Gegen Windpocken impfen?

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Beitrag von 77ena 27.08.07 - 08:39 Uhr

Hallo,

meine Tochter hat bald den Termin zur U6 und dann machen wir auch die Impfung gegen Masern/Mumps+Röteln.

Mein Arzt empfahl auch die gegen Windpocken, meine Freundinnen, die schon Kinder haben, sind zum Teil eher dagegen.

Was habt ihr für Erfahrungen mit der Windpockenimpfung? Nebenwirkungen riskanter als Nutzen oder sinnvolle Impfung?

#danke!

77ena + Maus (10 1/2 Monate) und Mini-Maus inside (24. SSW)

Beitrag von noahmama2006 27.08.07 - 08:53 Uhr

Guten Morgen!!

Also wir haben diese Impfung noch vor uns. Kommt ja erst dran wenn die Kiddis so ein Jahr sind oder?? #kratz Bin mir grad nicht sicher...

Aber wir lassen es machen, weil auch bei Windpocken (zwar im seltenem Fällen) eine Gehirnentzündung bilden kann.
Und da muss ich erhlich sagen, ist mir der eine "Piks" lieber als wenn mein Kind an einer Gehirnentzündung leiden müsste....

Aber jedem das seine...

LG Katharina & Noah#baby

Beitrag von musi 27.08.07 - 08:56 Uhr

Hallo,

also wir haben dies impfung noch nicht, da Johanna erst 3 Monate ist.
Wenn es aber soweit ist, werden wir sie auch gegen Windpoken impfen lassen, da ich selbst mit 4 Jahren aufgrund von Windpoken eine Hirnhautentzündung hatte.

Und das möchte ich wenn möglich meinem Kind ersparen.

Liebe GRüße

Beitrag von stoepsy 27.08.07 - 08:56 Uhr

hallo du,

von vorneweg: ich schreib hier meine persönliche meinung und lasse auch jedem seine meinung dazu (will also nicht diskutieren - das thema impfen ist ja immer so ein fall für sich#augen;-))

ich habe nils gegen windpocken impfen lassen und mich davor sehr genau informiert (beim gesundheitsamt). zu dem zeitpunkt war ich wieder schwanger und da nils sehr viel mit kindern in kontakt war und ich nicht 100%ig wußte, ob ich die windpocken als kind hatte, hatte ich einfach angst um mein baby.

die tochter einer freundin von mir hat mit 5 jahren die windpocken aus dem kindergarten mit heimgebracht und dann ihre 6 monate alte schwester angesteckt. und es war der absolute horror für das baby! sie hatte überall windpocken, auch im mund und im intimbereich und wie erklärt man da einem baby, daß es sich nicht kratzen darf? sie konnte nicht mehr trinken und mußte sogar dann ins krankenhaus, weil sie kurz davor war, auszutrocknen. dazu kam hohes fieber....das alles hat mich etwas abgeschreckt, obwohl ich natürlich weiß, daß das bestimmt ein ausnahmefall war.

aber ich denke, für ganz kleine babys ist es ganz schlimm!

wenn du als kind windpocken hattest, hast du den virus (varizellen-virus, ähnlich dem der herpes-viren) in deinem rückenmark. hier schlummert er und kann durch bestimmte faktoren (z.b. stress) wieder ausbrechen und würde dann bei DIR eine gürtelrose auslösen.
die annahme, wenn man als kind windpocken hatte, bekommt man sie nie wieder, stimmt nur insofern, daß man dann keine windpocken bekommen kann, aber dafür im späteren alter die gürtelrose.
wenn bei dir die gürtelrose ausbricht, kannst du damit wiederum kinder anstecken, die dann aber zuerst mal die windpocken bekommen (da es wie gesagt, der gleiche virus ist!).

um es mal ganz krass auszudrücken: jeder der die windpocken hatte, kann also andere kinder anstecken, WENN durch irgendeinen faktor dann dummerweise gerade die gürtelrose ausbricht.

so also bei meinem mann. er hatte die gürtelrose und in ihm "schlummert" quasi der varizellen-virus.

mir hat man beim gesundheitsamt gesagt, daß durch die impfung vermieden wird, daß das virus ÜBERHAUPT in den körper gelangt bzw. ins rückenmark.

und da ich nun eben auch einen säugling daheim habe (und ich werde auch lara gegen windpocken impfen lassen!), wollte ich einfach auch auf der sicheren seite sein.

nochmal: ich lasse da jeder frau ihre entscheidung, für mich wollte ich es einfach so haben, weil es mir ein sicheres gefühl gibt.

es kann harmlos verlaufen, muß aber nicht!

ich hoffe, ich konnte dir helfen?

lg
stoepsy mit nils (2 jahre) und lara (5 monate)

Beitrag von 77ena 27.08.07 - 10:04 Uhr

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort und auch die anderen beiden lieben Antworten.

ich bin ja auch ein Imfbefürworter und möchte sie auch gegen WP impfen lassen.

Aber man wird oft so verunsichert, meine eine Freundin (selbst Arzthelferin) meinte, die Imfung sei eine "Lebendimpfung" und das sei ja gefährlicher, als wenn die Krankheit ausbricht...

#liebdrueck

77ena

Beitrag von stoepsy 27.08.07 - 10:18 Uhr

hmm...
das halte ich für quatsch - aber jetzt NICHTS gegen deine freundin.

egal ob lebendviren oder tote viren (wie z.b. bei tetanus) sind das ja stark abgeschwächte(!!) viren (der körper soll ja nur antikörper aufbauen).

ich kann mir gar nicht vorstellen, daß das gefährlicher sein soll.

nils hat auf die impfung übrigens überhaupt nicht reagiert.
meine kinderärztin sagte: was passieren kann ist, daß es um die stelle etwas rot werden könnte, bzw, daß nils da einen ausschlag kriegen könnte.

aber das ist doch nichts im vergleich zu "richtigen" windpocken.

wie gesagt, er hatte aber überhaupt nichts.

lg
stoepsy

Beitrag von cathie_g 27.08.07 - 10:51 Uhr

sehe ich auch so - unsere Große ist auch geimpft worden nachdem die Tochter meiner besten Freudin so superschlimm WiPo hatte.

Mein Sohn hatte Windpocken 2x, mit 6 Monaten und 2 Jahren (soweit zur 'natürlichen Immunität')

LG

Catherina

Beitrag von snoopster 27.08.07 - 11:24 Uhr

Hallo,

mir ist das gleiche passiert wie "musi", ich hatte mit 5 nach den Windpocken ne Entzündung im Kleinhirn.
Ist kein Spaß so was, und daher werde ich auch mein Kind gegen Windpocken impfen lassen.

LG Karin und Paula *30.04.07