wer hat einen Tipp - Topffrage

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von ganzi 27.08.07 - 10:18 Uhr

Hallo zusammen,

ich versuche unseren Paul - 18 Monate - nach dem Schlafen (früh/mittags) auf den Topf zu setzen. Er weiß schon genau, dass wir vorher die Windel abmachen und er setzt sich auch rauf - natürlich alles ohne Druck und Zwang. Aber das Problem ist, er sitzt nur ganz kurz, steht wieder auf. Ich lasse ihn auch, aber schöner wäre es schon, wenn er länger siten würde. Ich erzähle, erkläre ihm immer, wozu der Topf da ist. Was kann ich machen, damit er sitzen bleibt?
Gestern - beim Spielen - sagte er auf einmal "kaka" und ich dachte, wer weiß.... Später dann hatte er doch tatsächlich in die Windel gemacht. Ich denke, dass war sicher Zufall oder war das etwa der Anfang von seinem Verstehen Topf, Sauberwerden usw.???
Liebe Grüße und einen schönen Tag noch
Katrin

Beitrag von jamey 27.08.07 - 10:27 Uhr

mein sohn wird nächste woche 18 monate alt. seit jetzt ca 3 wochen ist der topf das beste utensil im ganzen haushalt.

er sitzt bereits auf dem töpfchen seit er neun monate ist - am anfang immer zu festen zeiten (vor- und nach dem schlafen, nach malzeiten), das ging immer sehr gut.

zwischen 15 und 16 monaten ging gar nix, sture verweigerung, er hat solange mit allem gewartet bin die windel wieder dran war.

seit anfang 17.monat gings wieder besser und nun geht er für jede minipfütze.

wir loben ihn immer sehr (er applaudiert sich auch selbst) zum ende der schlechten phase fingen wir an ihn etwas zu konditionieren, d.h. er bekam quasi ein "leckerli" für jeden erfolg und übermäßiges lob. mittlerweile genügt das lob, sein eigener ergeiz die windel trocken zu lassen ist geweckt.

wir lassen ihn daheim nur in schlüpfer laufen, keine windel, er geht zum topf wenn er muss. sind wir unterwegs, dann fragen wir nach ob er muss (er selbst geht lieber wortlos zum topf anstatt pipi oder aa zu sagen.., also müssen wir schon noch nachfragen wenn wir unterwegs sind.)

wir sind ganz froh über die situation. es zeigt ganz deutlich, dass kinder in diesem alter sehr wohl kontrollieren können und es nicht einfach läuft. denke ihr könnt den einstieg nutzen. würde das töpfchen aber mehr als nur morgens und abends einbinden, sonst wird es schwierig für das kind zu verstehen was das töpfchen für nen sinn macht, wenn man tagüber in die windel machen soll/darf.

Beitrag von prinzessin1976 27.08.07 - 21:52 Uhr

Natürlich können einige Kinder relativ früh schon spüren wann etwas kommt nur sollte man
1. nicht davon ausgehen dass es alle Kinder können!!!
2. davon ausgehen dass es auch dabei bleibt!

Warum? Wenn die anale Phase bei einem Kind eintritt dann entwickelt es großes Interesse an den Ausscheidungen. Wenn Eltern in dieser Phase Erfolge erzielen ist es meist nur von kurzer Dauer denn sobald die Phase der Autonomie eintritt entwickelt das Kind das Bedürfnis eigene Entscheidungen treffen zu wollen. Wenn das Kind dann merkt wie bemüht die Eltern sind das Kind "trocken" zu haben kommt es zu Regression(Rückfälle).

Ich schreibe das hier nicht weil ich es euch WÜNSCHE!!!!!! Sondern lediglich um euch zu warnen, zu viel Trara um die Sache zu machen! Davon rate ich ganz klar ab. Klar kann man loben wenn er auf sein Töpfchen geht aber macht kein Freudenfest daraus! Wenn mal was daneben geht sollte sehr gelassen reagiert werden. Je mehr man auf ein Kind einredet desto mehr bewirkt man bei dem Kind eine Verweigerung!

Ich will euch auch nicht die Freude nehmen!!!! Nur sollte man sich nicht zu früh freuen und dann am Ende kommt die große Enttäuschung! Ich arbeite seit 1997 mit Kidnern und bin selber auch Mutter....ich gebe nur meine Erfahrungswerte weiter udn hoffe ihr fühlt euch nicht doof angmacht von mir?!

Für die Zukunft alles Liebe#herzlich

Beitrag von haebia 27.08.07 - 10:32 Uhr

Hallo,

kann dir leider keinen wirklichen Tipp geben, da ich nichts davon halte schon so früh Kinder auf den Topf zu setzen.

Ich bin eher der Meinung, dass es erst was bringt, wenn die Kinder vom Körper her bereit dazu sind (das zu merken, das evtl noch auszuhalten, bewusst kurz mal zu pressen etc.). Und da heißt es ja von medizinischer Sicht her, ist es erst um 2 - 3 Jahre. Frühestens 1,5 Jahre. Also wäre demnach dann Kind ganz "normal".

Ich würde raten, euch Zeit zu lassen. Das kommt dann oftmals von alleine. Ich habe auch schon früh probiert, weil v. a. auch alle im Umfeld meinten, man solle doch mal anfangen #augen, aber sie war noch nicht bereit dazu. Dann habe ich das aufgehört und kam sie mit der Zeit von selbst an. V. a. wenn sie das dann auch bei anderen Kindern sieht (Freunde, Spielgruppe, Kindergarten etc.). Ich habe dann nur ab und an mal mit ihr gespielt, dass ihre Puppe auf den Topf Pipi macht und 2 Bilderbücher über das Thema gehabt und mit ihr angeschaut / besprochen.

