Seit dem Tod vom Opa komplett verändert! Mit zur Beerdigung?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von winterzauber 24.08.07 - 13:31 Uhr

Hallo ihr Lieben,

erstmal lieben Dank für alle, die auf meinen gestrigen Beitrag so lieb geantwortet haben #liebdrueck
Mittlerweile isses so, daß Julie weder isst noch schläft #schock Sie verweigert jegliche Nahrung, an Schlaf is kaum zu denken und wenn sie dann mal einschläft erzählt sie ganz, ganz viel was ihren Opa betrifft. Auch hatte sie gestern Abend leicht Fieber #kratz Ansonsten ist sie auch sehr in sich gekehrt, lässt kaum jemanden an sich ran, nicht einmal mich und weint ständig aus heiterem Himmel, verhält sich unruhig. Krank scheint sie nicht zu werden ( hatte an eine evtl. Erkältung gedacht) dafür gehts dir widerum zu gut. Wie kann ich meiner armen Motte denn bloß helfen? :-( Hatte auch einen kurzen Augenblick überlegt sie mit zur Trauerfeier zu nehmen wobei ich immer der Meinung bin, Kinder haben dort nichts zu suchen. Man ich bin langsam echt mit meinen Nerven durch!

Lieben Gruß,
Katy mit Hanna Julie *14.Dezember 2003

Beitrag von dini72 24.08.07 - 13:39 Uhr

Hallo Katy,

Mein Beileid. Ist sicher nicht einfach - weder für Dich noch für die Kleine, denn sie bekommt ja schon eine Menge mit. Aber ich denke kleine Kinder gehören auf keine Beerdigung! Lauter traurige, schwarz gekleidete Menschen. Wie soll so ein kleiner Zwerg damit umgehen...

Vielleicht hast Du einen lieben Menschen, mit dem die Kleine gut auskommt und der während der Trauerfeier auf sie aufpassen kann. Im Zweifelsfall würde ich selber mit meinem Kind der Trauerfeier fernbleiben.

Gruss und alles Gute,

Nadine

Beitrag von winterzauber 24.08.07 - 13:54 Uhr

Hey,

ja sie würde währenddessen bei einer lieben Freundin bleiben, sie hatte sich angeboten und die beiden mögen sich auch wirklich sehr. Es war nur so ein Blitzgedanke von mir weißt du? Man hat ja Gedanken in solchen Situationen, die man unter normalen Umständen gar nich hätte....

Lg

Beitrag von anja1968bonn 24.08.07 - 13:53 Uhr

Zu Thema "Kinder und Beerdigung" gehen die Meinungen sehr weit auseinander. Ganz anders als meine Vorschreiberin haben wir gute Erfahrungen damit gemacht, unseren Sohn mit zur Trauerfeier zu nehmen, sein Großonkel ist gestorben als er gerade 4 Jahre alt war.

Wir haben ihm die Beerdigung so erklärt, wie wir es selbt empfinden: Die Trauerfeier ist eine Gelegenheit, Abschied zu nehmen, und der Friedhof ist der Ort, an den man geht, um bei dem Verstorbenen zu sein und an ihn zu denken. Natürlich gab es auch Trauer zu spüren, aber auch ein Beisammensein der Familie und der Freunde, das eher von der Erinnerung an den Verstorbenen geprägt war.

Und natürlich gab und gibt es immer wieder Fragen meines Sohnes zum Thema Tod, auf die nicht immer leicht zu antworten ist - aber wir versuchen es in dem Bewusstein, dass der Tod zum Leben dazugehört

LG

Anja

Beitrag von winterzauber 24.08.07 - 13:57 Uhr

Hallo,

wie schon gesagt war ich auch stets der Ansicht, Kinder haben auf einer Beerdigung nichts verloren aber jetzt, wo wir in so einer Situation sind und vor dieser Entscheidung stehen, denke ich in alle möglichen Richtungen. Ich möchte meiner Tochter helfen, mit ihrer Trauer umzugehen und weiß halt nich wie :-(

Lg

Beitrag von jinxs1 24.08.07 - 15:43 Uhr

ich hatte mich ja gestern schonmal auf Deinen ersten Beitrag gemeldet.

