Wirklich Festhalten beim Zähneputzen?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von andrealuna 23.08.07 - 21:55 Uhr

#kratzHallo,

ich beziehe mich auf das Posting weiter unten, aber möchte ein eigenes aufmachen, damit vielleicht mehr darauf aufmerksam werden.

Luis ist 16 Monate seit heute und lässt sich ungern seine 8 Zähne putzen. Wenn ich ihm die Zahnbürste gebe, kaut er darauf rum, aber wirklich schrubben kann ich nicht. Das ist echt mal mein leidiges Thema....

Ich bin auch für jede Hilfe dankbar. Jetzt haben einige geschrieben, man solle sein Kind am festhalten, irgendwann sieht es die Sache ein. - Hände? - und wie macht ihr das mit dem Mund? Aufhalten?

Es bricht mir irgendwie echt das Herz. Gibt es nicht noch andere Möglichkeiten???

Das Weichei Andrea...:-(

Beitrag von eisbaer.baby 23.08.07 - 22:01 Uhr

ich hab das mäuschen immer auf dem wickeltisch liegen gehabt
und ihr lieder vorgesungen, als sie mit sprechen so weit war, durfte sie sich die lieder selbst aussuchen!

der mund ging eigentlich immer freiwillig auf und wenn nicht, dann kurz zum lachen bringen (durch kitzeln) und blitzschnell die bürste rein! wenn sie echt mal getreten hat oder sich mit den händen gewehrt hat, dann hab ich ihre hände genommen und auf ihren bauch gelegt und die arme quasi mit meinem linken unterarm "fixiert", mit der rechten hand geputzt! ging eigentlich immer gut und ohne "gewaltanwendung"!

lg bianca

Beitrag von njenny2011 23.08.07 - 22:05 Uhr

Hi,

wir putzen uns gegenseitig die Zähne. Mein Großer ist jetzt 2,5 Jahre alt und lässt sich auch ungern die Zähne putzen. Also geb ich ihm meine Bürste und mach den Mund auf. Während er meine Zähne "putzt", bürste ich seine und durch die Ablenkung vergisst er sich zu wehren und wir sind öfter am Lachen als am Kämpfen!

LG
Jenny

Beitrag von lucy15 23.08.07 - 22:22 Uhr

Hm, außer in 2 Jahren dann unter Vollnarkose die verfaulten Zähnchen ziehen lassen........nicht wirklich.

Es gibt Dinge, über die Kinder mitbestimmen dürfen-
wenn Klein Erna nun unbedingt die rote Bluse zur rosa Hose anziehen möchte- na gut, kann man als Mama mal nachgeben.

Und es gibt Dinge, über die wird einfach nicht diskutiert-
es wird nicht über auf die Strasse gerannt, Spülmittel wird nicht getrunken, und die Zähne werden geputzt. Schön, wenn es mit Überzeugen im Guten geht- und wenn nicht, dann eben mit Festhalten, Mund aufhalten, Arme festhalten etc.
Meist gibt sich der Spuk nach kurzer Zeit, weil die Kids merken, dass es dir ernst ist. Und wenn nicht- dann sind die Zähne trotzdem sauber. Und irgendwann sind sie vernünftig genug um zu verstehen, warum du das machst.
Würdest du dein Kind auch selbst entscheiden lassen, ob es im Krankheitsfall Medizin nimmt oder nicht? Ob es Blut abgenommen kriegt oder nicht? Nein, oder?

LG,
Lucy

Beitrag von 17876 23.08.07 - 23:02 Uhr

besser hätte ich es nicht schreiben können!!#pro

Beitrag von samarkand30 24.08.07 - 11:28 Uhr

Entschuldigung, aber so ein Unsinn!
Bei denen, die jetzt um die 30 sind, hat damals noch niemand so früh mit Zähneputzen angefangen. Nach Deiner Theorie hätten die alle schon mit 2 Jahren keine Zähne mehr gehabt, ist aber nicht so, seltsam, nicht?
Und alles, was unter einem solchem Zwang geschieht, wird das Kind später garantiert nicht gern und freiwillig tun... Die erste Erinnerung daran wird immer mit Zwang und Kampf verbunden sein, und wer will das schon?
...und Deine Vergleiche sind übrigens völlig unpassend!

Viele Grüße
Katharina

Beitrag von gunillina 24.08.07 - 12:14 Uhr

Naja... Ausnahmen bestätigen dann wohl die Regel.

