Wir können langsam nicht mehr...

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von julianstantchen 27.08.07 - 22:12 Uhr

Hallo!

Viele verfolgen meine Postings ja schon.

Ich hab das GEfühl, ich hab in fast jeder Hinsicht schwere Kinder bekommen...

Es hat sich dazu entwickelt, dass meine zwei auch nachts spätestens alle 4 Std. wach werden und essen wollen, dazwischen werden sie wach.
Wasser und Tee mögen sie nicht.

Wir haben versucht, das Essen wirklich vom schlafen zu trennen, damit sie wenn sie wach werden, nicht die Flasche gleich verlangen.
Wir haben versucht verdünnte Flaschen anzubieten, geringere Mengen, derzeit sind wir am rauszögern. Wenigstens bis 0 Uhr.
Wir machen das jetzt den 5. Abend und keine Änderung... Sie schreien wie am Spieß - bis zu 1 Std. bis sie ev. wieder einschlafen - in der Zwischenzeit ist meist der andere auch schon wach und alles fängt von vorne an.

Die Nerven liegen langsam blank.

An die, die Nachtflaschen reduziert bzw. auf eine reduziert haben, wie viele Abende habt ihr dazu gebraucht? Kämpfe ich hier einen sinnlosen Kampf, den es ohnehin nicht bringt???

Wäre schön, wenn mir wenigstens irgendjemand helfen könnte.

LG #schmoll

Beitrag von eumele76 27.08.07 - 22:21 Uhr

Hi,

ich kenne deine Postings nicht, aber lese raus das deine Kids ziemliche "Brocken" sind und du sie praktisch auf Diät setzen willst?

Oder meinst du was anderes?

Also rauszögern bringt denke ich nichts. Wenn Hunger da ist, dann ist Hunger da.

Unserer will seit er 4 Wochen alt ist, nachts keine Flasche mehr. Er holt sich alles in 5 Flaschen alle 3 Std. ca. seine Ration. Wir haben garnichts gemacht, sondern ihn seinen Rythmus bestimmen lassen.

LG
Nina mit Samuel 12 Wochen

Beitrag von julianstantchen 27.08.07 - 22:37 Uhr

Hallo!

Ich rede davon, dass meine vor kurzem 9 Flaschen getrunken haben (4 - 5 Stk. in der Nacht). Und das pro Kind und das geht so nicht. Das hat mit Hunger nichts mehr zu tun, sondern wohl mit Gewohnheit.
Gut, normal war das nicht, üblich ist, dass sie um 18 Uhr etwas zu essen bekommen ca. 22 - 0 Uhr eine Flasche verlangen, ansonsten bis 2 Uhr und dann um 5 Uhr wieder. Also mindestens 3 über die Nacht pro Kind.

Im Alter von Samuel haben sie 11,5 Std. durchgeschlafen. Das wurde dann immer weniger und jetzt kommen sie immer wieder - zum trinken oder beruhigt werden.

Hunger stillen tu ich gern, aber diese Gewohnheitstrinkerei geht einfach an die Substanz. Ich hab auch tagsüber die zwei...ich brauche auch noch Kraft...

LG

Beitrag von eumele76 27.08.07 - 22:44 Uhr

Hi,

das glaub ich dir gern das es an die Substanz geht. Vor allem bei Zwillingen.

Sie sind jetzt 10 Monate oder? In meinem Buch gibt es um den 11. Monat einen Schub.

Wie lange geht das denn schon so? Trinken sie dann auch oder ist es nur Genuckel?

LG
Nina

Beitrag von raleigh 27.08.07 - 22:53 Uhr

Falls du die Zeit hast darüber nachzudenken: Wo ist effektiv der Unterschied ob sie nun Hunger haben oder sich einfach an den Service und Mamas Anwesenheit gewöhnt haben?

An die Substanz geht ganz ganz oft vor allem der Frust und der Zorn darüber, dass die Knöpfe etwas wollen, von dem man felsenfest glaubt, es sei unnötig. Das Gefühl, es stünde einem etwas zu, was sie einem partout nicht gönnen wollen.

