Einschlafen auf der Brust

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie euer Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von sunshinegirl23 28.08.07 - 14:32 Uhr

Hallo ihr Lieben#freu,

mein kleiner schläft tagsüber nur bei mir auf der Brust ein, erst danach kann ich ihn neben mir auf die Couch oder in seinen Stubenwagen hin legen, jetzt hat aber eine Bekannte von mir gesagt das das nicht gut ist was ich mache, weil mein Kleiner wenn er aufwacht sich erschrecken könnte weil er wo anders liegt als er eingeschlafen ist. Wenn ich ihn in seinen stubenwagen lege, weint er aber. Stimmt das was meine bekannte sagt?

#danke und #herzliche Grüße Jessy mit #baby Jannic

Beitrag von dienettis 28.08.07 - 14:40 Uhr

Hallo Jessy!

Ich glaube nicht, dass das schlimm ist, solange Du in der Nähe bist und sofort reagierst, wenn er wach wird. Er weiß doch dann auch, dass Du da bist.
Nick schläft auch bei mir ein und dann lege ich ihn "weg". Ich muss mich ja auch mal frei bewegen und aufs Klo und was essen und so... Wie soll man das sonst machen #kratz?

Also, wenn Du das Gefühl hast, das geht in Ordnung, lass Dich nicht daran hindern! Du weißt am besten, was gut ist!

VG
Simone

Beitrag von sunshinegirl23 28.08.07 - 14:46 Uhr

Hallo Simone#freu, danke für deine Antwort, dann bin ich ja beruhigt, du hast recht wir müssen ja auch mal aufstehen um etwas zu erledigen, und bisher hat Jannic trotzdem gut geschlafen und war auch glücklich wenn er aufgewacht ist und fängt gleich das lachen an (außer er hat Hunger):-D

#herzliche grüße Jessy + Jannic

Beitrag von ayshe 28.08.07 - 16:00 Uhr

nein, es stimmt nicht.
deine bekannte hat völlig unrecht.

Ein Text von Birgit Welter (Stillberaterin, LLL) mit Auszügen von Denise Both (Stillberaterin, IBCLC)

„Das Kind wird verwöhnt und verzogen.“

"Ja, das ist jetzt schon total verwöhnt"
"Ihr verzieht das Kind, nachher will es nur noch auf den Arm"
"So lernt das Kind ja nie alleine einzuschlafen, alleine zu spielen, sich mit sich selbst zu beschäftigen ..." "Wie soll das Kind denn seinen Rhythmus finden, wenn Du es ständig mit der herumziehst".
So und ähnlich lauten viele Aussagen wohlmeinender Freunde, Verwandte und auch wildfremder Menschen, von denen man auf der Straße angesprochen wird.
Was ist dran an dieser Theorie, dass das Baby durch die Zuwendung,
die es erhält verwöhnt und verzogen wird?
Bernadette Stäbler beschreibt in ihrem Buch "Mama" die Angst,
sein Kind nicht richtig zu erziehen:
"Und schon ist sie da, diese Angst, sein Kind zu verziehen.
Welche Ursachen hat sie? Denn, wer dieses unschuldige Baby anschaut,
fühlt sich sehr glücklich.
Niemand kann sich vorstellen, dass es eines Tages unerwünschte Handlungen vollbringen wird.
Wenn wir also von "verziehen" sprechen, haben wir ein älteres Kind vor Augen.
Das Kind im Trotzalter, das immer "nein" ruft, läßt seine Mutter denken:
"Was für einen Dickkopf habe ich mir großgezogen. Sicher habe ich es falsch gemacht!"
Ist es wirklich so wichtig, dass unsere Kinder vor der Zeit lernen, alleine zu schlafen, alleine zu sein und sich mit sich selbst zu beschäftigen?
Ist es notwendig, dass wir Erwachsenen unseren Lebensrhythmus ändern und an das Baby anpassen, damit sich das Kind gut entwickelt?
Auch hierzu möchte ich wieder aus dem Buch von Bernadette Stäbler zitieren:
"In vielen ursprünglich lebenden Kulturen, die wir "primitiv" nennen, wurden inzwischen Untersuchungen durchgeführt, deren Ergebnisse eine Umwälzung unserer Ansichten über die herkömmliche Kindererziehung mit sich brachten.
Ich möchte eine afrikanische Studie herausgreifen und vereinfacht darstellen:

