unterhalt zahlen wenn beide eltern das kind betreuen?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von danibln 28.08.07 - 14:35 Uhr

ich habe mal eine frage und hoffe das hier mir vll jemand helfen kann.

mein mann hat einen 5 jährigen sohn.er lebt bei der mutter.der kleine ist immer von freitag nachmittag bis montag früh bei uns.desöfteren auch mal in der woche für ein paar tage.mein mann ist arbeitslos und bezieht alg 2 und kann somit monentan nicht zahlen.deshalb bekommt die mutter,bzw das kind, untrhaltsvorschuss.

da der kleine aber fast die hälfte der woche bei uns lebt finde ich das es twas ungerecht das er zahlen müsste,bzw es dann später nachzahlen muss.
ich war heute beim jugendamt wegen meinen kindern um unterhalt zu beantragen.

also habe ich mich mal erkundigt und der bearbeiter meinte das wenn die betreuung des kindes geteilt wird,was ja demzuvolge der fall ist, sie keinen unterhalts vorschuss beziehen kann.bzw etwas abgezogen wird,da das kind von beiden betreut wird.

wie ist das jetzt? müsste er gar nicht zahlen wenn er die hälfte der woche bei uns wohnt?
wir (bzw er)zahlen auch so noch dazu,zum beispiel:wenn eine kitafahrt ist oder letztens geburtstagsfeier von dem kleinen war,da beteiligt er sich auch noch an den kostnen....er ist nun mal etwa 3 oder 4 tage die woche bei uns,das kostet ja auch.es ist zwar nicht viel,aber es kostet.deswegen hoffe ich hier antwort zu finden.im netz habe ich nichts passendes finden können.

freue mich auf antworten

Beitrag von amely_09 28.08.07 - 15:03 Uhr

hallo :-)

normalerweise entfällt der barunterhaltsanspruch, wenn ein wechselmodell ausgeübt wird. dabei muß aber das Kind wirklich 50% des Jahres bei euch verbringen!!! (Hört sich sehr ungerecht an, ist aber so: wenn das Kind 45% der Zeit bei einem ET ist, und 55% der bei dem anderen, dann ist der 45% ET immer noch barunterhaltspflichtig)

was ihr zusätzlich zum monatlichen unterhalt an "sonderzahlungen" leistet ist übrigens nett, aber nicht von interesse bei unterhaltsverhandlungen....

mein tip wäre, wirklich mal genau aufzuschreiben, wie oft der kleine bei euch ist, und zu schauen, ob ihr auf die 50% kommt.

(kann natürlich sein, daß sich die mutter dann querstellen wird, wenn ihr offiziell von einem wechselmodell reden werdet!)

lg,

amely

Beitrag von danibln 28.08.07 - 15:54 Uhr

wäre es dann aber nicht so das er weniger zahlen müsste?
ich denke nicht das es ganz genau hälfte hälfte ist,aber aufschreiben wäre mal ne idee!

Beitrag von amely_09 28.08.07 - 15:59 Uhr

ich glaube nicht, daß man die betreung "anteilig" verrechnen kann. wie gesagt, nicht unbedingt sehr gerecht. die normale unterhaltsberechnung geht von einem "standard" umgangsrecht aus.

die frage kommt sehr häufig, vor allem in väterforen, ob man(n) denn nicht in den ferien anteilig kosten für die betreung vom barunterhalt abziehen könnte (da das kind ja dann längere zeit beim vater ist): ganz klare antwort: nein!

da hilft nur noch mit der mutter zu reden. oder ein echtes wechselmodell durchzusetzen.