Ich glaube dir gern, dass es sehr anstrengend ist und die Nerven blank liegen. Bei mir hat dazu einer gereicht, der wochenlang nachts wieder 4 mal wach wurde und trinken wollte - und das zwischen 0 und 7 Uhr.

Beitrag von nadeschka 27.08.07 - 23:54 Uhr

Hallo du,

ich kenne ja leider nun auch nicht deine ganze Geschichte, sondern versuche mir hier nur zusammenzureimen, was da los ist.

Deine Zwillis wollen nachts noch vier mal trinken, also da wäre ich auch fix und fertig!

Was hast du denn zur Abhilfe bisher unternommen? Wenn sie wirklich Hunger haben, dann müsstest du versuchen, ihnen tagsüber mehr zu geben, so dass sie nachts nicht mehr das Bedürfnis haben, sich mehr zu holen (oder zumindest nicht so oft!)

Kurz vorm Schlafengehen am Abend solltest du ihnen dann etwas gut sättigendes geben, das möglichst lange vorhält.

Dann versuchst du ja jetzt offenbar auch gerade, die Abstände zwischen den Mahlzeiten in der Nacht zu vergrössern. Wenn sie nur aus Gewohnheit aufwachen (nicht so sehr wegen Hunger), dann hilft verdünnen alleine sicher gar nix. Dann müsstest du eher probieren, sie nach und nach immer etwas später zu füttern (verdünnen würde ich trotzdem, dafür tagsüber mehr geben).

Ich glaube, das kann auch wirklich ganz schön lange dauern, bis die dann nicht mehr zur gewohnten Zeit aufwachen, sondern nach und nach immer etwas später - also mehrere Wochen.

Ausserdem - was mir noch einfällt - vielleicht schlafen die Burschen tagsüber zu viel/zu oft und haben daher in der Nacht noch nicht so ein ausgeprägtes Schlafbedürfnis. Eventuell hilft es ja dann, die Tagschläfchen ein bisschen zu verkürzen und zwischen dem letzten Tagschlaf und dem Nachtschlaf sollte eine möglichst lange Wachphase sein (ca 4 Stunden).

Vielleicht hilft davon ja irgendwas... :-)
Nady

Beitrag von julianstantchen 28.08.07 - 08:59 Uhr

Hallo!

Also ich versuche sie derzeit rauszuzögern. Wenn sie wach werden (sie werden ja zwischenzeitlich auch immer wieder wach), beruhige ich sie nur und gebe ihnen wenn, dann Wasser.

Tagsüber trinken sie ca. 3 Flaschen und zwei Einheiten Brei oder die Breie sind weniger oder fallen weg, dann werden sie durch Flaschen ersetzt.

Ich denke also nicht, dass sie tagsüber zu wenig essen.

Gestern hab ich ihnen Getreidebrei mit Folgemilch gegeben und noch bissl Folgemilch. Punkt 22 Uhr standen sie auf der Matte.

Vor dem Nachtschlaf waren sie 3,5 und 4,5 Std. wach. Geschlafen haben sie 2x. 1x morgends 1 Std. und 1x Nachmittags (45 Min. und 1,5 Std.). Sie schlafen also ab und zu auch unterschiedlich lange.

LG Alex

Beitrag von boadscherl 28.08.07 - 09:03 Uhr

Hallo,

erstmal wollte ich dir meinen Respekt aussprechen - ich selber habe im Bekanntenkreis eine Zwillingsmama (Blasensprung in der 25 Woche, die Mädels kamen dann in der 28. Woche auf die Welt) und ich weiß von ihr, dass das alles andere als ein Zuckerschlecken ist. Deine Zwei sind ja jetzt schon große Jungs, insofern denke ich dass die Nachtflaschen wirklich mehr Gewohnheit sind als Hunger. Was bei uns gut geholfen hat war, dass wir unserer Kurzen einfach kurz vor dem Zubettgehen noch eine weitere Mahlzeit angeboten haben - und in der Nacht gabs dann einfach nix mehr. 2 Nächte lang ist sie dann noch aufgewacht und seitdem nie wieder.

