Mein Zyklusblatt

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Forum: Kinderwunsch

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Beitrag von necha 24.08.07 - 08:36 Uhr

Bitte schaut euch mal mein urbia-Zyklusblatt an: http://www.urbia.de/services/zykluskalender/view?sheet_id=211083&user_id=730008

Hallo Zusammen,
wir versuchen nun seit 2 Monaten ein Kind zu bekommen, ich bin noch etwas unbeholfen und lese mich langsam durch das Forum ein. Dazu kommen langsam ein Paar Fragen: wie lange kann ich auf eine Schwangerschaft warten, ohne zu denken, es sei etwas nicht in Ordnung (ich bin 33, mein Mann 45)? Wie sinnvoll ist die Einnahme von Folsäure?

Vielen Dank für eure Antworte
Lieben Gruss
Necha

Beitrag von nubuk 24.08.07 - 08:41 Uhr

liebe necha,

also bis zu einem jahr ist völlig im normbereich ;-)
danach kannst du mal mit deinem gynäkologen sprechen...
folsäure ist wichtig für das ungeborene kind (gegen offenen rücken) und du musst damit dein folsäuredepot aufbessern für eine etwaige schwangerschaft.

glg michi

Beitrag von peanuts04 24.08.07 - 08:46 Uhr

Folsäure ist immer gut, wenn man in der Planung ist. Es hilft dem Zellwachstunm!
Liebe Grüsse
Annie

Beitrag von malkin 24.08.07 - 08:52 Uhr

Folsäure, da sind sich wohl beinah alle einig, ist sehr sinnvoll. Und zwar schon vorher, damit dein Pegel in der Früh-SS schon hoch genug ist.

Warten: In der Regel sagt man ca. ein Jahr, bevor genauere Untersuchungen gemacht werden.

Ihr seid so alt wie wir, da möchtet ihr vielleicht nicht ganz so lang warten. Folgende Dinge könnt ihr selbst überprüfen (lassen):
Ein Spermiogramm kann man auch privat aus reiner Neugierde anfertigen lassen, kostet ca. 70-80 Euro, eine sehr unkomplizierte Untersuchung, und man kann nach Anweisung des Urologen die Probe zu Hause anfertigen und schnell vorbeibringen.
Der Hausarzt kann mal ganz allgemein die Blutwerte überprüfen, vor allem die Schilddrüse. Die meisten Frauenärzte sagen, der Wert solle bei einem Kinderwunsch zumindest nicht über 2,5 liegen, manche sind pingeliger, andere weniger. Der offizielle alte Richtwert von 4,5 ist jedenfalls sehr hoch und kann schon hinderlich sein. So ne Blutuntersuchung hin und wieder ist ohnehin sinnvoll.
Der Frauenarzt sollte irgendwann mal geguckt haben, ob du ganz allgemein in Ordnung bist, die übliche Vorsorge würde ich mir also ohnehin nicht entgehen lassen und den Kinderwunsch erwähnen.

Du kannst aber noch mehr überprüfen: Mit der Temperaturmethode kriegst du heraus, OB du einen regelmäßigen Eisprung hast und WANN etwa. Über den Zervixschleim siehst du, wann deine fruchtbaren Tage beginnen.
Wenn du 2-3mal keinen ES feststellen kannst, nimmst du die Bögen mit und gehst direkt zum Frauenarzt, um das abzuklären. Manche stellen sich mit ZB blöd an, viele wissen es aber zu schätzen. Wenn deine zweite Phase (Hochlage) sehr kurz ist (mehrmals kürzer als 10 Tage), gehst du auch zum Arzt.
Wenn euer Timing immer super ist, d.h. (wenn das Spermiogramm gut ist) beispielsweise mindestens zweimal Sex an den 2-3 Tagen vor dem ES und am ES-Tag selbst und dem danach (für Auswertungsfehler - der echte Tag danach ist schon unfruchtbar), kann man auch schon etwas früher zum Arzt gehen (dann würde ich mit dem Spermiogramm anfangen - bei einem schlechteren sollte man nur alle 2-3 Tage Sex haben, dann wird das mit dem Timing etwas schlechter).

In unserem Alter ist es aber normal, dass es ein paar Monate länger braucht. Wenn du bis vor kurzem mit Hormonen verhütet hast, kann es auch sein, dass sich dein Körper in den ersten Monaten erstmal umstellen muss.

LG,
M.

Beitrag von necha 24.08.07 - 11:49 Uhr

Hallo,

vielen Dank für die ausführliche Information. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich nicht schlecht staune, wenn ich hier lese wie verkrampft ein Schwangerschaftswunsch zugehen kann... Natürlich würden wir uns freuen, wenn es funktionieren würden, aber wenn es nicht klappen sollte, dann halt nicht... Unser Leben zur zweit ist ebenso wundervoll!

Ich nehme die Pille seit 2 Jahren nicht mehr, somit wird die Hormonproblematik in dem Sinn nicht bestehen. Hinzu habe ich das Glück einen sehr regelmässigen Zyklus zu haben, ich bekomme wirklich meine Mens immer wie geplant und die Tage vor meinem Eisprung sind eindeutig (Zervixschleim usw. alles eindeutig).
Was mir etwas mehr zu bedenken gibt, ist die Aussage meines Frauenartzes über eventuelle Schwierigkeiten durch das Alter meines Mannes. Könnte die Spermienqualität bei einem 45-jährigen Mann wirklich ein Problem sein???
Wahrscheinlich wäre ein Spermiogramm sinnvoll, ich möchte ihn jedoch damit nicht zu sehr unter Druck setzen, da unser Kinderwunsch wirklich SEHR plötzlich kam und sehr frisch ist....



Beitrag von malkin 24.08.07 - 12:08 Uhr

Sich drum kümmern muss nicht verkrampft sein, sondern kann auch für Entspannung sorgen.

Wenn es euch nicht so wichtig ist, ob es klappt oder nicht, könnt ihr natürlich auch einfach alles laufen lassen und sehen, wie es kommt.

Spermienqualität kann heute immer ein Problem sein, da sie stark abgenommen hat. Die Fruchtbarkeit von Frauen aber auch. Und beides wird schlechter, wenn man älter wird. Normalerweise ist ein Mann mit 45 aber noch voll zeugungsfähig. Wenn der Wunsch so neu ist, wartet ruhig erstmal ein bisschen. Ggf. könnt ihr euch dann ja, wenn der Wunsch gefestigt ist und nach einem halben Jahr noch nichts passiert ist, beide untersuchen lassen. Wie gesagt: Eigentlich beginnt man erst nach einem Jahr damit. Ich weiß aber, dass man sich mit 33+45 auch mal über "Sie haben doch noch 10 Jahre Zeit!" ärgern kann - das finde ich nämlich nicht. Aber das finden vermutlich auch jüngere Paare doof, so eine Bemerkung.

LG,
M.