Wie Verhütet ihr nach Schwangerschaft?

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Forum: Verhütung

Pille, Kondom oder doch Spirale? Im Laufe der Jahre probieren die meisten Frauen verschiedene Methoden der Verhütung aus. Da tauchen eine Menge Fragen auf, für die hier der Raum ist. Übrigens: Medikamente und Verhütungsmittel dürfen bei uns nicht weitergegeben werden.

Beitrag von dia111 28.08.07 - 14:16 Uhr

Hallole,

habe vor 17Tagen entbunden und mache mir jetzt gedanken über die weitere Verhütung.Würde ja gerne die Spirale nehmen aber das geht bei mir nicht,weil ich unter anderem einen doppelten Scheideneingang habe.Und Kondom ist mir zu unsicher,da ich ungeplant mit kondom wieder schwanger geworden bin,also fällt das auch flach.

Da ich stille will ich eigentlich keine Pille nehmen,jedenfalls keine so starke,damit das stillen nicht beeinträchtigt wird.

Bitte teilt mir eure Entscheidungen mit,damit ich mal einen einblick habe was da sonst so alles gibt.

Vielen Danke für eure Antworten
LG
Dia

Beitrag von fee85 28.08.07 - 15:55 Uhr

Hallo,

erstmal Herzlichen Glückwunsch zur Geburt!!!!!


ich bin zwar derzeit noch schwanger, aber ich hab mir auch schon ein paar gedanken gemacht, wie es nach der geburt weitergehen soll.

Unsere Kinderplanung ist vorerst abgeschlossen, also brauch ich was sicheres.


Ich hatte vor der SS das Implanon, das war von der Sicherheit her klasse, nur leider hatte ich soviele Nebenwirkungen, dass ich es nciht mehr nehmen werde.



Ich denke ich werde es mit dem Nuvaring versuchen. Da muss man nur alle 3 Wochen dran denken und er soll so sicher sein wie die Pille.


Ich werde aber nach der Geburt (oder schon kurz vorher) mal mit meinem FA drüber reden, was er mir rät.


Vielleicht machst du das auch mal?



Lg und alles gute


Fee85 (mit Noemi im Bauch 23. SSW)

Beitrag von dia111 28.08.07 - 17:26 Uhr

Hallole,

erstmal danke für deine Antwort.
Wollte das auch mal ansprechen bei meiner FÄ, aber mal wieder war das Baby schneller da.

Habe noch nie was von Implanon gehört,den Ring kenne ich,habe mich mit dem aber nie so richtig auseinander gesetzt,weil ich ja nach meinem 1Kind immer ein 2tes wollte,aber jetzt ist es anders und es soll natürlich auch sicher sein.
Gut habe jetzt in 3Wo den Nachsorgetermin und werd mir ihre Meinung anhören und dann entscheiden,mal sehen was sie meint.
War halt immer auf Spirale aus,aber das geht ja leider nicht.

Dir noch eine schöne Schwangerschaft
und vielen Dank nochmal

Lg Dia

Lg
Diana

Beitrag von anro 28.08.07 - 19:07 Uhr

War heute zur NAchsorge:

mir hat mein FA folgendes vorgeschlagen:
- während der Stillzeit entweder die Stillpille, Spirale oder Gummi od. 3-Monatsspritze

Keine Ahnung was ich mache!

Ich wollte eigentlich keine Hormone mehr nehmen- echt blöd, dass es anderweitig aber kaum geht.

LG Anro

Beitrag von dia111 28.08.07 - 19:19 Uhr

Vielen Dank,

erst mal herzlichen Glückwunsch zu deinem Sonnenschein.

Die Spirale kann ich ja nicht nehmen,da ich sonst 2 brauchen würde,Kondome(da ist ungeplant unser 2Kind entstanden)fällt also auch flach.
Stillpille und 3Monatsspritze mal sehen was sich für mich eignet, aber sich alle 3Monate ne Spritze geben zu lassen ist für mich ne Grausame Vorstellung.

Mal sehen was sie mir empfiehlt(im Moment kann ich ja eh kein Sex haben);-)

Lg
Dia

Beitrag von karbolmaeuschen 29.08.07 - 13:32 Uhr

Liebe Dia!

Es gibt eine Menge Verhütungsmöglichkeiten wenn Du stillst!

1) Mechanisch

Kondome sind ein geeignetes Verhütungsmittel während der Stillzeit - auch wenn es für einige ungewohnt sein mag. Sie lassen sich sofort nach der Geburt anwenden und haben auch keinen Einfluss auf die Muttermilch.

