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Beitrag von dorili 27.08.07 - 12:54 Uhr

Hallöle,
weil hier so oft auf die Ratschläge der WHO hingewiesen wird, wollte ich nur mal bemerken, dass die "WHO" ja weltweit (wie schon der Name sagt) agiert.
Die Empfehlungen bezüglich des Stillens sind meiner Meinung nach hauptsächlich für "Entwicklungsländer" gedacht bzw. Länder, in denen ein Mangel an Nahrungsmitteln allgemein herrscht und wo oft kein frisches, keimfreies Wasser verfügbar ist etc. ... und ... nicht genügend Milchpulver, um alle hungrigen Mäulchen zu füttern (und Geld, um es zu bezahlen), ... da ist Stillen überlebenswichtig !!! Da steht ausser Frage, dass die Muttis so lange wie nur irgend möglich stillen (manchmal sogar 4 Jahre lang ...), damit die kleinen Würmchen zumindest ein wenig vor Infektionen verschont bleiben.

Aber bei uns ... ???

Ob eine Mutter nun stillt oder nicht, das sollte man jeder Mutter selbst überlassen. "Wahrscheinlich" ist es besser, wenn man einen Säugling zumindest in den ersten Lebensmonaten stillt, aber die Milchpulver, die heutzutage im Handel sind, enthalten nahezu alle Nährstoffe, die auch in der Mumi enthalten sind, sonst würde ja aus der Hälfte der Babys nie was werden ...

Ich wünsche allen einen wundervollen Tag ...

Dorili
;-)




Beitrag von knochenmaid 27.08.07 - 13:13 Uhr

Ja klar.. eine Mutter ist ja auch ein Perpetuum Mobile...
Es gibt kein qualitätsreiches Essen und deswegen ist es am besten die Kinder zu stillen.
Schon mal darüber nachgedacht, dass die Qualität der Milch proportional zur Qualiät der Ernährung abnimmt?
Wer nichts isst gibt keine Milch und kann kein Kind ernähren.

Soviel zu deiner Theorie.

Nein Pulvermilch ist nicht so gut, wie Muttermilch.
Nährstoffe und künstliche Vitamine sind nicht alles. Die Muttermilch ist immer exakt auf das Baby zugeschnitten, das gestillt wird. Das nennt man Biofeedback. Deswegen ist Abpumpen nur eine Alternative, aber kein vollwertiger Ersatz.

Wenn du nicht stillen möchtest ist das deine Sache. Es ist auch OK und ich respektiere das. Aber versuch nicht, nur weil du es nicht tust, es als überflüssig darzustellen!

Achja, es ist ein EMPFEHLUNG! Ein gut gemeinter VORSCHLAG! Genau wie es eine Empfehlung ist, dass Erwachsene sich jeden Tag duschen oder wenigstens alle zwei Tage. Du tust es. Manche nicht.

LG
Kathrin + Jonas Antares *24.10.06

Beitrag von fraukef 27.08.07 - 13:25 Uhr

"Leben und leben lassen" wäre doch ein guter Ansatz, oder?

So ganz recht hast du aber nicht - die Muttermilch ist mit das letzte was versiegt - darum war es FATAL, dass Fertigmilchhersteller eine Zeitlang versucht haben, ihre Produkte massiv in die 3. Welt reinzupressen... Den Kindern geht es auf jeden Fall besser so - viele die so überleben, wären ohne Stillen verhungert, weil die Eltern sich die Fertigmilch nicht leisten können und dann irgendwann auch wirklich nicht mehr stillen können ...

ABer ich glaub darum ging es der Threadautorin nicht... sondern eher darum, dass mit der WHO-Empfehlung mal pauschal um sich geworfen wird und den Müttern ein schlechtes Gewissen gemacht wird wenn sie nicht oder kürzer stillen. Das wird eben leider nicht immer respektiert. (Das fällt auch mir als Stillmami auf)

Was mich aber an diesem Thread wundert - ein wenig weiter unten ist ein ganz ähnlicher... Gibt es hier jetzt die nächste Diskussion? Soll ich schon mal Popcorn holen??? Ich hätt grad Zeit - Judith macht grad Mittagsschlaf;-)

LG
Frauke

Beitrag von knochenmaid 27.08.07 - 13:38 Uhr

hmm...
Ich mag es nur nicht, wenn Flaschenmamis denken, dass sie das Stillen abwerten müssen nur um sich besse zu fühlen.
Sollen sies doch einfach akzeptieren.

