Rechtschutz nötig?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von note 24.08.07 - 13:15 Uhr

Hallo,wir haben ein Rechtschutzversicherung die schon einige Jahre läuft und uns etwas über 200 Euro im Jahr kostet und haben sie noch nie gebraucht.Manchmal habe ich so richtig Lust sie zu kündigen weil ich das Geld natürlich auch anders anlegen könnte.Wie denkt ihr darüber?

Gruss Note

Beitrag von jamey 24.08.07 - 13:18 Uhr

das lässt sich so pauschal nicht beantworten... seid ihr beide berufstätig, wie sicher ist der job, würdet ihr im falle ner kündigung klagen, habt ihr eine verkehrsrechtschutz zusätzlich, seid ihr mieter oder vermieter, habt ihr stinkige nachbarn... usw.

oftmals ist es so, dass man kündigt und dann die RSV bräuchte... #gruebel

lasst euch mal von nem UNABHÄNGIGEN finanzberater dazu beraten, in finanztest und stiftung warentest wird auch oft sinn und unsinn von versicherungen geprüft, sucht da mal.

Beitrag von vw76 24.08.07 - 13:56 Uhr

Hi!

Spätestens wenn Du gekündigt hast, wirst Du sie brauchen, ist meistens so...

Gruß

Verena

Beitrag von goldtaube 24.08.07 - 14:30 Uhr

In der Regel sollte man eine Rechtschutzversicherung haben. Man braucht sie immer dann, wenn man sie am Nötigsten braucht. Schau doch einfach mal ob ihr was sparen könnt, wenn ihr bei einer anderen Versicherung abschließt.

Beitrag von manavgat 24.08.07 - 14:54 Uhr

Ich hatte gerade einen Fall mit meiner Rechtschutz.

Ich fahr rückwärts aus einem überfüllten Parkplatz. Der hinter mir fährt auch rückwärts ohne zu kucken und seinem Hintermann drauf. Sachschaden 1500 Euro an beiden Autos. Ich bin auf den daneben liegenden Parkplatz gefahren (Sichtweite) und habe mich eine Stunde in dem Restaurant von dem überfüllten Parkplatz aufgehalten. Von dem hinter mir hab ich nichts mitbekommen. Der Typ zeigt mich an wegen Fahrerflucht, weil er einen Deppen sucht, der für seinen Fahrfehler haftet. Das Ganze hat 1 Jahr gedauert - Anwalt hat über 700 Euro gekostet. Staatsanwalt hat das dann - wegen der wirklich guten Arbeit meines Anwalts! - eingestellt. Uff. Der Führerschein hätte weg sein können....

Ich geh ohne Rechtschutzversicherung nirgendwo hin.

Arbeitsrecht
Vertragsrecht
Verkehrsrecht (auch für Fußgänger)
Mietrecht/Anwohner

sind m. E. n. unverzichtbar.

Warum? Weil es soooo viele blöde Leute gibt.

Gruß

Manavgat

Beitrag von miau2 24.08.07 - 17:44 Uhr

Hi,
ist bei der Rechtschutz wirklich schwer zu sagen.

Einerseits: spätestens, wenn du sie brauchst - und das kann auch vollkommen unverschuldet passieren - bist du froh und dankbar, eine zu haben.

Andererseits: wenn Dich ein Rechtstreit, auch mit im Laufe der Zeit höheren Kosten, nicht total ruinieren würde, dann ist sie zwar schön zu haben, aber nicht lebensnotwendig. Und wen so ein Rechtsstreit ruinieren würde, der hat i.d.R. auch nicht das Geld, sich dagegen zu versichern.

Mach es so: such dir im Netz das günstigst Angebot für den Rechtschutz, den du haben willst. Stell sicher, dass du die wirklich "lebensnotwendigen" Dinge abgesichert hast - ganz oben steht die Haftpflicht, bei Familien dicht gefolgt von der Risikolebensversicherung, und z.B. Berufsunfähigkeitsversicherung (wenn Du die aber nicht schon in jungen Jahren abgeschlossen hast, ist die fast unbezahlbar). Auch die Hausratversicherung kommt dann ziemlich schnell. Bei Wohneigentum noch andere Versicherungen, die ein Mieter nicht braucht.

Wenn all die existenziellen Dinge abgesichert sind, dann kommen die, die am zweitwichtigsten sind - und da ist die RV dabei.

Man kann auch ohne eine RV gut und glücklich leben. In den meisten Fällen sind Kosten für unverschuldete Prozesse zwar extrem lästig, aber wohl nur selten der Grund für den totalen finanziellen Ruin. Selten, aber leider nicht ausgeschlossen.

Wir haben unsere auch seit vielen Jahren, bisher hat sie uns einmal 250 Euro erstattet - für einen Strafrechtsfall, als jemand gewaltsam in unsere Wohnung eindringen wollte, mein Freund ihn mit einem Fußtritt (erfolgreich) abgewehrt hat und dafür eine Anzeige wegen Körperverletzung kassiert hat...so schnell kann es gehen. Eigentlich ein klarer Fall von Notwehr, und der stadtbekannte Täter wurde von den Sannis nur mit "Ach, SIE schon wieder..." begrüßt (er hat zwar eine riesen Show abgezogen und sich gekrümmt, durfte aber nach einer kurzen Untersuchung wieder nach Hause. Und wurde nie wieder gesehen...der Vermieter hat die ausstehenden Mieten auch nie gesehen). Erwartungsgemäß wurde das Verfahren eingestellt - nur hat es bedeutet, dass wir die Kosten für unseren Anwalt selbst übernehmen mussten.

Schau erst mal, ob ihr evtl. woanders eine günstigere bekommt, und ob Euch das dann immer noch zu viel ist. Und entscheidet dann.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von -verena- 24.08.07 - 21:02 Uhr

Also, ich bin der Meinung eine RS-Versicherung ist auf jeden Fall sinnvoll. Berufs-, Privat- und Verkehrs-RS sollte man schon haben. Schau dich doch einfach mal nach einer anderen Versicherungsgesellschaft um und lass dir unverbindliche Angebote machen, ich denke so eine Kombi-RS bekommt man auch für 150,00 EUR im Jahr. Dann hättest du wenigstens 50,00 EUR gespart #freu.
LG V.

Beitrag von nick71 25.08.07 - 17:18 Uhr

Über 200 Euro im Jahr ist ne Menge Holz...das geht mit Sicherheit auch günstiger.

Vlt habt Ihr auch was abgedeckt, was gar nicht nötig wäre? Als Haus- oder Wohnungseigentümer braucht man z.B. keinen Mietrechtschutz...und jedes versicherte Risiko kostet halt extra.

Arbeitsrechtschutz finde ich auch nur dann notwendig, wenn man bei nem kleinen Krauter arbeitet, der evtl mal pleite gehen könnte.

Ich denke sowieso, dass Rechtschutz keine LEBENSNOTWENDIGE Versicherung ist. Klar, kann es teuer werden, wenn der Versicherungsfall tatsächlich eintritt...aber wie oft kommt das vor? Und für den Fall, dass man nicht der "Schuldige" ist, wird ja die Gegenpartei (bzw dessen Versicherung) zur Übernahme der gesamten Kosten verdonnert.