wie lange stillt ihr?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von mia010107 27.08.07 - 21:59 Uhr

Hallo.
bin im moment echt etwas genervt. ständig kriege ich zu hören "wie du stillst noch?"
meine tochter wird jetzt 8 monate alt. sie bekommt natürlich schon beikost.
wie ist das bei euch?
habe eigentlich vor noch ne weile zu stillen. nicht voll, aber so 1-2 mal tgl. bekommt ihr das auch immer zu hören? ich bin stolz, das ich meiner kleinen so lange sowas gutes geben kann.

#danke für eure antworten

Beitrag von juliocesar 27.08.07 - 22:05 Uhr

hallo mia

saskia ist 15 monate alt, ich inzwischen wieder schwanger #freu und wir stillen noch; allerdings tun mir die brüste weh und habe das gefühl, es kommt weniger milch. ich hoffe einfach, dass saskia sich selbst abstillt, möchte ihr jetzt mein brust eigentlich nicht verweigern, sondern ihr jetzt soviel unterstützung und geborgenheit geben, denn bald muss sie meine aufmerksamkeit mit nummer zwei teilen. eigentlich hab ich mir sogar tandemstillen vorgestellt, aber ob ich das bis dahin durchziehe, weiss ich noch nicht. wenn es mir zuviel wird und ich merke, dass meine schwangerschaft darunter leidet oder mit meinem baby etwas nicht stimmt, denke ich, werde ich wohl vorzeitig abstillen; aber solange es für uns drei (bzw vier, papa hat ja auch noch ein wörtchen mitzureden) stimmt, möchte ich ihr den zeitpunkt eigentlich überlassen.

lg gabriela, saskia (15 monate) und ü-#ei

Beitrag von emilymaria 27.08.07 - 22:06 Uhr

Sei stolz! Lass die anderen reden, die sind entweder neidisch oder sonst was - solange du und dein Kidn das mögen ist das absolut in Ordnung und nachgewiesenermaßen gesund (und günstig, grins)

Liebe grüße, Mari

Beitrag von sissy1981 27.08.07 - 22:07 Uhr

Ich habe vollgestillt bis die Kinder so 8-9 Monate alt waren (wieso eigentlich dein vermerk "natürlich schon Beikost" ? ncht alle Kinder sind dann schon beikostreif!) Damian hab ich gestillt bis kurz vor Angelinas Geburt - da war er 18 Monate alt und wollte nichtmehr - wohl die Milchveränderung durch die Hormonumstellung. Angelina wollte leider auch nicht länger als ca. 20 Monate gestillt werden - sie wollte eben Frühstücken wie ihr großer Bruder ;-)

Beitrag von juliocesar 27.08.07 - 22:13 Uhr

hallo sissy

gut dich hier zu treffen. hattest du auch schmerzen in der brust beim stillen anfangs schwangerschaft? geht das vorbei? wie hat deine FA drauf reagiert, dass du trotz schwangerschaft noch stillst? hat das einen einfluss auf das ungeborene baby, bekommt es trotzdem genügend nährstoffe?

lg gabriela & co

Beitrag von sissy1981 27.08.07 - 22:17 Uhr

Ja anfangs tats sehr weh - allerdings auch schon während meiner ersten SS.

Auf das ungeborene Kind hat das stillen gar keinen Einfluss - ich hätte auch gern Tandemgestillt (alle beide Kinder) aber Damian verweigerte wie gesagt kurz vor der Geburt die Milch. ABer auch das ist wäre möglich das Neugeborene zuerst anlegen, dann das ältere. Beide bekommen was sie brauchen, denn dein Körper stellt sich drauf ein ;-)

Meine FÄ hat wunderbar drauf reagiert und mich auch immer unterstützt - kenne aus dem Bekanntenkreis aber auch andre Erfahrungen - es gibt eben solche und solche. Als Ansprechpartner hatte ich aber auch noch meine Hebamme die mich auch in der SS betreute.

