Geht es euch auch so?

Archiv des urbia-Forums Frühes Ende.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von kaczuszka75 25.08.07 - 23:07 Uhr

Hallo Ihr,

ich hatte gestern meine AS bei MA in der 11. SSw.

Ich muss dazu sagen, dass ich, solange es noch "was zu tun gab" (hört sich auch blöd an, ich weiß, aber ist ja auch irgendwie erst mal so), also, Termine für AS machen, usw, ich irgendwie auf der "Kopfschiene" funktioniert habe.

Ich habe mich von einigen (nicht allen! Die Stationaschwester war echt nett!) ganz schön scheiße behandelt gefühlt, weil ich denen auch irgendwie unbequem war. So hat z.B. der behandelnde Chefarzt, der das MA -Urteil bestätigt hat am Abend vorher, als ich da unten ohne auf der Pritsche lag und viele Fragen hatte irgendwann nur gesagt:"Ja und nu ziehn 'se sich mal an, ich muss hier ja weiter machen"

Und imAufwachraum hab ich immer nur sagen können "Ich will es sehen" und da hat die Schwester mir dieses Glas gezeigt. Ich musste ganz furchtbar weinen und als die Stationsschwester kam, um mich abzuholen, und fragte, o je, was ist denn los, da sagte die Op-Schwester nur superunfreundlich: "Naja, sie musste es ja unbedingt sehen". KÖNNT IHR EUCH DAS VORSTELLEN, da habe ICH mich noch gerechtfertigt und 1000 Mal gesagt" Ich weine nicht, weil ich es gesehen habe"

Und als die blöde Oberärztin kam, meinte sie "Ja, sie hatten noch Fragen?" und ich dann "Nee, die Schwester meinte Sie kämen noch und berichten mir" und da meinte die Oberärztin:"Ja also, das war kein Kind, nicht dass Sie das meinen, das war nix mehr"

Ja SUPER!!!

Und heute nachmittag wurde mein Bauch total dick und hart und tat höllisch weh, da sind wir noch mal hingefahren und da hatte so ein schnöseliger Assistenzarzt Dienst, der mich erstmal 60 Minuten vorm Kreisssaal parkte und mir dann total schnippisch sagte, ja wenn ich nicht da bleiben wollte, dann könnte es ja nicht so schlimm sein...

Was ist los mit diesen Leuten? Da haben Frauen wie wir unser Kind verloren, teilweise, so wie ich eben NICHT mehr in dem Stadium, wo es nur ein Zellhaufen wäre, und da ist doch etwas Sensibilität unabhängig davon, in welcher SSW es passierte angebracht, oder?

Jetzt habe ich da Gefühl ich wäre leer und alles was ich tue ist falsch.

Ich versuche, den Tag mit Aktivitäten vollzupacken, aber es fühlt sich falsch an. Zu Hause hocken fühlt sich falsch an. Und je mitfühlender die Umwelt ist, umso mehr breche ich zusammen.

Wir haben uns so sehr gefreut, wir sind so traurig.

Natürlich wollen wir es weiter versuchen- aber DIESES Kind wird es nicht sein.

Ständig denke ich daran, dass heute vor 4, 5, 6, ...Tagen doch noch alles gut war...

Ich wünsche euch allen viel Kraft, viel Stärke und ganz viel Zuversicht, dass es euch und auch uns bald wieder besser geht.

Liebe und fuirchtbar traurige Grüße

Kaczuszka

Beitrag von melli16 25.08.07 - 23:18 Uhr

Guten Abend.

Ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen. Ich wurde im KH auch nicht gerade mit offenen Armen empfangen. Der Arzt bei der Untersuchung sagte mir "Da kann man jetzt au nix mehr machen". Die Schwestern waren grob. Die Sedierungspritze hat nicht gewirkt und ich war bei vollem Bewustsein als ich auf dem OP Tisch festgegurtet wurde. Meine Schmerzen haben niemanden interressiert. Man sagte mir nur ich solle doch daheim ne Paracetamol nehmen. Als ich aufgewacht war, da sagte man mir ich könnte zu meinem Kind auf die Station. Als ich antwortete das es kein Babay gäben würde, sage die Schwster nur "Upss.." und verschwand aus dem Zimmer. Mir hat keiner Angeboten dass ich mein Kind sehen dürfte. Und auf meine Nachfrage sagte die Schwester nur dass es nur ein "gewebeklumpen" und da würd man eh nix sehen.

Ich kann nachfühlen das die diese Aussagen im Kopf bleiben. Ich hab die bis jetzt nie vergessen können...

Ich hoffen dass du irgendwann lernst damit umgehen zu können und das für dich wieder die #sonne scheint!

Viele Grüße

Beitrag von schnuffel06 26.08.07 - 09:58 Uhr

Das ist ja schrecklich. Ich würde da mal ne Beschwerde schreiben. Zu mir waren alle super lieb. Man gab mir ein einzell Zimmer, man hat sich Zeit genommen usw usw. Klar muss man einfach sagen das KH ist auch nur ein Betrieb, aber meines war wenigstens menschlich.

Beitrag von kati2506 26.08.07 - 13:52 Uhr

Hallo, erstmal ein herzliches #liebdrueck. Ich hatte meine AS am Freitag. Für mich ist eine Welt zusammengebrochen und ich weiss immer noch nicht wie ich damit fertig werden soll. Ich bin wie in Trance. Ich darf mich nicht zu sehr gehen lassen weil ich schon zwei Kinder habe. Aber diese verdammte Trauer und nur dieser WUnsch das ich mein BAby wieder im BAuch haben möchte. Ich kann nur sagen im KH waren alle super nett. Schwestern haben mir gut zugerdet Ärzte haben mich getröstet und mir zugehört und das Narkoseteam hat mich ständig in den Arm genommen, vor der op, alle sind total auf mich eingegangen. Es war schon sehr hilfreich. Und soewas verstehe ich nicht das solche Frauen ind anderen KHs nicht so behandelt werden. Wir brauchen doch besonderen zuspruch. SOlche ärzte und SChwestern haben den BEruf verfehlt.
LIebe Grüsse KAti mit JOrdan(4), Jessy-Jo(13 MOnate) und#sternchen fest im #herzlich

Beitrag von browneyesgirl 27.08.07 - 07:10 Uhr

Ich denke das Personal ist unsicher (eigentlich müßten regelmäßig Schulungen stattfinden ).Leider ist das noch oft so auch das es kein Infomaterial gibt und die Eltern über ihre Rechte nicht aufgeklärt werden. Aus dem Grund habe ich eine SHG gegründet.