Hilfe....ich weiß weiß nicht mehr weiter!

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von tapsel 24.08.07 - 23:24 Uhr

Hallo,
es ist kurz vor 23 Uhr , meine Kinder (2 1/2 ) schlafen endlich und jetzt brauche ich nicht mehr "stark" sein!
Ich sitzte hier und kann endlich losheulen,aber es gibt niemanden der mich jetzt in den Arm nehmen und trösten könnte......
Es fing vor ca.1 1/2 Monaten so "harmlos" an.Mein Mann hatte starke Rückenschmerzen und es stellte sich herraus,daß er einen Bandscheibenprolaps hat.Er hat sich wochenlang quälen müssen,bis
er ins Krankenhaus konnte,da einige Ärzte ihn für einen Simulanten
hielten.Ich musste ihn waschen,einen Eimer bringen(weil er nicht mehr zur Toilette konnte),trösten....für mich schon schlimm genug,
aber die Zwillinge haben auch immer alles mitbekommen.Die Schmerzschreie und das Stöhnen....Naja,wie gesagt,er kam endlich ins Krankenhaus und sollte operiert werden,aber die Op wurde auf
Grund schlechter Blutwerte abgesagt.Der blöde Hausarzt
hat nichts wegen den Werten unternommen und meinem Mann ging es immer schlechter,bis ich ihn vorgestern in ein anderes KH
gebracht habe.Er hat eine Anämie und die Organe versagen so
langsam und die Ärzte wissen nicht,was es ist! Ich versuche stark zu sein und meinem Mann zu helfen und lasse mir meinen Kindern
gegenüber nichts anmerken,aber die Kinder sind trotz alle dem schon verstört und weinen viel.Ich kann selbst nicht mehr,wie kann ich dann noch meinen Kindern helfen damit umzugehen???
Sie kriegen alles mit,aber sind noch zu klein um zu verstehen und
das nagt noch mehr an meinen Nerven!
Ich gebe im Moment alles für meine Familie,aber ich bin einfach nur noch leer....
Vielleicht hat ja jemand einen Rat oder so für mich#heul

Beitrag von ciliegia 24.08.07 - 23:57 Uhr

ehrlich gesagt, weiß ich nicht, was ich dir sagen soll, ich kann dich verstehen, ich fühle mit dir. ich sende dir kraft und trost und hoffe, dass du alles gut überstehst.

liebe grüße

Beitrag von daniko_79 25.08.07 - 12:21 Uhr

Hallo

ich kann Dich gut verstehn . Mein Mann hatte vor 3.5 Jahren aus heiteren Himmel eine Hirnblutung. Ein Aneurysma im Gehirn paltze ( kein Unfall ) ... unser Sohn war damals 2 Jahre alt und für uns war es auch sehr sehr schwer . Ich habe noch nicht lange in der Stadt gewohnt und hatte hier auch keine Freunde . Meine Eltern wohnten 30km von uns weg , aber sie kamen jeden Tag zu uns , ich bin dann auch nach einer zeit mit meinem Sohn zu Ihnen gezogen , so lange mein Mann im Kh sein musste . Seine Eltern haben uns auch sehr geholfen , es war eine wirklich schlimme Zeit .
Hast Du niemanden der mal die Kinder nehmen könnte ? Mir hat es damals sehr geholfen mal ohne meinen Sohn zu sein , habe in der Zeit viel erledigt und war sehr viel bei meinem Mann.

Daniela

Beitrag von tapsel 25.08.07 - 23:06 Uhr



Hallo Daniela!
Erst mal Danke für Deine Antwort.Ich hoffe Deinem Mann geht es wieder gut!?
Meine Schwiegereltern haben des öfteren die Kinder und ich kann
dann auch zu meinem Mann oder halt auch einiges erledigen,nur das Problem ist,daß mein Sohn schon zu der Oma Mama sagt und
nur noch da hin will! Vor kurzem musste ich einige Tage mit meiner Tochter ins Krankenhaus und da war er auch schon da und jetzt komme ich einfach nicht mehr an ihn herran.Und meine Tochter weint nur noch und will ihren Papa.Das geht mir alles so an die
Nerfen....und die habe ich im Moment einfach nicht mehr!
Ich hoffe nur jeden Tag,daß es meinem Mann bald besser geht und
wir alle wieder schnell zusammen finden.

Yvonne

Beitrag von baby09 25.08.07 - 20:59 Uhr

Hallo!

Könntest Du nicht vorübergehend bei Deiner Familie oder Freunden einziehen? Sie könnten Dir die Kinder mal abnehmen und Du hättest jemanden, der Dir zuhört, Dich tröstet und Dich mal in den Arm nimmt.
Ansonsten kannst Du Dich z.B. an den Pastor oder Pfarrer Deiner Gemeinde wenden wenn Du Gesprächsbedarf hast (Vorausgesetzt Du bist katholischer oder evangelischer Christ). Vielleicht würde Dir ja auch eine Haushaltshilfe bzw. eine Kinderbetreuung zustehen!? Da kenne ich mich nicht aus. Frag doch mal beim örtlichen Jugendamt nach. Im Notfall, bevor Du aus den Latschen kippst, geh zu Deinem Hausarzt und lass Dir was verschreiben.

Ich wünsche Euch alles Glück dieser Welt und Dir ganz tarke Nerven! Du machst das ganz toll!!!!! #liebdrueck

LG Yvonne

Beitrag von tapsel 25.08.07 - 23:18 Uhr

Hallo Yvonne!
Danke für Deine Tipps.Die sind gar nicht so schlecht,aber da ich so ein "Glück" habe....mein Pfarrer (übrigens auch Taufpate meiner Kinder) ist im Moment nicht erreichbar und zum Jugendamt..ich weiß
nicht.Mein toller Hausarzt meinte nur: Selbst Schuld,Sie wollten doch die Kinder und haben sich ihren Mann ausgesucht! Fand ich auch
richtig "ermutigent" von ihm!!!!
Scheint so,als wenn ich da alleine durch müsste!

Gruß Yvonne (hab mich nicht vertan ich heiße auch so)

Beitrag von baby09 27.08.07 - 17:09 Uhr

Hi Yvonne!

Na, wie geht es Dir und Deinem Mann? Mensch, da habt Ihr ja so richtig die A-karte gezogen, was? Es tut mir soo leid. Vielleicht suchst Du mal einen anderen "Hausarzt" auf - DEINER scheint ja ein Grobklotz ohnegleichen zu sein *kopfschüttel*


Ich drücke die Daumen, dass alles gut wird. Halt durch - Du schaffst das!

LG Yvonne