Mütter von Fläschchenkindern - schlechte Mütter?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von bibi22 24.08.07 - 20:51 Uhr

Hallo ihr Lieben!#blume

Mir brennt schon seit ich hier im Stillen und Ernährungsforum unterwegs bin etwas auf der Seele!

Sind Mütter die ihr Kind nicht stillen in euren Augen schlechte Mütter? Manchmal, wenn ich hier so lese (OHNE jemanden persönlich angreifen zu wollen) kommt es mir so vor!

Aussagen wie "99,9% der Frauen können stillen, nur müssen sie es auch wollen!" oder "Lieber nicht zufüttern, dass Kind gewöhnt sich sonst daran und dann ist das stillen vorbei, das ja viel besser ist!" etc. pp kommen mir hier häufiger unter.

Ich verstehe natürlich, dass die Anfangsmilch für das Neugeborene sehr gut ist, aber ist man wenn es einem nicht vergönnt ist zu stillen egal ob man nicht will oder kann, deshalb eine schlechte Mutter?

Ich komme mir hier nämlich Manchmal so vor.. :-(

Nach der Geburt meines Kindes bekam ich ein AS, weil die Plazenta nicht von selbst den Weg nach draussen fand.
So kam es, dass ich mein Kind die ersten 3 Stunden nicht sehen konnte. 3 Tage lang habe ich sie dann angelegt, sie hat gesaugt und gesaugt, aber alles was sie im Bauch und Darm hatte war Luft. Gerade mal an der rechten Brust war einwenig Vormilch vorhanden. Da sie rapide abnahm, stellten mich die Hebamme vor die Entscheidung weiterversuchen zu stillen und zufüttern oder gleich das Fläschchen geben.
Ich habe lange mit mir gehadert, aber meine Kleine tat mir unendlich leid, weil sie nur schrie vor hunger. So habe ich mich dazu entschlossen zu füttern.

Danach viel ich in eine Wochenbettdepression, weil ich mir vorkam wie der total Versager weil ich es nicht geschafft hatte mein Kind zu ernähren und der Meinung war nicht lange genug durchgehalten zu haben.

Auch jetzt nagt es noch häufig an mir, vor allem wenn ich hier lese, dass viele Mütter die stillen der Meinung sind, dass solche Frauen wie ich einfach zu Faul waren und ohne Standhaftigkeit.

Bin ich wirklich deshalb eine schlechte Mutter?? #gruebel:-(

Ich kuschle nach dem Stillen mit meinem Kind, ich küsse es, es liegt immer an meinem warmen Körper. Wir schlafen kurz zusammen ein, bevor es ins Kinderbettchen kommt. Und sie lächelt mich an, wenn ihr etwas gefällt.

Was unterscheidet mich und andere so sehr von stillenden Müttern?

liebe grüße bibi die wohl manches nicht versteht und auf ehrliche Antworten hofft! #blume

Beitrag von lilly69 24.08.07 - 20:57 Uhr

ich habe nach einem komplizierten schmerzhaften kaiserschnitt meinen sohn erstmalig 12 stunden nach geburt angelegt. ich hatte die ersten 3 tage keine milch und nur tropfenweise vormilch. das ist nichts besonderes. leonard hat mehr als 10% gewicht verloren.

ich habe keine sekunde daran gedacht, schon vor beginn aufzugeben. ich hab ihn einfach weiter angelegt. alle zwei stunden, auch nachts, auch, als die brustwarzen wund und wunder wurden.

am 4. tag schoss die milch ein. 2,5 wochen später hatten wir sein geburtsgewicht wieder.



ich weiss nicht, ob du eine schlechte mutter bist. der unterschied zwischen dir und mir ist, dass du sehr schnell aufgegeben hast. der unterschied zwischen flasche und stillen ist ca. eine mio antikörper, körperverwandte stoffe und auf´s kind zugeschneiderte ernährung ohne allergene wirkung.


das weisst du aber alles selbst. niemand wird dich steinigen, aber ich werde dich auch nicht verteidigen. du hast eine entscheidung getroffen. nun leb doch einfach damit.


alles gute

lilly

Beitrag von bibi22 24.08.07 - 21:03 Uhr

Hi Lilly!

Das ist natürlich klar, dass ich eine Entscheidung getroffen habe!

Aber wieso klingt es immer so, als wäre man ein schlechter Mensch, wenn man sich und das Baby nicht so lange quälen will?

Ich weiß auch das die Muttermilch besser ist. Aber ich finde es viel schwerwiegender, wenn eine Mutter zu mir sagt (ist mir im KH passiert) ich möchte nicht stillen, weil dann kann ich ja nicht rauchen!