1. Ich bin 32 (oh schreck) und sowohl meine älteren Geschwister als auch ich haben ab dem 1. Zahn die Zähne geputzt bekommen, so war das damals schon... (ich habe nachgefragt, nicht dass du meinst, ich könnte das ja gar nicht wissen... Außerdem gab es in meiner Kindheit auch schon Flourtabletten und co., also hat man sich schon Gedanken gemacht über die Zahnpflege) Führe Beispiel mit den Menschen an, die heute 60 sind, dann passt es eher, denke ich;-)
2. Meine kleine Schwester, mein Sohn, meine Tochter, sie alle mußten gezwungen werden, sich die Zähne putzen zu lassen. Und heute bestehen alle darauf, die Zähne zu putzen, bevor es ins Bett geht, morgens nach dem Aufstehen sowieso... ich kenne sooo viele Kinder, die als Kleinkinder zur Zahnpflege gezwungen werden mußten, und keines davon steht mit einem Schaden im Kindergarten, um dort mit den anderen Kindern die Zähne zu putzen. Ab einem gewissen Alter ist das nämlich total cool... es gibt ja auch tolle Zahnbürsten, mit Glitzer und so#augen

Also, wenn du meinst, andere schreiben Unsinn, dann mußt du da doch nicht mitmachen,oder;-)?

Die Beispiele sind überzogen, aber nicht schlecht... Oder gehst du dann mit deinem 6jährigen später auch nicht zum Zahnarzt, wenn er denn aufgrund Putzverweigerung (oder genetischer Veranlagung oder einem schlechten Zeichen...) Karies bekommen hat, und die Löcher gestopft werden müssen? Weil er nicht dazu gezwungen werden will/soll? Also ich finde, die Sache mit dem Zwang (in bezug aufs Zähneputzen) wird vollkommen überbewertet, die Zahnpflege hingegen oftmals unterbewertet... leider, frag die ZahnärzteInnen, ErzieherInnen und GrundschullehrerInnen, die mit den kariösen Kindern die Zahnpflge neu einstudieren müssen, weil die Eltern, aus welchem Grund auch immer, genau das versäumt haben...
L G
Gunillina

Beitrag von lucy15 24.08.07 - 20:40 Uhr

Also, mein Großer ist heute total begeistert vom Zähneputzen, schiebt den Terror, wenn er woanders nicht nach dem Essen die Zähne putzen kann....

und das, obwohl er festgehalten wurde.

Wie viel Erfahrung hast du denn schon auf dem Gebiet?

Lucy

Beitrag von jindabyne 23.08.07 - 22:45 Uhr

Wir machen es spielerisch. Sie darf die Zahnbürste erst nehmen, anfassen, draufrum beißen. Ab und zu nehme ich die Zahnbürste aus ihrer Hand und schrubbe. Dann nimmt sie die Bürste wieder, spielt ein bisschen. Immer abwechselnd. Den Mund macht sie freiwillig auf.
Manchmal gibts Tage, da ist es schwieriger, weil sie nicht so recht Lust hat und zappelig, dann dauert das Putzen eben länger, bs ich "durch" bin. Ist mir egal, denn mir ist es wichtiger, sie sanft ans Zähneputzen als tägliches Ritual zu gewöhnen. Am nächsten Tag klappts wieder besser ;-)

Ich nehme mir immer viel Zeit zum Zähneputzen. Mit Zwang würde ich es nicht machen, weil ich keine "Abwehrhaltung" anerziehen will. "Einsicht" in den Sinn und Zweck des Zähneputzens werden die Kinder noch lange nicht haben. Meiner Ansicht nach legt man aber gerade am Anfang die Grundlage für die spätere Akzeptanz des Putzens, darum würde ich ein Kind nicht dazu zwingen.

Übrigens mussten mir selber nicht mit 2 Jahren alle verfaulten Zähne unter Vollnarkose gezogen werden #kratz, obwohl man in den 70ern erst mit ca. drei Jahren (!!!) angefangen hat, bei Kindern Zähne zu putzen :-P

LG Steffi - deren Löcher erst viiiieeeel später kamen...

Beitrag von hopsi2005 23.08.07 - 22:50 Uhr

Festhalten ja, aber trotzdem lieb sein und soviel wie möglich ablenken. Mein Mann singt mit unserer Tochter immer ein selbst ausgedachtes Zahnputzlied. Sie protestiert auch oft heftig (gegen das Festhalten vor allem), aber sobald er "Fertig!" ruft, lacht sie wieder.

Den Kindern entsteht durch das Festhalten kein bleibender Schaden, sofern man keine Gewalt anwendet.

Beitrag von elin666 23.08.07 - 22:53 Uhr

Hallo!

Die Sache mit dem Festhalten finde ich nun auch nicht so prickelnd, aber wenn es tatsächlich nicht anders geht!?
Mich wundert nur immer wieder, dass soviele mit dem Zähne putzen Probleme haben. Wir haben glücklicherweise eine sehr neugierige Tochter, welche immer genau alles das machen will, was Mama und Papa auch machen. Und wenn ich morgens im Bad rufe: "Synni komm Zähneputzen." dann dauert es keine 10 Sek. kommt sie angerast. Dann stelle ich sie auf den Klodeckel, direkt am Waschbecken und dann lutscht sie erstmal die Zahnpasta runter und dann schrubbe ich ihr die kleenen Beißerchen. Und wenn Mama sich dann das Gesicht mit kaltem Wasser wäscht muß Synni das natürlich auch machen etc.pp. ;-)
Wir können kaum allein ins Bad gehen, nur um mal Hände zu waschen. Schon steht Madame auf der Matte und will das auch machen. :-)
Ich weiß ja nun nicht, inwieweit ihr den kleinen Mann dazu "zwingt". Aber evtl. mal nur zugucken lassen und dann kommt er viell. allein drauf, dass das, was Mama und Papa machen interessant sein könnte.
Ich weiß, klug daher geredet, aber wir kennen halt derartige Sperenzchen nicht. ;-)

