Ich verzweifel so langsam an dem Vater meines Sohnes

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Forum: Allein erziehend

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Beitrag von mausi43602 24.08.07 - 20:46 Uhr

Hallo Ihr,

sorry, aber ich muss mich mal ein wenig - oder auch ein wenig mehr - über den leiblichen Vater meines Sohnes ausk*****.

Hier die Vorgeschichte, die sich ziemlich genau vor einem Jahr zugetragen hat.
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=20&tid=538051&pid=3483863

So, im Februar kam dann noch ein Schreiben seiner Anwältin, dass er erst ganz kurz weiss, dass er ja nicht der Vater sein könnte. (Natürlich ist ER der Vater) Aber er wollte im selben Schreiben das Kind jeden Sonntag von 10-18 Uhr mitnehmen ?!?!?!

Hab dann sofort beim Jugendamt angerufen und gefragt, was da los ist. Hab dann auch ganz schnell die Erklärung erhalten: er muss seit Januar Unterhalt zahlen, weil er genug verdient.

Habe dann über meinen Anwalt antworten lassen und dann war auch wieder Ruhe - bis heute.

Ich komm nichtsahnend von der Arbeit und sehe einen dicken Umschlag. Tja, was soll ich sagen: Er zieht jetzt den Vaterschaftstest über das Gericht durch.

Warum kann er nicht einfach Ruhe geben? Er hat mit mir im selben Haus gewohnt und wir haben jeden Abend zusammen verbracht, wie hätte denn da noch ein anderer Mann bei mir schlafen sollen????? Ich versteh das alles nicht mehr.

Das Gemeinste finde ich daran, dass das erste Schreiben vom JA (siehe Link oben) zum 2. Geburtstag unseres Sohnes kam und dieses Schreiben kam pünktlich zum 3. Geburtstag unseres Sohnes.

Jannick wird sich sicher irgendwann bedanken, falls er mal fragt, was sein Vater ihm so zum Geburtstag geschenkt hat - wenn er alt genug ist, werde ich ihm die "Geschenke" mal zeigen.

Sorry, aber ich musste mich jetzt einfach ein wenig abreagieren und das geht am Besten, wenn ich drüber schreibe.

Vielen Dank für´s Lesen.

Lieben Gruß
Sandra mit Jannick Joel (der zum Glück noch zu klein ist, um das alles umzusetzen)

Beitrag von muemelkronster 24.08.07 - 22:10 Uhr

Wann hat er denn die Vaterschaft anerkannt.
Soweit ich weiß, muss er sehr (!) gute (!) Gründe vorlegen, wenn er die Vaterschaft nun anzweifelt (weil er jetzt zahlen muss).

Ich zweifle ja an, ob ein Richter das zulässt. Aber leider weiß man ja nie... Aber da Du Dir ja sicher bist, brauchst Du Dir ja keine Sorgen machen.

muemel

Beitrag von mausi43602 25.08.07 - 08:46 Uhr

Hallo muemel,

vielen Dank für Deine Antwort.

Die Vaterschaft hat er ca. 6 Wochen nach der Geburt anerkannt. Also eigentlich ist seine Zeit um, um es anzuzweifeln.

Was ja auch so gar nicht passt ist, dass er jetzt geschrieben hat, dass er seit Februar 2007 diese Zweifel hat. Er war ja schon im Juli 2006 beim JA und hat da die selben Zweifel gehabt.

Der Sachbearbeiter vom JA hat im Februar schon zu mir gesagt, dass er beantragen wird, dass eine Klage abzuweisen ist, da er die Zweifel ja schon länger hat.

Meinetwegen kann er den Test machen. (Wie wird der eigentlich bei einem 3-jährigen gemacht?? Blut oder Speichel??)
Dann haben wir jedenfalls Ruhe.

Aber dann kommt der Kampf um das Umgangsrecht. Oh je, daran denke ich lieber noch nicht.

