Die gewisse Würze... im Topf!?

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Forum: Topfgucker

Nachdem am Morgen die quälende Frage: "Was soll ich heute nur anziehen?" erfolgreich beantwortet wurde, wartet schon die nächste, noch quälendere, Frage: "Was koche ich denn heute?". Auch andere Fragen rund um Rezepte und Lebensmittel sind hier am richtigen Platz. 

Beitrag von the_love_of_agony 28.08.07 - 14:17 Uhr

Liebe Topfgucker :-)


Ich habe ein eher weniger dramatisches Problem - aber es ärgert mich konsequent.

Jeder kennt wohl die leckeren Eintöpfe und Nudelsuppen aus Omas Zeiten. #koch
So auch ich.
Nun versuche ich gelegentlich das "nachzukochen".
Leider kann ich die Rezepte an sich nicht mehr erfragen.

Was die Zutaten angeht ( also was rein kommt) hab ich alles zusammen.
Mein Problem ist die Würze.

Irgendwie fehlt mir diese gewisse Würze die die Eintöpfe oder Suppen immer hatten. Etwas scharf, aber nicht brennend. Eine Würze die einem irgendwie auf Zunge und im Gedächtnis bleibt.

Und ich kriegs nicht hin #schmoll

Ich hau Salz, Pfeffer, Paprika rein... egal wie viel wovon - es ändert sich nichts.
Es wird halt nur pfeffriger, salziger, paprikaiger (?)...#kratz


Hilfe ... was mach ich falsch #gruebel


LG.
Agony

Beitrag von sternchen190881 28.08.07 - 14:20 Uhr

Hi,

hmm, kommt drauf an, was es für ein Eintopf ist.

Es macht auch unheimlich was im Geschmack aus, je nachdem, welches Fleisch man z.B. zum kochen dazu gibt.

Also meine Oma hat lediglich mit Pfeffer, Salz, Muskatnuss, Lorbeerblättern und später auch mit Maggi und Fondor gekocht.

LG
Sunny

Beitrag von the_love_of_agony 28.08.07 - 14:34 Uhr

Viele Dank für deine Antwort :)

Muskatnuß und Lorbeer hab ich noch gar nicht probiert .. weil auf der Packung nicht drauf steht wie es geht, daher hab ich mich noch nicht rangetraut #hicks


Ich mache oft so Hühner oder Rinderbrühe mit allerlei Gemüse, und dann entweder Suppennudeln oder Kartoffelstückchen rein.

Hab jetzt oft diese Gläschen genommen wo so konzentrierte Fleischbrühe drinnen ist, samt Fleisch. Da hab ich schon eine Grundwürze dann.

Ob Zwiebel fehlt?
Kocht man Zwiebel mit?

Es kann doch nicht so schwer sein ne SUppe zu kochen *motz*

Beitrag von sternchen190881 28.08.07 - 14:40 Uhr

Hi,

diese konzentrierte Brühe brauchst du eigentlich gar nicht. Was ich früher immer falsch gemacht habe:

Ich hab immer viel zu viel Wasser genommen / bzw. viel zu wenig Fleisch für die Menge Wasser.

Was packst du denn an Gemüse rein? Vielleicht fehlt dir der Sellerie? Der gibt auch eine gewisse Würze...

LG
Sunny

Beitrag von the_love_of_agony 28.08.07 - 14:47 Uhr

Oh Sellerie ?

Ich tu nur das rein was ich mich noch erinnern kann gesehen zu haben: Kartoffeln, Erbsen, Möhren, Lauch.

Ich glaube Zwiebeln waren drinnen, aber ich kann mich nciht mehr genau erinnern.
Sellerie ist mir nicht im Gedächtnis aber klingt logisch.


Dann werd ich mal Sellerie, Lorbeer und Muskatnuß probieren...und vielleicht Zwiebeln.

#danke

Beitrag von gini1 28.08.07 - 15:05 Uhr

Hi,

ich würd es aufjedenfall mal mit ner Zwiebel versuchen.

Einfach schälen und einmal durchschneiden. Bei hats geholfen.
Versuche auch grad die Rindfleischsuppe meiner Schwiegermutti nachzukochen.

Selbst wenn Sie mir sagt was reinkommt schmeckt es nicht so wie bei ihr.#schmoll

LG

Beitrag von sternchen190881 28.08.07 - 15:08 Uhr

Ich kaufe für Eintöpfe immer so einen fertigen Bund "Suppengemüse". Und da ist Sellerie eigentlich immer dabei.

Aber ich nehm ihn nach dem Kochen dann raus.

Das mit der Zwiebel ist auch eine gute Idee.

LG
Sunny

Beitrag von the_love_of_agony 28.08.07 - 15:27 Uhr

Also nehme ich den Sellerie dann raus ?

Dann wundert es mich nicht dass ich sowas wie Sellerie und Lorbeer nie gesehen habe in den Suppen ^^

Beitrag von sternchen190881 28.08.07 - 15:40 Uhr

Hi,

also ich nehme diese Sachen immer raus, eben weil ich sie nicht mag.

Aber der Geschmack muss für mich trotzdem sein.

LG
Sunny

Beitrag von flusensieb 28.08.07 - 17:14 Uhr

Hallo, Zwiebeln kannst du mit dem Fleisch im Topf gleich mitkochen. Ich viertle die Zwiebeln immer, lasse die Schalen aber dran (schönere Farbe der Brühe). Was zu "Omas Zeiten" häufig auch mitgekocht wurde: Wurstreste (auch die Schale von Würsten). Das gibt einen feinen Geschmack. Und das Grüne vom Sellerie. Das bekommt man in Supermärkten oft, das ist das grüne Kraut, das viele von der Knolle abmachen und liegenlassen. So etwas kann man entweder mitnehmen oder eben eine Sellerieknolle mit Kraut kaufen. Das Grüne abmachen, waschen und mit dem Laub nach unten schattig aufhängen, bis es vollkommen getrocknet ist. Dann zerkrümeln und luftdicht verpackt aufbewahren. Riecht wie die typische Suppe und ist als Suppengewürz wunderbar.

Beitrag von doucefrance 28.08.07 - 20:26 Uhr

Hallo,

wenn ich Suppe koche, dann gebe ich zum Fleisch immer einige (meist drei) Wacholderbeeren, die ich mit der Gabel kurz gedrückt habe, dann ein bis zwei geviertelte Zwiebeln, Pfefferkörner, Lorberblätter, ein Stück Sellerieknolle (nicht zu viel, wird leicht dominant), ein oder zwei Pimentkörner. Was auch gut dazu passt, sind einige Bätter Liebstöckel, auch Maggikraut genannt. Das koche ich schon alles mit. Wenn das Fleisch gut weich ist, dann durchsieben und die Suppe weiterverarbeiten - einfrieren für Risottos, Eintopfbasis oder nur als Nudel-Gemüse-Suppe fein mit Eierstich drin.

Bei Eintöpfen passt zum Abschmecken auch immer gut Majoran ( das kann man an alle etwas fettigeren Suppen, Saucen und Fleischsorten geben), eine Prise Zucker und ein Schuß Essig.
Zur Schnippelbohnensuppe gehört für mich auch immer ordentlich Bohnenkraut (auch an Bohnensalat), das gibt einen tollen Geschmack.
Überhaupt geize ich mit Salz, wenn dann nehme ich nur Fleur de Sel, oder das Himalayasalz. Da sind wirklich gute Mineralien drin. Sehr viel Verwendung haben bei mir Kräuter, frisch oder getrocknet. Da hab ich einen riesigen Verbrauch!