Ich bin auch der Meinung, das es den kleinen nicht unbedingt gut tut, bei der Beerdigung dabei zu sein.

Bei der Beerdigung meiner Schwiegermutter waren alle nahen Verwandten sehr mit den Nerven runter. Wie hätte ich meinem Sohn vermitteln sollen, dass sein Papa, sein Opa, seine Onkel und Tanten vor lauter Tränen und Trauer fast nicht mehr stehen konnten. Und mir selbst ging es auch nicht besser.

Wir haben entschieden, dass wir bei der Beerdigung ohne unseren Sohn sein wollen. Danach sind wir dann mit ihm alleine auf den Friedhof gegangen, um mit ihm zusammen Abschied zu nehmen.

Es kommt natürlich auch immer darauf an, wie die Angehörigen mit der Situation umgehen. Sind die nach außen hin nicht so emotional, könnte es Eurer Tochter vielleicht helfen. Aber das weißt Du leider erst hinterher.

Ich wünsche Dir viel Kraft, damit Du Deine Tochter in der schweren Zeit gut begleiten kannst.

Alles Liebe
Claudia

Beitrag von jensecau 24.08.07 - 14:52 Uhr

Liebe Katy,

ersteinmal möchte auch ich Dir mein Beileid aussprechen. Es tut mir sehr leid für Euch.
Letztes Jahr im November ist mein Bruder ums Leben gekommen. Mein Kleiner wurde kurz nach dem Unfall 3 Jahre alt. Wir haben ihm alles erklärt, so gut wir nur konnten. Alles, was er wissen wollte, haben wir ihm gerne erklärt.
Beim Gottesdienst in der Kirche waren meine Kinder nicht dabei. Ich hätte das einfach nicht gepackt. Ansonsten hätte ich meine Kinder vielleicht auch mitgenommen.
Wenn Du Dich dafür entscheidest, dass die Kleine dabei sein soll, frag doch Deine Freundin, ob sie mit in den Gottesdienst kommen kann und ggf. mit der Kleinen die Kirche verlassen kann, wenn sie nicht mehr dabei sein möchte. Ich kann mir gut vorstellen, dass es gerade für Deine Maus besonders wichtig ist, dass sie weiß, was alles passiert.
Auf der anschließenden Trauerfeier waren meine Kinder dann übrigens wieder dabei. Denn so eine Trauerfeier ist ja dafür da, dass man an den Verstorbenen denkt und über ihn spricht, um ihn in Erinnerung zu behalten. Da gehört dann die Kleine ja auch dazu oder!?!
Wir waren übrigens direkt nach dem Gottesdienst mit den Kindern am offenen Grab und haben ihnen auch dort alles erklärt. Sie hatten Bilder gemalt und Luftballons steigen lassen.
Ich denke - für meine Kinder war die Beerdigung Ihres Onkels gar nicht soooo traurig...für sie war es auch ein bißchen schön, weil sie sich nochmal richtig verabschieden konnten.

#liebdrueck
Claudine

Beitrag von winterzauber 27.08.07 - 12:42 Uhr

Hallo,

lieben Dank für deine Antwort! #liebdrueck Vielleicht is das des Rätsels Lösung, Julie während der Trauerfeier bei meiner Freundin zu lassen und beim anschl. "Kaffee" (wie furchtbar unpassend.... :-() kann sie dann mit #gruebel Es wird eine Feuerbestattung also wäre die Urnenbeisetzung dann ja in etwa 2 Wochen...

Lg, Katy

Beitrag von danni64 24.08.07 - 15:10 Uhr

Hallo Kathy,

ich bin nicht in deiner Situation und kenne deine Tochter nicht,aber so aus dem Bauchgefühl würde ich auch sagen,nehme sie mit zur Trauerfeier. Wie ich gelesen habe,ist sie 3 1/2 Jahre jung. Viele Kinder sind schon sehr weit für ihr alter und ich denke mal,deine Kleine trauert arg. Gebe ihr die Möglichkeit von ihrem Opa abschied zu nehmen.

