wie erleichtere ich meiner tochter den abschied in den kiga???

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von mel3.76 28.08.07 - 10:11 Uhr

Hallo!

Eine vielgestellte Frage aber jetzt,da es mich selbst betrifft, würde ich mich über einige tips und anregungen freuen.
Meine Tochter (dreieinhalb) geht seit letzten Donnerstag in den Kiga .Die ersten zwei Tage hat es auch wunderbar geklappt.Sie geht erstmal für 3Std. Als ich sie Freitag abgeholt habe,sagte sie schon das sie da niemals wieder hin möchte.Und nun ist das eingetroffen,wovor ich die ganze zeit angst hatte#heul#heul.das erste wenn sie um 6Uhr aufsteht ist:Mama,ich will nicht in den kiga.und wenn wir dann losfahren weint sie bitterlich und fleht mich an sie wieder mit nach hause zu nehmen.Im kiga angekommen krallt sie sich an mir fest,so das die erzieherinnen sie mir vom arm nehmen müssen.sie wehrt sich mit händen und füssen und ich höre sie draussen noch schreien.es tut mir so leid,das ich,wieder zu hause angekommen,selbst heulen könnte!!!
Die erzieherinnen versichern mir,das sie sich schnell wieder beruhigt wenn ich erstmal weg bin. aber was ist das?Trotz? Oder eine mischung aus trotz und Angst?

Wenn ihr ähnliche Erfahrungrn gemacht habt oder Tips für mich habt,wäre ich sehr dankbar für eure meinung

LG Melanie

Beitrag von raquel77 28.08.07 - 10:30 Uhr

Hallo Melanie,

Du kannst davon ausgehen, dass der KiGa nicht schrecklich für sie ist und dass die Erzieherinnen nett und geduldig mit deiner Kleinen sind. Es gibt genug zu Spielen und zu Entdecken und sie wird auch sicherlich hin und wieder lachen.

Das einzige Problem, was deine Tochter im Moment hat, ist die Trennung von dir.

Du kannst deiner Tochter nur dabei helfen, indem du ihr zeigst, dass DU ein gutes Gefühl dabei hast, sie in den KiGa zu geben. Beliebt ist auch, mit dem Kind ein Puzzle zu spielen mit der Vorwarnung, dass du gehst, wenn das Puzzle fertig ist.

Letztendlich soll sie nicht das Gefühl haben, dass es dir genauso schlecht dabei geht, wenn die in den KiGa geht. Denn das bekräftigt nur ihre Annahme.

LG
Sonja

Beitrag von schnecke1966 28.08.07 - 10:46 Uhr

hallo melanie - wie wir letztes jahr mit 3 j 2 m. mit dem kiga angefangen haben, war die ersten 2-3 tage alles prima aber so ganz langsam als der zwerg realisiert, dass er dort nicht die absolute nr. 1 ist sondern sich mit 24 anderen kindern die erzieherinnen "teilen" muß fing er an das er das dort ganz furchtbar fand - auch er sagte mir abends vor dem einschlafen schon das er am kommenden tag auf gar keinen fall da wieder hingehen würde und auf dem weg zum kiga morgens wurde schon geweint und dort war es dann genau wie bei euch!! #heul

ich habe mich ihm gegenüber die ganze zeit absolut konsequent gezeigt - abends, auf dem weg dort hin und bin dann mit zusammengebissenen zähnen raus aus dem kiga :-[
- es waren die schlimmsten 2,5 wochen meines lebens aber dann war der spuk vorbei und für ihn alles gut.

habe mich "damals" echt mies gefühlt - da gibt man dem zwerg 3 jahre das gefühl sich auf die mama 1000% verlassen zu können und dann läßt man ihn so gnadenlos im stich obwohl er klar und deutlich sagt das er nicht da bleiben möchte!! war nicht schön!! #schmoll

tja ... und gestern begann unser 2. kiga jahr .... mein sohn war folglich am so. um 20.00 h pünktlich im bett aber um 21.15 h rief er mich auf einmal und sagte "ach mami ich kann gar nicht einschlafen - ich freu' mich so auf den kiga und bin soooooo aufgeregt" ... so ändern sich die zeiten!! #freu

also!! halte durch!! das wird schnell besser ... allerdings wenn es sich bei uns nach 4-6 wochen nicht gebessert hätte bzw. wenn er den ganzen vormittag geweint o.ä. hätte, hätte ich ihn glaube ich wieder raus genommen #schein - dann wäre ich der meinung gewesen das er halt einfach noch nicht soweit ist!!

aber auch bei uns war es übrigens so das ich wohl noch nicht ganz am auto war und schon alles gut war .... meine freundin erzählte mir nämlich nach knapp 'ner woche "mensch marius gefällt es ja auch richtig gut im kiga #kratz - wenn ich jessy morgens bringe sitzt er immer mit 'ner ganzen horde jungs in der bauecke und spielt" - und diese freundin war in der regel 15 bis 20 min. nach mir da!!!

lg susi mit marius *10.07.2003



Beitrag von gunillina 28.08.07 - 12:31 Uhr

Du kannst beruhigt sein, das ist bei fast allen Kindern so. Mach deiner Tochter liebevoll klar, dass der Kindergarten ab sofort ein fester Bestandteil ihres Tagesablaufs ist. Bring sie morgens hin und gib sie ruhig in die Hände der Erzieherinnen. Gehe wenig auf das Weinen ein, nimm sie kurz und liebevoll in den Arm, schau ihr in die Augen und sage: "Nachher hole ich dich wieder ab, nun spiel schön" (oder so), gib ihr einen Kuss und geh mit einem Lächeln auf den Lippen. Das Schlimmste ist nämlich, wenn die Eltern dann nicht gehen, weil sie denken, ihr Kind leidet. Erst durch das Zögern und die ängstlichen Blicke der Eltern leiden die Kinder dann wirklich. Sicherlich muss deine Tochter sich nur daran gewöhnen, dass sie nun ein paar Stunden am Tag woanders als zu Hause ist. Gib ihr ein paar Wochen (höchstens, keine Sorge;-)) Zeit, sich einzuleben. Dann klappt es sicher bald wie geschmiert.
L G
Gunillina, Erzieherin und Mutter von brüllenden Kindern, die 3 Minuten, nachdem ich gegangen bin, friedlich gespielt haben (ich hab mich versteckt und gelauscht...#schein), dabei war ich immer TOTAL am Boden, wenn Rasmus so geweint hat#heul#freu