Nach der Wochenbettphase eignen sich auch andere Barrieremethoden, beispielsweise Diaphragma, Portiokappe oder das Lea Contrazeptivum. Frauen, die schon vor der Geburt ein Diaphragma verwendet haben, sollten es neu anpassen lassen, weil sich die Größe ändern kann. Die Kontrolluntersuchung sechs Wochen nach der Geburt ist ein geeigneter Zeitpunkt dafür.

Viele Frauen lassen sich sechs Wochen nach der Geburt eine Spirale einsetzen.

2) Hormonell

Manchen Frauen ist der Gedanke an einen Fremdkörper in Scheide und Gebärmutter unangenehm. Reine Gestagenpräparate ohne Östrogen sind eine Alternative. Im Gegensatz zu den Kombinationspillen beeinflussen östrogenfreie Präparate weder Fluss noch Qualität der Milch. Es konnte auch gezeigt werden, dass Gestagene keine Auswirkungen auf das Wachstum des Kindes haben.

Zu den reinen Gestagenpräparaten zählen neue Minipille, Minipille, Dreimonatsspritze, Verhütungsstäbchen und Hormonspirale. Im Vergleich zu herkömmlichen Spiralen treten weniger Blutungsstörungen auf. Der Vorteil gegenüber oral zugeführten Pillen oder Depotpräparaten in Spritzenform ist, dass die Hormonspiegel gleichmäßig niedrig liegen.

3) Natürlich

Natürliche Verhütungsmethoden wie die Temperaturmessung sind in der Stillzeit nicht unbedingt sicher. Bei den meisten Frauen gerät der Schlafrhythmus so weit durcheinander, dass die Aussagekraft der morgendlichen Aufwachtemperatur viel zu gering ist. Ohnehin sind Verhütungsmethoden, die an Regelmäßigkeit gebunden sind und Selbstdisziplin erfordern, in dieser Zeit schwer durchzuhalten - Stillen, Zuwendung für das Kind und die familiäre Neuorientierung erfordern nämlich einen ziemlichen Kraftakt.

Das Stillen bietet einen guten Schutz vor einer erneuten Schwangerschaft. Es müssen hierbei aber einige "Regeln beachtet werden:
LAM (Laktationsamenorrhö-Methode) gilt als sichere Methode, wenn die Frau ab dem 56. Tag nach der Geburt noch keine Periode hatte und die Geburt nicht länger als 6 Monate zurückliegt. Es muss tagsüber mindestens alle 4 Stunden gestillt werden und nachts darf der Stillabstand nicht größer als 6 Stunden sein.

Bei Studien wurde eine Sicherheit von mehr als 98% festgestellt (Pearl Index 2), wenn die oben genannten Kriterien zutreffen.

4) Sterilisation

Manche Paare sind sich nach der Geburt sicher, dass die Familienplanung abgeschlossen ist und keine weiteren Schwangerschaften folgen sollen. In diesem Fall kann sich einer der Partner sterilisieren lassen. Bei Männern lässt sich der Eingriff ambulant und in Lokalanästhesie durchführen, Frauen brauchen dagegen eine Vollnarkose, weil die Eileiterdurchgängigkeit per Bauchspiegelung unterbrochen wird.

Eine Sterilisation ist auch direkt nach einer Geburt möglich. Durch einen kleinen Schnitt am Bauchnabel werden die Eileiter größtenteils entfernt. Sollte ein Kaiserschnitt geplant sein, lässt sich die Sterilisation auch während des Eingriffs durchführen. In diesem Fall sollten Sie Ihren Arzt unbedingt schon zu Beginn der Schwangerschaft informieren.

(Artikel von Dr. med. Katharina Larisch)

Über die Sicherheit der NFP gibt es jetzt eine Langzeitstudie der Universitätsklinik Heidelberg wo der Pearl Index der NFP zwischen 0,4-0,6 liegt. Das ist besser als die Pille, die bei 0,6- 0.8 liegt.

Es gab es im Februar einen artikel in der "Welt"
http://www.welt.de/wissenschaft/article728068/Natu...le.html


Habe selbst voll gestillt und während der Stillzeit mit LAM und der Zervixschleimmethode verhütet, die ich auch schon vor der SS angewendet habe.

Siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Lactational_Amenorrhea_Method

Gruß Silke
exam. Krankenschwester

Beitrag von dia111 29.08.07 - 13:52 Uhr

Hallo Silke,

Vielen vielen Dank für deine ausführliche Antwort.
Da sind Sachen geschrieben die ich noch nie gehört habe, wie Lea Contrazetivum und Protiokappe (werde gleich mal googlen).

Wollte ja eigentlich die Spirale(habe das mir auch in den Kopf gesetzt),aber das geht ja nicht bei mir (Uterus duplex,bicollis und bicornis).

Werde mich weiter informieren,aber habe erst mal vielen Dank.

Lg
Diana