Stilllfrust - weiß nimmer weiter

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von kili77 28.08.07 - 15:06 Uhr

Hallo !

Das Stillen macht mich fertig!! Hilfe! Neele ist 3 Wochen alt und ich stille sie "nach Bedarf". Nachts klappt das super, sie kommt so 2Mal im Abstand von ca. 3 Stunden. Tagsüber ist sie aber den ganzen Tag quengelig. Hab sie um halb 7 gestillt, dann ist max. ne halbe Stunde Ruhe und dann ist sie wieder am rummeckern. Sie ist einfach nie zufrieden. Ich trag sie die ganze Zeit bei mir und kuschel sie, habs auch schon mit ablegen probiert, wenn sie müde ist, aber einschlafen ist nicht. Immer wieder will sie trinken und das teilweise im Halbstundentakt. So bin ich heut bis 12 dagesessen und sie hat immer wieder getrunken. Aber immer nur so 10 bis max. 15 Minuten und das mit Pausen. Dann kam meine Mama und auf deren Arm ist sie eingeschlafen und schläft jetzt 3 Stunden am Stück. Kann das sein dass sie nicht richtig satt wird? Soll ichs mal mit Zufüttern ausprobieren? Und wie geht das ? Stillmahlzeit durch Flasche ersetzen oder nach dem Stillen Flasche anbieten?
Ich hab dann um kurz vor 12 (also über 4h nach dem Trinken an der Brust) abpumpen probiert und da kamen in 10 Minuten mit Mühe grad mal 50 ml und das mit Qual. Kann es also echt sein, dass sie net satt wird und deswegen immer so unzufrieden ist?

Für Hilfe bin ich soooo dankbar!!

LG Kili77

Beitrag von schamanin 28.08.07 - 15:27 Uhr

hallo,

also das mit dem zufüttern würde ich dir nicht empfehlen. dadurch wird die milch nämlich nicht mehr, sondern weniger.
vielleicht macht deine kleine gerade eine schub und hat einfach mehr hunger und braucht deine nähe. versuch viel zu trinken: wasser, tee (keine pfeffernminze und keinen salbei!), am besten still- und milchbildungstee. dann sollte sich das recht schnell eingependelt haben. das angebot regelt die nachfrage. also öfter anlegen - mehr milch wird produziert. #mampf vor dem stillen die brust mit einem waschlappen anwärmen und mit stillöl massieren hilft auch, um den milchfluss zu stimulieren.

dass beim abpumpen weniger kommt, ist normal, die kleinen ziehen immer etwa das doppelte raus, hat mir meine hebi erzählt.

wird sie den beim srtillen müde und hört dann auf ohne, dass sie satt ist? meine kleine ist am anfang immer müder und langsamer geworden und ich habe sie dann leicht hinter dem ohr oder an den fußsohlen gekitzelt, damit sie nicht wegpennt. geholfen hat auch eine wickelpause zwischen den seitenwechseln, damit sie wieder fitter wurde. für so kleine mäuse ist stillen einfach ein kraft-akt.

ich hoffe, es war was für dich dabei. mach dir keine zu großen sorgen, dass wird schon. deine kleine braucht auch einfach noch ganz viel nähe und kuscheln. genieß es! meine süße ist jetzt schon ein jahr. wir stillen immer noch, auch wenn ich am anfang nie gedacht hätte, dass ich mal genügend milch haben werde.

alles gute für euch zwei,

nina#blume

ps.

auch wenn sie größer ist, kann es sein, dass sie mal jede stunde kommt. das sind dann die wachstumsschübe. ist stressig, ja, aber spätestens nach ein paar tagen hat sich dein körper an die größere nachfrage angepasst.



Beitrag von alicewunder 28.08.07 - 15:35 Uhr

Hallo!

