Frage extra hier: Langzeitstillerinnen, wie abstillen?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von maxi7 24.08.07 - 19:21 Uhr

Hallo,

meine Tochter ist jetzt 16 Monate alt und absolut brustfixiert. Ich habe es aufgegeben zu glauben, dass sie sich irgendwann selbst abstillen wird (wir reden von nachts). Mein Mann meinte neulich scherzhaft, ich müsse später mit ihr weggehen abends, damit ich ihr dann noch die Brust geben kann #augen . Kennt das wer und wie schaffe ich es doch , sie abzustillen, ich suche nach "sanften Methoden". Schreien lassen will ich sie auf keinen Fall.

LG

Beitrag von schnisi79 24.08.07 - 19:47 Uhr

Hallo,

also ich hatte 14 Monate gestillt. Ich dachte auch, daß es ein riesen Theater gibt, mit dem abstillen.
Lea bekam auch nur noch vor dem einschlafen die Brust. ( Nachts hat sie durchgeschlafen )
Da ich wieder schwanger bin, war es für mich der Grund abzustillen, weil Lea auch sehr Brustfixiert war. Und ich nicht unbedingt Tandemstillen wollte.
Bei uns ging es wirklich von heute auf morgen ohne Theater. Ich glaube sie hat einfach gemerkt daß ich es nicht mehr will.
Sie hat am ersten Abend kurz gemeckert, ich habe ihr dann Kaba im Becher angeboten den wollte sie aber auch nicht, ihr ging es beim Stillen auch mehr um das saugen, denn sie hatte abends ja schon gegessen.
Dann habe ich sie so ins Bett gelegt und ihr Gutenachtlied gesungen und sie ist eingeschlafen wie sonst auch.

Wie ist es denn, wenn dein Mann sie mal 2 - 3 Tage ins Bett bringt und nachts zu ihr geht, wenn sie weint. Vielleicht läßt sie sich von ihm beruhigen ohne Stillen. Er kann ihr ja Wasser oder so anbieten aus einem Becher.
Ich denke Hunger wird sie ja keinen haben, sondern eher das bedürfnis nach körperlicher Nähe und einfach aus Gewohnheit.

Wenn du dir sicher bist, daß du abstillen willst, dann denke ich geht es problemloser. Falls du dir aber selber nicht sicher bist, dann denke ich merkt das deine Tochter und es wird für euch beide schwieriger.

Gruß Denise ( sorry falls viele Rechtschreibfehler vorhanden sind, habe keine Zeit mehr den Text durchzulesen )


Beitrag von hopsi2005 24.08.07 - 22:57 Uhr

Ja, da hast du dir was vorgenommen, ganz ohne Schreien geht es vielleicht nicht. Ich habe meiner Tochter abends Milch in der Trinklerntasse von Tchibo gegeben (gibt es jetzt aktuell auch wieder). Mit diesen ganzen Nuk-Sachen ist sie nie klargekommen, es ging nur mit der Tchibo-Tasse. Das liegt wohl an der Form vom Mundstück. Jedenfalls war sie dann satt und wollte auch nichts mehr trinken. Nur zum Beruhigen musste ich mir was überlegen. Ich habe sie dann auf den Schoß genommen und ihr 3 Millionen mal das gleiche Lied vorgesungen und dann ist sie auch irgendwann eingeschlafen. Mittlerweile habe ich das durch eine Einschlafmusik-CD ersetzt.
Ich habe es mir schlimmer vorgestellt, nach drei Tagen hat sie das neue Einschlafritual akzeptiert.
Wichtig ist, dass du dir sicher bist und zu deiner Entscheidung stehst. Sobald du Zweifel hast, merkt das Kind das sofort und wittert seine Chance.

Beitrag von dennisjessie 24.08.07 - 23:05 Uhr

Hallo,

ich habe auch gedacht, meine Tochter würde ewig stillen wollen. Sie wird am 2. September 20 Monate alt und wir haben erst vor ca. 2,5 Wochen abgestillt.
Zuerst habe ich es geschafft, dass sie ohne Brust einschläft (mit 17 Monaten). Zuvor hat sie die ganzen Monate bei uns im Bett geschlafen. Dann hab ich sie abends schlafend in ihr Bett gelegt, das hat nach ca. 3 Nächten gut geklappt.
Aber sie wurde nachts immer noch wach und ließ sich nur an der Brust beruhigen.
Vor 2,5 Wochen habe ich sie nachts geholt, weil sie geweint hat. Sie wollte sofort an die Brust, aber ich habe sie einfach nicht gelassen und stattdessen in den Arm genommen, gestreichelt und mit ihr gekuschelt. So ist sie dann eingeschlafen.
Seitdem klappt es ganz gut. Wenn sie sich doch an die Brust erinnert, dann sagt sie jetzt immer "Brust ist alle"

Schläft deine Kleine in ihrem eigenen Bett?? Wird sie in den Schlaf gestillt, oder will sie nur beim Aufwachen trinken?

LG Corinna, die endlich ihre Brust wieder für sich hat

Beitrag von goldie3311 24.08.07 - 23:12 Uhr

Hallo

Ich habe unsere Kleine (genau 2 Jahre alt) vor 3 Wochen abgestillt.

Wir haben ihr morgens schon gesagt, daß Mama Aua hat und Papa sie ins Bett bringt. Die erste Nacht gab es natürlich ab und zu mal Geschrei. Wir haben sie allerdings immer versucht abzulenken, d.h. wir erzählen ihr Pferdegeschichten. Momentan bin ich dabei die Pferde zu zählen. Und was soll ich sagen, sie hört mir zu. Und bei ca 250 Pferden ist sie eingeschlafen . Nach 3 Nächten hat sie auch nicht mehr nach der Brust verlangt. Sie sagte bzw. fragte zwischendurch mal "Mama jamjam Aua". Ich hab ihr dann gesagt, daß es noch weh tut. Aber sie wußte, daß sie da nicht mehr ran darf. Jetzt nach 3 Wochen fragt sie eigentlich nur noch wenn sie meine Brüste sieht. Versucht ihn mit den Sachen abzulenken die er gerne mag oder erzählt ihm davon eine Geschichte. Wenn das Geschrei zu groß wird, "drohen" wir unserer Tochter, daß wir aus dem Zimmer gehen. Das will sie nicht und ist dann meist ruhig.

Also ich habe es mir schwieriger vorgestellt abzustillen. Ich glaube aber auch, daß sie jetzt in dem Altern sind, wo sie es schon ein wenig verstehen und nicht nur schreien.

LG Kathrin

Beitrag von kirchbergc 25.08.07 - 13:49 Uhr

Hallo,

ich hatte Conrad mit 20 Monaten komplett abgestillt und zwar so:
(ich musste bestimmte Antibiotika nehmen, mit denen man nicht stillen kann) und hab ihm dann erklärt, dass die Milch alle ist. Das wurde dann so einigermaßen akzeptiert, an den nächsten Abenden wurde er etwas forderter, aber die Milch blieb "alle". Und dann war nach 14 Tagen das Thema vom Tisch. Leider hab ich seit der Zeit die Hand im Ausschnitt, wenn Du weißt was ich meine.

Jetzt legen wir uns wenn er schlafen geht hin, schauen noch ein Buch gemeinsam an, ich singe im ein paar schief gesungene Schlaflieder vor. Irgendwann habe ich die Hand im Ausschnitt und wenige Minuten später ist er dann auch eingeschlafen.

Viel Erfolg beim Abstillen
Corinn + Conrad (3.6.05) + #ei (09.02.08)