Stillmamis immer glücklich und zufrieden?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von sommerkind77 28.08.07 - 12:25 Uhr

Hallo,

häufig lese ich hier von Mamis, die super gerne stillen und ihre kleinen sogar länger als ein Jahr stillen wollen. Das finde ich wirklich toll und wünschte es wäre bei mir auch so.

Mal ehrlich: Gibt es hier auch Mamis, die quasi jeden Tag bis zum 6. Monat zählen, bis sie "endlich" abstillen "dürfen"?

Sorry, aber bei mir ist das leider so. Ich stille nur, weil ich weiß, das es für meinen Sohn (10 Wochen) das Beste ist. Aber ich empfinde es zunehmend als Quälerei:

- manchmal tut mir die rechte Brust immer noch weh
- ich frage mich ständig ob mein Baby wirklich satt wird
- häufig habe ich beim Stillen regelrechte Schweißausbrüche, weil ich mich so unter Druck fühle.
-ständig mache ich mir gedanken über meine Ernährung und stopfe jede Menge Malzbier, Müsli und Haferzeugs in mich rein.

Es klappt zwar im Großen und Ganzen, aber glücklich bin ich nicht. #schmoll Es ist halt einfach super mühevoll. Abstillen will ich aber auch noch nicht, denn mein Baby entwickelt sich ja gut und MuMi ist das Beste für ihn...

Geht es einigen von euch auch so? Was können wir nur tun, damit wir etwas entspannter werden? #kratz

Liebe Grüße!
Daniela #herzlich

Beitrag von snoopster 28.08.07 - 12:32 Uhr

Hallo,

also wir können uns echt die Hand geben....
Naja, zumindest am Anfang hab ich stillen echt nicht gemocht. Gehasst ist vielleicht auch etwas übertrieben.
Was mich super genervt hat sind meine riiiiiiieesen "Milchtüten" (schwankt je nach Trinklaune zwischen 90 J und K!!!!! #schock) und das ständige Auslaufen, das ich auch jetzt noch nicht in den Griff bekomme.....
Dann gabs ne Weile, da war ich echt stolz und froh, dass ich durchgehalten hab. Ich liebs schon, wenn ich mein zufriedenes Baby seh, dass an meiner Brust nuckelt, und dann satt und zufrieden einschläft.
Doch dann kommt ein Schub, sie brüllt an der Brust, trinkt, brüllt, trinkt, will weg, wieder hin, ach, das macht mich echt fertig. Ich spritz in der Gegend rum, sobald sie loslässt, nein, alles echt kein Spaß. #augen

Inzwischen sinds ja "nur" noch 2 Monate, aber nachdem sie auch jedesmal den Mund mit aufmacht und ganz interessiert guckt, wenn ich was vor ihr esse, überleg ich auch, schon etwas früher mit Beikost anzufangen.... nur hab ich schon so viel Allergien und mein Mann Neurodermitis, das wollt ich ihr ersparen und hat mich immer zum durchhalten ermutigt.
Vielleicht bauen Dich solche Gedanken auch auf, obwohls ja keine Garantie ist....

Alles Liebe auf alle Fälle und toi toi toi!!

LG Karin und Paula - zufriedenes Stillbaby *30.04.07

Beitrag von sonnenstrahl1 28.08.07 - 12:34 Uhr

Hallo
Ich bin auch icht 100%ig zufrieden. Die erste Tochter bekam die Pulle und ich war damit zufriedener. Ich mache mir am meisten über meine Ernährung gedanken. Ernähre mich sehr unausgewogen. Hoffe das die kleine tortzdem alles bekommt was sie braucht. Ich denke ich werde keine 6 Monate stillen.

LG
Jelena

Beitrag von kuhlie 01.09.07 - 04:58 Uhr

Das Problem mit der ungesunden Ernährung habe ich leider auch!!!
Habe in letzter Zeit so nen riesigen Heißhunger- an gesunde Ernährung ist da net zu denken...

Mache mir deswegen auch Gedanken- aber meine Kleine isst mit ihren fast 4 Monaten mittags immer Brei- den mag sie sehr gern und springt dem Löffel immer regelrecht entgegen.

Deshalb finde ich es immer sinnlos zu hören, die Mütter wollen unbedingt bis zum 7.Monat warten! Einfach ausprobieren, wenn das Baby nicht will, dann eben nicht...
Aber wir haben früher auch schon mit 3 Monaten Brei bekommen und geschadet hat es keinem von uns...

