Was verdient man eigentlich als Hebamme?

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Beitrag von meryem_87 28.08.07 - 12:04 Uhr

guten Tag,

irgendwie frage ich mich in letzter Zeit immer was so eine Hebamme eigentlich verdient. Weiß ja nur das es über die Krankenkasse abgerechnet wird. Aber kann man denn davon leben,ausschließlich von diesem Beruf?

Ich möchte keine werden oder so,aber aufgrund meiner derzeitigen Situation (schwangerschaft)frage ich mich das immer...

vielleicht wisst ihr ja was..

würd mich echt interessieren...

lg
meryem

Beitrag von schocokruemmel 28.08.07 - 12:39 Uhr

Hallo!
Ich denke dass kommt darauf an ob eine Hebamme in einem Krankenhaus oder Gebursthaus angestellt ist oder ob sie freiberuflich ist.
Aber über einen genaueren Verdienst weiß ich auch nichts.
Gruß Sandra

Beitrag von kirchbergc 29.08.07 - 00:25 Uhr

Hallo,

ich hab mal gegoogelt und herausgefunden, dass:" eine examinierte Hebamme verdient als Angestellte im öffentlichen Dienst ca 2250 Euro brutto, das kann je nach Ortszuschlag, Schichtzulagen usw variieren (wird nach BAT bezahlt). Als Freiberufliche ist es wie bei anderen Selbstständigen sehr unterschiedlich."

Meine Hebamme auf ihre Finanzen angesprochen sagte mir, dass es momentan für sie sehr gut laufe, da sie ja im Prenzlauer Berg arbeite (einen der Geburtenstärksten Bezirke Berlins) (Berlin selbst hat seit 01/07 einen Geburtenanstieg von 5%, bundesweit liegt er bei 0,4), Hebammen in anderen Teilen Berlins müssten ganz schon knapsen und würden ziemlich neidisch auf die im Prenzlauer Berg schauen. Das war schon 2005 so. Sie arbeitete frei, mit Anschluss an ein Geburtshaus (für das sie Miete zahlen muss und Einlagen), aber für konkrete Zahlen sprach sie nicht.

Viele Grüße Corinn

Beitrag von hebigabi 29.08.07 - 21:52 Uhr

Hier die Antwort einer jungen Kollegin aus einem Hebammenforum:bei Vollzeit mit 23 Jahren ca 1400 Euro netto

Und als Freiberufliche soviel wie du arbeitest- ohne Geburten dabei ist es deutlich weniger und wenn du in einer Ecke wohnst wo viel Konkurrenz arbeitet musst du ganz schön ranklotzen, damit auch was übrig bleibt.

Kurzes Beispiel: Eine Frau im GVK bringt uns pro Stunde 5,60 € - davon geht noch runter die RV, KV, Lohnsteuer und Kirchensteuer und meist auch noch die Miete, die man bezahlen muss---> kannst dir also vorstellen, dass es die Menge an Frauen macht, um wirklich zu "verdienen".

Außerdem hat Freiberuflichkeit als Hebamme den Nachteil, dass du bei Problemen oft JEDERZEIT raus musst und bei Hilfe bei SS-Beschwerden oder Nachsorge bekommst du dafür noch nicht mal nen Nachtzuschlag #heul.

Genug gejammert - ich kann davon leben, weil ich noch einen dabeiverdienenden Mann habe, alleine davon NICHT!

LG

Gabi

Beitrag von dannad 29.08.07 - 22:01 Uhr

Seid meiner SS weiß ich, dass ihr Hebammen den Beruf aus purer Leidenschaft macht!!!!! Ich denke wirklich, Hebamme kann man nicht lernen, das muß man fühlen!

Hab großen Respekt vor euch und finde es toll!!!!!

#liebdrueck