Hast du dich mit ihr zusammen hingesetzt und mit ihr um Opas Tod geweint ? So wie es sich liesst, geht es ihr sehr nahe und sie weiss nicht damit umzugehen.

Habe mir gerade dein Posting von gestern durch gelesen und muss sagen,es stürzt im Moment eine Menge auf deine Kleine ein. Du und dein Mann getrennt, ihr zieht um und nun geht auch noch der Opa von ihr. Ist doch klar,dass sie das nicht verkraften kann,das würden selbst Erwachsene nicht so leicht verpacken.
Ihr Leben ändert sich völlig und das muss so ein kleines Kndergehinchen erst einmal verarbeiten.

Ich würde sie zur Beerdigung mitnehmen,damit sie auch Abschied vom geliebten Opa nehmen kann.

Die Idee meiner Vorschreiberin finde ich gut. Wenn es geht,lass die Freundin mitkommen,damit sie im Notfall mit der Kleinen rausgehen kann und sich um sie kümmern kann.

Ihr seid eine Familie und dazu gehört auch die Kleine,also schliesse sie nicht aus.

Lasse sie ein Bild für den Opa malen,dann malen sich Kinder oft vieles von der Seele.

Ich würde dir auch raten mit der Kleinen zum Kia zu gehen und mit ihm darüber zu reden,die können oft helfen. Deine Kleine belastet das alles schwer und da kann Hilfe nicht schaden,denn oft kommt man alleine nicht klar.

Euch liebe Grüsse und alles Liebe von Danni !!!

Beitrag von mariemum 24.08.07 - 15:11 Uhr

Hallo,

erstmal herzliches Beileid!

Ja, einfach ist es nicht, weder für Euch noch für Eure Tochter. Aber Du darfst eines nicht vergessen: Kinder erleben den Tod ganz anders als wir Erwachsenen und gehen auch anders damit um. Sie verstehen meiner Meinung auch schon viel mehr als wir ihnen oft zutrauen und als wir denken.
Gib ihr die Möglickeit zu fragen und erkläre ihr alles, was sie wissen will. Und hab keine Scheu, vor ihr zu weinen, aber versuche ihr zu erklären, warum es so ist. Wenn sie in Ruhe gelassen werden möchte und nicht darüber reden will, solltest Du das akzeptieren. Ich würde ihr erzählen, was bei einer Trauerfeier passiert und sie selbst entscheiden lassen, ob sie mit will - vielleicht mit der Option, daß sie mit Deiner Freundin die Kirche /den Friedhof jederzeit verlassen kann. Ich denke nämlich, daß auch Kinder die Möglichkeit bekommen müssen, Abschied zu nehmen, vor allem, wenn sie dem Verstorbenen nahe waren (und so hört sich das bei Euch ja an). Vielleicht will sie dem Opa ja auch was mitgeben, das ihr und ihm wichtig war?
Ich war bisher noch nicht in der Situation, entscheiden zu müssen, ob ich Marie und Silas mit zu einer Beerdigung nehmen muß, aber ich vermute, daß ich es so machen würde. Und ich kann mich gut daran erinnern, wie es für mich war, als mein Uropa starb. Er war mein bester Freund, hat mit mir so viel Tolles gemacht und auf einmal war er weg. Ich war knapp 5 und außer, daß man mir erklärt hat, der Opa ist im Himmel bei den Sternen, hat keiner groß mit mir geredet. Zur Beerdigung durfte ich nicht mit und das hat mir zum Abschiednehmen sehr gefehlt. Ich habe mich ausgeschlossen gefühlt.

Letztendlich mußt Du das aus der Situation heraus entscheiden, wie Ihr es macht.