LG

PS.: Bei uns ufert die Nachmacherei mittlerweile soweit aus, dass Madame staubsaugt, Spiegel und Glasscheiben putzt, die Spülmaschine ausräumt, Blumen gießt .....und das alles, als hätte sie NIE was anderes gemacht. *lach*

Beitrag von gunillina 23.08.07 - 23:03 Uhr

Also, ich nutzte die Schreiattacken knallhart zum Zähneputzen aus. Mia (bis sie ca. 20 Monate alt war) hat geschrieen, wunderbar, so war der Mund auf. Ich hatte sie auf meinem Arm liegen, fast wie zum Stillen, die Arme habe ich bei mir eingeklemmt (jajaja, das klingt hart), der Mund war auf (es wara laut) und ich konnte bürsten. Dabei habe ich dann ruhig gesprochen, sie beruhigt, dass wir gleich fertig sind, dass die Zähne sauber sein müssen etc. #bla:-)#bla
Ich sehe das ähnlich wie eine meiner Vorschreiberinnen, es gibt einfach Dinge, bei denen es kein "Ausnahmsweise" gibt. Dazu gehört bei uns das Zähneputzen, denn es sind beim Nichtputzen nicht nur die Milchzähne in Gefahr, kariöse Milchzähne schädigen auch die Folge- und Bleibezähne. Also werde ich nicht dastehen und jammern, sondern dem Kind die Zähne putzen. Und wenn es schreit, brauchst du dir keine Gedanken zu machen, wie du den Mund aufbekommst;-) Sorry für die Ausdrucksweise, es ist auch ein wenig ironisch/sarkastisch gemeint. Klar ist es in der Situation direkt grauslig, aber Zähneputzen dauert 3 Minuten, anfangs ja auch noch weniger (8 Zähne putzt man ja nicht genauso lange wie ein vollständiges Gebiß), und das dann 2 mal am Tag. Und danach ist wieder gut.
Mia putzt jetzt mit ihren guten 2 Jahren recht gern (wenn ich das Wildpferd erstmal eingefangen habe;-)), sie ruft dann ganz süß "AAAAAAAAAAAAAA", und beim Zusammenbeissen "IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII" (ist also immer noch laut beim Zähneputzen bei uns zu Hause) und schluckt dann dummerweise immer noch die Zahnpasta runter, das üben wir dann nochmal;-)... Also, es hat ihr keine Zahnbürstenphobie oder ähnliches beschert, dass ich beim Putzen der Zähne kein Pardon kannte.
Ach ansonsten bin ich nicht gewalttätig, nein:-);-)

Also: Trau dich, er gewöhnt sich wirklich daran, wenn du dir deine "Hemmungen/Angst" nicht so anmerken läßt, Kinder merken das ja schnell, wenn man besonders auf ihre Aktionen reagiert. Also: Locker bleiben, die Sache schnell und zügig durchziehen, danach schön kuscheln und gut ist!#liebdrueck
L G
Gunillina mit Mia und Rasmus, noch kariesfrei#schwitz

Beitrag von zottel 23.08.07 - 23:50 Uhr

Hallo,
so ist es bei unsauch. Aaron hat geschrien und ich habe geschrubbt. Zähne putzen muß sein.
Heute er ist 2,5 Jahre macht er Ahhhhhh und Ihhhhh, und putzt 2 bis 3 mal am Tag ohne wenn und aber die Zähne und ist ( so traurig das klingen mag) das einzige Kind in der Krabbel/Spielgruppe ohne Karies. ( alle so 2-3Jahre alt)
Mfg
Zottel

Beitrag von alse2 24.08.07 - 01:01 Uhr

hallo
ich habe das problem auch mit meiner tochter selina 18 monate. sie schreit wie am spies wenn ich ihr die zähne putzen möchte.seid zwei tagen hat es etwas nachgelassen. ich spiel nebenher mit ihr. am anfang haben wir ihr auch die hände festhalten müssen. es ist echt jetzt schon wichtig die zähne zu putzen. wenn ich dann fertig bin mit putzen dann darf sie noch etwas mit der zahnbürste selber putzen.
lg katja

Beitrag von germany 24.08.07 - 07:54 Uhr

Wir hattens auch mal so versucht.Justin auf der erde und ich über ihm.Grausam sag ich dir.Dann hab ich es anders versucht.Ich hab ihn einfach zum lachen gebracht.Ich hab mir einfach ein ganz lustiges Zähneputz lied ausgedacht.Also so: Putze,Putze ,Putze,jetzt putzen wir die Zähnchen.Naja das hat sich so lustig angehört das Justin gelacht hat und ich ihm die Zähne putzen konnte.Mittlerweile läuft das aber stressfrei abJetzt macht er den Mund brav auf.


lG germany