Beitrag von methodm 28.08.07 - 12:35 Uhr

bin hat es auch ab und an genervt, aber wie du schon sagst.. es ist zum besten für die kleinen!!

meiner bekommt jetzt seit 5 wochen mittags brei und abends hab ich das letzte stillen auch schon mit der hälft an brei aufgefüllt.

aber morgens, wenn er noch so verschlafen ist doch stillen was schönes!! so nah ist keiner sonst!!

kopf hoch, das schaffst du!!

lg tina + #baby 05.01.07

Beitrag von fraukef 28.08.07 - 12:36 Uhr

Hallo Daniela

sicher gibt es die ;-)

Obwohl - bei mir ist es ein Mittelding...

Ich werde auch nicht bis zum Ende des 6. Monats voll stillen - wenn Judith 5 Monate alt ist (also in 4 Wochen), werden wir wohl mal versuchen mit Beikost anzufangen.

Bei uns klappt das Stillen ganz gut - ich mach mir auch keine Gedanken ob Judith genug kriegt (das tut sie), und bei der Ernährung muss ich nur aufpassen, dass ich genug esse... Das geht irgendwie. Die Entspannung kommt mit der Zeit - wenn die Windeln regelmäßig nass sind und Dein Kleiner artig zunimmt!

Aber ich will ein wenig unabhängiger sein - und Judith auch mal bei Oma und Opa lassen können. Ich will mal wieder einen Abend nur mit meinem Mann verbringen können. (Oma und Opa würden sich ein Loch in den Bauch freuen, wenn wir die Kleine vorbeibringen). Das muss irgendwann auch mal wieder sein! Aber das geht halt erst wenn Oma und Opa Judith auch füttern können - und mit Flasche ist schwierig - wenn dann nur MuMi - aber die eigentlich auch lieber aus der Brust...

Ich werde in 4 Wochen langsam mit Beikost und damit verbunden mit dem Abstillen anfangen - dann mal schauen wie lange es dauert...

LG
Frauke

Beitrag von suto24 28.08.07 - 12:47 Uhr

Hallo Daniela,

ich zähle mich zu den superglücklichen Stillmamis jetzt bei meiner Kleinen, beim grossen war das anders....
bei ihm hatte ich von beginn an probleme mit dem stillen, schmerzen, milchstau..und und und.....
hab dann nach 2 monaten abgestillt bzw.mein kleiner bekam einfach nicht mehr genug, so dass ich mich für die flasche entschieden habe.

allerdings ging es mir nach dem abstillen noch mieser als während dem stillen...ich hab mich so mit selbstvorwürfen gequält...hab gedacht ich hätte als mutter versagt.

heute weiss ich das mutter sein mehr ist als "milchgeben"
deshalb würde ich heute, wenn ich wieder solche schwierigkeiten hätte, viel eher auf die flasche umsteigen und dafür mein kind mehr "geniesen"

ich denke wenn es dir soooo schlecht dabei geht solltest du vielleicht doch über abstillen nachdenken, denn mit so einem unguten gefüh, l kannst du deinen kleinen mann nicht richtig geniessen und das ist doch seeehr schade.

Zufridene Mama=Zufridenes Baby...ob mit brust oder mit flasche.

LG Suzana

Beitrag von sommerkind77 28.08.07 - 13:05 Uhr

Hallo Suzana,

ja, genau das denke ich auch oft. Aber dann kommen auch wieder die Zweifel - ich finde man wird heute ganz schön unter Druck gesetzt: Stillen ist das Beste fürs Kind, wer nicht stillt macht es sich zu leicht. Natürlich stimmt das so nicht, aber der Druck kommt auf jeden Fall bei mir an und ich kann mich nicht so leicht davon lösen.

Vielleicht klappt es ja morgen schon wieder besser und ich habe nur heute ein "Stilltief" - zwischendurch hat es ja schon mal besser geklappt. :-)

Liebe Grüße
Daniela mit #baby Leo, der gerade wach wird und schon wieder an die Brust möchte, seufz #schwitz

Beitrag von judithsche 28.08.07 - 13:06 Uhr

du mir ging es genauso. mein kleiner ist jettt auch 10 wochen alt und ich pumpe jetzt ab und gebe ihn die mumi mit der flasche. ist zwar auch arbeit aber ich sehe was er trinkt und sitze nichtmehr 3 stunden da und hoffe das er endlich satt wird. seit dem schläft er die nacht auch schon 6 stunden durch

Beitrag von 20girli 28.08.07 - 13:10 Uhr

Hi,

mir gehts manchmal genauso...z.B. heute und gestern...
Wenn er alle Stunde ran will und mir es deshalb auch schon wieder super weh tut an beiden Seiten.