Es ist noch gar nicht so lange her, da habe ich hier auch solche Fragen gestellt. Mein Kleiner ist nun 6 Wochen alt und ich hatte am Anfang auch solche Probleme. So blöd es klingt, aber das ist wohl normal... ABER: es wird besser. Bei uns so seit ein bis 2 Wochen. Richtig gut ist es immer noch nicht, weil unser Schnupsi so dolle Blähungen und Bauchschmerzen hat.
Wir haben viele viele Tipps bekommen, das was wirklich hilft, ist ein Tragetuch. Wenn ich nicht mehr stillen kann, weil es so weh tut, dann kommt er da rein und ich laufe durch die Gegend oder mache Hausarbeit. Keine 5 Minuten und er pennt. Nehme ich ihn dann da raus, ist er wieder wach und schreit (nicht immer, aber oft).
Unser Theo will auch nur auf dem Arm schlafen und schläft fast nur an der Brust ein. Heute hat er einen richtig schlechten Tag, wacht vor lauter Bauchschmerzen sogar aus dem Schlaf auf.
Zu deiner Zufütterungsfrage: Lass das bloß sein, wenn du wirklich stillen willst. Dadurch legst du dann ja weniger an und das sagt deiner Brust dann,dass weniger benötigt wird. Somit ist Zufüttern total kontraproduktiv und oft der erste Schritt zum Abstillen...
Die Stillzeit wird weniger, der Anfang ist echt heftig. Ich habe in den ersten 4 Wochen gedacht, ich werde nun ewig ans Haus/Sofa/Bett gefesselt sein, habe oft geheult und war völlig down. Aber es wird echt besser.
Zum Abpumpen: Beim Abpumpen kommt immer weniger raus als wenn das Kind selbst trinkt. Das Kind "melkt" ja richtig, die Pumpe saugt nur so ein bißchen.
Saugt dein Kind denn richtig und ist korrekt angelegt? Hast du eine gute Hebamme, die du fragen kannst? Oder frag eine Stillberaterin der LaLecheLiga in deiner Nähe (www.lalecheliga.de , glaube ich). Wenn du stillen willst, dann gibt jetzt noch nicht auf. Es wird bald von Tag zu Tag besser.
Wichtige Anhaltspunkte:
Nimmt dein Kind normal zu und sind 5 bis 6 Windeln am Tag nass und sind 3 bis 4 Windeln mit Stuhl da? Dann ist alles im grünen Bereich!

Kopf hoch!
Alice

Beitrag von ninas1977 28.08.07 - 16:13 Uhr

hallo,

meine kleine ist heute 9 wochen alt und hat das ab und zu auch noch.... grad heute wieder, um 15:00 uhr gestillt, sie schläft ein, kaum dass ich sie hingelegt hab ist sie wieder wach und schreit, um 15:50 war sie wieder an der brust... denke mal sie wächst grad wieder....
bei 3 wochen lernt ihr euch ja grad noch kennen.... gib ihr zeit, einfach mal tief durchatmen.... klar ist diese zeit schwer, aber ich würd auch nicht zufüttern, satt werden die kinder immer.... meine hat am samstag ein paar stunden bei oma verbracht, da hatte ich vorher abgepumpt (150 ml) und sie hat dann auch nur 50 getrunken. lass dich nicht verrückt machen und je öfter (nicht wie lange) du sie anlegst, desto mehr milch wird dein körper produzieren... versuch mal milchbildungstee, und wenn du dann abpumpst, kann ja dein mann oder deine mutter mal ne malzeit per flasche geben, damit du ein wenig zur ruhe kommst....
das wird schon....

lg nina + #baby annica (bild in vk)

Beitrag von kili77 28.08.07 - 16:42 Uhr

aber ich leg sie doch schon dauernd an! alle halbe stunde und sie is trotzdem net zufrieden #heul

Beitrag von i_kind 28.08.07 - 16:59 Uhr

Hallo Kili77,

so ging es mir als Amélie 3 Wochen war auch. Ständig wollte sie trinken und mit schlaf war tagsüber gar nichts drin. Sie war immer hundemüde, hat aber die Augen nicht geschlossen (sie hätte ja etwas verpassen können). Dadurch war sie den ganzen Tag sehr quängelig (es war bestimmt nicht immer hunger). Selbst meine Hebi kam mal und meinte "wie siehst du denn aus". Ich war total fertig durch die Situation. Mein Mann war auf Dienstreise und ich hab sie Stundenlang durch die gegend geschleppt, dass sie ruhiger wurde, oder halt an die Brust, da wurde sie auch ruhig. Das alles hat sich dann gebessert als ich mein Tragetuch ausprobiert habe. Seit dem ist sie wie ausgewechselt. Zusätzlich war sie nach ein ganzes Stück gewachsen. Als sie in der 4. Lebenswoche beim KiA gemessen wurde hatte sie 57,5 cm. Zur Geburt hatte sie 53 cm.
Durch diese Schübe müssen wir leider von Zeit zu Zeit durch. Am Sonntag war ich auch wieder ganz verzweifelt. Sie wollte ständig trinken und hat die Brust ständig angebrüllt, als ob nichts kommen würde. Sie ist alle 1,5 Stunden ran. Seit heute ist es etwas besser. Auch schlafen wollte sie die Tage tagsüber leider nicht. Heute ist es wieder ein wenig besser.