Verstehst du was ich meine?

lg bibi #blume

Beitrag von stoepselchen 25.08.07 - 00:05 Uhr

Hi!!! Du bist keine schlechte Mammy!!!! Liebst du dein Kind?? Wird dein Kind satt?? Bekommt es Geborgenheit!!! Siehst du du gibst deinem Kind all das was du es geben kannst!! Ich verstehe dich voll und ganz!! Meine Brustwarzen waren wund und blutig!! Ich hab trotzdem gestillt!! Und zu hause auch weiter allerdings mit Stillhüttchen denn meine kleine hat ein zu kurzes Zungenbändchen und bekommt meine Brustwarze nicht zu packen!! Und habe es echt versucht!!! Die schmerzen waren weg aber trotzdem ich bin jedesmal nass geschwitzt!! Es stresst mich total!! Und das tut meiner kleinen auch nicht gut!! ich hab auch allerdings eine sehr grosse Brust!! sehr gross!! und das ich nicht einfach!! 95 E!!Dann echt respekt vor einer Stillmutti mit so einer grossen Brust die Vollstillt!!! und das ist nicht einfach zurücklehnen kind dran fertig!!! Nenene!! das geht nicht!!! muss mein kind halten meine Brust das stillhüttchen neeeeee!!! aber mach es trotzdem!!!!!!!!! aber seit ein paar tagen pump ich ab und sie ist trotzdem das allergrösste was ich habe und liebe sie von ganzen herzen!!!!!!!!!!! Mach dir keinen Kopf!!!!!!!!!!

Beitrag von crazyhasi1981 24.08.07 - 21:11 Uhr

Hallo.

Ohne dich angreifen zu wollen:
Genau solche Sprüche machen die Gewissensbisse noch stärker. Wenn du mit wunder Brustwarzen dein Kind angelegt hast (und es ausgehalten hast) ist es echt schön für dich.
ich hab meinem Kind nicht meine vereiterte Brustwarze in den Mund gesteckt.

Abstillen brauchte ich gar nicht. Die Milch blieb trotz stundenlangem Pumpen einfach weg. Es kam kein Trofpen mehr. #schmoll

LG von Crazyhasi + Alicia Sophie

Beitrag von nuklearpussi 24.08.07 - 22:48 Uhr

Guten Abend,

aber: Mütter mit wunden Brustwarzen ??? Das hat nichts mit Eiter zu tun! Wie kommt man dazu sowas zu behaupten? Das weisst du doch gar nicht. Übrigens: Muttermilch ist desinfizierend.

Abpumpen muss man durchhalten, dann kommt eigentlich auch was. Wenn auch nur tröpfchenweise und diese Tröpfchen sind absolut kostbar und reichhaltiger als es scheint. Für abpumpende Mamis ist es natürlich frustrierend zu sehen, dass nichts kommt. Beim Anlegen sieht man´s ja nicht.

Ich kenne stillende und nicht stillende Mamis und überall gibt es Allergiker-Kinder. Nicht zu stillen muss nicht unbedingt falsch sein.

Aber ich für mich befolge so gut es geht die Richtlinien vom Bund Deutscher Hebammen: 7 Mon. voll stillen, 12 Mon. Kinderbett im Elternschlafzimmer, Schlafsack u.v.m. Für meine Kinder möglichst das Beste.

Schönes Wochenende noch wünscht Nuklearpussi

Beitrag von knochenmaid 25.08.07 - 10:47 Uhr

daran merkt man, dass du sowas noch nie hattest.
Eine freundin von mir konnte ihre Brustwarzen abheben, weil ihr sohn die immer zwischen seinen Kauplatten hin und her gewalkt hatte.
Das Kind hat mehr Blut und Eiter getrunken als Milch.

Beitrag von raleigh 25.08.07 - 11:19 Uhr

Das ist sehr unangenehm, kann ich mir vorstellen.

Dagegen gibt es dann 2 Möglichkeiten:
- abstillen (was am Ende so ziemlich die eiznigew Möglichkeit bleibt, wenn einem niemand helfen kann oder man keine Beratung findet, die das Problem kompetent und zügig löst)
- eine Stillberaterin, die das Kind überprüft (Saugt es richtig? Hat es Probleme mit der Mundmotorik?) und den geschundenen Brustwarzen Linderung verschafft

Da die wenigsten kompetente Hilfe finden und gar nicht wissen, wo sie suchen sollen, ist es meistens für große Ratschläge zu spät, weil man viel schneller eingreifen müsste, bevor die Mutter blutet und eitert und ihre Brustwarzen abklappen kann.

