Jedes Kind kann schlafen lernen

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie euer Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von sabine31 28.08.07 - 13:25 Uhr

Hallo zusammen,

auch wenn es jetzt gleich Proteste hageln wird, ich muss mal was los werden, was mir aufgefallen ist, als ich so die Beiträge zum Schlafen gelesen habe.

Diejenigen, die das Buch "Jede Kind kann schlafen lernen" von Kast-Zahn/Morgenroth verdammen, sollten das Buch erst mal genau lesen. Hier geht es nicht darum, dass man sein Baby einfach weinen/schreien lässt - schon gar nicht ein Baby unter 6 Monaten oder kranke Babys/Kinder.

Außerdem sollten auch nur diejenigen die Methode anwenden, die auf Dauer was ändern wollen. Wenn es ok ist, dass das Baby nur an der Brust einschläft oder man sich mit dazu legen muss, dann gibt es auch keinen Grund sich und dem Kind ein gewisses Maß an Stress, denn das ist es sicher in der Tat, anzutun. Wenn man aber nicht zufrieden ist, ist sicher nichts schlimmer als unzufriedene und gefrustete Eltern!!!!!!

Also hier noch einmal meine Bitte: Lest bitte das Buch richtig, wenn Ihr dazu was schreiben wollt. Oder auch lest die Beiträge richtig, viele Dinge werden hier schnell missverstanden.

LG Sabine

Beitrag von baby1997 28.08.07 - 13:29 Uhr

Kann dir da nur zu stimmen.
Das Thema "schlafen" scheint einfach ein sehr sensibles Thema hier zu sein.

Gruß Christiane

Beitrag von carmen7119 28.08.07 - 13:30 Uhr

könnte von mir geschrieben worden sein :-)

du sprichst mir sowas von aus der seele:-)

"wer lesen kann ist eindeutig im vorteil!" :-)

die meisten reduzieren das buch nur auf 2seiten und in den aller meisten fällen haben die frauen das buch gar nicht gelesen#kratz

ich besitze es auch und habe mir auhc die mühe gemacht es zu lesen...in meinen augen sind die ersten seiten von großer bedeutung!

aber nun genug...sonst schreib ich mich wieder in rage und bekomm was von oben auf die finger;-)

ps:ich häng doch sooooooooo sehr an meine vk;-)

lg
carmen die viel spaß beim diskutieren wünscht#freu

Beitrag von julu1982 28.08.07 - 13:31 Uhr

Hi

ich frag mich auch immer wo die Leutchen das alles lesen. Muss ein anderes Exemplar haben!#kratz

#liebdrueckJulia mit Lena und Lilian die jeden abend brüllt und trotzdem nicht schläft#schwitz

Beitrag von hanni123 28.08.07 - 13:49 Uhr

Huhu,

dieser Meinung bin ich auch. Es gibt in diesem Buch Tipps, die ich hilfreich finde, und auch Dinge, die ich so nicht machen würde. Z.B. sind wir erst durch dieses Buch darauf gekommen, dass Julian nachts die Wasserflasche als Einschlafhilfe verwendet. Als wir das dann sanft (nicht mit Schreienlassen, sondern mit Trösten, Streicheln, Schnulli, Schmusetier) geändert haben, hat er auch wieder durchgeschlafen, vorher kam er am Ende alle 1-2 Stunden.
Babys durch Schreienlassen zu konditionieren finde ich nach wie vor sehr bedenklich und würde es so nicht machen. Aber das ist nur ein kleiner Teil des Buches.