Wie du ließt bist du nicht alleine. Gib nicht auf, dass ist wirklich normal. Gerade bei 3 Wochen sind sie eh noch so schmusebedürftig. Versuch es doch mal mit einem Tragetuch. Vielleicht kennst du jemand der dir mal eines für ein paar Tage zum testen leihen kann. Ich nenne es bei Amélie immer die Wiunderwaffe Nr.1

Kopf hoch. Ich wünsch dir gute nerven und durchhaltevermögen (das wirst du noch öfter brauchen)

LG i_kind mit Amélie 16.06.07

Beitrag von kili77 28.08.07 - 17:10 Uhr

das ist lieb danke! tragetuch ist bestellt, heute versandt worden. ich bin die ganze woche alleine, Papa arbeitet 600km weit weg, ich bin am Ende. seit 3 ist sie nun wach und seitdem theater...

Beitrag von gemeinhardt 28.08.07 - 17:23 Uhr

Hallo,

also, das klingt wie bei meinen Kindern. Und die beiden hatten tatsächlich Hunger!!!! Sowas gibt es und ich find es immer wieder schlimm, dass diese Möglichkeit hier KEINER in Betracht zieht. Aus diesem Grund hab ich damals bei meiner Tochter viel zu spät angefangen zuzufüttern.
Fakt ist, dass die meisten Babys oft angelegt werden müssen oder wollen. Es passiert aber halt manchmal auch, dass sie eben nicht satt werden. So und die einzige Möglichkeit für Dich ist sie zu wiegen, wenn Du das rausfinden willst.
Besorg Dir eine Babywaage (bekommst Du in vielen Apotheken gegen eine Leihgebühr) und wieg Deine Tochter möglichst immer mit den gleichen Gegebenheiten.
Ich hab es immer morgens gemacht und zwar ungestillt und natürlich nackig.
So: jetzt kommts drauf an. Du solltest das ansich eine Woche mind. machen besser noch 2, weil Babys in Wellen zunehmen können, also manchmal seeehr langsam oder in Schüben, da gibts keine Regel. Nimmt sie ab, ist der Fall eigentlich klar. Dann spricht mit Deinem Kia nochmal und/oder der Hebi und füttere zu - auch dafür gibt es x Möglichkeiten, auch einige, mit der Du das Stillen sehr gut unterstützen kannst, so dass Du - wenns klappt - doch wieder voll stillen kannst.

Da musst Du dir halt überlegen ob Du das möchtest. Das ist sehr zeitaufwendig und stressig, wenn man alle Register ziehst, aber soweit isses ja noch nicht.

Ich würde Dir raten zu wiegen, denn Du fragst Dich ob Dein Kind satt wird und mir wurde damals auch hier und sogar bei der LaLecheLiga gesagt, das sei ja alles so normal.
Hätte ich die Möglichkeit früher in Betracht gezogen, dass sie Hunger hat, hätte ich das Stillen vielleicht retten können, aber sie war schon so voller "Brustfrust", dass sie meine Brust nichtmehr wollte, obwohl ich mit professioneller Hilfe einer Laktations- und Stillberaterin alle Register gezogen hatte....
Ich halte diese für die Einzige Möglichkeit dass Du Dir Sicherheit verschaffst.

Ganz liebe Grüße und viel Glück!
Cora

Beitrag von kili77 28.08.07 - 17:28 Uhr

dank dir für deine Antwort. Also die Hebi hat sie gewogen letzte Woche und da hatte sie zugenommen, also bei Geburt 3250, bei Entlassung 3020 und letzte Woche 3400. Und Bäckchen hat sie ja auch bekommen und sie gedeiht offensichtlich schon gut. Windeln sind auch paarmal täglich voll. Hebi wollte sie diese Woche nochmal wiegen kommen. Also mein äußerer Eindruck ist schon, dass sie ok ist. Kann das denn "normal" sein, dass ein sattes Baby dauernd quengelig ist? Das komische ist, sie quengelt ja sogar auf meinem Arm und schläft da auch nicht ein, dabei ist sie sooo müde.

Beitrag von gemeinhardt 28.08.07 - 17:36 Uhr

Hi Du,

na wenn Dein Baby gut gedeiht, dann liegt die Ursache wo anders.
Ich hatte auch immer das Gefühl, NUR die Brust war ein Trost für meine Kinder, obwohl nicht genug kam...
Hast Du mal versucht ihr Deinen kleinen Finger zu geben? Mein Sohn nimmt nix lieber - außer die Brust natürlich.

