hört das irgendwann auf???

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von bluesclues2003 24.08.07 - 11:24 Uhr

Am Dienstag den 07.08 diesen Jahres rief mich mein Papa auf dem Handy an und fragte was ich gerde mache. Ich erzählte ihm das ich gerade am lesen bin dann sagte er mir das meine Oma gestorben ist. Seit dem Tag könnte ich jeden Tag heulen.

Meine Oma war Ihr leben lang mit Herz und Seele Schneiderin und ist auch bei dem was sie immer gerne gemacht hat gestorben.
Sie musste nicht leiden sich nicht quälen das ist das einzige woran ich festhalten kann.
Seit einiger Zeit war sie ganz versteift dadrauf das sich Ihre Enkelkinder eine Art Errinnerung an sie kaufen. Da sie immer fit und aktiv war (sie war auch erst 76 Jahre) wusste keiner warum sie das unbedingt wollte.
Ich stelle mir immer wieder die Frage ob sie eine vorahnung hatte oder ob sie Krank war und es keinem Gesagt hat.

Nach der Beerdigung sind wir zu Ihr in Ihr Haus gefahren und haben dort zusammen Abendbort gegessen.
Jede kleinigkeit hat mich an Oma errinnert und ich hatte immer die hoffnung das sie gleich die Treppe runterkommt und wieder da ist.
Beim Abwaschen hatte ich das gefühl das sie ganz nah ist und im GEdanken hat sie mir die Typische Abtrockne Geschickte erzählt von dem Mann im Pisspott und seiner Frau.

Ich versuche die ganze Zeit stark zu sein aber wenn ich alleine bin und Ihr BIld anschaue überkommt mich eine tiefe Traurigkeit und ich habe Angst das ich da nie wieder rauskomme.

Als ich noch klein war hat Oma mit ein Kleenblatt (kettenanhänger) geschenkt den ich seither immer bei mir Trage. Sie hat mir damals erzählt das sie es auch getragen hat als sie noch klein war.

Meine Oma war immer eine Herzige Frau die wie jede Oma natürlich auch mal nerven konnte. Aber wenn was war hatte sie immer ein offenes Ohr und erzählte auch gerne und viel von allem was sie so erlebt hatte.
Ihre Blumen hat sie geliebt und uns acuh immer Foto´s geschickt.

Heute kam im TV eine reportage über Frösche und ich musste weinen da Oma den Frosch vom Nachbarteich immer gehört hatte und sie auch gerne davon erzählt hat.

Wie kann ich den Tot meiner Oma besser verarbeiten?
Ich habe Ihren Leblosen Körper gesehen aber es geht nicht in meinen Kopf rein das sie nicht mehr da ist das ich einfach keine Chance mehr habe Ihr zu sagen wie lieb ich die habe und das sie immer in meinem Herzen sein wird egal was passiert.

Ich weiss es gibt kein Geheimrezept aber evtl weiss jemand was ich meine und kann mir kleine Denkanstöße geben.

Danke für´s Lesen und sorry für´s vollheulen
GRuß Pam

Beitrag von wasnun 24.08.07 - 12:40 Uhr

Hallo Pam
Lass dich ganz feste #liebdrueck!

Als meine Oma gestorben ist hab ich mich mit unserem Pfarrer unterhalten und ihn erzählt das ich manchmal gar nicht wirklich trauern kann- das mich die Erinnerungen an sie immer einholen.
Da sagte der Pfarrer zu mir: Immer weinen ist keine Trauer- wirkliche Trauer ist, wenn man die schönen Erinnerungen wieder in Gedanken hervorholt und sich darüber freuen kann was man gemeinsam erlebt hat. Diese Worte haben mir sehr gut getan - und es hat mir auch geholfen das ganze etwas zu verarbeiten!
Wir haben im Flur eine Sonne hängen in die man eine Kerze stellen kann - daneben haben wir die Bilder unserer Omas hingehängt (haben diesen Platz wie eine Gedenkecke gemacht)
Vielleicht wäre das auch was für dich!

Es wird auch nach einer Zeit etwas besser - aber es gibt Tage wo man auch wieder sehr traurig ist. Das ist ganz normal.
Auserdem ist es ja auch erst ein paar Tage her das du diesen Verlust hattest.
Lass dir Zeit und lass der Trauer den vollen lauf. #heul dich auch richtig aus - denn wenn du die Tränen runterschluckst bringt dir das auch nix.

Kann dir aber gut nachempfinden wie es dir geht!

Wir haben auch eine harte Zeit hinter uns - im Feb.2006 haben wir unser 1.Krümelchen (8.SSW- absolutes Wunschkind) verloren, im November 2006 starb die Oma meines Mannes, im Januar 2007 starb meine Oma, im Juli 2007 haben wir 2.Krümelchen (11.SSW- Wunschkind) verloren und dabei wäre ich fast mit gestorben.

Ich habe alle die ich in der letzten Zeit verloren habe sehr sehr gern gehabt.

Wenn du magst kannst du mir gerne schreiben.

Glg Yvonne

Zünde #kerze-n für unser Omas an und eine #kerze für meine Krümelchen

Beitrag von lillymarleen201 24.08.07 - 13:38 Uhr

Hallo Pam #liebdrueck

Wie heißt es so schön?

Die Zeit heilt alle Wunden.

Es wird nie weggehen,aber man lernt mit dem Schmerz und mit dem Verlust umzugehen.

Als ich 21 war starb mein Vater im Alter von 41 Jahren.
Ich dachte ich überlebe es nicht,aber ich bin noch da und es geht mir gut ;-)

Ich habe lange dafür gebraucht,aber jetzt kann ich damit umgehen.


Erinner dich immer an die schönen Momente mit ihr und denk nicht an den Tot.
Lass sie weiterhin an deinem Leben teilhaben und versuche nicht den Schmerz zu verdrängen.
Irgendwann wird es erträglicher und wenn du an sie denkst dann hast du ein Lächeln auf dem Gesicht und bist glücklich diesen tollen Menschen gekannt zu haben.

LG und alles Gute

Rebecca

Beitrag von sonja684 29.08.07 - 16:18 Uhr

Hallo Pam!

Es tut mir sehr leid, dass du deine Oma verloren hast!
Ich bin mir ganz sicher das deine Oma genau weiß wie lieb du sie hast und das sie immer in deinem Herzen sein wird!!!

Mein Vater ist leztes Jahr auch ganz plötzlich im Alter von 54 Jahren verstorben, als ich mit meinen Freundinnen für mich ein Brautkleid aussuchen war!

Ich habe habe Ihm einen Brief geschrieben mit all den Dingen, die ich Ihm noch sagen wollte und Ihm mit in seinen Sarg gelegt. Das hat mir sehr geholfen!

Ich bin mir ganz sicher, dass all die lieben Menschen die wir schon verloren haben von oben auf uns herab gucken und uns beschützen!!

Ich wüsche dir ganz viel Kraft für die Zukunft!

Ganz liebe Grüße

Sonja