Beitrag von ayshe 27.08.07 - 22:12 Uhr

nach 35 monaten war schluß.


(und selbstverständlich hat sie alles mögliche gegessen! ;-))

Beitrag von juliocesar 27.08.07 - 22:17 Uhr

hallo ayshe

ist es eigentlich wirklich so, dass ein kind, dass über 2 jahre an der brust trinkt, sich selbst abstillt, oder muss man da doch irgendwie nachhelfen? wie war das bei dir? kam die kleine dann plötzlich und sagte "mama, jetzt hab ich genug?". und wie gings dir dabei? erleichtert, melancholisch? ich stell mir grad vor, dass je länger gestillt wird, desto enger die mutter-kind-bindung, desto schwieriger dieser loslösungsprozess. bei uns in der stillgruppe war auch ne frau, die hat ihr kind 3.5 jahre gestillt; sie hatte schon irgendwie ein lachendes und ein weinendes auge, wenn du weisst, was ich meine.

lg gabriela, saskia (15 monate) und ü-#ei

Beitrag von ayshe 28.08.07 - 10:15 Uhr

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ist es eigentlich wirklich so, dass ein kind, dass über 2 jahre an der brust trinkt, sich selbst abstillt, oder muss man da doch irgendwie nachhelfen?
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kann ich allgemein auch nicht sagen.
wenn mein mann ihr manchmal aus jux anbot, lieber einen schokopudding zu essen,
hat sie nur gelacht und gesagt:"nein! mamamilch meckt doch viel besser!"
bei uns endete es als ich krank wurde, erkältung mit über 39°C.
mir hämmerte der kopf, die augen brannten usw. ich wollte einfahc nicht stillen.
ich habe es ihr einfach so gesagt, daß ich eben krank bin, mir alles wehtut usw.
da hat sie mich ins bett geschickt.
erst nach 2,5 wochen fragte sie mal nach stillen und hat akzeptiert, daß keine milch mehr da war.
seitdem ist es einfach vorbei.


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und wie gings dir dabei? erleichtert, melancholisch?
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für mich war es absolut okay.
meinetwegen hätte sie auch schon ein jahr früher aufhören können.
für mich war nur wichtig, daß es auch für sie okay war.


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ich stell mir grad vor, dass je länger gestillt wird, desto enger die mutter-kind-bindung, desto schwieriger dieser loslösungsprozess.
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nein, finde ich ganz und gar nicht.
als sie 5 monate war, mußte ich schon vollzeit arbeiten,
war also dann schon laaaaange zum "loslösen" gezwungen ;-)
und außerdem ist es eher so:
ein kind, das eben seine bedürfnisse auch erfüllen darf (auch 3 jahre ;-)), das kann sich erst recht lösen,
weil es das freiwillig tun kann.
man muß ihm nichts wegnehmen, worum es dann bitterlich kämpft. jedenfalls hätte meine tochter das getan.
ehrlich gesagt, glaube ich nichtmal, daß die mutter-kind-bindung irgendwie soooo viel anders ist, wenn man lange stillt,
ist mir jedenfalls nie aufgefallen.
meine tochter rennt genauso weg, wenn sie etwas tolles sieht wie andere, sie klammert ganz und gar nicht mehr.


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bei uns in der stillgruppe war auch ne frau, die hat ihr kind 3.5 jahre gestillt; sie hatte schon irgendwie ein lachendes und ein weinendes auge, wenn du weisst, was ich meine.
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hmmm, ging mir echt gar nicht so.
ich war nur sehr erstaunt, daß sie so von heute auf morgen komplett aufhörte.
es war erstmal ungewohnt für mich, mehr nicht.