Kopf hoch, das wird schon!
GLG Mel mit Romy

Beitrag von julianstantchen 28.08.07 - 09:08 Uhr

Hallo Romy!

Danke.

Also ich will sie ja nicht auf null setzen, aber eine Flasche in der Nacht (von mir aus 0 Uhr) und dann gegen Morgen wieder müsste ja reichen. Aber nicht 3 - 4.

Hat sie denn nicht lange geschreit, wenn du ihr nichts gegeben hast?
Wir haben es ja die 5. Nacht jetzt versucht (die erste Nachtflasche wegzulassen) und es ein ganz schönes Tamtam. Die haben einen unglaublichen Willen.

Aber wisst ihr was...gestern haben wir von 22 Uhr - 23 Uhr gekämpft und sie sind dann heute erst wieder um 4:30 Uhr gekommen #huepf Na das lass ich mir gefallen... #freu

Beitrag von boadscherl 28.08.07 - 09:14 Uhr

Nein, das war bei uns zum Glück kein großes Thema. Sie hat ein wenig gemeckert, aber hat es dann erstaunlich schnell akzeptiert. Ich denke wichtig bei euch ist, dass ihr nach und nach die Mahlzeiten in der Nacht auf den Tag verlegt, d.h erstmal eine Flasche weniger und wenn das klappt, dann nach und nach.

Gutes Gelingen und gute Nerven!

Beitrag von ayshe 28.08.07 - 10:05 Uhr

ich persönlich finde alle 4 std echt wenig in dem alter #kratz


meine tochter hat noch viel länger nachts mind alle 2 std gestillt.

Beitrag von julianstantchen 28.08.07 - 11:14 Uhr

#kratz Echt?

Tja, was du durchgemacht hast, ist ja auch nicht "ohne" und weit von den "braven" Babys entfernt.

Tagsüber bekommen sie ja zwischendurch ja auch noch Breie und Fingerfood.

Für mich ist es anstrengend und lt. den "Experten" sollten sie nicht mehr als 5 Flaschen innerhalb 24 STd. trinken, weil sonst die Menge zuviel wird und den Körper belastet.

Außerdem berichten viele Stillmamis ja, dass die Kinder öfters kommen und mit 8 - 10 Monaten stillen ja die wenigstens ausschließlich.

Ich weiß auch nicht...es sind ja Frühchen und im KH wurden sie noch vor erreichen des ET auf einen Rhythmus von alle 4 STd. eingestellt...also ist es in dem Alter sicher weit mehr als ok.

Beitrag von nadeschka 28.08.07 - 15:30 Uhr

Auf jeden Fall ist der 4-Std.-Rhytmus mit 10 Monaten MEEEEHR als okay. Insbesondere, da sie ja die Flasche kriegen, oder? Alle zwei Stunden ein Fläschchen muss definitiv nicht sein!!!

Klar, das ist natürlich wieder ein Glaubensthema... aber das Kind mit 10 Monaten noch alle 2 Stunden zu stillen, da wäre ich echt am Ende. Und auch alle 4 Stunden - oder noch öfter - in der Nacht wach zu werden, ist schon ziemlich heftig, finde ich.

Mit 10 Monaten sind die Mäuse soweit ausgereift, dass sie sich tagsüber genug Nahrung holen können, um nachts locker 8 Stunden oder noch länger zu schlafen.

Finde ich ja super, dass deine letzte Nacht nun ein bisschen besser lief! Du musst jetzt wahrscheinlich nur unbedingt konsequent bei dem bleiben, was du dir vorgenommen hast.

Ich stelle mir auch vor, dass es umso schwieriger ist, weil du zwei Kinder hast. Der eine würde vielleicht noch weiterschlafen, aber wird vom anderen dann auch mit wach gemacht - und umgekehrt....

Schlafen die beiden übrigens alleine im Bettchen ein oder bleibst du dabei? Und was machst du mit ihnen in der Nacht, wenn sie aufwachen?

LG
Nady