Fühle mich so schlecht

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von rabenmama!? 24.08.07 - 13:51 Uhr

Hallo!


Also eigentlich gehör ich ja gar nicht hier her, da meine #schwanger geplant war, aber da ich mich so schlecht fühle möchte ich gerne annonym bleiben.

Nun wie schon erwähnt ich bin #schwanger knapp die 8.Woche. Wir haben so lange dafür geübt, ganze 18 Monate mit sovielen Höhen und Tiefen und eigentlich sollte ich mich über das Ergebnis nun auch wahnsinnig freuen. Wir bekommen doch unser absolutes Wunsch#baby.

Ich habe Anfang August schon positiv getestet, 5 Tage vor NMT und der Test zeigte da schon positiv, meine Freude hielt sich in Grenzen. Ich dachte es läge vielleicht daran, dass ich eben noch 5 Tage bis NMT habe und die Angst eben da ist, dass ich meine Mens nun doch noch bekomme.
3 Tage vor NMT konnte ich es nicht mehr aushalten und ich habe meinem Mann die frohe Botschaft gesagt in Form eines Glückskeks:-)
Seine Freude hielt sich in Grenzen, er fragte mich ob es wahr sei. Ich sagte ihm das es natürlich wahr ist, dass ich abe noch 3 Tage bis NMT habe.
Der erste Termin stand dann 8 Tage nach ausbleiben der Mens an, man sah die Fruchthülle und einen kleinen Strich, sah aus wie ein Reiskorn. Da hätte meine Freude eigentlich ja einsetzen müssen, ich war doch tatsächlich schwanger.
4 Tage später wieder Termin beim Arzt, diesmal konnte man sogar schon das Herzchen schlagen sehen, alles ist normal entwickelt (das war genau heute vor einer Woche), also alles in bester Ordnung, eigentlich!

Ich habe meinen Mutterpass schon und die zwei Bildchen meines Krümels, dass ich natürlich jetzt schon wahnsinnig lieb habe und natürlich auch nicht will, dass es nicht mehr da ist. Aber da überschattet mich dann das böse Gefühl, das Gefühl, dass Baby eigentlich gar nicht zu wollen. Die Angst, was wohl meine Mutter dazu sagen wird, sie war schon von meinen 3 anderen Kinder nicht begeistert und war dagegen, dass sie mir auch offen ins Gesicht sagte.
Mein Vater weiss bescheid, von ihm kam auch nicht wirklich die erwartete Freude, nein im gegenteil, er zählte mir auf, auf was wir nun alles wieder verzichten müssen von den Mehrkosten mal ganz abgesehen. Er sagte, wenn ich ihn vorher gefragt hätte, hätte er mir dringend davon abgeraten. Ich solle mein Leben doch genießen und mir nicht nochmals die Belastung auferlegen!

Die ganzen letzten 18 Monate, drehte sich mein Leben um nichts anderes als um endlich wieder schwanger zu werden. Habe mir ausgemalt wie schön es sein wird, einen positiven Test in den Händen zu halten und am liebsten mit der ganzen Welt mein Glück zu teilen.
Nun, sind mir die Augen aufgegangen, jetzt ist mir bewusst, dass ich meine Freude wohl mit meinem Mann teilen kann, aber niemals mit dem Rest meiner Familie. Sie werden es wohl hinnehmen müssen, aber sich darüber freuen werden sie sich niemals. Aber alldaß hätte mir doch vorher schon klar sein müssen, war es mir doch eigentlich auch, warum habe ich das nur so verdrängt!?#schmoll

Ich rede mit meinem Baby, obwohl es noch nicht mal zu spüren ist, sage meinem Krümel, dass ich es liebe und mich wahnsinnig auf es freue. Ja das tut ein großer Teil von mir ja auch wirklich, wenn nur dieser Dominante "schlechte" Teil nicht noch in mir wäre.#heul
Die äußeren Einwirkungen haben es geschafft, an dieser #schwanger zu Zweifeln so sehr das es weh tut.

Ich fühle mich so schlecht, habe Angst, dass diese Gefühle mein so lang ersehntes Glück weg nehmen. Ich will mich doch freuen, tue dies ja auch heimlich, aber eben nur heimlich, anders traue ich mich nicht!

Ich weiss einfach nicht, wie es weiter gehen soll, ich ertrage diese Gefühle nicht mehr, die ich noch 8 Monate fühlen soll.
Warum können meine Eltern aber auch nicht einfach akzeptieren das wir noch ein #baby bekommen, ohne das sie mir ein schlechtes GEwissen einreden und meine Mutter (und das wird sie, hat sie jedesmal getan) mir ne Abtreibung einreden will!?


Vielen lieben Dank, für zuhören!