LG

Hanna

Beitrag von carmen7119 28.08.07 - 13:52 Uhr

Babys durch Schreienlassen zu konditionieren finde ich nach wie vor sehr bedenklich und würde es so nicht machen. Aber das ist nur ein kleiner Teil des Buches.

endlich mal jemand der meiner meinung ist!!!!!!!!!!#danke
denn ich hab schon ernsthaft an mir gezweifelt;-)

lg
carmen

Beitrag von sabine0411 28.08.07 - 13:52 Uhr

Ich verstehe voll und ganz was du meinst ;-)

Habe das Buch selber nie gelesen,aber finde man sollte ein Buch auch nur als Richtlinie nutzen.
Suche selbst grade ein Buch um einfach Rituale kennenzulernen um meiner Maus das Einschlafen zu erleichtern, das ihr ziemlich schwerfällt :-(

Und es hat nicht jedes Kind Probleme damit. Die Söhne meiner Freundinnen schlafen ohne Probleme ein. Klar ist jedes Kind anders aber wenn die einen es können, kann man es auch den anderen beibringen.
Wäre ja auch für die Knirpse eine Erleichterung ohne Probleme einschlafen zu können.

LG

Sabine mit Juliette 13 Wochen

Beitrag von carmen7119 28.08.07 - 13:56 Uhr

Wäre ja auch für die Knirpse eine Erleichterung ohne Probleme einschlafen zu können.

so seh ich das auch!

was ist denn schöner,ein baby wa sallein einschlafen kann ohne große ängste,oder ein baby was nachts ständig wach wird weil es verlustängste hat und nach der mama weint die ja irgendwie grad noch da war und es gestillt,gefüttert oder sonst was gemacht hat.

mein baby schläft allein ein und das ganz bewusst.lasse brauchte noch NIE lange schreien udn wir danken täglich dafür das es so toll klappt!

#danke#danke#danke#danke#danke#danke#danke#danke

lg
carmen

Beitrag von janti 28.08.07 - 14:02 Uhr

hallo Sabine,

sehe ich genauso.

Was mich hier etwas entsetzt, sind diese Aussagen, wenn ein Kind schreit, bekommt es Spätschaden und ist mehr oder weniger verhaltensgestört.

Wie war es denn früher, als man(Frau) 4 oder 5 Kinder hatte und das in kurzen Abständen? Sind alle Grossfamilienkinder verhaltensgestört? Werden nur Einzelkinder, die immer. wenn sie schreien, quengeln etc herumgetragen werden, gute Menschen? Sicher hatte man früher noch die Oma, die mithalf, aber immer war das auch nicht der Fall. Mein Vater hat 9 Geschwister und keiner ist gestört (hoffe ich mal ;-))

Muss ich meine zukünftigen Schwiegertöchter und Söhne fragen, ob Ihre Mütter JKKSL gelesen und danach gehandelt haben und in welchen Umfang? Heiraten meine Kinder dann keine Gutmenschen?

Mein drittes Kind war ein Schreikind und mit 8 Monaten habe ich mir einiges aus dem Buch rausgezogen. Habe ich jetzt 2 normale Kinder und ein gestörtes Kind?

So - Sarkasmus weg.

Ich denke, da die meisten in Mitteleuropa lt. Statistik nur mehr 1,4 Kinder haben, wird jegliche Fürsorge und Liebe eben meist auf das eine Kind verwendet, bei mehreren Kindern wird und muss die Zeit geteilt werden, denn alle Kinder haben Bedürfnisse. Auch für das Sozialverhalten der Kinder ist es gar nicht schlecht, wenn sie nicht immer im Mittelpunkt stehen.

Ich glaube, keine Mama lässt ihr Kind stundenlang schreien, aber es wird kein Kind Spätfolgen davon tragen, wenn man nicht gleich Richtung KIZI rennt und es hochnimmt.

lg
Janti

Beitrag von knitschie 28.08.07 - 14:23 Uhr

hallöle,
habe dieses buch seit 6 jahren zu hause und habe bei meiner tochter fast genauso verfahren. (habe nur nie die einschlafhilfen wiee z.b. nucki oder spieluhr) weggelassen. hatte damals auch keinen pc also gabs auch kein forum. wir hatten nach 3 etwas anstrengenden nächten ein harmonisches friedliches ungestörtes schlafen wiedergefunden.
als ich letztes jahr schwanger wurde, und einen pc besaß#freu dachte ich ich spinne, als ich die disskussionen zu dem thema laß#schock#schock#schock ich war ja lt aussagen einiger im forum eine rabenmutter!
ganz ehrlich, mir ist es egal wie einige hier darüber denken, zumal es auch vielleicht eltern sind die keine schlafprobleme haben oder keine erfinden (denn oftt sind ja auch wir eltern schuld am schlafverhalten) oder die zufrieden sind damit 10x in der nacht aufzustehen. ich war und bin es auch heute nicht, ich brauche meinen schlaf genauso wie mein mann und meine tochter (die im übrigen nie wieder schlafprobleme hatte), deshalb habe ich vor 2 wochen das buch wieder ausgekramt und danach bei unseren sohnemann gehandelt.