Beitrag von danibln 28.08.07 - 16:09 Uhr

das ist ja schwierig...mir sagte jedenfalls der sacharbeiter vom ja heute das mein freund es unbedingt melden solle beim ja.und das die kindesmutter soetwas eigentlich angeben müsse,das er das kind so oft in der woche hat.bei mir sieht es wohl anders aus,weil mein ex die kinder von samstag bis sonntag hat,teilweise auch die große montag zur schule noch bringt.und er sagte,wenn er die kinder zum beispiel von freitag bis montag habe,sähe es mit dem unterhaltsvorschuss schon anders aus.

mein ex verdieht nur 1100€ netto und muss nun zahlen.ich weiss ja noch nicht wie viel,aber doch warscheinlich ne menge.(die große ist 8 und die kleine 2...beide von ihm)und da ich vom alg 2 geld lebe, wird es mir eh wieder abgezogen.unterm strich habe ich davon also gar nix,bzw meine kinder und er hat weniger und kann den kindern die zeitdie er sie hat kaum was bieten.meinetwegen brauch er gar nichts zahlen,solange ich nicht arbeite.und soll lieber das geld nehmen und mal mit den kindern in den zoo gehen oder mal ein wochenendurlaub machen.deswegen muss er jetzt warscheinlich sein auto verkaufen.worunter auch wieder die kinder etwas leiden,weil sie mit bahn abgeholt/gebracht werden müssen....
ich finde es für alle väter echt ungerecht,da habe ich sogar mit meinem ex mitleid.

Beitrag von maeuschen06 28.08.07 - 16:12 Uhr

Hallo,

"meinetwegen brauch er gar nichts zahlen"

Dann nimm nichts von ihm. Aber dann laß auch nicht andere für eure Kinder zahlen, die haben damit nämlich nichts zu tun.

"ich finde es für alle väter echt ungerecht"

Warum? Er hat die Kinder gezeugt, dann muß er auch für sie bezahlen. Wieso sollte das aufhören, nur weil ihr euch getrennt habt? Und wieso sollte die Allgemeinheit dann dafür einspringen?

lg

Beitrag von klau_die 28.08.07 - 16:17 Uhr

mein ex verdieht nur 1100€ netto und muss nun zahlen.ich weiss ja noch nicht wie viel,aber doch warscheinlich ne menge.(die große ist 8 und die kleine 2...beide von ihm)und da ich vom alg 2 geld lebe, wird es mir eh wieder abgezogen.unterm strich habe ich davon also gar nix,bzw meine kinder und er hat weniger und kann den kindern die zeitdie er sie hat kaum was bieten.meinetwegen brauch er gar nichts zahlen,solange ich nicht arbeite.und soll lieber das geld nehmen und mal mit den kindern in den zoo gehen oder mal ein wochenendurlaub machen.deswegen muss er jetzt warscheinlich sein auto verkaufen.worunter auch wieder die kinder etwas leiden,weil sie mit bahn abgeholt/gebracht werden müssen....
ich finde es für alle väter echt ungerecht,da habe ich sogar mit meinem ex mitleid

Also bei nem Selbstbehalt von ca. 900 Euro und nem Nettoeinkommen von 1100 Euro kann er ja nicht viel zahlen.
Dass das auf Dein ALG angerechnet wird, mokierst Du nicht ernsthaft, oder? Es ist umgekehrt, Ihr seid dann zu einem gewissen Maß wieder selbst in der Lage, Euren Unterhalt zu bestreiten und nciht zu 100 % abhängig von staatlicher Hilfe!
Schon klar, Dir wäre es lieber, die Allgemeinheit würde weiterhin komplett für Euch aufkommen, glücklicherweise kannst Du das nicht entscheiden!

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Beitrag von danibln 28.08.07 - 16:31 Uhr

ja ich weiss das ich ja letzendlich dann nicht mehr ausschließlich von staat lebe,aber meine kinder ziehen ja irgendwie trotz dem den kürzeren,wenn er zahlen muss,da er ihnen kaum dinge erfüllen kann,weil es einfach mal zu teuer wäre.er kann mit ihnen nicht mehr so oft irgendwo hinfahren,er muss sein auto abmelden. usw..ich will ihm ja nicht das geld aus der tasche ziehen und "runieren".
es ist irgendwie ne verzwickte situation,weil er sich ja gar nichtso richtig etwas aufbauen kann,da ihm immer etwas abgezogen wird.ich sehe das einfach mal aus der anderen sichtweise.es ist so das die väter oftmals die "angearschten" sind...

und das geld muss ich ja nehmen,weil ich es ja zum leben meiner kinder brauche.ich will jetzt hier auch nicht diskutieren,denn letzendlich wird er zahlen müssen.