Wünsche Dir ein schönes WE.

LG
Sandra

Beitrag von schwalliwalli 25.08.07 - 09:18 Uhr

anmerkung!

um das umgangsrecht braucht kein mensch zu kämpfen! das hat nämlich IMMER der elternteil bei dem das kind nicht lebt! und daran zu rütteln....sehr schwer! ausser bei schwerer drogensucht gibt es da kein entkommen

Beitrag von mausi43602 25.08.07 - 10:01 Uhr

Nein, ich meine doch Umgang und nicht das Sorgerecht.

Das Sorgerecht ist und bleibt bei mir. Das ist klar. Ich meinte den Umgang zwischen Vater und Sohn.

Den will ich ja auch gar nicht verhindern, aber JEDEN Sonntag von 10-18 Uhr ist zu heftig, da ich Schicht gehe und auch Samstags arbeite. Also darf ich wohl auch mal einen Sonntag mit meinem Sohn verbringen.

Außerdem möchte er sich ja gar nicht um ihn kümmern, ich habe selbst schon alles in die Wege geleitet, damit die Beiden sich kennenlernen, was er aber nur 3 x genutzt hat.

Er hat meinen Sohn am 16.5.2006 das letzte Mal besucht. Danach hatte er keine Zeit mehr.

LG
Sandra

Beitrag von schwalliwalli 25.08.07 - 10:54 Uhr

was denn nun??? entweder hat er ihn jeden sonntag oder er sieht ihn nicht!

aber! natürlich ist es gut für das KIND wenn der vater sich regelmässig jeden sonntag um ihn kümmert. stell mal DICH zurück! du bist genauso eltern wie der vater und hast das kind die ganze woche!° das kind hat ein RECHT auf regelmässigen umgang!

und auch umgang kannst und darfst du gar nicht verhindern!!!!! ansonsten kannst du sogar das sorgerecht verlieren für den bereich umgang!

Beitrag von mausi43602 25.08.07 - 12:11 Uhr

Aaalso, nun werde ich das nochmal ganz langsam erklären, ich weiss ja, dass es sehr verwirrend ist.

Der KV hatte nie regelmäßigen Kontakt zum Sohn. Im Januar 06 habe ich dann das JA angerufen und gefragt, ob wir uns bitte mal alle an einen Tisch setzen können um den Umgang zu klären. Gesagt - getan.

Er hat dann gesagt, er möchte Jannick alle 2 Wochen Sonntags sehen. 14-17 Uhr. Ich habe zugestimmt, aber er hat sich nur 3x daran gehalten. Danach kam lange nichts. (wie gesagt: 14. Mai 2006 das letzte Mal Kontakt)

Im August kam das Schreiben vom JA. (Link siehe Ausgangsposting) Im Februar 2007 kam dann ein Schreiben seiner Anwältin.
Auf der ersten Stand, er möchte Jannick jeden Sonntag von 10-18 Uhr mitnehmen. Und auf der 2. Seite stand, dass er gar nicht der Vater ist.

JA und Anwalt gehen eins mit der Meinung: wer die Vaterschaft anzweifelt - also gerichtlich klären lassen will - hat kein Recht auf Umgang.

Ich will den Umgang doch gar nicht verhindern. Aber ich kann mein Kind nicht einfach in ein fremdes Auto stecken zu einem fremden Mann. Für ihn wäre es so, weil er ihn ja nun wirklich nicht mehr kennt.

Er muss sich doch zunächst erst wieder dem Kind annähern.

Und glaub mir, ICH stelle mich zurück. Auch wenn Du es nicht glaubst und meinst, ich möchte gern irgendetwas auf dem Rücken meines Sohnes austragen bzw. meinen Sohn als Druckmittel benutzen. DAS tu ich nämlich nicht.

