Weiß nicht was ich machen soll

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von unglücklich 24.08.07 - 14:12 Uhr

Hallo,

Ich bin mit meinem Mann jetzt 8 Jahre zusammen, seit April letzten Jahres verheiratet und haben eine 14monatige Tochter.

Seit der Geburt geht es mit unserer Partnerschaft immer mehr den Bach runter. Für die Erziehung/Versorgung bin ausschließlich ich zuständig - ich bin ja schließlich die Mutter. (Ich bin übrigens Vollzeit arbeiten.) Ab und zu spielt er mal mit der Kleinen, aber von Füttern, Wickeln oder ins Bett bringen keine Spur. Deswegen hatten wir auch schon öfter Streit, mit dem Ergebnis, dass er sie dann vielleicht ein mal füttert und dann so tut, als ober er mir einen Gefallen tun würde. Ins Bett bringen - einmal bis jetzt, Wickeln - höchstens zehnmal. Aber wie gesagt, nicht weil er es wollte, sondern ich.

Hinzu kommt, dass er nur am Wochenende da ist (ist seit Anfang an eine Fernbeziehung). Normalerweise müsste er sich drum reißen, sich am WE um die Kleine zu kümmern, oder?! Nach außen hin spielt er natürlich den tollen Papa... Wenn irgendetwas schief geht, bin ich schuld (sei es sie ist krank, oder als sie als kleines Baby ihre Schreistunden hatte. )

Durch als dieses und einiges andere bin ich so enttäuscht von ihm, dass meine Gefühle für ihn total abgestumpft sind. Hinzu kommt, dass er ständig rummeckert, er ist total unzufrieden mit sich selber, will nicht mehr weggehen, einfach ätzend.

Das ganze geht jetzt seit über einem Jahr. Diese Woche hab ich ihm dann gesagt, dass ich ihn nicht mehr richtig liebe. Er hat jetzt zwar versprochen sich zu ändern, aber da glaub ich auch nicht wirklich dran. Ich hab echt keine Ahnung, ob ich die Beziehung überhaupt noch will. Ist es vielleicht besser jetzt nen Schlussstrich zu ziehen, als in 5 oder 10 Jahren??? Ich hätte eigentlich gern noch ein zweites Kind, aber dann stehe ich auch wieder alleine da...

Na ja, alles nicht so einfach.

LG

Beitrag von anyca 24.08.07 - 14:23 Uhr

Hab ich das richtig verstanden, daß Ihr Euch von Anfang an nur am Wochenende gesehen habt und nie richtig zusammen gewohnt habt? Dann sieht er vermutlich Eure Tochter sozusagen als Teil Deines "Haushalts" an und fühlt sich zu Gast bei Dir/Euch?

Beitrag von unglücklich 24.08.07 - 14:34 Uhr

Wir haben ne gemeinsame Wohnung, besser gesagt, wir wohnen in seinem Haus (abgekauft von seinen Eltern).
Er arbeitet die Woche über woanders und wohnt dort in einer Abteilung (1 Zimmer). Eine Zeitlang (2 Jahre) hat er auch hier in der Nähe gearbeitet, wurde genau zu dem Zeitpunkt als ich schwanger war aber versetzt und hat bis jetzt keine Chance gehabt wieder hierher versetzt zu werden.

Beitrag von anyca 24.08.07 - 14:38 Uhr

Naja, dann teilt er die Woche wohl immer noch in "Arbeitstage und Wochenende=Freizeit" ein? Wie wäre es denn, wenn Ihr klare Absprachen trefft, z.B. Samstags bringt er die Kleine ins Bett und Sonntags Du?