Zuschuss bei 2. Ausbildung?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von heikru76 26.08.07 - 13:57 Uhr

Hallo,
hier mal meine Situation.
Zur Zeit bin ich über eine Zeitarbeitsfirma als Produktionshilfe beschäftigt. Noch bis Februar, aber es besteht immer die Möglichkeit, das mein Einsatz kurzfristig beendet werden kann, wenn der kunde meine arbeitskraft nicht mehr benötigt. ist eine ziemlich unangenehme Situation. Verdienen tue ich mit Schichtzulagen ca. 850 €. also auch nicht so richtig viel.
ich habe bereits eine abgeschlossene Ausbildung zur Chemielaborantin, aber ohne Berufserfahrung keine chance eine arbeit zu finden. Jetzt habe ich mich für eine Ausbildung zur Tierarzthelferin beworben, das würde mir richtig Spass machen und nach der Ausbildung, wäre auch der Verdienst ok.
Nur während der Ausbildung würde ich nur ca 400€ bekommen, was natürlich nicht reicht.
Weiß jemand, ob es Zuschussmöglichkeiten gibt? Vielleicht als Umschulung? oder müsste ich dafür arbeitslos sein und nicht nur von arbeitslosigkeit bedroht sein? Oder vielleicht Mietzuschuss? Ich glaube nämlich, das für Ausbildungen andere Regelungen gelten. Eigentlich wohl BAB, aber den gibt es meiner meinung nach nur für die erste Ausbildung.
hat jemand erfahrung???
über hilfe wäre ich sehr dankbar,
und sorry, das es so lang geworden ist. #schwitz
gruss,
heike

Beitrag von goldtaube 26.08.07 - 15:06 Uhr

BAB kommt nicht in Frage, da es das tatsächlich nur gibt, wenn es die 1. Ausbildung ist.
Siehe dazu auch: § 3 Abs. 2 SGB III
http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__60.html

Eine Umschulung zu bekommen ist sehr schwierig und es werden kaum noch Umschulungen genehmigt. So eine Umschulung muss notwendig sein usw. Wann es notwendig ist entscheidet das Arbeitsamt nach gesetzlichen Vorgaben. Ein Versuch ist es wert. Aber ich denke du hast da kaum Chancen.

ALG II kommt nur bedingt in Frage. Wenn du eine Ausbildung machst die dem Grunde nach förderungsfähig ist durch BAB bzw. Bafög bekommt man kein ALGII. Dabei ist es unerheblich ob man tatsächlich BAB/Bafög erhält oder ob es abgelehnt wurde aus irgendwelchen Gründen. Es geht nur danach ob die Ausbildung selber dem Grunde nach dadurch förderungsfähig ist.
Allerdings ist man sich nicht darüber einig ob dies auch bei einer zweiten Ausbildung gilt. Denn eine zweite Ausbildung ist ja nicht förderungsfähig durch BAB. Es gibt da unterschiedliche Gerichtsurteile und du müsstest ggf. bei negativer Entscheidung erst einmal klagen. Das dauert dann natürlich auch noch entsprechend lange. Von daher sind die Chancen da auch recht gering.

Beitrag von raleigh 27.08.07 - 10:56 Uhr

So ganz stimmt das nicht.

1. Mit Kind sieht die Sache schon wieder anders aus. Wenn die Mutter nix bekommt, dann steht den Kindern dennoch etwas zu.
2. Ggf. Ablehnungsbescheid mitnehmen.

Keinen Antrag zu stellen wäre in jedem Fall keine sinnvolle Lösung.
Alternativ wäre noch Wohngeld möglich.

Beitrag von goldtaube 27.08.07 - 12:16 Uhr

Erstens schreibt sie nicht, dass sie Kinder hat. Sie hat auch keine Visitenkarte angelegt. Ergo gehe ich grundsätzlich davon aus, sie hat keine Kinder.
Sollte sie welche haben, haben diese ggf. Anspruch auf ALG II. Sie selber aber nicht. Da hast du Recht.

Wohngeld ist nur mit Mindesteinkommen möglich. Man muss mind. soviel Einkommen haben wie der ALG II Bedarf ist. Man fällt sonst durch die Plausibilitätsprüfung.