Ich gebe meinem kleinen Abends die letzet Mahlzeit die Flasche bzw. mein Mann.
Für mich ist das gut weil ich dann auch mal Luft holen kann.

Richtig Vollstillen tu ich also nicht und traurig war ich nur am Anfang drüber.

Ich bin stolz und glücklich das ich es überhaupt geschafft habe jetzt beim fünften Kind zu stillen.

Aber ich hab auch immer im kopf das ich Abstillen kann und darf wenn ich es so möchte.
Denn quälen sollte man sich beim stillen nicht.

Ich esse alles und ich trinke aus Orangensaft alles.
Jetzt wo er toi, toi, toi, Nachts bis 3-4 Uhr Morgens schläft trinke ich hier und da auch mal wieder nen Cab...lecker...

Ich hab die 3 Monatsgrenze bald erreicht...1 Woche noch...und ich hab nicht das Gefühl als das ich bald Abstillen möchte..

Denn wenn ich ganz ehrlich bin...auch wenns manchmal nervt und ich denke ich will ja gar nicht stillen..überwiegen die Momente in denen es einfach nur schön ist.

Und mit der Flasche...??? ne viel zu anstrengend.
Stillen ist da doch einfacher und schöner...wenn ich unterwegs bin...zack gestillt und ruhe ist...#freu so einfach kann man sein Baby glücklich machen.
Und der Po ist viel besse saube zu halten als beim Flaschenkind....ehrlich...ich wünschte ich hätte die anderen Kinder auch gestillt...

Machs dir nicht so schwer und mach dir nicht so viel Gedanken....

Lg Kerstin

Beitrag von thiui 28.08.07 - 13:14 Uhr

wenn die kleinen noch so klein sind, dann ist das ja auch echt knochenarbeit. da habe ich total mitleid mit dir.

ich mußte die ersten 4 moante abpumpen, weil die kleine ne trinkschwäche hatte und dachte auch, ich werd' wahnsinnig, so oft hatte sie hunger.
ab anfang des 5. monats ging es auf einmal bergauf. wir habe unseren rhytmus gefunden, sie lässt sich direkt stillen und schmerzen habe ich auch garkeine mehr. inzwischen finde ich es total entspannt, denn ich kann mit ihr überall hin und muß mir keine sorgen machen, ob ich genug essen dabei habe.
natürlich kriegt sie inzwiwschen auch 2 mal am tag brei, aber ich habe es ganricht mehr eilig mit dem abstillen, denn ich habe freundinnen, die total schnell abgestillt haben und jetzt ewig mit der flaschennahrung rummachen müssen.. das ist mir wiederum zu unpraktisch und ich ernte jedesmal säufzer, wenn ich stille, weil es so einfach ist.

ich würde dir auf jeden fall zu einer guten stillberatung raten, viellecht kannst du ja mit deiner hebamme reden. gegen die schmerzen in der brust kann man eigentlich meißtens was machen, nur fehlt es uns ein wenig an der erfahrung, die hat dann die hebi.
das mit den schweißausbrüchen ist übrigens ganz normal, das sind die hormone, ich kam mir die ersten paar monate auch vor, wie in den wechseljahren :)

sollte es aber dennoch garnicht besser werden, dann mach dir auf keinen fall ein schlechtes gewissen, solltest du doch schnell abstillen. die nahrung heutzutage ist zwar nicht so gut wie mumi, aber trotzdem völlig o.k. bevor du total verzweifelst geht es deinem kind und dir auf jeden fall mit flasche besser, wenn du dann mehr kraft und zuversicht hast.

alles liebe, siiri!

Beitrag von hannahw 28.08.07 - 16:31 Uhr

Bist du Siiri aus Darmstadt??? (Lio Abi 99?)

