Wie mit dem Thema Tod bei Kindern umgehen?

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von winterzauber 24.08.07 - 13:24 Uhr

Hallo ihr Lieben,

vorgestern verstarb urplötzlich und völlig unerwartet Julies Opa an den Folgen eines Herzinfarktes Die beiden hatten ein inniges, liebevolles Verhältnis, sahen sich regelmäßig in der Woche, wenn sie bei ihren Großeltern zu Besuch war. Einige Stunden vor seinem Tod haben die beiden sich noch gesehen und miteinander gesprochen, sich für den nächsten Tag zum Eis essen verabredet! Und dann gestern Morgen diese wahnsinns Nachricht... Ihr Papa und ich sind zwar getrennt, er kam aber gestern früh und wir haben beide unser Bestes gegeben Julie zu erklären, was mit ihrem Opa passiert is. Haben ihr gesagt, Opas Herz hat aufgehört zu schlagen weil sein Körper krank war und er is jetzt beim lieben Gott und bei den Engeln im Himmel...
Nun weiß ich absolut nicht, wie ich damit umgehen soll, wie ich Julie am Besten alles erkläre, ob unsere Erklärung so richtig war, bin echt etwas überfordert und natürlich selber total traurig und geschockt. Immerhin war er trotzallem noch mein Schwiegervater. Bislang hat Julie noch nicht weiter gefragt, nur heut Morgen wollt sie wissen, warum Opa jetzt bei den Engeln is, sie möcht ihn doch wieder haben Könnt ihr mit vllt. ein bisschen helfen? Bin sowas von überfragt da wir auch noch mitten im Umzugsstress sind, ich nächste Woche wieder arbeiten werde und Julie in den KiGa kommt.

Traurige, unfassbare Grüße von einer total hilflosen Katy mit einer noch hilfloseren und traurigeren Hanna Julie *14.Dezember 2003

Beitrag von lillymarleen201 24.08.07 - 13:34 Uhr

Erstmal möchte ich dir schreiben, das es mir leid tut.

Deine Tochter is 4 Jahre alt und ich denke mal sie versteht schon sehr gut was da passiert ist.
Rede ganz normal mit ihr.

Sag ihr immer wieder, das der Opa krank war und das er nun im Himmel ist.
Sag ihr, das Herz hat einfach aufgehört zu schlagen.

Er wird aber immer bei ihr sein und auf sie Acht geben.

LG und alles Gute

Rebecca

Beitrag von winterzauber 24.08.07 - 13:37 Uhr

Danke für deine Antwort! Bin etwas überfordert weil sie sich seitdem so anders verhält, so kenn ich sie gar nicht #schmoll

Lg

Beitrag von lillymarleen201 24.08.07 - 13:40 Uhr

Sie trauert.
Und das mit recht, denn sie hat ihren geliebten Opa verloren.
Lass sie einfach ein bißchen in ruhe.
Biete ihr immer wieder das Gespräch an.

Schau mit ihr Bilder an und munter sie ein wenig auf.


Die Zeit heilt alles Wunden.

Beitrag von winterzauber 24.08.07 - 13:45 Uhr

Ich versuche mein Bestes, danke!

Lg

Beitrag von lillymarleen201 24.08.07 - 13:47 Uhr

Ach mensch du tust mir so leid.
Es muß schlimm sein für eine Mama wenn man das eigene Kind so leiden sieht.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft.

Beitrag von winterzauber 24.08.07 - 13:51 Uhr

Ja es is für mich ganz furchtbar vorallem weil ich ihr nich helfen kann :-( Vielleicht muss sie es erstmal mit sich alleine ausmachen und für sich einen Weg finden, damit umzugehen. Sie weiß ja das ich immer für sie da bin, wenn sie mich bracuht. Nie hätt ich gedacht, daß sie das soo arg zerreisst und mitnimmt #schmoll Und ich selber muss das ja auch erstmal verarbeiten...

Lg

Beitrag von lillymarleen201 24.08.07 - 14:04 Uhr

Alles wird gut ;-)
Gib ihr Zeit.
Sie kommt schon von alleine wieder an.