Die erste Gruppe gebar ihre Babys zuhause und ließ diese keinen Moment allein.
Geborgen bei der Mutter, wurden sie nach Bedarf gestillt und mussten niemals schreien.
Bald ging die Mutter wieder auf das Feld, um die gewohnte Arbeit zu verrichten, das Neugeborene in ein Tragtuch geschlungen.
Die Kontrollgruppe bekam ihre Babys im Krankenhaus mit aller medizinischen Hilfe, einschließlich schmerzlindernden Medikamenten.
Gleich nach der Geburt wurden Mutter und Kind getrennt, um zu ruhen.
Die Babys bekamen Fläschchen und Schnuller, weil dies "das Moderne" war.
Daheim schliefen die Kinder in ihrem Bettchen, in ihrem eigens dafür hergerichtetem Zimmer.
Allein, ohne Körperkontakt. Alles ging recht zivilisiert zu, nämlich nach einem genauen Zeitplan, denn die Kinder sollten sich früh an ein geordnetes Leben gewöhnen und weder kleine Tyrannen noch nervös werden.
Ein Jahr später offenbarte sich das Unerwartete:
Die Kinder der ersten Gruppe waren in allem den anderen voraus: Sie waren intelligenter in ihren Verhaltensweisen und auch viel sozialer eingestellt, selbst die körperliche Entwicklung war besser, obwohl sie die ganze Zeit "festgebunden" waren.
Ähnliche Ergebnisse ergaben vielseitige Studien in den verschiedensten Kulturkreisen.
Wenn wir versuchen, dies mit einer natürlichen, einfühlsamen Intelligenz nachzuvollziehen, wissen wir, warum das Ergebnis so ausfallen musste.
Das Baby fühlt sich bei seiner Mutter geborgen.
Es muss seine Kräfte nicht für das Weinen verbrauchen.
Der mütterliche Körper gibt ihm Wärme.
Wenn das Baby sich an seine Mutter schmiegt, fühlt es ein wenig von dem Glück, das es neun Monate lang im Mutterleib haben durfte.
Es kennt von daher ja auch schon die Herztöne seiner Mutter, es kennt sogar schon ihre Stimme und nun sieht es endlich ihr Gesicht, ihre Augen und darf an der Brust trinken, wenn es möchte.
Das ist das Glück, die mütterliche Liebe, die Impulse gibt für die Intelligenz und das soziale Verhalten. Wenn das Baby sich an die Körperbewegungen der Mutter anpassen muss, während sie ihre alltägliche Arbeit verrichtet, übt es in wundervoller Weise seine Muskeln und den Gleichgewichtssinn." (Aus: Denise Both: "Tragen")

In einem amerikanischen Buch über die Entwicklung von Kindern (Aldrich: "Babys are Human Beeings"') habe ich einmal den wichtigen Satz gefunden
"Damit Kinder sich gut entwickeln können, sind liebevolle Fürsorge und ein beständiges, direktes Eingehen auf ihre Bedürfnisse so ausgesprochen wichtig".
Das steht zwar manchmal im Widerspruch zu unserem "modernen, westlichen" Lebensstil, aber es zahlt sich langfristig aus.

Es ist ein seit Jahrtausenden und in vielen Kulturen bewährtes "Mittel" ein Kind an der Brust zu beruhigen und zum Einschlafen zu bringen.
Das Saugen wirkt beruhigend und nicht umsonst wurden im Laufe der Zeit die verschiedensten Brustattrappen (z.B. Schnuller s.o.) erfunden.
Von der Natur ist es nicht vorgesehen, dass ein Baby oder Kleinkind allein ist und alleine einschläft. Nur passt dieses "natürliche" Verhalten des Kindes nicht in unsere derzeitige Zeitströmung und damit haben wir ein (von uns selbst produziertes) Problem:
Babys und Kleinkinder wissen nicht, was zur Zeit "Mode" ist und benehmen sich so, wie sie es seit Anbeginn der Menschheit getan haben und Eltern, die nicht in das "Schema der derzeitigen Mode" passen, werden verunsichert.

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass niemand fragt
"Wann muss das Kind selbstständig atmen lernen" oder
"Wann muss das Kind frei laufen können"?
Beim ersteren geht jeder davon aus, dass dies eine Fähigkeit ist, die ein gesundes Kind selbstverständlich beherrscht und bei zweiten wird eine große Zeitspanne von vorneherein als normal angenommen.
Nur beim Schlafen, da wird dem Kind nicht die Kompetenz zugestanden, dass es auch diese Fähigkeit selbst und in dem für es passenden Tempo entwickeln wird.
Da wird immer wieder behauptet, dass die Eltern das Kind entsprechend "trainieren" müssen.

