Angelesen: ZS, Lebensdauern etc.

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Forum: Kinderwunsch

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Beitrag von malkin 25.08.07 - 14:14 Uhr

Hallo ihr alle,

Ich habe gerade mal ein bisschen gesurft und geschmökert. Für Neugierige zum Zeitvertreib ein bisschen 1) nichtwissenschaftlicher und 2) wissenschaftlicher Klatsch und Tratsch!

Folgende Dinge sind mir untergekommen:

1)
Die englischsprachige Gemeinschaft hält vermehrten cremigen ZS für ein mögliches Frühzeichen - was dem widerspricht, was beispielsweise bei Winnirixxi usw. zu finden ist. Eine der Seiten:

http://wiki.answers.com/Q/Is_cervical_mucus_an_early_sign_of_pregnancy

In den letzten Tagen habe ich ähnliche Äußerungen von Müttern hier im Forum gelesen.
Meine mentale Sammlung der letzten Wochen hier im Forum enthält nun alle Varianten: 1x "geschleimt wie eine Schnecke" :-) - ein paarmal "viel weißen/cremigen ZS" und ein paarmal "total trocken" - es bezieht sich alles auf die Zeit vor NMT.
Also: Alles ist möglich.

2)
Ich habe einen frei zugänglichen Artikel über das beste Timing gelesen, und zwar
Lynch CD, Jackson LW, Buck Louis GM. Estimation of the day-specific probabilities of conception: current state of the knowledge and the relevance for epidemiological research. Paediatric and Perinatal Epidemiology 2006; 20(Suppl. 1): 3–12.
Leider steht nichts darin, wie die Frequenz oder die Anzahl der Versuche in den genannten fruchtbaren Tagen das Ergebnis beeinflusst hat (nur, dass das ein Problem ist). Der Artikel bietet nur eine Zusammenfassung einiger früherer Studien.
a)
Das Ergebnis ist uns eigentlich schon bekannt, aber hier nochmal:
- das ist jetzt STARK vereinfacht: - Sex an einem der vier Tage vor dem Temperaturanstieg führt am ehesten zu einer Befruchtung. (S. 6) Naja, wie gesagt, nicht viel Neues, und bezieht die Möglichkeit ein, dass die Temperaturauswertung nicht exakt ist und der ES etwas später stattfindet.
b)
Auch nicht neu, aber immer wieder wiederholenswert:
"Ovulation occurs approximately 2 weeks prior to the next menses, approximately 16 –48 h following the LH surge." (S. 4)
c)
Etwas interessanter waren Nebenbemerkungen zur Lebensdauer von Ei und Spermien. "While sperm can survive in the female reproductive tract for up to 6 days (median =1 day),the median survival time for an ovum is approximately 12 h." (S. 5, zitierte Quelle s. dort). - Interessant finde ich hier den MEDIAN - das bedeutet, unter allen Spermien lebt die größte Anzahl einen Tag lang (das ist kein Durchschnitt!). Von allen Eiern leben die meisten etwa 12 Stunden lang.

LG,
M.

Beitrag von winnergirlie 25.08.07 - 14:25 Uhr

Hallo,

danke fürs Stöbern in "Estimation of the day-specific probabilities of conception"!
Freue mich, mal was wissenschaftliches zu diesem doch sehr emotionalen Thema zu hören. Ich finde den Median von 1 Tag auch sehr erstaunlich.

Liebe Grüße :-)

Beitrag von malkin 25.08.07 - 16:06 Uhr

:-)

Beitrag von kess79 25.08.07 - 14:25 Uhr

Hallo,

Also dass mit dem ZS kann ich bestätigen. Meiner war auch mehr vor NMT. Mal weiß und direkt am Tag vorm positiven Test durchsichtig. Ich glaube man sollte dem ZS ausser beim ES nicht zu viel Beachtung beimessen.

Vorallem habe ich mir auch folgende Frage gestellt: Östrogenanstieg sorgt ja unter anderem für mehr und durchsichtigen ZS (wie eben beim ES), ABER bei einer SS hat man ja auch wieder mehr Östrogen. Also muss doch klarer ZS nicht immer auf die Mens hindeuten, oder?

LG
Kess

Beitrag von malkin 25.08.07 - 16:00 Uhr

Ja ... einige (wie ich) haben ja auch nach ES nochmal viel und kurz sogar spinnbaren ES. Was weiter nicht viel zu sagen hat, soweit ich weiß.
Aber schön zu wissen :-)
LG,
M.

Beitrag von qwertzu 25.08.07 - 15:27 Uhr

hä? "median" bedeutet doch "mittlerer, durchschnittlichlich", oder ist mein englisch so eingerostet?

Beitrag von malkin 25.08.07 - 16:05 Uhr

In der Statistik kenne ich es als den Wert, der die höchste Auftretenshäufigkeit hat. Also beispielsweise bei Noten, wenn du
2, 2, 5 hast, ist der Median 2, aber der Durchschnitt wäre 3.

Es gibt aber noch ne zweite Variante, nach der der Median so liegt, dass 50% der Ereignisse drüber und 50% drunter liegen muss.

Das gibt's im Englischen auch, da mag's aber ambig sein - ich glaube, dass es dort den Median im statistischen Sinne meint, aber 100% sicher bin ich jetzt, wo du es sagst, nicht. Der Durchschnitt wäre "average".

LG,
M.

Beitrag von malkin 25.08.07 - 16:19 Uhr

ps. könnte also auch heißen: nach 1 Tag sind erst 50% der Schwimmer tot :-) - das klingt wirklich besser (und wahrscheinlicher) :-)

LG,
M.