Und es ist richtig, dass ich das Kind die Woche über habe, aber da ich Schichten gehe und über 9 Stunden aus dem Haus bin, kann ich die Woche leider auch nicht so nutzen, wie es eine Mutter könnte, die den ganzen Tag zu Hause ist.

LG
Sandra

Beitrag von wuppdiwupp 25.08.07 - 09:34 Uhr

*Die Vaterschaft hat er ca. 6 Wochen nach der Geburt anerkannt. Also eigentlich ist seine Zeit um, um es anzuzweifeln. *

Wie kommst Du denn auf diesen Trichter?
Soweit ich weiss, kann die Vaterschaft bis 2 Jahre nach der Geburt angefochten werden.

Beitrag von mausi43602 25.08.07 - 09:58 Uhr

Richtig und wie geschrieben: mein Sohn ist am 18.8. 3 Jahre alt geworden.

Also nach meiner Rechnung (und Rechnung des Jugendamtes) ist die Zeit um.

Oder seh ich das jetzt falsch??

Beitrag von wuppdiwupp 25.08.07 - 10:07 Uhr

Dann hatte ich es wohl falsch verstanden. Wenn euer Sohn nun drei Jahre alt ist, kann er die Vaterschaft nicht mehr anfechten. Nur Frage ich mich, wie kommt es zu dieser ganzen Missere?
Wenn der Vater so reagiert, hat es wohl seine Gründe.
Ich kenne das Spiel auch, nur von der anderen Seite, was das Besuchsrecht betrifft.#augen

Beitrag von mausi43602 25.08.07 - 12:15 Uhr

Gründe sind immer relativ zu sehen.

Wie gesagt, es gab keinen anderen Mann zu der Zeit, als ich schwanger wurde. Aber das wird er ja bald schwarz auf weiss geschrieben sehen.

Vom JA hab ich zu hören bekommen: sowas passiert oft, wenn der KV plötzlich zahlen muss. Vorher hatte er ja nie einen Job und seit Dezember hat er wieder gearbeitet und das JA hatte gleich eine Lohnpfändung losgeschickt.

Ich frage mich bloß, warum mein kleiner Krümel darunter leiden soll?!

Wie es zu dieser gesamten Misere kommt, könnte ich Dir auch erklären, aber dafür brauch ich dann ein paar Stunden. ;-)

LG
Sandra

Beitrag von schwalliwalli 25.08.07 - 10:55 Uhr

dummes zeug!!!! die anzweifelung hat definitiv NICHTS mit der genurt zu tun!

ein vater ´kann die vaterschaft 2 jahre lang anzweifeln wenn ihm begründete verdachtsmomente gekommen sind! ab da zählen die 2 jahre und nicht ab geburt!

Beitrag von naddikiel79 25.08.07 - 11:03 Uhr

Hallo Sandra.
Der KV meiner TOchter wollte unbedingt eine vorgeburtliche Vaterschaftsanerkennung, als es sie dann 7Monate alt war hat er die Vaterschaft angefochten da meine Tochter nicht zum ET auf die Welt kam sondern 6Wo. zu früh. Im Schreiben seiner Anwältin wurde die Anfechtung SO begründet:
"Mein Mandant zweifelt die Vaterschaft des Kindes an da ein Gewicht von 2470g u. 45cm nicht das Gewicht eines zu früh geborenes, sondern eines normal zu einem errechneten ET enspricht. Die Kindesmutter M-U-S-S mit anderen Männern GV gehabt haben".
Naja, der Richter hat sich darüber genauso totgelacht (ernsthaft!!), ich habe dem Vaterschaftstest allerdings zugestimmt da ich den KV niemals in dem Zweifel lassen wollte ob er auch wirklich der Vater der KLeinen ist! Nur dadurch, das ich dem zugestimmt habe wurde es gemacht. Auf den Kosten ist er alleinig sitzengeblieben. SO war er aber gewiss darüber das er der Vater ist und ich hab meine Ruhe!
Es wurde von Laura und mir Blut, Fingerabdrücke gemacht und Speicheltest. Konnten wir alles beim Kinderarzt machen.
Lg
Nadine

Beitrag von mausi43602 25.08.07 - 12:19 Uhr

Hallo Nadine,

vielen Dank für Deine Antwort.