Die WHO ist halt das stärkste Argument. "Seht, eine öffentliche Vereinigung sagt auch, dass gestillt werden soll!" Also MUSS es gut sein....
Und warum? Weil am liebsten die Biofeedback-Geschichte vergessen wird.
Weil die Kinder mit Pulvermilch trotzdem groß werden.
Weil Flaschenkinder eben nicht grundsätzlich im Krankenhaus liegen und Stillkinder eben nicht immer kerngesund sind.
Weil man nie weiß, wie es gewesen wäre, wenn man gestillt/nicht gestillt hätte.

Mich störte besonders der Verweis auf die Dritte Welt. Stillen ist was für Arme, für Wilde und Leute die sich die gute Pulvermilch nicht leisten können...
So kam mir das vor.

LG
Kathrin + Jonas Antares *24.10.06

Beitrag von pitti1979 27.08.07 - 13:41 Uhr

Hallo Dorili!

Ganz schön mutig, Dein Beitrag. Vor allem hier im Forum, Du wirst sicherlich gleich zerfetzt ;-)

Aber ich bin Deiner Meinung. Ich stille nicht, und mein Kind gedeiht sooo gut, ist einigen Babys schon um Einiges voraus und lebt übrigens immer noch, obwohl sie nur Industriemilch bekommt...

Beides ist gut, nichts ist schlechter, jede Mutter entscheidet das selbst, und vor allem: So wie es überzeugte Stillmamas gibt, bin ich eine überzeugte Flaschenmama. Hab´s anfangs versucht, weil alle es machen, aber dann, nach so viel Theater, endlich eine Entscheidung getroffen, zu der ich auch ganz offen stehe! Und provozieren lasse ich mich einfach nicht.

Wie Du schon gesagt hast, das sollte jedem selbst überlassen sein.

#herzlichliche Grüße, Antje

Beitrag von miau2 27.08.07 - 13:49 Uhr

Tja, den wundervollen Tag hast Du gerade mit dem Beginn einer neuen Runde im Ringkampf eingeläutet. Die fanatischen nicht-perfekten Mütter werden sich wieder einreden, dass jeder, der es wagt, eine Tatsache zu erwähnen sie gleich steinigen will. Und die, die von ihrer Meinung überzeugt sind werden dafür beleidigt ohne Ende...

Ist wirklich wie im Kino hier.

Leider siehst Du das falsch: keine Fertigmilch kann an das Original ranreichen, da können die noch so viele Vitamine reinmischen, wie sie wollen.

DAS heißt aber nicht, dass mit Fertigmilch ein Kind nicht vernünftig ernährt werden kann. Nur kann mit Fertigmilch, im Gegensatz zur Muttermilch, eine Menge Blödsinn angestellt werden - denn ja, es IST möglich mit künstlich überzuckerter Folgemilch ein Kind dick zu füttern. Und DAS es passiert ist leider alltäglich.

Aber das ist keine automatische Folge der Fertigmilch, sondern der falsche Umgang mit derselben.

Es ist nicht nur wahrscheinlich besser. Es wird wohl nie möglich sein, Muttermilch 1:1 zu kopieren. Und das ist auch gut so, hat das Stillen doch noch weitere Vorteile für Mutter und Kind, die nichts mit den Inhaltsstoffen der Milch zu tun haben - und wenn die Abwehrstoffe, die das Kind über die Milch bekommt ein gutes Argument für das Stillen sind, dann ist es auch prima, wenn das so bleibt.

Komischerweise scheint sich jede Flaschenmutter von vornherein einzureden, dass ihr jede Stillmama an den Kragen will. Wenn nur jemand es wagt, die o.g. Tatsachen zu erwähnen, ohne den geringsten Vorwurf gegen jemanden, der nicht stillt, dann schreien schon alle "Achtung Übermama, in Deckung". Es wird keine Diskussion zugelassen - wer es wagt, für das Stillen zu argumentieren wird beleidigt, und die Flaschenmamas lassen sich als Heldinnen feiern für ihren ach so heroischen Kampf (weil sie ja nur von ca. 90% aller Mütter spätestens nach dem 4. Monat unterstützt werden...).

Informationen sind nicht erwünscht. Das würde ja keinen solchen Spaß machen wie das aufeinander einkloppen in Kleinkinder-im-Sandkasten-Mentalität...

Mir ist es vollkommen egal, wer sein Kind wie füttert. Nicht egal sind mir die dick und rund gefütterten Kinder, die dann mit ein paar Schwimmringen in die Schule kommen, aber daran hat die Flaschenmilch keine Schuld.

Nur die Behauptung, dass die Flaschenmilch genau so gut wäre wie Muttermilch, die ist nun einmal objektiv gesehen falsch. Wer mir jetzt das Wort im Mund umdrehen will und mir unterstellt, ich würde Flaschenfütterun runterziehen wollen - bitte. Aber das ist eine Tatsache, und die hat nichts damit zu tun, ob ich in der Wüste, in Deutschland oder am Nordpol lebe.