Liebe Grüße und viel Kraft für die kommende Zeit,

Alex mit Marie (3 1/4) und Silas (13 Monate)

Beitrag von mausi3600 24.08.07 - 15:22 Uhr


hallo katy

mein beileid. also ich kann nur aus erfahrung berichten. als meine mama starb war mein bruder 6 jahre alt. die lehrerin und der kinderarzt rieten uns darmals ,daß wir ihn nicht mit zur beerdigung nehmen sollten. wir machten es so. und es war ein riesen fehler. das weiß ich heute ich war 17 jahre alt da wußte ich auch nicht was richtig ist. heute weiß ich das er sich hätte verabschieden sollen. weil es seine mama war. er sich nie verabschieden konnte .er es nie verkraftet hat.ich mach mir heute noch vorwürfe. ich bin nun selber mutter von 3 kindern,so wie meine mama darmals. und ich muß dir ehrlich sagen ,wenn der opa oder oma sterben würden.wüßte ich auch nicht ob ich mein kind mitnehmen würde. komisch oder? anderseits könnt esich mein kind nie verabschieden auf eine art. schwere entscheidung. ich wüßte auch nicht ,was ich machen sollte.lg sylvi

Beitrag von cathie_g 24.08.07 - 17:55 Uhr

meine Uroma ist gestorben als ich 3 war und keiner hat mir das mit der Beerdigung erklaert. Dem Kind muesse man das ersparen dachte man damals. Ich bin richtig krank und verwirrt geworden davon. Irgendwann hat mich meine Mama dann an der Hand genommen und ist mit mir zum Friedhof gegangen und hat mir erklaert, dass die Uroma gestorben ist und da jetzt liegt. Danach ging es mir wieder gut. Ich wuerde sagen, wenn Du Deine Kleine nicht mit zur Beerdigung nehmen willst, dann nimm sie hinterher mit zum Friedhof und zeig ihr das Grab.

Und ansonsten, mein herzliches Beileid #liebdrueck

Catherina

Beitrag von boehan 24.08.07 - 19:37 Uhr

Hallo,
ich würde sie mitnehmen. Beerdigung gehört dazu. Ich bin eh der Meinung, daß der Körper die Wohnung der Seele ist. Die Seele geht wieder in die Ewigkeit, Himmel, zu Gott... wie man das auch nennt.
Bei der Beerdigung verabschiedet und bedankt man sich beim Körper, daß er die Seele darin wohnen hat lassen.
Trauer ist sehr wichtig, sprich mit ihr.
Boe

Beitrag von sinaundbenedikt 24.08.07 - 21:28 Uhr

Ich habe vor kurzen erst meinen Opa an Läukemie und dann meine Schwiegermama an Lungenkrebs verloren und ich habe meine Kinder nicht mit auf die Beerdigung genommen. Die kleine ist jetzt 2 und vertseht das alles eh noch ncihr und mein großer ist 4. Ich habe ihn alles erklärt warum die Oma nicht mehr da ist u.s.w. und bin dafür mit , ein paar tage der Beerdigung, auf den Friedhof gegangen das war mir lieber so. Ich wollte nicht das er so viele trauernde Menschen sieht ( es waren etwa 500 Leute auf der Beerdigung meiner Schwiegermama und kenne meinen Sohn das hätte er nicht gepackt,selbst ich habs nur schwer verkraftet...

Beitrag von conchigli 30.08.07 - 01:38 Uhr

Hallo,

ich wuerde sie mitnehmen. Meine Schwaegerin haben ihre Kinder auch zu der Beerdigung ihres Mannes mitgenommen. Die Kinder haben natuerlich geweint. Aber sie brauchten den Abschied und durften Kuscheltiere auf den Sarg legen und Bilder.
Es gibt von "Miffy" (Bilderbuchreihe) ein Buch, da stirbt Miffy's Oma. Wird fuer kleine Kinder sehr anschaulich erklaert, obwohl das Thema so schwierig ist.

Deine Tochter trauert jetzt schon, da wird es ihr nicht helfen, wenn so getan wird, als ob sie auf der Beerdigung nichts verloren hat.

conchi