Wo wird denn das Blut entnommen? Deine Maus war zu dem Zeitpunkt ja noch richtig klein.

Ich weiss wirklich nicht, was manchmal in den Köpfen der KV vorgeht. Woher kommt dies Misstrauen denn immer?

Wie gesagt, ich habe mit dem KV im selben Haus gewohnt. Da hätte ich gar nicht die Chance gehabt, jemand anderen "einzuschleusen".

Naja, er wird es ja bald schwarz auf weiss haben, dass ER der Vater ist. Vielleicht ist er dann endlich mal stolz auf seinen Sohn.

LG
Sandra

Beitrag von naddikiel79 25.08.07 - 15:03 Uhr

hallo nochmal.
tja, ich kann die Zweifel der Männer heutzutage schon ein wenig verstehen.
Klar, nach so langer Zeit kann man nurnoch davon ausgehen das es um das liebe Geld geht, nicht um den Zweifel an sich ob man der Vater sein könnte.
Er könnte auch einen einfachen Speicheltest machen lassen, kriegt man sogar in Apotheken, hat aber vor Gericht im Zweifelsfall (wenn er nciht der Vater sein sollte) keine Verwendung.
Aber da musst Du dir dann ja keine Gedanken drüber machen, wenn Du dir sicher bist das nur er als Vater in Frage kommt.
Wir hatten zuerst den Gerichtstermin und durch meine Zusage wurde ein Vaterschaftstest festgelegt, ich bekam daraufhin irgendwann Post von einem Institut aus Wildberg, mit Röhrchen ect. für die Blut-, Speichelproben und den Fingerabdrücken, noch dazu mussten Laura und ich Fotos von uns dazulegen (auch anhand der Fotos werden Merkmale gesucht, wusste ich auch nicht!), auch der Vater muss die Prozedur beim Arzt seines Vertrauens durchziehen.
Wir waren in dem Fall beim Kinderarzt von Laura und 3Monate später hatten wir vom Gericht ein Urteil das der "vermeindliche" KV tatsächlich der KV ist zu 99,999997%:-p
Naja, somit hatte er es denn auch schwarz auf weiss.
lg

Beitrag von nicolethiele 01.04.12 - 18:20 Uhr

Wenn ichs nicht wüsste würde ich sagen ,hier schreib ich.Genau so läufts grad bei mir.Laut KV verweigere ich den Umgang mit seiner Tochter,19Monate.
Er hat ohne jeglichen Zweifel die vaterschaft anerkannt,gemeinsames Sorgerecht usw.
Er wollte mir jeden sonntag auf der matte sethn um die Kleine zu sehn,ich habe auch ein privat leben.
Die besuchszeiten sollten vorm JA neu geregelt werden,war seine idee.
Die Löaung war dann jeden Samstag und evtl jeden 2.Sonntag.Dies wurde von ihm komplett abgelehnt mit der begründung:Mein anwalt hat mir sowieso geraten einen Vaterschaftstest zu machen! ??? ich versteh die Welt nicht mehr.
Klar mach ich den Test,warum auch nicht.Besuche finden trotzdem seinerseits nicht statt.er hat die Kleine seit mittlerweile 6 Wochen nicht gesehn.So ein neuer Brief von seinem tollen RA mit der forderung:Ich MUß/habe ihm die Kleine jeden Sonntag von 10-17 vor meiner Wohnung zu übergeben.Sollte ich mich weigern drohen mir 25 tausend Euro starfe oder 6 monate haft.
Geschichte ausführlich zu lesen Umgangsrecht,leider lang,nicolethiele