Einseitige Gesichtslähmung = Schlaganfall ???

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Beitrag von sternchen190881 26.08.07 - 23:13 Uhr

Hallo zusammen,

erstmal kurz zur Vorgeschichte; auch wenn ich nicht weiß, ob es damit etwas zu tun hat:

Mein Vater hat Muskelschwund, diagnostiziert vor etwa 25 Jahren. Damals wurde auch eine Muskel-Biopsie gemacht. Die genaue Art des MS weiß ich jetzt nicht. Mein Vater ist nun 55 Jahre alt, und die Krankheit verläuft schubweise, alle 5 bis 10 Jahre verschlechtert sich der Zustand. Er sitzt mittlerweile im Rollstuhl, seine Beine kann er gar nicht mehr alleine bewegen. Arme geht noch so einigermaßen.

Nun hat mein Vater seit gestern lähmunserscheinungen in seiner rechten Gesichtshälfte. Ins KH wollte er absolut nicht, aber er lies sich überreden, morgen früh direkt zum Doc zu fahren. Es fing an mit einem Taubheitsgefühl in der Zunge. Am abend konnte er sein eines Auge nicht mehr separat schließen, und auch sein einer Mundwinkel ist taub. Die komplette Mimik in dieser Gesichtshälfte ist weg.

Hat jemand von euch eine Ahnung, was das sein könnte? Wir rechnen ja schon mit dem Schlimmsten; also Schlaganfall o.ä. Vielleicht hat es ja auch mit dem MS zu tun. Keine Ahnung. Jedenfalls hab ich ziemliche Angst um ihn.

Mir ist auch klar, dass er eigentlich sofort hätte zum KH gemusst, aber wir hatten keine Chance, ihn dazu zu bewegen. Hoffentlich haben wir es mit unssrerm "Nichts.Tun" nun nicht verschlimmert.

Ich hoffe, ihr könnt uns etwas Mut machen.

LG
Sunny

Beitrag von nyiri 27.08.07 - 04:47 Uhr

Soweit ich weiß, verschlechtern sich die Symptome bei einem Schlaganfall nicht etappenweise, sondern treten plötzlich und in vollem Umfang auf.

Meiner beste Freundin leidet unter Multipler Sklerose und hatte ähnliche Anzeichen wie Dein Vater. Als man zunächst auf einen Schlaganfall tippte und sich ihre Symptomatik im Laufe der Tage weiter verschlechterte, erklärte man ihr, dass genau das ganz untypisch für einen Schlaganfall sei. Hier würden nämlich alle Ausfallerscheinungen plötzlich auftreten und sich im Laufe der Zeit im günstigsten Fall verbessern, aber auf keinen Fall weiterentwickeln.

Daher stellte man weitere Untersuchungen an und es wurde nach langem "Suchen" MS diagnostiziert.

Du solltest Deinen Vater so oder so zu einem Arztbesuch bewegen.

Beitrag von freaky 27.08.07 - 10:14 Uhr


Ich wußte jetzt nicht genau ob du Muskelschwund meinst oder Multiple Sklerose.... aber was du beschreibst mit dem Schubweise.....passt auch genau auf Multiple Sklerose

Beitrag von nyiri 27.08.07 - 10:16 Uhr

Ich hab doch geschrieben "Multiple Sklerose"... #kratz

Beitrag von freaky 27.08.07 - 10:23 Uhr


Uuuuups......

Die Antwort sollte nicht dir gelten, sondern der Verfasserin des Beitrages.

Bin wohl in der Spalte verrutscht???


Hatte die Antworten dazu gar nicht gelesen sondern hab sofort drauf geantwortet... War mir auch nicht sicher ob sie wirklich Muskelschwund oder Multiple Sklerose meint, denn das ist beides was ganz verschiedenes...


Grüßli
Christina

Beitrag von sternchen190881 27.08.07 - 10:34 Uhr

Hi,

hab unten drunter schon geantwortet.

Ich meine Muskelschwund. Habe es dennoch MS abgekürzt, weil ich mir der Verwechselungsgefahr nicht bewusst war.

LG
Sunny

Beitrag von freaky 27.08.07 - 10:42 Uhr


Oki, habs schon gelesen.

Gut das der Doc heute kommt! Mit sowas ist nicht zu spassen.

Alles Gute für deinen Vater

Lieben Gruß
Christina

Beitrag von sternchen190881 27.08.07 - 11:05 Uhr

Danke dir.

Mach mir auch voll Sorgen. Man malt sich ja doch immer das schlimmste aus.

LG
Sunny

Beitrag von 221170 27.08.07 - 08:02 Uhr

Hallo,
das könnte auch eine Facialisparese sein.
Am allerwichtigsten ist es jetzt SOFORT zum Arzt zu gehen, das muß behandelt werden und ist dann auch rückläufig.

LG
22

Beitrag von freaky 27.08.07 - 10:11 Uhr


Liebe Sunny!

Du schreibst dein Vater hat MS. MS steht aber nicht für Muskelschwund sondern für Multiple Sklerose. Das hat mit Muskelschwund rein gar nichts zu tun.

Die einseitige Gesichtslähmung ist ein Symptom der MS, ein Schub sozusagen.
Dieser kann gut behandelt werden mit hochdosiertem Cortison. Die Symptome bilden sich meist nach Tagen wieder zurück.

Die MS wird ja auch die Krankheit der 1000 Gesichter genannt, und hat daher eine ganze menge an Symtpomen.

Aber wenn dein Vater MS hat wird er eigentlich wissen das es daher kommt.

Wie auch immer er sollte sofort zum Neurologen!

Ich wünsche deinem Papa Gute Besserung1


Lieben Gruß
Christina...... die auch MS hat

Beitrag von sternchen190881 27.08.07 - 10:19 Uhr

Hi,

danke für euer Antworten. Mein Vater hat Museklschwund. Keine Multiple Sklerose. Habe es aber trotzdem MS abgekürzt, weil ich mir der Verwechselungsgefahr nicht bewusst war.

Sein Arzt macht heute nachmittag einen Hausbesuch bei ihm. Dann sind wir hoffentlich schlauer.

LG
Sunny