Liebe Grüße
die Rabenmutter, die an ihrem ersehnten #baby zweifelt#heul#heul#heul#heul#heul#heul

Beitrag von paulchen76 24.08.07 - 14:39 Uhr

Hallo du
erst mal HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH zu eurem Wunschkind.
Es ist natürlich traurig, daß sich deine Familie auch dieses mal nicht über euer Baby freuen wird, aber ganz ehrlich, versuch das zu ignorieren... das wichtigste ist, ihr wolltet dieses Kind und nun ist euer Wunsch in Erfüllung gegangen #freu
Klar ist es für einen Aussenstehenden immer leicht zu sagen, daß man versuchen soll das negative zu ignorieren, grade wenn es von der eigenen Familie kommt.
Ich wünsch dir ganz viel Kraft und genieße die Schwangerschaft und FREU DICH RIESIG auf euren Krümmel #liebdrueck
Liebe Grüße

Beitrag von biene03 24.08.07 - 20:26 Uhr

hallo

erstmal alles alles liebe für deine schwangerschaft!
ich finde es total toll von dir das du dich dazu entschieden hast noch ein baby zu bekommen!#freu

du wirst das baby auch lieben und egal was deine familie dazu sagt es ist eure endscheidung da muss du drüber stehen ich weiss wie schwer das ist aber ich glaube das schafft ihr auch!

alles alles liebe und gute für euch#liebdrueck

Beitrag von sassiputz 24.08.07 - 14:59 Uhr

Hallo Du,

erstmal alles gute zur Schwangerschaft.

Ein kleines bisschen kann ich nachvollziehen, wie Du Dich fühlst. Bei mir war es genau andersrum. Ich wurde (geplant) sofort schwanger (wir haben es beschlossen und es ist wirklich quasi am selben Tag passiert). Ich konnte das erstmal gar nicht so recht glauben, war sogar etwas schockiert über den positiven Test. Es hat auch ein Weilchen gedauert, bis ich wirklich richtig begriffen hab, dass ich schwanger war.

Dann die Reaktionen meines Umfelds: "#schock zwei Kinder mit so kurzem Altersabstand???.... naja, müsst ihr ja selber wissen.... bist Du sicher, dass Du das Kind wirklich behalten willst.... #bla #bla #bla" Das Kind kam mir so unerwünscht vor und ich konnte mich nicht wirklich freuen. Ich hab dann aber allen meine Meinung zu ihrem Verhalten mitgeteilt und dann war es auch ok für sie.

Ansonsten hab ich einfach versucht, nicht darauf zu warten, bis ich mich endlich freuen kann. Ich hab einfach weitergemacht und mit den Vorbereitungen für die Geburt angefangen.

Wenn Deine Familie sich wirklich derartig in Deine Angelegenheiten einmischt und nicht akzeptiert, dass Du Dein Leben gestaltest, wie es DIR gefällt, kann ich Dir nur raten, den Kontakt auf ein für Dich erträgliches Minimum einzuschränken.

Viele Grüße und alles Gute
Saskia

Beitrag von algebrea 24.08.07 - 16:02 Uhr

Weißt du was, genieße deine Schwangerschaft trotz den wiederständen.
Vieleicht ist es dein letztes Kind und du wirst dieses Wunder nicht nochmal erleben.
Alles was zählt ist deine Familie. Du, dein Mann und eure Mäuse.
Natürlich ist es Schade das sich keiner mit euch freut und jeder es wie immer besser weiß.
Laß dich davon nicht runter ziehen und freue dich auch vor denn anderen.
Trage deinen Bauch mit Stolz! Es ist gut das du dich wenigstens heimlich freuen kannst.
Es wäre schade wenn dir das auch noch veloren gehen würde. Halte es fest!
MfG :-)

Beitrag von zujung88 24.08.07 - 16:14 Uhr

Also, in meinen Augen bist du kein bisschen eine Rabenmutter...
Aber auch ich möchte dir erst einmal alles, alles Liebe zur Schwangerschaft und herzlichen Glückwunsch sagen.
Nun, du hast selbst gesagt, dass dies ein Wunschkind ist. Da ihr ja wohl ziemlich lange geübt habt, is doc klar, dass das dann komisch ist, wenn das Üben plötzlich ein Ergebnis zeigt. und wie meine Vorrednerinnen schon gesagt haben: du freust dich ja "heimlich", also mit Rabenmutter hat das nichts zu tuns. Dass die anderen sich so verhalten ist eher rabenmäßig, aber vielleicht ändert sich das ja, wenn sie dein Baby in den Händen halten können...
Lass dir mit deinen Gefühlen einfach Zeit, mit der Zeit wirst du schon stolz und selbstsicherer werden und den anderen zeigen, was für eine gute Mutter du bist! Ich wünsche dir alles Gute, pass auf dich und dein Baby auf!
Du schaffst das schon... lg Anna