Beitrag von sommerkind77 29.08.07 - 15:48 Uhr

Hallo Siri,

#danke für deine lieben Worte. Es tat einfach gut, sich das mal von der Seele zu schreiben. Und siehe da: Heute geht es schon wieder besser als gestern und die Tage davor. #freu Es ist wohl am meisten dieses ständige Auf und Ab, das mich verunsichert. Gerade beim ersten Kind ist man oft unsicher, ob man alles richtig macht. #gruebel

Ich finde es auch immer verwunderlich wie sich doch die Zeiten geändert haben: Meiner Mutter wurde vor 30 Jahren nach meiner Geburt noch im Krankenhaus gesagt, sie habe zu wenig Milch und müsse zufüttern. Außerdem gab es immer Reisflocken ins Abendfläschchen, damit ich auch brav durchschlafe - Tipp der Hebamme!!! #schock (Das sollte man heute mal machen - die entsetzten Postings kann ich mir schon vorstellen) Jedenfalls hatte meine Mutter nach kürzester Zeit dann gar keine Milch mehr und hat abgestillt. Heute würde man sagen, dass ihr Körper einfach gar keine Chance hatte sich auf das Baby einzustellen.... #schmoll

Herzliche Grüße!
Daniela

Beitrag von thiui 29.08.07 - 21:56 Uhr

das mit der unsicherheit kenne ich zur genüge. jeden tag denke ich 'mein gott, ob ich genug mit dem kind rede, ob sie genügend neue worte hört, sollte ich anders mit ihr spielen, spiele ich genug mit ihr...' oh mann, da geht man sich ja schon fast selber auf die nerven :-)

meiner mutter hat man die babys auch vor 30 jahren (in italien) erst 24h nach der geburt gebracht, weil sie uns davor nicht stillen sollte.... #schock
das hätte bei mri mal einer probieren sollen, mir mein kind nicht auszuhändigen...

du kümmerst dich wahrscheinlich wesentlich besser um dein kind, als du selber wahrnimmst, aber ich glaube auch, daß es nciht schlecht ist, sich auch mal zu hinterfragen. ich muß immer wieder feststellen, daß gerade die, die sich für super eltern halten, total ätzend sind.

lg, siiri!

Beitrag von hippychick 28.08.07 - 13:20 Uhr

ich hatte mir vorgenommen, auf jeden fall 6monate zu stillen und ich fand es auch eher als qual, zumindest die ersten 4monate.
dann waren wir im kh weil mein sohn blut gespuckt hat.....panik.....ichhab ihn immer falsch angelegt und das blut kam von mir, kein wunder das ich schmerzen hatte.
da war fuer mich klar, das wars, jetzt gibts die flasche. aber er wollte nicht und ich hatte ein super schlechtes gewissen.

also hab ich mich hingesetzt, ganz in ruhe und hab nochmal ganz von vorne angefangen. mich auf jedes anlegen voll konzentriert und es hat geklappt!!

so sind aus den 6monaten 14monate(dann nur noch teilweise) geworden und jetzt bei meinem zweiten klappt es von anfang an super, ich esse normal und versuch nicht viel drueber nachzudenken.

hoffe du schaffst es zu entspannen!!

lg hippy

Beitrag von stillmami110703 28.08.07 - 15:58 Uhr

Hallo Daniela,

das liest sich wirklich nicht nach einer glücklichen Stillbeziehung.

Stillen sollte für alle Beteiligten angenehm sein. Du gibst ja nicht nur Deine Milch. Es ist viel mehr. Nähe, Schutz, Streßabbau fürs Kind usw. usw.

Du scheinst mir sehr unsicher zu sein, was die natürliche Ernährung Deines Kindes angeht.

Solange Du Dich NORMAL und AUSGEWOGEN ernährst ist alles im grünen Bereich. Bevor die Natur einen Säugling Mangelernähren würde, geht es eher an die Reserven der Mutter. D. h. eher wirst Du unterversorgt als Dein Kind.

Streß' Dich nicht selbst mit irgendwelchen Nahrungsmitteln oder Getränken die Du zu Dir nehmen MUSST.

Was die gelegentlichen Schmerzen angehen, so solltest Du evtl. die Stillposition überprüfen und anders anlegen. Hierbei kann Dir eine Stillberaterin (LaLecheLiga, AfS, oder im Krankenhaus in dem Du entbunden hast) helfen.

Ich hoffe, daß ich Dir etwas Mut zusprechen konnte.

Wenn Du aber wirklich der Überzeugung bist, daß es nur eine Qual ist, dann still besser ab und gib die Flasche. Denn ansonsten ist es für Dein Kind wirklich nur Nahrungsaufnahme und nicht mehr. Es ist keinem von Euch beiden geholfen wenn das Stillen von der Mutter nur als Belastung empfunden wird.

LG
Heike