umgang-meine kleine ist total am ende

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von annie74 28.08.07 - 15:19 Uhr

hallo,
ich hatte vor einiger zeit schonmal geschrieben da meine kleine(2 jahre alt)solche angst vor ihrem vater hat.
jetzt haben wir das problem dass die letzten 5 umgänge(derzeit noch betreut und wieder in meiner anwesenheit) so gut wie gar nicht stattgefunden haben, da meine tochter sich hystreisch schreiend an mich geklammert oder zu ihrem kinderwagen gerannt ist, reingesiegen ist und SICH SELBST angeschnallt hat und nur noch heim wollte weil sie angst hat.beim vorletzten Umgang hat der vater sie am arm mit sich gezogen(betreuer schaut seelenruhig zu)und meine maus sich dann losgerissen hat zeigte sie immer wieder auf ihren brustkorb und schrie aua aua.sie hatte einen handteller grossen roten fleck und behauptete der vater hätte sie dort gekniffen(xy kneipf).die kleine hat soviel seiner aggressionen gegen mich mitbekommen das ich denke sie reagiert deshalb so.er ist mir recht egal und er kapiert nicht dass es hier um (s)ein kind geht und nicht um seine befindlichkeiten, sein verletztes ego(habe mich vor 23 mo. getrennt)meine kleine ist nach diesen vorfällen noch mehrere tage derart verstört und klammert oder schläft vor lauter erschöpfung viele std. am tag.der vater redet nicht mit mir und möchte das auch zukünftig nur über seinen anwalt halten.er besteht auch nur auf sein recht und es ist ihm sowas von egal wie es der maus geht(2 wochen krank nicht eine nachfrage nur böse ra briefe).mein problem ist aber nun, dass er die kleine ab nächste woche ALLEINE (ohne betreuer) abholen darf und dies trotz allem auch durchziehen will da er das recht hat(is mir doch egal ob die brüllt-zur betreuerin)mit ja bin ich schon seit wochen am telefonieren .berichte(vor 3 wochen)die ans gericht sollten verschwinden spurlos und gestern als ich wieder verzwiefelt um hilfe gebeten habe sagte mir der zuständige:"da kann ich ihnen auch nicht helfen ich wünsche ihnen aber alles gute"ich weiss jetzt echt nicht mehr was ich machen soll, wie ich den vater zur vernunft bringen kann(wahrsch. gar nicht), wie diese umgänge zum wohl des kindes und nicht als recht des vaters geführt werden können und vor allen dingen wer uns hilft!?meine RA meinet nämlich das bei gutachten es oft der fall ist das diese dem armen gebeutelten vater zugute kommen und weniger dem kind!?
wenn mir irgendwer ratschläge, tipps etc geben könnte wäre ich dankbar
annie

Beitrag von maeuschen06 28.08.07 - 15:50 Uhr

Hallo,

irgendwas stimmt bei deinen Schilferungen nicht:

Dein Kind ist 2 Jahre (24 Monate), du seit 23 Monaten getrennt, also fast seit der Geburt. Das Kind kennt den Vater also nicht, woher sollte es Angst haben?

"vater sie am arm mit sich gezogen(betreuer schaut seelenruhig zu)und meine maus sich dann losgerissen hat zeigte sie immer wieder auf ihren brustkorb und schrie aua aua.sie hatte einen handteller grossen roten fleck und behauptete der vater hätte sie dort gekniffen"

Wenn er sie am Arm zieht, dann hat sie keinen Fleck auf der Brust. Im Übrigen hättest du und der Betreuer das doch mitbekommen müssen. Einen handteller großen Fleck macht man doch nicht mal so.

Ich will dich nicht angreifen, vielleicht hast du es nur verkürzt erzählt. Aber kann es auch sein, dass das Kind deine Ängste spürt und deshalb so reagiert? Außerdem ist es ziemlich normal, dass Kinder Ängste vorm Vater haben, wenn sie ihn nicht (alleine) kennen. Da gibt es viel Geheule, aber das gibt sich mit der Zeit. Wenn man zuschaut ist es schlimm, aber Kinder lernen das.

Versuchst du, dem Kind die Angst zu nehmen? Erzählst du ihr vom Vater, damit sie ihn nicht als Unbekannten ansieht?