Ja, es gibt halt unruhige Babys. Viele schwören auch drauf mal zum Osteophaten zu gehn.
Hast Du das Gefühl, ihr tut was weh?
Vielleicht hat sie Bauchweh?

Aufs Tragetuch schwören auch viele. Ich kam damit nicht so gut aus - aber jetzt isses auch nimmer nötig. Seit der Kleine satt ist, brauch ich ihn auch nimmer tragen...

Also das quenglige kenn ich.
Wichtig ist, dass Du ruhig bleibst. Ich mach das immer so, dass ich den Kleinen, ganz eng an mich drücke. Kopf auch leicht zu mir gedreht, dann den Finger rein oder Schnuller und dann wiege ich ihn leicht und laufe auf und ab.
Er KANN gar nicht anders, als einzuschlafen.
Zugegeben, das kann schonmal dauern, aber ich versuch dann auch nix anderes, weil es irgendwann hilft.

Ich weiß, wie das ist. Ich kann mich noch so gut erinner. Da ist man mit dem 1. Kind zu Hause und will einen glücklichen Babyalltag und dann ist es so nervenaufreibend und man kommt nicht zur Ruhe, das Baby auch nicht....

Versuchs mal mit ruhig bleiben und wiegen. Laufen laufen laufen- mein Kleiner beruhigt sich auch ungern, wenn ich sitze.
Und nicht aufgeben - das wunderbare an schwierigen Babyzeiten ist, dass man sich immer sagen kann "das ist ne Phase, das geht vorbei".... denn das ist einfach immer wahr.

Lg, cora

Beitrag von kili77 28.08.07 - 17:53 Uhr

danke, das ist total lieb, du hilfst mir echt weiter. Manchmal weiß ich auch überhaupt nicht mehr, ob sie nur nuckeln will oder richtig trinkt. Mir tun die Brüste schon so weh, dass ich am liebsten aufgeben würde. Schnuller nimmt sie leider kaum, also da schreit sie sich immer total in Rage. Ich versuchs mal mit dem Finger, vielleicht hilft das was. Rumtragen tu ich schon stundenlang, hab schon Rückenschmerzen ohne Ende. Ich hoff so sehr, dass das bald vorbeigeht. Sitze echt nur noch heulend da und der Papa kommt leider auch erst Do abend wieder. Das geht so an meine Kraft, immer wenn sie wach ist, ist sie nur am quengeln und schreien.

Beitrag von gemeinhardt 28.08.07 - 22:43 Uhr

Keine Ursache.
Ich kann mich noch so gut dran erinnern. Und beim 1. Kind ist das noch viel extremer, weil man alles so richtig machen will und sich doch noch von vielen falschen Vorstellungen verabschieden muss.

Und mit dem Baby um die Wette geweint hab ich auch schon - auch beim 2. ist das wieder so gewesen. Aber jetzt wirds endlich besser.

Hast Du den Finger schon ausprobiert?
Und Tragetuch?

Lg, Cora

Beitrag von 20girli 28.08.07 - 21:21 Uhr

Versuchs ma mit einer Babyschaukel.
Die hatten wir für unseren Fabian und jetzt für unseren Florian...ohne diese Schaukel müsste ich meine Kids auch den ganzen Tag rumtragen weil sie sonst nur am quengeln und weinen wären.

Und des öfteren hatten wir es sogar das er gar nicht getragen werden wollte...nein...er wollte in die Schaukel.

Kinderwagen mag er nur wenn dieser auch ständig über eine holprige Wiese gefahren wird.
Bringe ich meine kleine zum Kitabus...haben andere schon Mitleid mit mir. Sie kennen meinen sohn nur als Schrei Baby...denn an der Haltestelle gibts keine Wiese und ich muss ja dort stehen bleiben...#gruebelKinder...:-) aber kaum sind wir zuhause und er liegt in der Schaukel...#cooldann ist er zufrieden.

Hol dir das Buch "das glücklichste Baby der Welt" das lohnt sich. Es ist nicht sehr teuer und erklärt warum manche Babys viel weinen und andere nicht.

Also beim Fabian...und er war das vierte KInd....war ich froh das ich es mir gekauft hatte...war schon verzweifelt...und dann wurde er ein liebes Baby...#freu

Oder einen Schnuller? Florian z.B. lässt sich auch gut mit einem Schnuller beruhigen.

Und das viele Anlegen ist bei mir auch so gewesen. Und ist es auch immer wieder mal. Besonders Abends.

Aber meiner nimmt auch gut zu...dann sind sie satt und dann liegts an den Schüben und oder an vielen anderen Dingen.


Lg Kerstin