kann mir jemand sagen wieviel...

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von katja14021 28.08.07 - 15:18 Uhr

folgende situation!
er verdient 1730€brutto
1167€ netto

sie alg2 empfängerin
1sohn (171€ unterhalt) nicht der leibliche vater
schwanger im 5.monat

möchten zusammenziehen!
er fährt täglich etwa 70km zur arbeit!hin u zurück! sprich 140km!
bekommt vom AG nichts zun sprit dazu!

kann mir jemand sagen wieviel von seinem gehalt angerechnet werden würde? (wegen bereinigung, anrechnungsfreies geld etc.)


glg katja

Beitrag von goldtaube 28.08.07 - 15:28 Uhr

Erst einmal kurz zu dem ALG II Bedarf:

Wenn sie zusammenziehen, dann haben sie alle zusammen einen Bedarf in Höhe von:
2x 312 Euro + 1x 208 Euro + 53 Euro Schwangerenmehrbedarf + angemessene Miete + Heizkosten

Davon abgezogen werden die 171 Euro Unterhalt und das Kindergeld.

Von seinem Einkommen wären 857 Euro anzurechnen.

Also ALG II Bedarf - 171 Euro Unterhalt - 857 Euro sein anzurechnendes Einkommen - Kindergeld - ggf. weiteres Einkommen.

Beitrag von katja14021 28.08.07 - 15:31 Uhr

lieben dank für die antwort;-) und wie wird das mit dem benzin gerechnet? die ausgaben hat er doch auch!?und wie errechnet sich das anzurechnende einkommen?glg

Beitrag von goldtaube 28.08.07 - 15:39 Uhr

Das anzurechnende Einkommen errechnet sich folgendermaßen:

Vom Bruttoeinkommen wird der Freibetrag berechnet.
Es gibt 100 Euro Grundfreibetrag (für Fahrkosten usw.) + 20 % vom Rest bis 800 Euro + 10 % ab 800 Euro bis 1200 / 1500 Euro.

Bei ihm kämen dann als Obergrenze die 1500 Euro in Frage wovon der Freibetrag berechnet wird. Alles was drüber liegt wird komplett abgezogen.

1730 Euro Bruttogehalt
100 Euro Grundfreibetrag
100 Euro - 800 Euro = 700 Euro und davon 20 % = 140 Euro
800 Euro bis 1500 Euro = 700 Euro und davon 10 % = 70 Euro

Von 1500 Euro bis 1730 Euro wird alles angerechnet. Da gibt es keinen Freibetrag drauf.

100 Euro + 140 Euro + 70 Euro = 310 Euro Freibetrag

1167 Euro Nettogehalt - 310 Euro Freibetrag = 857 Euro anzurechnendes Einkommen

In den 310 Euro Freibetrag ist der Grundfreibetrag von 100 Euro drin, der für Fahrkosten, Kfz-Versicherung etc. gedacht ist. Also eine Pauschale.
Sollte er mit seinen Fahrtkosten etc. auf mehr als 100 Euro im Monat kommen, dann muss er dies bei der ARGE nachweisen und kann dann entsprechend mehr gelten machen. Wenn er z. B. nicht nur 100 Euro, sondern 200 Euro an Fahrkosten hat, so bekommt er die 100 Euro als Freibetrag dazu und sein anzurechnendes Einkommen wäre dann 757 Euro.
Aber wie gesagt er muss die Kosten nachweisen.

Beitrag von goldtaube 28.08.07 - 15:41 Uhr

<<Bei ihm kämen dann als Obergrenze die 1500 Euro in Frage wovon der Freibetrag berechnet wird. Alles was drüber liegt wird komplett abgezogen.
<<

Als Ergänzung dazu: Diese Obergrenze wird genommen, weil im Haushalt dann ein Kind lebt.
Wäre kein Kind vorhanden, läge die Obergrenze bei 1200 Euro.

Beitrag von katja14021 28.08.07 - 15:47 Uhr

supr danke für diese schöne erklärung!!!#freu
heute haben wir ein brief von der arge erhalten,wo drinsteht
ich zitiere :
"eine verringung ihrer hilfebedürftigkeit ist u.a. möglich durch die eintragung eines freibetrages für die werbungskosten (erhöhte Fahrkosten) beim Finanzamt"

können sie mir das mqal genauer erklären? glg

Beitrag von jade_ffm 29.08.07 - 00:00 Uhr

wow, woher weißt du das alles? arbeitest du bei der AA??

lg
jade

Beitrag von maeuschen06 28.08.07 - 15:58 Uhr

***

Beitrag von katja14021 28.08.07 - 16:07 Uhr

wuff ist man hier bissig!

Beitrag von maeuschen06 28.08.07 - 16:08 Uhr

Jeder Mensch hat ein Recht auf Hilfe, aber immer mehr Menschen meinen, sie setzen einfach Kinder in die Welt und die arbeitende Bevölkerung füttert sie schon durch. Diese Anspruchshaltung nervt mich einfach. Jeder muss sich überlegen, ob er sich ein Kind leisten kann. In eine Notlage kommen kann jeder, dafür ist die Hilfe da, aber nicht für die, die sich ihre Not selber schaffen!