lg
ayshe

Beitrag von sissy1981 27.08.07 - 22:19 Uhr

Das du einem aber auch immer die Nase lang machen musst #schmoll

;-)#liebdrueck

Beitrag von ayshe 28.08.07 - 10:20 Uhr

hmmm,
also ich finde solche kommentare "Waaaas du stillst noch!"
"das reicht nicht mehr!"
#bla#bla#bla

bei einem baby echt völlig daneben.
ich habe mir zu janinas babyzeiten auch eine menge anhören müssen.
"sie braucht doch jetzt richtiges essen, das bißchen milch reicht doch nicht!"
sie war 6 monate und wog 10,1 kg!!!!
nein! völlig klar, daß die milch als natürlich babynahrung nicht reicht #augen#augen#augen

oh mann!


naja, was sind schon 8 monate,
babys gelten erst mit 1 jahr als kleinkinder
und auch die brauchen milch, ob nun flaschen oder brust.
aber es würde keinem einfallen, ihnne die flaschen wegzunehmen - oder ? ;-)


lg
ayshe

Beitrag von arnanja 27.08.07 - 22:52 Uhr

Heute vor einer Woche habe ich zum letzten mal gestillt. Wir stillten nur noch mittags zum einschlafen. Es ist schon komisch, aber es ist OK und es war ein Ende ohne eine einzige Träne. Die Zeit war wohl passend und sie war soweit, hätte ich nie gedacht bevor ich es versuchte.
Heute ist sie genau 20 Monate alt. Wir haben also fast 20 Monate gestillt. 17 davon total nach Bedarf, also tags wie nachts und dann fing ich an von mir aus langsam ein wenig zu reduzieren.
Still weiter und laß dich nicht beirren. Ich mußte mir auch immer häufiger anhören das das ja gar nicht mehr nötig sei und wann ich denn mal aufhören möchte... Zum Glück ging das aber erst nach dem 1. Geburtstag wirklich los.
LG Tanja mit Hannah Marie (05.03.02) und Jette (27.12.05)

Beitrag von raleigh 27.08.07 - 22:54 Uhr

Ich höre das kaum. Es wird gefragt, ich antworte knapp. Vincent wird noch gestillt und basta.

Beitrag von julchenundmexx 27.08.07 - 22:56 Uhr

Hallo,
ich stille auch noch. Meistens so zu 90 % am Tag, weil Yannik einfach nichts essen will. Lass die anderen reden. Ich finde es sieht zwar schon etwas komisch aus, wenn mein kleiner Riese zu mir gekrabbelt kommt und mich am T-Shirt zieht, bloß, weil er Hunger hat. Aber was soll`s. ;-)
Laß dir da nicht reinreden, mach es so, wie es für euch passt. Wenn du nicht mehr stillen würdest, dann hätten sie was anderes, was ihnen nicht passt.

LG Birgit mit #baby Yannik *30.10.2006

Beitrag von josili0208 27.08.07 - 22:58 Uhr

Jan ist seit heute 10 Monate alt und kriegt (neben Brei, Butterbrot und Spaghetti) auch noch die Brust. Er mag sie mittlerweile vor allem als Kuschelfaktor, wir stillen nachts mehrmals (das könnte wegen mir aber wegfallen ;-)) und morgens zum wachwerden.
Kein Ende in Sicht.
In der Öffentlichkeit stille ich eigentlich nicht mehr seit Jan feste Nahrung bekommt.
LG Jo