Wie auch immer, es bleibt ja am Ende die gleiche Erkenntnis: Wenn das Stillen zum Leidesnweg wird gibt es meistens nur einen Grund - beschissene Beratung.

Beitrag von crazyhasi1981 25.08.07 - 18:35 Uhr

Genau. Und diese beschissene Beratung bekommt man schon im KH!

Beitrag von crazyhasi1981 24.08.07 - 21:01 Uhr

Hi. #liebdrueck

Das viel mir auch schon auf... :-[

Aber ich weiß, ich habe es versucht und es hat nicht geklappt... #heul.

Aber deswegen bin ich noch lange keine schlechte Mutter. Es ist die Art, wie mein sein Baby füttert, egal ob mit Brust oder Flasche. Meine Kleine lächelt mich nach ihrem #flasche immer sehr süß an. Sie zeigt mir so, dass sie glücklich ist. Also waru sollte ich eine schlechte Mutter sein, wenn mein Kind glücklich ist??? #kratz#gruebel

Mach dir keinen Kopf und lass alle andern labern #bla#bla#bla.
Ich denke, alle Frauen, die es nicht schaffen, ihr Kind auf dem normalen Weg zu ernähren, machen sich Vorwürfe, bzw. haben Gewissensbisse. Aber viele probieren es und es klappt einfach nicht... Und wenn sie dann noch bombadiert werden mit "guten Ratschlägen" macht es die Sache auch nicht leichter.

LG Von Crazyhasi + Alicia Sophie (*1.6.07), die trotz #flasche Quietschfidel ist...
http://www.unsernachwuchs.de/alicia-sophie/hallo.html

Beitrag von bibi22 24.08.07 - 21:06 Uhr

Hi Crazy!

Weißt du ich verurteile die Mütter nicht, sie haben schon recht, dass es das Beste ist.

Es tut nur so weh, wenn man dann gleich als "schlecht" abgestempelt wird.

lg bibi #blume

Beitrag von lucie_neu 24.08.07 - 21:05 Uhr

Schwierige Frage.
Für mich kam nie etwas anderes in Frage als Stillen.
Als jetzt meine Freundin schwanger war und ich sie fragte, wirst du stillen, da kam ein entsetztes "Nein natürlich nicht"

Und dieses "natürlich nicht" habe ich nicht verstanden und verstehe ich nicht.

Deswegen jemand öffentlich an den Pranger zu stellen - nein.
Aber für mich ist Stillen die schönste und beste Möglichkeit, seinem Kind alles Gute zu geben.
Aber Stillen ist auch harte Arbeit und auch ICH bin der Meinung, viele geben zu früh auf. Das liegt aber nicht daran, dass die Mütter "faul" sind und nicht standhaft, sondern meistens einfach nur falsch beraten.

Stillmütter verteidigen sich und ihre "Art" immer so vehement, weil Stillen in unserer Gesellschaft immer noch als unnormal angesehen wird.
Deshalb antworten manche Mütter hier so radikal.
Wir müssen uns oft rechtfertigen, warum wir (IMMER NOCH) stillen und unseren Kinder die gute, gute, gute Flaschenmilch (Werbung ist alles) vorenthalten.
SO denkt die Gesellschaft. Jedes Restaurant wärmt dir deine Flaschenmilch, aber frag mal nach einem ruhigen Platz zum Stillen?
#schock
Entsetzte Blicke...

lg
Lucie

Beitrag von bibi22 24.08.07 - 21:11 Uhr

Hi Lucie!

Schön zu hören, dass nicht nur wir unsere Probleme haben! :-)

Weißt du, ich finde es schön eine stillende Mutter zu sehen. Sowas ist ein sehr inniges, liebevolles Bild!

Mir ist nie richtig aufgefallen, dass stillende Mütter so schief von der Seite angesehen werden.

Ich muss meine Schwägerinnen mal darauf ansprechen!

Also muss man sich immer eine "dicke Haut" anlegen, egal ob man stillt oder nicht.

Trotzdem ist es schade auf keinen gemeinsamen Nenner zu kommen, wenn hier darüber gesprochen wird. Wenn jemand sagt, dass er abstillen möchte, traue ich mich manchmal nicht zu sagen. "Wenn du es für richtig hältst, dann tu es!"

lg bibi #blume

Beitrag von malis 25.08.07 - 11:39 Uhr

Da spricht mir Lucie aus dem Herzen, da lässt sich fast gar nichts mehr hinzufügen. Bin selbst auch Stillmami und fühle mich hier (lebe in Spanien) manchmal als die Ausnahme. In meinem Umkreis stillen nur sehr wenige und ich werde manchmal schief angeschaut, wenn ich Emma irgendwo stille. Und ich habe mich nie schlecht deswegen gefühlt, schlecht kann man sich nur fühlen, wenn man ein schlechtes Gewissen hat und das hat man nur, wenn man etwas nicht wirklich versucht hat (-;

Aber ich möchte noch betonen, dass es keinenfalls eine Schande ist ein Kind mit der Flasche grosszuziehen.

