Nun übernimmt seine Mutter die Unterhaltszahlung

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von ciocia 26.08.07 - 22:22 Uhr

Hallo,

gestern hat mir mein Ex gesagt, dass den Unterhaltsvorschuss, den ich beantragt habe, seine Mutter zahlen soll. Er studiert noch und will keine Schulden später haben. Das sind 125 Euro. Das ganze gefällt mir gar nicht. Es ist sein Kind, seine Mutter mag ich nicht besonders, ich habe Angst, dass die Kontrolle über mein Leben, Ausgaben hätten. Und ich müsste mir ständig anhören wie teuer alles ist.

Ich werde auch ständig fast gezwungen dort mit dem Kind für mehrere Tage zu fahren. Ich fühle mich nicht wohl bei denen, wie soll ich jemals auf Distanz zu meinem Exfreund gehen. Und wenn ich jetzt Geld von denen kriegen soll, dann würden die erst recht beleidigt sein wenn ich nicht zu Besuch komme. Seine Mutter erzählt immer wieder wie viel sie das Studium des Sohnes kostet.

Ich bin verzweifelt..

Gruß
Eva

Beitrag von lucie_neu 26.08.07 - 22:26 Uhr

Jugendamt.
Beistandschaft beantragen.
Denen sagen, was Sache ist.
Unterhaltsvorschuss beantragen.

Und dann zerbrechen sich die Mitarbeiter im Jugendamt den Kopf darüber, was dein Freund kann und was nicht.
Und du hast Zeit für deine Tochter.

Verzweifel nicht über den Probleme anderer.... ;-)

lg
Lucie

Beitrag von ciocia 26.08.07 - 22:51 Uhr

Das habe ich schon, nachdem er die Formulare bekommen hat, ist er gleich zur Mama gerannt!

Das ist alles so schwierig, weil wir irgendwie Freunde sind. Ich weiß nie wie ich das klar machen soll, dass ich mich dort nicht wohl fühle. Das sind auch nicht meine Ex-Schwiegis, weil wir z.Z der ss nicht mehr zusammen waren. Manchmal ist es einfacher wenn man verkracht ist und so ist gleich einer beleidigt usw.

Ich will von denen unabhängig sein. Wenn meine Tochter größer ist kann sie dort gerne Ferien verbringen, aber für mich ist das keine Familie!

gruß

Beitrag von klau_die 27.08.07 - 10:01 Uhr

Das sind zwei ganz verschiedene Paar Schuhe.

Wenn Dein Ex das Geld von seiner Mutter bekommt (nicht Du), ums einen Verpflichtungen trotz Studium nachzukommen, ist das doch nur gut für alle Beteiligten. Mit der Mutter/Familie hast Du trotzdem nicht mehr zu tun als jetzt - sie zahlt nicht Dir Geld sondern ihrem Sohn, damit der wiederum für seinen Sohn aufkommen kann.

Warum hast Du damit ein Problem, Du bist nun mal abhängig von seinem Geld (ersatzweise von vorgetrecktem Geld der Allgemeinheit, was ich noch schlimmer finde).

Gruß,

Andrea

Beitrag von juliafranziska 26.08.07 - 22:31 Uhr

Hallo,

schließe mich meiner Vorrednerin an ...

Und wenn Du nicht mehrere Tage dorthin willst, kann Dich auch keiner zwingen - vereinbare mit dem Kindsvater eine Umgangsregelung und gut ist.

In diesem Sinne,
juliafranziska

Beitrag von thea21 26.08.07 - 22:40 Uhr

Naja sagen wir mal so...

Ich lass das Umgangsproblem ERSTMAL außen vor.

Ich finde es auf eine Weise GUT das die Mutter das zahlen will, WEIL:

Unterhaltsvorschuss bekommst du für maximal 6 Jahre lang. Es ist im Endeffekt eine Ersatzleistung wenn ein Elternteil (in den meisten Fällen der Papa) nicht zahlen KANN, damit der Unterhalt für diese Zeit gewährleistet ist.

Mit JEDER Auszahlung mindert sich die Anspruchszeit, Monat um Monat.

