen zu lassen. Er wird es sich merken und es beim nächsten Mal wieder weiter treiben lassen. #schwitz

Wenn er sich übergibt, hat er im Übrigen auch "verloren". Denn dann kannst du dich ja nicht mehr um ihn kümmern, sondern musst nun wischen und dich im Anschluss um sein Geschwisterchen kümmern.

Sei dir aber auf jeden Fall im Klaren darüber, dass er nicht wütend ist, um dich zu ärgern. Es ist sein Temperament, mit dem er lernen muss, umzugehen. Du musst ihn dabei helfen und ihn nicht dazu ermutigen, indem du z.B. genauso wütend wirst. ;-)

Er ist alt genug, den Zusammenhang zu verstehen.

LG und Erfolg
Sonja

Beitrag von lanijala 24.08.07 - 11:48 Uhr

hi,


unser großer erbricht sich zum glück nicht, aber seine wutanfälle sind trotzdem nicht ohne.
bei uns hilft folgendes sehr gut:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=4&pid=6705917

bin jetzt gespannt auf das buch, hoffe es kommt heute endlich.


lg

dani