Ich für mich möchte das stillen nicht missen #freu


malis + Emma (10 Monate)

Beitrag von fraukef 24.08.07 - 21:14 Uhr

Hi

ich stille zwar, bin aber trotzdem der Meinung - JEDER SO WIE ER / SIE MAG!

Ich war auch kurz davor, das Stillen aufzugeben - hab ich dann doch nicht - meiner Kleinen hat ohne Brust was gefehlt - die Entscheidung war für uns richtig. Aber wie gesagt für uns! Wahrscheinlich gibt es genauso Mütter, die ihrem Kind die Flasche geben, und für die das die richtige Entscheidung war...

Es fällt mir aber auch noch was auf, was ich sehr verwunderlich finde: Viele Flaschen-Mamis rechtfertigen sich von vornherein. "Ich konnte ja nicht stillen, weil..." Warum? Ich glaube nicht, dass alle Flaschenmamis wirklich nicht stillen konnten - viele wollten wahrscheinlich auch einfach nicht, oder? Aber auch das ist doch in Ordnung! Warum ist es nicht einfach möglich zu sagen "Ich gebe meinem Kind die Flasche!" genauso wie die Stillmamis sagen "Ich stille!"

Frauke

Beitrag von bibi22 24.08.07 - 21:20 Uhr

Hi Frauke!

Ich glaube dieses "Entschuldigung suchen" hat wirklich damit zu tun, dass man das Gefühl hat sonst als "schlecht" dazustehen.

Vielleicht suche auch ich nur eine Entschuldigung, wenn ich ehrlich bin kann ich es nicht einschätzen. Ich hab mich nie davor gestreubt zu stillen und ich fand es auch total schön wenn die kleine bei mir lag, aber das Gefühl sie und mich zu quälen war irgendwie größer.

lg bibi #blume
PS: DANKE für deine Einstellung! #herzlich

Beitrag von atebe3004 24.08.07 - 21:17 Uhr

Hallo

ich bin auch eine von den "ungeduldigen" Müttern, die nach 3 Wochen Abpumpen einfach aufgegeben hat. Ich konnte es einfach nicht mehr. An die Brust wollte Mathis nicht, weil er als Frühchen sehr schwach war und da habe ich es sehr schnell satt gehabt neben den Fütterungszeiten noch abzupumpen. Heute ist Mathis ein kerngesundes Kleinkind, was noch nie - abgesehen von den U - Untersuchungen - zum Kinderarzt musste.

Ich habe mich auch lange Zeit schlecht gefühlt, denn das Stillen hat eine große Lobby. Man findet zwar im Restaurant keinen ruhigen Platz zum Stillen, aber andere Mütter sind sehr schnell mit Urteilen, wenn man auf #flasche umsteigt. Ich habe mir von meiner Mutter sagen lassen, daß es genau anders herum war als ich klein war. Da waren auch die Empfehlungen ganz andere. Zu dieser Zeit war die Muttermilch nämlich mit Schadstoffen belastet!!!

So weit so gut. Jeder so wie er möchte. .... aber Du hast in jedem Fall recht. Man muss sich als Flaschenmami eher verteidigen (oder man hat das Gefühl). Das passiert Dir als Stillmami nicht so sehr.

Ein schönes Wochenende
Gruß Beate mit Mathis, 1 Jahr

Beitrag von bibi22 24.08.07 - 21:25 Uhr

Hi Beate!

Ich komme schön langsam zu Schluss, dass wir uns alle Verteidigen müssen für die Entscheidungen die wir treffen.

Sowohl die Still-, als auch die Fläschchenmütter. Es sieht wohl so aus, als müssten wir uns hier im Forum verteidigen und die Stillmütter gegen die Vorurteile außerhalb.

Die Vorurteile gegen die einzelnen Möglichkeiten scheinen endlos zu sein.

Schade das man das nicht aus der Welt schaffen kann.

lg bibi die dir auch ein schönes Wochenende wünscht! #blume

Beitrag von osaris 24.08.07 - 21:19 Uhr

Hallo,

ich kann nur sagen, dass ich keine "Flaschenmutter" für eine schlechte Mutter halte.