Beitrag von flaschengeist2005 28.08.07 - 19:45 Uhr

Wenn du von ALG2 lebst und Unterhalt verweigerst, bekommst du es trotzdem angerechnet als würdest du es bekommen !


LG

Geist

Beitrag von danibln 28.08.07 - 20:19 Uhr

ja,das weiß ich deswegen habe ich doch auch heute meinen antrag abgegeben.

Beitrag von klau_die 29.08.07 - 05:58 Uhr

Nee, schon klar, Du willst ihm nichts aus der Tasche ziehen und selbst auch auf nichts verzichten. Deine Kinder sollen Luxus genießen können.
Ich frag mich nur, warum Du "mir" und allen anderen, die dumm genug sind, regelmäßig zu arbeiten und ihre Steuern und SV-Abgaben zu leisten, ohne Skrupel lieber Geld aus der Tasche ziehen willst?
Die Kinder waren Eure Entscheidung und sind Eure Verantwortung, wenn Ihr Euch jetzt nicht viel leisten könnt, hättet Ihr das früher bedenken sollen.

Beitrag von danibln 29.08.07 - 08:27 Uhr

ich war bis vor einem monat noch im mutterschaftsurlaub!es hat nichts damit zu tun das ich nicht arbeiten gehn will!ich glaube mal da es echt härtere fälle gibt zu denen ich mich nicht zählen kann!denn ich werde wieder arbeiten gehn,aber dazu brauche ich erst mal einen kitaplatz.und es ist nun mal nicht so leicht so schnell etwas zu finden ohne kitaplatz.
und ich kann meinen kindern das bieten was sie brauchen und auch wünsche erfüllen....ihnen fehlt es an nichts.
und mein ex geht arbeiten,zieht niemandem was aus der tasche!
ich habe nie gesagt das ich mir nichts leißten kann!vorallem habe ich nie gesagt das meine kinder im luxus leben sollen,sowas würde ich nie wollen!dreh mir nicht die worte im mund um!die rede war von meinem ex und nicht von mir!.und es ist nun mal schade das er relativ wenig geld übrig hat.er hat sich extra eine 2 raum wohnung genommen,die natürlich auch etwas mehr kostet als eine 1 raum.er hat sie sich aufgrund der kinder genommen.und wenn er in seinem job länger arbeitet bekommt er auch mehr geld.er könnte auch mehr arbeiten was aber nicht möglich ist wegen der kinder,weil sie jedes wochenende bei ihm sind.....und er hat dann nicht mehr die möglichkeit sie so oft bei sich zu haben.

es ist ziemlich oberflächlich von dir gesehn!du kannst nicht alle alg2 bezieher über einen kamm schären.....so,keine lustmehr zu diskutieren...ich muss mir sowas echt nicht vorwefen lassen,vorallem nichts wovon ausenstehende keine ahnung haben und meine familäre situation überhauptnicht kennen!

Beitrag von klau_die 29.08.07 - 11:42 Uhr

Du reimst Dir da viel mehr zusammen als ich geschrieben habe.

Mir geht es darum, dass es Dir lieber wäre, er müßte nicht bezahlen (Geld kommt ja eh...) und von diesem zusätzlichen Geld irgendwelche Extras bezahlen könnt, während die Allgemeinheit UHV finanziert. Das ist einfach unverschämt, es ist EUER Kind, da brauchst Du ihn nicht bedauern, wenn er dadurch Kosten hat.