Sie hat einen geliebten Menschen verloren, dass das wehtut ist mal klar.
Und auch so kleine Mäuse können trauern.

Im Februar mußten wir den Hund meiner Eltern einschläfern lassen.
ER hatte einen Schlaganfall.
Aaron war der beste Freund von meinem Sohn.
Luca is 3.

Er hat die erste Zeit sehr gelitten und hat immer wieder zu mir gesagt ich soll ihn doch wieder zurück holen.

Wenn Luca heute einen Dalmi sieht dann sagt er "Guck mal wie mein Engel Aaron" #heul und schaut in den Himmel.

Beitrag von winterzauber 24.08.07 - 14:10 Uhr

Is schon wahnsinn, wie die Kleinen das kompensieren und versuchen, ihre eigenen Schlüsse daraus zu ziehen. Apropros Hund - der wird nächste Woche eingeschläfert, weil er schon so alt und krank is, findet Julie auch alles andere als erfreulich :-( Im Moment kommt aber auch echt alles zusammen hier, mir grauts wirklich vor dieser Komplettveränderung, auch wenns sich nich ändern lässt und wir da nu durch müssen.

Lg

Beitrag von lillymarleen201 24.08.07 - 14:12 Uhr

Ach mist, das is natürlich doof.
Bekommt ihr denn einen neuen?

Beitrag von winterzauber 24.08.07 - 14:15 Uhr

Nein es is nich unser Hund sondern der ihres verstorbenen Opas... na und natürlich ihrer Oma. Aber sie möchte keinen neuen.
Ma eben was anderes: Hab grad ma in deine VK geschaut #hicks Hast ja fast dieselbe PLZ ;-)

Beitrag von lillymarleen201 24.08.07 - 14:22 Uhr

Wo kommste denn her?

Beitrag von winterzauber 24.08.07 - 14:23 Uhr

Walsrode - und du?

Beitrag von lillymarleen201 24.08.07 - 14:26 Uhr

Schneverdingen ;-)

Beitrag von winterzauber 24.08.07 - 14:29 Uhr

Nein, glaub ich ja jetzt nich *grins* Eine liebe Freundin von mir wohnt dort ;-) Wenn du magst kannst mich gern über meine VK kontaktieren, möcht mich nu erstmal um meine Schwiegermama kümmern.... Und lieben Dank noch mal für deine Worte! #liebdrueck

Lg, Katy

Beitrag von lillymarleen201 24.08.07 - 14:31 Uhr

Hast Post ;-)

Beitrag von ranmalein 24.08.07 - 13:40 Uhr

tut mir leid für euch, dass er gestorben ist :[

was meiner meinung aber wichtig ist ihr zu sagen ist dass es eben so sein muss. ich finde kinder sollten wissen dass der tod ein ganz natürlicher teil des lebens ist, ohne ihn gehts halt nicht. hört sich vielleicht ein bisschen hart an, aber ist es eigentlich nciht. ich finde man sollte das so normal rüberbringen wie es nur geht, sonst hat das kind angst vor dem tod, und auch wenn das bis zu einem gewissen grad gut ist, sollte es keine allzu große angst sein, finde ich.

im übrigen würde ich meinem kind nicht sagen dass er jetzt im himmel ist (bin ja auch nicht religiös *g*) aber darüber reden was die leute eben denken dass passiert wenn man tod ist (die einen glauben das, die anderen dies)
ich weiß aber nicht ob dein kind vielleicht noch zu jung ist das alles zu verstehen und zu verarbeiten.

wie gesagt, ganz wichtig find ich einfach dem kind klarzumachen dass der tod nicht unser feind ist und das es wohl ncihts schlimmes sein kann, wenns jeden trifft (denk ich halt)