Ich stille Lion voll und freue mich, dass es so gut bisher klappt. Aber bei meiner Tochter hat es eben nicht geklappt und sie hat die Flasche bekommen. Sie ist trotzdem ein kerngesundes Kind.

Jede Frau soll für sich selber entscheiden, ob sie stillen möchte oder die Flasche geben möchte. Und meiner Meinung nach, muss sich niemand für das Eine oder Andere rechtfertigen. Diskussionen darüber finde ich überflüssig und meide sie deshalb.

Im Übrigen müssen sich auch Stillmütter oft rechtfertigen. Wie oft bekommt man zu hören: "Wird er/sie denn überhaupt satt von deiner Milch?" "Wann bekommt das Kind denn etwas richtiges zu essen?"

Meine Schwiegermutter meinte letzten noch, dass Lion´s Neugeborenenakne von meiner Milch kommen würde#augen!

Gruß Anja mit Chiara (19.02.03) und Lion (15.07.07)

Beitrag von bibi22 24.08.07 - 21:28 Uhr

Hallo Anja!

"ich kann nur sagen, dass ich keine "Flaschenmutter" für eine schlechte Mutter halte." --> #danke

Na das mit der Neugeborenenakne ist ja blödsinn, ich kenne kein Kind, dass das bis jetzt noch nicht hatte, dass eine mehr, das andere weniger.

Wir scheinen wohl zum Schluss zu kommen, dass wir uns alle Verteidigen müssen. Eigentlich schade, aber leider lässt sich das wohl nicht ganz aus der Welt schaffen.. :-(

lg bibi und carmen 1 mon 2 Tage alt#blume

Beitrag von 123ninni 24.08.07 - 21:26 Uhr

Nein, Du bist keine schlechte Mutter !!!!!
So ein Quatsch. Ich habe im KH nach dem Kaiserschnitt (war nicht mein Wunsch, mußte sein) auch einen Tag lang abgepumpt und wollte mit Brust geben aufhören, weil ich so Schmerzen in der Brust hatte. Ich habe dann weiter gestillt, aber ich selbst bin zb ein "Flaschenkind", mir hat es nicht geschadet;-) und meine Mama hat mich sehr sehr lieb gehabt (und hoffentlich immer noch).Denk mal, die Mütter, die das Stillen durchgehalten haben, sind dafür vielleicht in anderen Dingen nicht so standhaft, wo Du durchhältst.
Ich denke, wenn wir unsere Kinder von Herzen liebhaben und ihnen das vermitteln können, dann ist das so, wie es sein soll !

Alles Gute für Dich,

#herzlichLG Ninni und Hannah geb. 07.08.2007#baby

Beitrag von bibi22 24.08.07 - 21:30 Uhr

Hi Ninni!

#danke

Bei deinen Worten hat es mir gerade die Nackenhaare aufgestellt! #hicks
Du hast soooo recht, egal ob stillen oder füttern, hauptsache unsere Kleinen sind glücklich! #herzlich

Ganz liebe grüße bibi #liebdrueck

Beitrag von 123ninni 24.08.07 - 21:41 Uhr

Siehste, nicht fertig machen lassen. Hier sind so einige Themen, die von manchen seltsam gesehen werden - auch Kaiserschnitt etc. Aber wir sind alle erwachsene Menschen mit hoffentlich genug Verantwortungsbewußtsein und es gibt nicht immer nur einen Weg, der der richtige ist.
ganz liebe Grüße und schönen Abend noch (finde ich übrigens toll, daß Du jedem antwortest !)

Ninni

Beitrag von bibi22 24.08.07 - 21:46 Uhr

"finde ich übrigens toll, daß Du jedem antwortest !"

Das gehört sich einfach, schließlich haben sie ihre Zeit ja auch mir gewidmet! :-)

liebe grüße bibi #blume

Beitrag von humor 24.08.07 - 21:29 Uhr

Hallo bibi,
mir geht es genauso wie dir. Ich habe nach 3 Wochen aufgegeben und habe mich selber so runtergezogen. Noch heute denke ich manchmal "Hättest du mal....!" Aber ich kann es nicht ändern, in der Situation damals war es die richtige Entscheidung. Mein wirkliches Bonding zu meinem Sohn hat erst angefangen, als ich ihm die Flasche gegeben habe. Vorher hatten wir 3 Wochen dauergerbrüll und eine dauerheulende Mutter. Das versuche ich mir immer vor Augen zu halten, wenn ich wieder soetwas denke. Meine Beziehung zu meinem Sohn ist sehr innig und ich würde sagen, er ist ein Mama- Kind. Ich denke nicht, dass wir deswegen schlechtere Mütter sind. Mach dir keinen Kopf #liebdrueck

Lg, Anna