Jeder kann machen, was er/sie will. Aber wer keine Diskussin will, sondern nur eine Bestätigung der eigenen Meinung sucht, sollte es sich vielleicht sparen, in einem Diskussionsforum einen Thread zu starten...

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von njenny2011 27.08.07 - 14:08 Uhr

#pro
Super geschrieben und so wahr!

LG
Jenny (die zwei #flascheKinder hat)

Beitrag von schutzengel 27.08.07 - 14:18 Uhr

#pro

einfach nur #pro #cool

simone (die jetzt 9,5monate stillt, aber flaschenmamis genaus so akzeptiert und da auch mit niemanden diskutieren würde ob wieso und warum...)

#blume

Beitrag von hanni123 27.08.07 - 14:05 Uhr

Huhu,

ich finde Deinen Beitrag gut. Natürlich ist Muttermilch das Beste für das Baby, das hat die Natur so eingerichtet, aber auch Flaschenmilch ist mehr als ausreichend gut heutzutage.

Die WHO empfiehlt auch die Pneumokokken Impfung...

Das Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund empfiehlt ab dem 10. Monat 3x pro Woche 150 ml Vollmilch #schock zum Frühstück...

*schulterzuck*

Es gibt so viele Empfehlungen und Ratschläge... Und alles von Experten...

LG

Hanna

PS: Ich habe gestillt, bis Julian sich selbst mit 8 Monaten abgestillt hat, erst seitdem gibt es Flaschenmilch.

Beitrag von njenny2011 27.08.07 - 14:09 Uhr

"Die WHO empfiehlt auch die Pneumokokken Impfung... "

und jetzt? gut oder schlecht? versteh den Einwurf jetzt nicht!

LG
Jenny

Beitrag von knochenmaid 27.08.07 - 14:17 Uhr

echt??? *g*
Sowas empfiehlt dieses Institut?

Ist ja gruselig. Ich denke, dass Mensch mehr als genug Milch in Form von käse, Joghurt uns Süßspeisen aufnimmt, da muss man nicht auch noch so viel Milch trinken... Naja... irgendwer empfiehlt auch, die Kinder nur 3 Monate zu stillen, wegen der hohen Schadstoffbelastung der Mumi - wie belastet die Kunstnahrung, ist, die ja auf Kuhmilch basiert, hat keiner untersucht...

Meine Empfehlung: wir ziehen alle in den Urwald und leben wie unsere frühesten Vorfahren. So bekommen wir unsere Kinder garantiert gesund groß!

LG
Kathrin

Beitrag von njenny2011 27.08.07 - 14:30 Uhr

Bin gerade schon am Packen. Aber was brauch ich alles im Urwald???#kratz
Was nehmt ihr mit?

Beitrag von dorili 27.08.07 - 17:52 Uhr

...#schock ... hola die Waldfee ... da geh ich gleich mal in Deckung ... manche lesen anscheinend irgendwas zwischen den Zeilen tzzzzz ...#kratz

... bitte, wo hab ich was "gegen" Mumi geschrieben? ... im Gegenteil !!!
... ich hab nirgendwo geschrieben Pulvermilch sei "genau so gut" wie Mumi ... "nahezu" hab ich geschrieben!!!

@fraukef @pitty1979 @hanni123 @njenny2011 @schutzengel
#danke ihr habt mich verstanden #liebdrueck

@knochenmaid @miau2
... ich hab gestillt !!! (6 Monate voll und mit 9 Monaten abgestillt) ... so viel zu Vorurteilen !!!

Cool down Mädels #cool

bis zum nächsten Mal

Dorili

Beitrag von miau2 27.08.07 - 18:03 Uhr

Hi,
wundert es dich, dass man inzwischen zwischen den Zeilen liest? Ich habe dich wohl einfach falsch verstanden...frage mich dann nur, warum dafür schon wieder eine Diskussion eröffnet werden musste.

Und wundere mich darüber, dass noch niemand auf den Zug aufgesprungen ist ;-), vielleicht ist das ja mal ein gutes Zeichen.

Weißt Du, in Zeiten, wo man sich hier als Stillmama Beleidigungen anhören darf (und den Begriff "Übermama" kann man nur noch als Vorwurf und Beleidigung sehen) für seine Überzeugung ist es vielleicht nicht erstaunlich, dass ich etwas agressiv reagiere, wenn jetzt auch noch eine der offiziellen Empfehlungen einfach mal so relativiert wird. Denn ich sehe wirklich keinen Sinn darin...da wohl keiner hier definitiv wissen kann, ob die WHO das weltweit meint oder so wie Du es interpretierst. Ich denke allerdings (und das ist auch nur eine Vermutung meinerseits), wenn sich alle Hebammen und KiÄ, die ich kenne, darauf berufen, wird das wohl nicht nur für die 3. Welt gemeint sein. Aber gut, lassen wir das Thema.

