Soll ich sie mitfahren lassen?

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Forum: Jugendliche

Viele Eltern sehen der Pubertät ihrer Kinder mit Schrecken entgegen. Welche Probleme tauchen wirklich im Zusammenleben mit einem Teenager auf? Was, wenn AlkoholDrogen und Verhütung zum Thema werden? Tauscht hier eure Erfahrungen mit anderen Teenie-Eltern aus.

Beitrag von helinyyy 26.08.07 - 22:15 Uhr

Hallo,

Ich hoffe hier ein wenig Hilfe und Unterstützung zu bekommen?

Meine Tochter ist 16 Jahre alt und leidet seit ca. 2 Jahren an Bulimie.

Erst war sie in ambulanter Behandlung(nur 3x),dann war sie in einer KJP.Jetzt ist sie entlassen und ich weiss nicht,ob ich meine Tochter mit auf Klassenfahrt fahren lassen soll?

Wir haben als Familie schon große Familie,meine Tochter ist aus dem Kindesalter geprägt,leidet schon lange an Depressionen,SVV,Ängsten,Störungen und eben an einer ausgeprägten Essstörung.

Ihr Lehrer hat keine Bedenken,weiss aber nicht,wie viel sie durchmacht,was sie für Gefühle hat beim Essen,wie die Depressionen sie beherrschen.Was würdet ihr machen?
Könnt ihr mir Rat geben?

Liebe Grüße

Beitrag von virginiapool 26.08.07 - 23:02 Uhr

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Beitrag von helinyyy 26.08.07 - 23:12 Uhr

Ihr Klassenlehrer weiss eigentlich,dass es ihr nicht wirklich gut geht.(Das habe ich noch garnicht erwähnt.Sie gibt es nicht zu ,aber ich bin mir sicher,dass sie sich wieder/immernoch schneidet und täglich erbricht).

Ich denke auch,dass er es nicht wirklich einschätzen kann..obwohl er Vertrauenslehrer ist.

Sie zeigt nicht viel von sich.Sie wirkt oft "fröhlich",lacht auch nicht wenig und unterdrückt sehr viel.

Ich würde ihr gerne vertrauen können,aber leider habe ich gelernt,dass man einer Essgestörten nicht wirklich vertrauen kann.Jedenfalls in diesem Falle nicht.

Sie steht schon lange auf Wartelisten bei mehreren Psychologen und Therapeuten und auch als dringender Fall.Man sagte uns trotzdem,dass es einige Monate dauern kann,bis wir einen Termin kriegen.Eine Unverschämtheit ih weiss!

Ich bin wirklich ratlos.

Liebe Grüße

Beitrag von jade63 27.08.07 - 00:22 Uhr

Bei allen Bedenken - ich wäre für Ja.

Was wäre, wenn sie nicht mitfahren dürfte?
Sie wäre doch ausgeschlossen. Was willst du ihr sagen, wenn sie fragt, warum sie nun nicht mitdarf? Wird sie das als Strafe auffassen?

Spätestens danach bei den "Weißt du noch..." und "He, das war doch..." - da könnte sie gar nicht mitreden.
Ob das ihrer Psyche helfen würde?

Mag sein, dass der Lehrer da ziemlich blauäugig an die Sache rangeht.
Aber du kannst deiner Tochter doch ein Handy mitgeben, da kann sie SMS schreiben oder telefonieren, wenn es nicht klappt. Du kannst sie so auch unterstützen.
Und wehe, dem Lehrer ist das nicht recht!

Beitrag von helinyyy 27.08.07 - 00:27 Uhr

Hmm..
Das ist ja so eine Sache,meine Tochter würde nie im Leben zugeben,dass es ihr schlecht geht.Selbst als sie selbstmordgefährdet war ,war sie der überzeugung,dass es ihr super geht.Sie erzählt auch niemanden,ob sie noch erbricht oder ritzt.Sie würde es bis zum umfallen machen.
Deswegen ist das so eine Sache.Ich kann mir sogar vorstellen,dass sie einfach aufhört zu essen,irgentwelche selbstmordpläne schmiegt oder ähnliches..

Beitrag von tigerin73 27.08.07 - 11:21 Uhr

Du schreibst, dass sie gerade erst entlassen wurde. Vielleicht kannst du mit den Therapeuten dort noch mal reden und die um ihre Meinung bitten?
Ich finde es schade, dass der Lehrer so drauf ist. Ich bin selber Lehrerin und hatte auch schon mit Fällen von "Ritzen" etc, zu tun. In so einem Fall gibt es für mich immer nur eine Lösung: Alle (Eltern, Lehrer, Therapeuten usw., zeitweise auch das Kind/Jugendliche) müssen sich an eine Tisch setzen, sich austauschen und gemeinsam beraten, sonst wird das nix. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass allein diese Bemühungen den Kids oft schon recht gut tun...
Sorry fürs Abschweifen, aber ich ärgere mich immer, wenn Lehrer so runtergemacht werden - es gibt auch andere.
Gibt es eine Freundin, die deine Tochter ins Vertrauen ziehen könnte und die, hmmm, sagen wir mal, ein wenig aufpasst? Oft verstehen Gleichaltrige die Probleme besser als die Erwachsenen.
Ich denke mal, mitfahren wäre sicher gut, aber nicht um jeden Preis. Eigentlich muss auch noch eine weibliche Begleitperson mit. Erkundige dich mal, wer das ist, vielleicht ist die "brauchbarer"?

Liebe Grüße und alles Gute

Jutta