und fazit: nach nur einer nacht und OHNE geschrei half uns dieses buch wieder einmal, weil es uns auf den richtigen weg brachte

DAS WIR ELTERN UNSERE KINDER IN ALLEM UNTERSTÜTZEN MÜSSEN UND DAS NUNMAL AUCH BEIM SCHLAFEN LERNEN!

liebe grüße
von nadin, die hofft das nicht wieder eine endlose diskussion entfacht;-)

Beitrag von kleineute1975 28.08.07 - 14:48 Uhr

Hi

endlich mal was gescheites dazu

ich finde es auch immer schlimm hierzu lesen , wie Mütter über anderen Mütter herfahren, die das Buch angewandt haben. Diese Mütter die das Buch hassen, haben es meist nicht mal gelesen,

ich habe es angewandt und auch gelesen, da steht nichts von Kind schreien lassen etc....

ich finde deinen Beitrag gut mich nervt das auch immer und ein ausgeschlafene Mutter ist für ihr Kind besser da, als eine Mutter, die total müde und gereizt ist...

genauso wie Mütter die nicht stillen, werden hier auch nieder gemacht finde ich auch nicht okay

LG Ute

Beitrag von ayshe 28.08.07 - 16:05 Uhr

ich habe es richtig gelesen und mich intensiv mit der methode befaßt.
fazit:


einfach zum kotzen!!!!
vor allem, wenn man bedenkt, WIE der scheiß funktioniert #schock

Beitrag von powerranger 28.08.07 - 18:37 Uhr

Kann dir nur Recht geben und finde es auch zum Würgen :-(.



PR

Beitrag von ayshe 31.08.07 - 09:53 Uhr

ich finde, du solltest deine katzte mal zum augenarzt schicken und die kuh zum HNO !

#freu#freu#freu
(schmeiß-weg!!)

Beitrag von knuddelbea 28.08.07 - 20:07 Uhr

Hey!!!
Muss Gedankenübertragung gewesen sein! Hatte nämlich auch vor, diese Diskussion zu eröffnen.
Meine Paula ist 11 Wochen alt und ich verfahre nach dem Buch. Es steht nämlich auch drin, wie man sein Bay von Anfang an in die Richtigen Bahnen lenkt. Paula ist ein sehr zufriedenes Kind. klar weint sie auch mal beim Schlafen-Gehen. Aber wenn ich merke, dass sie sich nicht selbst beruhigt gehe ich selbstverständlich hin und streichel sie, bis sie wieder ruhiger ist.
Finde das Buch jedenfalls nicht schlimm. Undein bischen weinen bringt ein Kind nicht gleich um! Meine Oma hat ihre Kinder von 22:00 bis 6:00 nie gefüttert. Haben sie geschriehen, wurden sie ins hinterste Zimmer gestellt#schock Das ist natürlich zuviel des guten, aber geschadet hat es auch nicht. Mein Papa ist ein ganz normaler Mensch geworden;-)
Aber wenn es den Mamis Spaß macht stundenlang ihre Babys in den Schlaf zu tragen, nachts 20 mal aufzustehen und das es sie nicht stört das auch noch bei Kleinkindern machen zu müssen, weil die immernochnicht alleine ein-/ durchschlafen..... LASST SIE DOCH!!!;-)
LG
Carmen und Paula

Beitrag von pauli72 28.08.07 - 20:47 Uhr

Hallo,

ich habe das Buch gelesen und habe sehr wohl gelesen, dass man sein Kind schreien lassen soll. Natürlich nicht 'einfach', sondern nach einem bestimmten Muster.