Beitrag von polar99 24.08.07 - 14:29 Uhr

Hallo,

meine Tochter war 4 Jahre als ihre Lieblingsoma starb. Das schlimme daran war, dass die Oma direkt an der Haltestelle wohnte, an der wir vom Kindergarten immer ausstiegen und sie dann immer am Fenster stand, winkte, mit uns erzählte oder der Kleinen immer was schenkte. Irgendwann stand sie dann nicht mehr dort und jeden Tag fragte mein Kind, wo die Oma denn ist, wenn sie tot ist. Ich habe ihr erklärt, dass die Omi vom Himmel aus auf uns runter guckt. Wir können sie nicht sehen, aber immer ganz doll an sie denken und dann behalten wir sie so in Erinnerung. Mein Kind wollte dann noch wissen, ob Oma auf einer Wolke sitzt ;-) (an dem Tag war es sehr wolkig) usw....

Irgendwann saßen wir einige Wochen später im Auto, es war Abendrot, die Sonne ging unter, davor eine Wolke. Da meinte meine Tochter aufeinmal: Guck mal Mama, Oma Wanda hat sich grad Licht angemacht! :-)

Meine Große wird demnächst 9 Jahre alt und denkt immer noch viel an ihre Oma, neulich meinte sie zu mir, also Mama, die Geschichte mit Oma Wanda und den Wolken finde ich noch immer sehr schön.

lg polar

Beitrag von lillymarleen201 24.08.07 - 14:32 Uhr

#heul#pro ;-)

Beitrag von karbolmaeuschen 28.08.07 - 14:55 Uhr

Liebe Kathy!

Schau mal unter:
http://www.ekd.de/tod_was_ist_das/dachs.html

Das hatte sogar die Sendung mit der Maus mal in einem Special zum Thema Tod in einer Sendung!

Gruß Silke

Beitrag von jacqi 29.08.07 - 17:33 Uhr

Mir geht es wie Dir bzw. Euch.
Ich habe heute die schlimme Nachricht bekommen dass mein Ex-Schwiegervater ganz plötzlich gestorben ist.
Warum weiß auch ich noch nicht #heul

Meine Tochter war zu Besuch bei ihrem Papa, von ihm bin ich nun fast 6 Jahre getrennt, hatte aber immer ein ganz gutes Verhältnis zu meinem Ex-Schwiegervater.

Dann erzählte mir heute meine Tochter, dass der Papa im Auto einen Anruf bekommen hat und das ihr Opa tot ist.

Ich bin total geschockt #schock zumal er gerade mal 52war.

Ich werde erst nachher erfahren, was passiert ist, denn da will mein Ex-Mann nochmal herkommen.

Ist schon recht schlimm, zumal es so plötzlich kam, es muss erst heute passiert sein.

Ich weiß auch nicht so recht, was ich meiner Tochter nun sagen soll, sie weiss es zwar, aber ich denke sie realisiert es garnicht.

Alles Gute auch für Euch!

jacqi

Beitrag von simi.heid 30.08.07 - 20:45 Uhr

Hallo Kathy...
ich kenne das leider nur zu gut!!!
Mein Vater ist vor 2 Jahren ganz unerwartet an einer Lungenembolie gestorben,meine Schwester und ich haben noch versucht ihn wieder zubeleben-er ist in unseren Armen gestorben(da der Krankenwagen es nicht für einen Notfall hielt als meine Mutter am telefon sagte das ihr Mann keine Luft mehr bekommt!!!!!)
Als Danah am nächsten morgen erwachte,habe ich sie erst mal in den Kiga gebracht um meine Gedanken zu sammeln und zu weinen!!!
Ich habe ihr mittags ein BilderBuch zum Thema Tot vorgelesen!!!(es hat ihr nicht gefallen)
und es ihr genau so erklärt wie du es gemacht hast!!!

Ich würde es auch jetzt mit den Erklärungen lassen,und ihr nur antworten,oder davon anfangen ,wenn sie dich danach frägt!!!
Lass ihr ihr Thempo!!!

Meine Große hat immer abends im bett nach Opa gefragt und wollte wissen warum das so ist!!
Danah und er hatten ein inniges Verhältnis,wir wohnen alle im selben Haus und hat ihn mehrmals am Tag gesehen!!!!
Ich wünsche euch alles Gute!!!Simi