Beitrag von juliocesar 27.08.07 - 23:22 Uhr

hallo jo

nicht wahr? mache ich auch so, obwohl ich mir manchmal sage, stillen ist stillen, und wieso ist es ok, einen säugling öffentlich zu stillen aber ein kleinkind nicht, obwohl beide starke bedürfnisse haben? in einem gewissen masse sehe ich ein, dass ein kind, dass bereits andere nahrung zu sich nimmt, vertröstet werden kann, andererseits kann ein kleinkind doch (noch) nicht verstehen, wieso es, wenn es fällt, zuhause mit stillen getröstet wird, dies aber draussen nicht darf.
wir werden im oktober für einen monat in die dominikanische republik fahren, dh 2 h bis madrid, dort 3 h aufenthalt und dann 8 h weiter bis santo domingo. da wird sich öffentliches stillen kaum vermeiden lassen, v.a. beim an- und abflug wegen dem druckausgleich. klar wird sie auch die flasche und andere nahrung bekommen, ich werde sie aber nicht schreien lassen, nur weil andere leute das stillen von kleinkinder nicht sehen wollen; oder sollen wir vielleicht den flug auf der toilette verbringen? ;-)
kürzlich waren wir im zug und saskia unruhig und übermüdet, schoppen wollte sie nicht, toilette war besetzt, also suchte ich mir das einzige freie abteil aus, stille und saskia ist auf der stelle ruhig und zufrieden. da laufen ein mann und eine frau vorbei, schauen (dabei war nicht mal zu sehen, ob saskia schläft oder stillt), schütteln den kopf und gehen weiter. traurig, echt.
dabei finde ich, wenn mehr frauen ihre kleinkinder (nicht provokativ sondern diskret) öffentlich stillen würden, allmählich mehr toleranz aufkommen würde und weniger mütter ihre babys frühzeitig abstillen würden. ist meine meinung, wobei ich meistens auch so wie du fast ausschliesslich zuhause stille.

lg gabriela & co

Beitrag von jules0815 27.08.07 - 23:55 Uhr

Hi,

ich werde wie bei meinem ersten Baby nicht stillen.

1. möchte ich wieder das essen was ich möchte, mal eine rauchen und nen Glas Merlot trinken > da ist Flaschennahrung fürs Kind auf jeden Fall gesünder

2. meine Eltern wohne nicht bei mir, wenn sie den Zwerg ne Woche haben, macht es sich leicht mit nem Fläschchen

3. mag ich es nicht in der Öffentlichkeit meine Brust zu zeigen (bin sehr viel unterwegs)

4. gehe ich nach 7 Monaten wieder arbeiten und Papa wird mit seiner Hühnchenbrust für die weiteren 7 Monate nichts produzieren, zudem kann ich auf Arbeit nnicht abpumpen und hätte auch keine Lust dazu

5. finde ich es mit Flasche praktischer


Ich kümmere mich aber auch nicht um stillende Mütter, mir ist es egal wie lang andere Kinder gestillt werden, solange sie dabei glücklich sind ;-)

Wenn man nicht stillen mag, wird man genauso "blöd" angemacht, aber was solls?! Ist mein Körper, meine Einstellung und ich denke, dass es für uns am besten ist!

LG

Jule i.d. 18.SSW

Beitrag von 400 28.08.07 - 03:48 Uhr

Hi,

hihi, diese doofen Kommentare kenne ich auch. Am besten war meine Schwiegeroma, die einmal beim Kaffeetrinken meinte: "Wie gut, daß du nicht mehr stillst, der würde dich sonst beißen." Sie ist einfach so davon ausgegangen. Ich habe sie dann irgendwann mal darauf hingewiesen, daß ich sehr wohl nich stille.

Aber ich lasse mir nicht reinreden. Mir ist es auch egal, was andere dazu sagen. Solange Ben noch an die Brust will, bekommt er sie auch. Gut, ich war ganz glücklich, daß wir das Stillen auf morgens und abends reduzieren konnten. Momentan will er aber leider nichts anderes, also muß ich wieder ran und bin wieder am Fast-Vollstillen.

Letzens habe ich übrigens im Flieger eine Mutter gesehen, die einen Zweijährigen hatte und den immer noch gestillt hat - und das recht häufig.

Laß dich nicht verunsichern, es wird immer wieder welche geben, die es besser wissen. Laß diejenigen halt reden, wenn es sie glücklich macht und denk dir deinen Teil dazu.

Gruß, Suzy