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass bis jetzt noch jedes Kind aus dem Bett der Eltern ausgezogen ist und zwar lange vor der eigenen Hochzeitsnacht :) . Die Zweifler und all die, die meinen, dass sie es besser wissen, kannst Du ja mal fragen, ob sie gerne alleine schlafen und ob sie der Meinung sind, dass sie ihren Partner "verwöhnen" (im Sinne von "verziehen"), wenn sie gemeinsam in einem Bett, vielleicht sogar aneinandergekuschelt, schlafen.

Um Menschen bewusst zu manipulieren, muss ein gewisses logisches Denkvermögen und auch bereits eine vorausschauende Denkweise vorhanden sein. Über beides verfügt ein Baby oder Kleinkind noch nicht, denn es kennt noch keinen Zeitbegriff und es hat auch noch keine zielgerichteten Gedankenfolgen wie sie erforderlich sind, um den Eltern "auf der Nase herumzutanzen".

Es ist deshalb auch nicht möglich ein Baby zu "verwöhnen" im Sinne von "verziehen".
Ohnehin ist verwöhnen ja nichts Negatives.
Freuen wir uns nicht alle darüber, wenn uns jemand verwöhnt, will heißen etwas Gutes tut.
Verwöhnen ist nichts anderes als jemandem etwas Gutes tun, dafür zu sorgen, dass er sich wohl fühlt und das ist etwas Positives.

Largo, Buch „Kinderjahre“:
„Manche Erwachsene befürchten, ihr Kind zu verwöhnen, wenn sie auf seine Bedürfnisse allzu rasch eingehen.
Sie meinen, das Kind immer wieder hinhalten zu müssen, damit es nicht allzu verlangend oder gar aufsässig wird.
Das Gegenteil ist richtig.
Wenn man ein hungriges Kind vertröstet, wird sein Hunger nicht kleiner werden.
Nur wenn es Essen bekommt, hört es auf, nach Nahrung zu verlangen.
Genauso ist es auch mit den emotionalen Bedürfnissen.
Erst wenn das Verlangen nach Nähe und Aufmerksamkeit gesättigt ist, klingt es ab.
Kein Kind ist unersättlich in seinen Ansprüchen. Ein Kind verlangt nicht mehr Geborgenheit, als es braucht.

Beitrag von sunshinegirl23 28.08.07 - 16:16 Uhr

Hallo Ayshe#freu

Vielen Dank für deine Antwort, da gehts mir gleich wieder viel besser, mir ist es nämlich sehr wichtig ein glückliches und zufriedenes Baby zu haben als ein trauriges und unglückliches, dem die Nähe dann fehlen würde was es noch braucht.

#herzliche Grüße Jessy + #baby Jannic (der gerade friedlich schlummert)

Beitrag von ayshe 31.08.07 - 09:55 Uhr

das freut mich! :-)

Beitrag von schlumpfine2304 28.08.07 - 20:09 Uhr

hallo.
die bekannte hat recht! es hat aber nichts mit verwöhnen oder nicht verwöhnen zu tun!
es ist einfach tatsache, das babies mehrmals in der nacht aufwachen und "die lage checken" ... bin ich noch da, wo ich eingeschlafen bin? ist mama noch da, wenn sie beim einschlafen neben mir lag? und wenn dann was anders ist als beim einschlafen, dann können das die kleinsten noch nicht verarbeiten und äußern sich auf die ihnen einzige möglichkeit. SCHREIEN!

das dein kleiner weint, wenn du ihn in den wagen legst, kann mehrere ursachen haben. vielleicht brauch er einfach deine nähe? vielleicht ist der stubenwagen zu groß und ungemütlich für den kleinen knirps ...

lg a.

Beitrag von sunshinegirl23 28.08.07 - 21:24 Uhr

Hallo Annett#freu

Vielen Dank für deine Antwort, also ich habe in den stubenwagen schon ne Begrenzung rein damit er nicht das Gefühl hat so verloren zu sein, und außerdem lege ich immer noch ein Shirt von mir mit rein damit er mich riecht, wenn er dann nachts zur Flasche kommt, nehme ich ihn mit ins Ehebett und dort bleibt er dann auch bis in der Früh bis wir aufstehen. Also weinen tut er am Anfang nur kurze Zeit, ich bleibe dann bei ihm und streichel ihn und dann schläft er ein, aber es gab auch schon tage wo ich ihn dann wieder raus habe, weil er nicht da drin liegen wollte, und ganz arg geweint habe und dann habe ich ihn wieder mit zu mir genommen, dann schlief er gut ein derr kleine schatz#freu

#herzliche Grüße Jessy