Ich finde, das ist eine Art von Kindesmisshandlung.
Außerdem lernt das Kind nicht, sich selbst zu helfen, sondern es lernt, dass ihm niemand hilft.
Mittels Schlaflaboren kann man herausfinden, dass dieses 'Schreien lassen' einen ganz, ganz hohen Stress bei Kindern auslöst. Angst ist, wie vielleicht nicht bekannt ist, messbar. Und diese Art von Schreien ist pure Angst.

Natürlich werden diese Kinder keine Massenmörder, aber der Weg zu einer selbstbewußten, in-sich-ruhenden, selbstsicheren Person wird dadurch erschwert, vor allen Dingen, wenn man dieses Verfahren häufiger anwendet, auch im Zusammenhang mit anderem Verhalten.
Für ein kleines Kind, das simple Abläufe oder Gegebenheiten (z.B. Mama ist nicht weg, sondern in einem anderen Zimmer) noch nicht begreift, ist das Nicht-Helfen eine Qual.

Außerdem stellen Eltern, die diese Verfahren anwenden, meiner Meinung nach, ihr eigenes Wohl höher als das des Kindes - ich nenne das Egoismus.
Ich selbst habe auch einen gewissen Egoismus, der bei diesen Verhaltensweisen aber gegen Null tendiert.

Und wisst Ihr, wann ich wirklich einen Brechreiz bekomme?
Wenn ich lese "mein Kind ist aber total glücklich".
Ist das dann die Begründung dafür, dass man so verfahren darf?
Ein ganz krasses Beispiel: Kinder, die von ihren Eltern misshandelt werden, lachen auch und denen sieht man es auch oftmals nicht an!!!

Hier übrigens ein Statement vom Kinderschutzbund:

Wir kennen das Buch "Jedes Kind kann schlafen lernen". Es gibt eine ganze Reihe in der Serie: "Jedes Kind kann ... lernen". Diesen Büchern steht eher ein verhaltenstheoretisch orientiertes Erziehungsmodell des Konditionierens zu Grunde.

Wir haben keine dezidierte Stellungnahme gegen diese Bücher bisher gefasst.

Wir im Kinderschutzbund empfehlen allerdings diese Bücher auch nicht. Weder die Haltung noch das Menschenbild, noch die Tipps, die in diesen Büchern zu finden sind, entsprechen der Haltung, die wir im Kinderschutzbund und in unseren Elternkursen, "Starke Eltern - Starke Kinder® vertreten.

Für uns ist eine Anleitung zur Erziehung, die die Bindung und Beziehung zwischen Kindern und Eltern stärkt, die die Kompetenzen der Eltern und Kinder heraus zu finden hilft und die auf Klärung der eigenen Werte- und Erziehungszielvorstellungen setzt, wichtig. Bei uns kommt es ganz wesentlich auf die Achtung von Bedürfnissen und Gefühlen von Kindern an, aber später auch, wenn Kinder größer sind, sollen Eltern sich auch nicht bloß ohne Ende für die Kinder aufopfern müssen.

Weiterhin sind bei uns wichtig: sensible, aber auch humorvoller Umgang und klare Kommunikation miteinander, gegenseitiger Respekt, Zuneigung, Anerkennung, Vertrauen und Annahme. Wir unterstützen Eltern bei der Suche nach den Wegen, Konflikte und Probleme zu lösen, die die unterschiedlichen Bedürfnisse und Werte möglichst berücksichtigen. Auch das Alter, Reifegrad und Persönlichkeit jedes einzelnen Kindes gilt es im Blick zu halten – auch beim (ein-)schlafen lernen! Auch die Kinderrechte spielen bei uns in den Elternkursen eine wichtige Rolle.