Beitrag von tsae 26.08.07 - 09:31 Uhr

Hallo,

ich kann dir voll nachempfinden wie du dich fühlst.
Bei mir war es auch so,das bei jedem Kind die Familie und auch " Freunde " so reagiert haben un d ich dann schon immer Angst hatte etwas zu sagen.
Aber diesmal ist alles anders.
Im Februar starb mein Vater völlig überraschend, und ich war 1,5 Monate später ss ,mit meinem 5.Kind,ich merkte es nicht mal gleich,da ich ja nicht damit gerechnet hatte.
Bin dann zum FA und dieser bestätigte mir die ss in der 7. Woche, und das überaschende war der ET,dieser ist Anfang Januar und auch mein Vater hat Anfang Januar Geburtstag.
Ich war so platt und erfreut zugleich,ich konnte es nicht fassen.
Mein Mutter fragte mich dann in der 9ssw,und bei euch die Familienplanung abgeschlossen,da sagte ich ihr das ich wieder ss bin, ihre Antwort diesmal,einer geht, einer kommt,Kein Meckern, wie kannst du nur,oder schafft ihr das überhaupt, nichts.
Alle waren diesmal recht positiv,außer meine " beste Freundin ",die sagte mir ich könne sie ja mal überraschen und das Kind nicht bekommen.
Ihr gegenüber zeige ich auch meine wahre Freude nicht,aber heimlich freue ich mich ungemein.
Denke nicht was die anderen denken,ich habe damals sogar mit meiner Familie gebrochen,wir haben nur noch die "nötigsten Tage",sprich Geb. oder Weihnachten,zusammen verbracht.
Ihr seit eine Familie und ihr müßt klarkommen,nicht die anderen.

Alles Gute,Gruß Kati

Beitrag von keksnase 26.08.07 - 20:53 Uhr

hallo,

also ich finde nicht das du eine Rabenmutter bist.
Lass doch die anderen reden.
ich und mein Mann haben es 5 Jahre versucht und nix.


Die Leute die so reden die haben doch keine Ahnung wie es ist ein kind zu wollen und keins haben zu können,

Also kopf hoch das wird schon.

Gruß Keksnase

Beitrag von monstermama5 26.08.07 - 22:57 Uhr

hallo

ich kann dich gut verstehen.
ich habe am 24.07.07 mein 7 kind zur welt gebracht.nur ein jahr davor ist unsere tochter geboren.ich habe meiner mutter bis zum 6 monat nichts von der ss erzählt.weil ich wußte das sie es nicht verstehen würde.
ich bin mitlerweile 40 jahre alt und man sollte meinen ich weiß was ich mache aber dieses wissen das ich mir vorwüfe anhöhren darf hat mich daran gehindert meine freude vor meiner mutter zu zeigen.heute sag ich mir es ist mein leben und das meines mannes.wir habe das so gewollt und was muß ich da rücksicht auf meine mutter nehmen.muß ich nicht.
es ist unser baby und wir sind froh das es unseren kleinen leon giebt
im 7 monat hab ich es ihr dann gesagt.sie war wie erwartet geschockt.aber als sie uns das nächste mal besuchen kam hatte sie einen blauen strampler und eine klein mütze mit.
das nächste mal kam sie da war der kleine 1 woche alt und genau die gleiche oma die vorher kein verständniß für uns hatte hat sich ihren kleinen enkel nicht einmal aus den srmen nehmen lassen so lange sie da war.

es ist euer leben und ihr müßt mit allem klar kommen.und nicht der rest der familie

alles liebe maike und leon 4 wochen

Beitrag von urmel1984 27.08.07 - 02:42 Uhr

Hallo

ich kann dich verstehen, denn bei mir war es ähnlich. Wir wollten auch ein zweites Kind haben und als ich endlich schwanger war hielt sich die Freude auch in Grenzen. Es ging mir auf einmal auch zu schnell.

Mit vortschreitender Schwangerschaft freute ich mich schon aber ich hatte auch weiterhin das Gefühl. Das schlechte Gefühl.

Ich muss dir aber sagen, und so abgedroschen es auch klingt es ist wirklich wahr. In dem Moment als ich meine Tochter sah, war alles vergessen. Ich liebte sie wie meine Große Tochter. Ich hab alles schlechte vergessen und konnte nur noch glücklich sein über dieses kleine und liebe Mädchen. Ich war total seelig.

Hab keine Angst. Es wird gut gehen. Hör auf dich zu irgendwas selbst zwingen zu wollen. Der Schuss geht nach hinten los. Lass dich nicht beeinflussen und hab kein schlechtes Gewissen. Es wird alles gut.

Lass andere reden.

Liebe Grüße

Jasmin mit ihren beiden Mädchen