Nimmst du diese Zeit nun in Anspruch, nehmen wir an 6 Jahre lang, und er kann wieder zahlen, ist soweit alles gut. Dein Kind bekommt weiter den ihm zustehenden Unterhalt. DANN passiert es das er WIEDER nicht zahlen kann. Ihr steht dann OHNE Unterhalt da.

Dieser Minderung würdet ihr mit der Vereinbarung entgehen.

Ob bzw inwieweit du darauf eingehen KANNST musst du entscheiden.

Jedoch würde ich von vornherein klarstellen das ich mich damit in KEIN Abhängigkeitsverhältniss der Mutter gegenüber stellen würde. SCHRIFTLICH!

Akzeptiert sie das nicht --> Vereinbarung hinfällig.

Ich weiß jedoch nicht, inwieweit sie gesetzlich den Unterhalt, den eigentlich ihr Sohn tragen müsste tragen darf. Kann er seine Unterhaltspflicht an seine Mutter, die zahlen will für ihn, abgeben? Im Endeffekt NUR um keine auflaufenden Unterhaltsschulden zu machen?

Das gilt es erstmal zu klären.

Beitrag von abenteuer 27.08.07 - 01:52 Uhr

Hi. Als Student muss dein Ex den Unterhaltsvorschuss doch gar nicht zurückzahlen, da er ja studiert. Haben uns damals die Leute von JA erzählt.
Es heißt zwar Unterhaltsvorschuss, ist aber ne Sonderregelung. Oder haben wir beide das damals falsch verstanden? #schock
Lg Julia mit Niklas (19Mon)

Beitrag von cinderella2008 27.08.07 - 07:29 Uhr

Ich finde es o.k. wenn die Mutter des KV den Unterhalt zahlt. Solange der Unterhalt pünktlich kommt, sollte es Dir egal sein, woher Du ihn bekommst.

ABER: Das sollte mit keinerlei Verpflichtungen für Dich mitbringen. Du bekommst mit den Zahlungen lediglich das, was Dir bzw. dem Kind zusteht.

Den Rest müssen der KV und seine Mutter unter sich ausmachen.

Beitrag von liki 28.08.07 - 16:39 Uhr

eben. Der Einzige, der Verpflichtungen seiner Mutter gegenüber hat, ist Dein Ex - weil sie für IHN zahlt und nicht für Dich ! Sie übernimmt SEINE Schulden - warum sollte Dich das in Abhängigkeit bringen ? Woher er das Geld nimmt, ist nicht Dein problem - wenn er es sich von seinem Kollegen leihen würde, wärest Du ja auch nicht verpflichtet, plötzlich mit dem Kollegen ins Bett zu steigen oder so...

das ist das Geld von Deinem Ex für sein Kind. Dass er es sich selber zusammenschnorrt, ist nicht Dein Ding.

Nimm es an und mach es denen - in freundlicheren Worte natürlich :-) klar, dass es so ist und nicht, dass die Mutter Dir einen Gefallen tut. Du kannst ihr ja sagen " ich finde das toll, dass du das für deinen Sohn machst - hoffentlich ist er dir auch dankbar dafür". Du selber brauchst nicht dankbar dafür zu sein.

Alles Gute
liki

Beitrag von wuppdiwupp 27.08.07 - 08:41 Uhr

Kanntest Du seine Mutter nicht vor der Schwangerschaft?
Was hat UH mit Kontrolle über dein Leben zu tun?
Mit welcher Argumentation wirst Du gezwungen?

Beitrag von manavgat 27.08.07 - 10:24 Uhr

Du musst nirgendwo hinfahren.

Er hat Besuchsrecht und muss sehen, wie er dann zum Kind kommt.

Die Mutter ist im übrigen zahlungspflichtig. Rechte hat sie deshalb keine.

Gruß

Manavgat

Beitrag von lollorosso71 27.08.07 - 22:16 Uhr

kann mich abenteuer nur anschließen: wenn dieses studium seine 1. ausbildung ist, muss er den vorschuss NICHT zurückzahlen. dann ist er quasi befreit. weiß ich völlig sicher, weil mein KV nun schon das 3. studium vorzeitig beendet hat und da er immer noch keine abgeschlossene berufausbildung hat, ist er immer dann grade befreit, wenn er wieder eine anfängt *grummel* einfach immer immatrikulationsbescheinigung einreichen reicht.

gruß, lollo