Eigentlich hatte ich mir auch vorgenommen, derartige Diskussionen zu meiden. Eben weil es keine Diskussionen mehr sind, sondern nur noch wildes um sich Hauen. Und ich langsam merke, dass ich mir den Stil der Diskussionen zu eigen mache.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von katinchen 27.08.07 - 23:33 Uhr

Hallo Dorili,

ich bin nicht Deiner Meinung. Wie Du schon schreibst ""Wahrscheinlich" ist es besser, wenn man einen Säugling zumindest in den ersten Lebensmonaten stillt, aber die Milchpulver, die heutzutage im Handel sind, enthalten nahezu alle Nährstoffe, die auch in der Mumi enthalten sind..."
Es ist nicht wahrscheinlich, es ist so.
Denn wie Du schreibst sind nahezu alle Nährstoffe drin, aber eben nur nahezu. Die anderen Stoffe, die speziell von der Natur für das Baby vorgesehen sind und nur in der Muttermilch enthalten sind, können gar nicht nachgebildet werden. Das sind unter anderem Abwehrstoffe von den Krankheiten, die die Mutter schon durchlebt hat oder teilweise auch gegen die sie geimpft wurde. Milchpulver, dass meist aus Kuhmilch hergestellt wird, ist für Kälber gemacht und nicht für Babys. Sie ist ein guter Ersatz, aber kann nie die Qualität von Muttermilch erreichen.

Es wir auch jeder Mutter selbst überlassen, ob sie stillt oder Milchpulver gibt. Keiner wird gezwungen und wenn man es nicht möchte, dann ist es halt so.
Die WHO gibt eine Empfehlung, was sie für das gesündeste für das Baby hält.

Meine Meinung.

Tanja
Übrigens ich stille immernoch, obwohl ich keine Medikamente einnehmen kann, wenn ich Migräne bekomme.

Beitrag von insomnia79 28.08.07 - 07:13 Uhr

Hallo ;-)

Ja! Man sollte es der Mutter überlassen ob und wie lange sie stillt und genauso auf das Kind achten!
Mein Kleiner liebt seine Muttermilch! Und ich habe mehr als genug milch! (Wenn ich sammel, habe ich abends 300- 500 ml milch, die nur ausgelaufen ist!

Meine Frage: warum soll ich Milch kaufen, wenn ich selbst genug Milch habe?
Meine Tochter hat nie Säuglingsmilch bekommen. Ich habe ein Jahr und zwei Wochen gestillt, dann abgestillt. Danach ist Milch nicht mehr unbedingt als Hauptnahungsmittel wichtig!
Und man kann dann ja auch ruhig Vollmilch geben!

Ich denke nicht, dass diese Emfpehlungen nur für "arme Länder" gedacht sind. Schliesslich ist es für ein Kind fast egal, in welcher Gegend es aufwächst, solange es gut umsorgt und bedingungslos geliebt wird! ;-)
Zudem gehen ja die Nährstoffe, die die Mutter zu sich nimmt, auch in die Muttermilch über. Wenn eine Mutter in "ärmeren Ländern" sich nicht ausreichend ernähren und einen Mangel hat, fehlt auch in der Muttermilch dieser Nährstoff.
Ich denke, nach deiner Theorie müssten gerade diese Mütter ihrem Kind das Fläschchen geben ;-)

Ich habe nichts gegen Mütter, die auch sagen: ich möchte nicht stillen. Es ist nunmal nicht jeder Fraus Sache! vorallem in der Öffentlichkeit zu stillen!
Aber warum lässt man Mütter nicht stillen, die gerne stillen und lange stillen wollen!
Ich kann mir gut vorstellen, Mirco 1,5 Jahre zu stillen. Denn er möchte sehr wenig essen. Seit vielleicht 2 Wochen ißt er mal seinen Brei! Ansonsten kaut er höchstens mal auf Brot, Gurke.... herum.
Aber ich lasse ihn! Er hat gut 8,5 kg und ist ca 75 cm groß. Wenn er so weiter macht, werde ich weiter stillen. Natürlich werde ich versuche, dass er immer mehr ißt! Aber gerade während Zahnungsperioden möchter er so gut wie nur trinken ;-)

LG ESther mit Lara 2 Jahre 11 Monate + Mirco 9 Monate