Ein genaueres Bild über unsere Haltung und Inhalte in den Elternkursen gibt Ihnen, wenn Sie möchten, der von Paula Honkanen-Schoberth geschriebene Elternratgeber:

"Starke Kinder brauchen starke Eltern", erschienen in der Urania Verlag, für 12.90 €. Sie ist auch die Mitautorin der Elternkurskonzeption, Familientherapeutin und langjährige Mitarbeiterin im Kinderschutzbund.

Elternkurse werden inzwischen in vielen Orten, bei unterschiedlichen Trägern angeboten, die Kinderschutzbund-Ortsvereine vor Ort sind in der Regel informiert, wo die Kurse laufen.

Wir hoffen Ihnen mit unseren Ausführungen ein wenig geholfen zu haben

und verbleiben

mit freundlichen Grüßen
........

Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass meine Tochter nun fast 16 Monate alt ist und noch nie durchgeschlafen hat?
Ich bin mir aber sicher, dass sie es tut, wenn sie es kann. Und solange kann ich warten.

Pauli, die sich immer noch über soviel schwachsinniges Gelaber aufregt.

Beitrag von baby1997 28.08.07 - 22:02 Uhr

Hallo!

Das Argument mit dem Kinderschutzbund zieht ja wohl nicht. Natürlich empfehlen sie die Bücher der eigenen Mitglieder, ist doch klar. Und dem anderem Buch stehen sie indifferent gegenüber.

Ich finde das Buch selbst auch fraglich, aber es ist viel dabei, was man für sich entnehmen kann. Und ganz ehrlich ich kann verstehen, das einige Mütter diese Methode umsetzen.
Deine Tochter hat noch nie durchgeschlafen? Okay, aber meldet sie sich auch stündlich und will nur auf deinem Arm schlafen?? Es gibt nichts schlimmers als permanenter Schlafentzug und wenn eine Mutter vor lauter Übermüdung und Erschöpfung und Verzweiflung kurz davor ist dem Kind etwas anzutuen ist ein "bißchen Egoismus" doch wohl angebracht.

"...vor allen Dingen, wenn man dieses Verfahren häufiger anwendet, auch im Zusammenhang mit anderem Verhalten. "

In dem Buch steht auch, das die Methode nur anzuwenden ist, wenn das Kind gesund ist und eine vertrauensvolle Bindung zu den Eltern hat. Das heißt es ist eine einmalige Anwendung und bedeutet nicht: laß dein Kind bei jeder Gelegenheit einfach schreien.

Du findest das Kind "nach einem bestimmten Muster" weinen zu lassen, ist Kindesmisshandlung?? Was willst du machen, wenn dein Kind älter ist, bekommt es dann immer was es will, damit es nicht schreit?

So, nun hab ich mich über dein "schwachsinniges Gelaber" aufgeregt.

Gruß Christiane

Beitrag von pauli72 29.08.07 - 07:46 Uhr

Hallo,

es geht nicht darum, welche Bücher der Kinderschutzbund empfiehlt, sondern welche Stellung er zu anderenr Büchern bezieht.

Meine Tochter schläft sehr oft nur auf meinem Bauch oder, wie letzte Nacht mit Stillen im 2h-Rhythmus. Mir braucht wirklich niemand etwas über das Nicht-Durchschlafen zu erzählen.

Ein Kind, das erst ein Jahr alt ist kann übrigens noch keine gefestigte Bindung zu den Bezugspersonen haben. Dies geschieht erst viel später. Wenn in diesem Alter das Programm angewandt wird, dann wird das Vertrauen auf jeden Fall erschüttert.

Übrigens kann ich sehr wohl unterscheiden, ob meine Tochter aus Wut schreit, weil ich ihr etwas wegnehme, womit sie nicht spielen soll oder ob sie aus Angst oder Panik weint oder schreit.
Nachts weint sie übrigens NIE aus Wut !!!

Welches Argument von Dir darf ich noch widerlegen?

Gruß
Pauli

Beitrag von baby1997 29.08.07 - 13:58 Uhr

Hallo,

der Kinderschutzbund empfiehlt das Buch nicht, aber er sagt auch nicht: Lasst die Finger davon. Er enthält sich.