Sie wurde am Samstag 3 Jahre alt und ist seit einem halben Jahr sicher trocken - also auch unterwegs geht sie jetzt endlich auf "fremde" Toiletten bzw. sagt, dass sie muß und hält den Mittagsschlaf durch.
Vor dem nächtl. Trockensein sind wir noch entfernt, aber ich warte jetzt erstmal die Kiga-Eingewöhnung ab.

Alles Gute #klee
Bianca

Beitrag von zaubertroll1972 27.08.07 - 10:39 Uhr

Hallo,

daß er nicht wirklich sitzen bleiben will ist doch schon ein deutliches zeichen dafür daß es noch zu früh für ihn ist.
18 Monate finde ich wirklich ziemlich zeitig.
Ich bin immer noch dafür den Kindern die Zeit zu geben die sie brauchen und sie selber entscheiden zu lassen wann sie auf die Windel verzichten möchten. Man merkt es auch wenn es Zeit dafür ist.
Mein Sohn wurde 8 Wochen vor seinem 3. Geb.tag trocken. Ohne Töpfchentraining...denn nichts anderes ist es wenn man ein Kind in regelmäßigen Abständen ( nach dem essen, vor dem Wickeln, etc. ) auf den Topf setzt.
Hätte nie gedacht daß es so leicht ist und so einfach und schnell geht. Zudem noch ohne Unfälle und wirklich zuverlässig. Das zeigt mir einfach daß es so richtig war!
Letztendlich macht es jeder anders.....und die Kinder eh das was sie wollen!

LG Z.

Beitrag von raquel77 27.08.07 - 10:59 Uhr

Hallo Katrin,

es mag zwar ein weitläufiges Rituell geworden sein, aber von dem Aufs-Töpfchen-Setzen halte ich eher nichts.

Auf diese Weise wird dem Kind nur ein Ritual aufgedrückt. Tatsächlich soll er ja von selbst lernen, aufs Töpfchen zu gehen. Und zwar dann, wenn er muss. Wenn du ihm vorgreifst und in auf den Topf setzt, wenn du es für richtig hältst, greifst du so in seiner Entwicklung, selbstständig zu werden, ein.

Wenn er mit dir aufs Klo geht, wenn du musst, dann erkläre ihm doch einfach immer wieder, was du gerade machst, und dass er bald das Töpfchen dafür benutzen kann, weil er ja noch zu klein ist, um aufs Klo zu klettern.

Wenn du dann den Eindruck hast, dass er spürt, wenn er muss (kurzes innehalten, vorheriges Benehmen) und er vielleicht sogar noch so schnell wie möglich die Windeln gewechselt haben will, dann würde ich ihn nackig in der Wohnung herumlaufen lassen und ihn daran erinnern, aufs Töpfchen zu gehen.

Letztendlich wird er jetzt noch zu jung sein, um seinen Blasendruck zu spüren und zu kontrollieren. Hier muss erst ein organischer Prozess vonstatten gehen, ehe er im Kopf reif dafür ist.

LG
Sonja

Beitrag von prinzessin1976 27.08.07 - 21:40 Uhr

Kinder ab ca. 2 jahren befinden sich in der analen Phase. In dieser Phase entwickeln sie Interesse an ihren Ausscheidungen und sind stolz darauf.
Gleichzeitig befinden sich die Kinder in der Phase der ICH-Entwicklung! In diesem Entwicklungsschritt hat das Kind das Bedürfnis autonom zu handeln und seine Urteilsfähigkeit im Bezug auf eigene Wünsche und Bedürfnisse wird täglich weiter entwickelt! Erwachsene erkennen diese Entwicklungen eher als "Trotzig" an!
Die Vermischung dieser beider Entwicklungsphasen bewirken dass wir Erwachsene da machen können was wir wollen! Das einzige was Wirkung zeigt ist Geduld!

Viele Eltern kriegen ihr Kind zwar sehr früh trocken aber das entsteht meist weil das Bedürfnis des Kindes autonom handeln zu wollen noch nicht so weit ausgeprägt ist! Wenn es kapiert hat es entscheiden zu können wo und wann es was hergibt! Genau darum geht es den Kindern "Hergeben oder Behalten". Dann kommt es zu Rückfällen, Einnässen, Einkoten und sogar zu Verstopfungen weil sie damit klar stellen wollen wer hier die Macht hat!
Ist dir vielleicht schon aufgefallen dass Du es nicht bist die die Macht hat sondern Dein Kind!

Zwang, Druck oder ständiges Fragen "Musst Du mal pischen???" nervt und bewirkt eher das Gegenteil als das was wir von unseren Kindern erwarten!

Bestrafungen oader aber auch belohnungen wirken auch nur kurzfristig!

Das Zauberwort heisst hier Geduld! Ausserdem ist er nicht mal 3 !!!! Also entspannt euch lehnt euch zurück und trinkt eine Tasse kaffee!


PS: Mein Sohn wird im Oktober 4 und ist zwar trocken aber er besteht noch immer auf eine Windel beim Stuhlgang! Na und? Auch das wird kommen?! Man muss nur Geduld haben dann kommt der Rest von ganz allein! Eltern die sich und ihre Kinder stressen verlieren das Spiel am ende sowieso und es entwicklen sich mit großer Wahrscheinlichkeit arge Probleme!!!

Also immer locker bleiben!