Gut, ich bin der Meinung, das man sehr wohl eine gefestigte Bindung aufgebaut haben kann, wenn das Kind ein Jahr alt ist. Sonst wären ja auch Krippenkinder in ihrem Vertrauen erschüttert, wenn Mama das Kind abgibt.

Das Programm soll ja auch nur angewandt werden, wenn das Kind nicht krank ist oder andere Phasen durchmacht. Was für mich eh bedeutet: Das Kind muss älter als 14 Monate sein (und alle Zähne sind da).

Ich glaube nicht, das es ein Kind gibt das nachts aus Wut schreit. Aber wenn ich wirklich dem Kind mit dieser Methode "schlechte" Schlafgewohnheiten abgewöhnen will, dann schreit es aus Wut, weil es zB seine Flasche nicht bekommt. Es schreit dann nicht mehr aus Angst oder Panik.

Gruß Christiane

Beitrag von giraffe15 30.08.07 - 12:57 Uhr

#kratz

kein kommentar

Beitrag von raleigh 28.08.07 - 21:01 Uhr

Mir ist das Buch zu einseitig. Es verspricht viel und ignoriert gezielt die Möglichkeiten, die ein so kleines Kind zur Selbstberuhigung hat (keine). Es ignoriert die Abhängigkeit von den Eltern und es ignoriert die Tatsache, dass die Welt kleiner Kinder noch ganz anders aussieht. Sie sehen anders, sie haben ein ganz anderes Zeitempfinden, sie hören feiner, sie besitzen keine gedankliche Sprache und haben ein emotionales Gedächtnis.

Das Buch geht ganz stark von viel zu simplen Regeln aus, die den Eltern den Umgang mit ihrem Kind erleichtern sollen.
Es stellt Rituale und feste Abläufe als DAS Allheilmittel dar und vergisst dabei völlig, dass über allen Verhaltensregeln, Ritualen und Gewohnheiten etwas anderes steht: Nähe zu den Eltern.
Und es vergisst, dass Kinder sich massiv unterscheiden - dass viele der empfohlenen Regeln und Methoden für alle die Kinder eine Qual sind, denen der strenge Ablauf nichts bringt und die nur ihre Eltern brauchen.

Beitrag von deinemudder 28.08.07 - 21:09 Uhr

"Also hier noch einmal meine Bitte: Lest bitte das Buch richtig, wenn Ihr dazu was schreiben wollt. Oder auch lest die Beiträge richtig, viele Dinge werden hier schnell missverstanden. "

Ja das stimmt sicherlich. Allerdings habe ich in jahrelanger lektüre von urbia-postings zu diesem thema auch feststellen können, dass es durchaus mütter gibt, die gern auch in die andere richtung das buch nicht "richtig" lesen konnten.

Sie übersahen, an wen sich das buch richtet (verzweifelte, die nicht mehr weiter wissen), für welche kinder es geeignet ist (nicht drei wochen alte, nicht kinder, die "nur" sechs stunden am stück schlafen wollen, nicht kinder, die nicht pünktlich zum viertel-nach-acht-film eingeschlafen sind), und sie übersahen ebenfalls, dass eben noch ein bisschen mehr zu der (zweifellos fragwürdigen) methode gehört, und gaben gern froh feixend fremden frauen, über deren kinder sie rein gar nichts wussten, den vermeindlich guten tipp weiter, das kind doch ruhig mal "kontrolliert" schreien zu lassen - inklusive einer anleitung hinsichtlich der zeiten und verhaltenstipps für die mütter.

Die erfahrung hat mir persönlich gezeigt: das buch "jedes kind kann schlafen lernen" bedeutet gerade auch für die befürworterinnen, die das buch NICHT oder UNZUREICHEND gelesen haben: "lass das gör brüllen, wenn es nicht funktionert".

Und DAS ist es, was ein buch wie dieses fragwürdig macht - davon abgesehen, dass ich von der methode tatsächlich nicht viel halte.

Grüße
Alex
der (nur noch mal zur erinnerung) durchaus klar ist, dass es in dem buch eben NICHT nur darum geht.