lg

Beitrag von annie74 28.08.07 - 17:32 Uhr

hallo,
meine kleine ist 25 monate alt und hat fast regelmässig umgang gehabt. auf wunsch des vaters war das immer betreut und ein paar mal war ich auch einige zeit weg wurde aber immer wieder zurückgepfiffen da meine kleine "ausgeflippt" ist.meine tochter hat z.b. mit knapp 10 monaten mitbekommen wie mein ex, den wir besuchen wollten, auf mich losgegangen ist und mich, während ich sie auf dem arm hielt, geschubst und angeschrien hat.seit diesem vorfall ist sie, trotz aller liebevoller vorbereitung auf die umgänge, sehr angsterfüllt wenn es um ihn geht.
den rotrn fleck hatte sie bestimmt auch nicht vom "am arm ziehen".ich kann ja nur das wiedergeben was meine tochter mir erzählt-und ich glaube nicht das eine 2 jährige lügen kann wenn ihr soetwas nicht vorgelebt wird.
was das weinen betrifft:klar weinen so kleine wenn sie sich von der hauptbezugsperson trennen sollen-aber sie werden doch nicht so hysterisch und versuchen in panik zu flüchten o.ä. wenn sie einen menschen, in diesem fall den vater, nur sehen.auch hat der vater bei einem der umgänge an denen sie sich mal 5 minuten auf ihn eingelassen hatte erzählt er würde sie mitnehmen und das ohne mama und dann ist sie für immer bei ihm.meine kleine spricht schon verdammt viel und gut und kann sich dementsprechend mitteilen.ich habe für meine tochter verschiedene fotos ihres vaters offen hingelegt und versuche diese auch öfter mit ihr anzusehen aber sie fängt sofort an zu weinen und will die fotos kaputt machen.ich habe weder angst vor meinem ex noch interessiert er mich wirkich ABER es ist doch wohl nachzuvollziehen dass es mir an die "nieren" geht wenn mein kind so heftig reagiert.sie hat auch noch nie ein geschenk(von mir aus ein selbst gemaltes bild) von ihm bekommen anhand dessen ich ihr sagen könnte das ist von xy(sie muss ihn beim vornamen nennen).
ich hoffe ich habe jetzt missverständnisse ausgeräumt.
lg
annie

Beitrag von maeuschen06 28.08.07 - 20:24 Uhr

Hallo,

das klingt natürlich heftig. Offensichtlich hat sie den damaligen Angriff nicht verarbeitet. Bist du mit ihr mal beim Kinderpsychologen gewesen? Sie könnte ein heftiges Trauma entwickelt haben, da würde ich ihr lieber Hilfe suchen. Positiver Nebeneffekt, du bekommst ggf. ein Gutachten, dass den Umgang erst mal verhindern kann. Außerdem könnte es deiner Tochter sehr helfen.

Wenn du mit ihr über ihren Vater sprichst und sie so reagiert, dann ist das nicht "normal". Vermutlich braucht sie da wirklich Hilfe.

Ohne ein Gutachen wirst du da leider nicht viel erreichen. Das JA scheint ja recht locker mit den Ängster deiner Tochter umzugehen. Traurig.

Eine andere Lösung fällt mir leider auch nicht ein. Notfalls würde ich vor Gericht gehen, mittlerweile werden auch kleine Kinder angehört und wenn sie so panisch reagiert, sollte das helfen.

lg und viel Erfolg

Beitrag von annie74 28.08.07 - 21:47 Uhr

beim kinderpsychologen waren wir auch schon und da wurden meine bedenken auch bestätigt.den vater habe ich darüber informiert aber es hat ihn nicht interessiert. angeblich ist ein so kleines kind noch nicht therapierbar und "normale"kinderpsychologen bei gericht nicht anerkannt.therapierbar sind kinder anscheinend erst ab 5(bescheuert).tja da muss dann wohl doch ein gutachten erstellt werden und ich kann nur hoffen dass es zum wohle meiner tochter ausfällt.
ich danke dir
annie

Beitrag von manyatta 29.08.07 - 21:03 Uhr

Hallo!

Es ist immer wieder schockierend, was man alles so lesen muss....

Ich weiß nicht, ob es dir irgendwie weiterhilft und ich will mich auch nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen, aber ich kann ja mal kurz von uns erzählen.

Mein Sohn fing auch an (er war ungefähr 2,5 Jahre alt), dass er sich weigerte mit dem Vate rmitzugehen und sich einsperrte. Nun ist er aber so, dass er total verstummt und nicht brüllt, was mir eine SB vom Jugendamt dann immer vorgehalten hat. Naja, egal. Jedenfalls gab es lange massive Probleme mit dem Umgang (er durfte ihn einmal die Woche mitnehmen). Mein Sohn wurde nicht anständig betreut bzw. so gut wie gar nicht, kam total versifft wieder, Gespräche mit dem Kindsvater waren nicht möglich, er holte mir öfters vor dem Kind die Polizei ins Haus, er machte dem Kind übelste Vorwürfe, ging mich total an (brüllte, schubste, ...). Und so weiter. Jedenfalls wurde mein Sohn zunehmend verstörter, was aber durch andere Sachen (Krankheit - Trauma) noch verstärkt wurde.

Jedenfalls beantragte er dann eine Ausweitung des Umgangs, woraufhin ich zum Anwalt bin. Meine Anwältin hat dann augendblicklich die "Notbremse" gezogen und den Umgang ausgesetzt! Sie schrieb einfach ans Gericht, dass sie beantragt den Umgang auszusetzen und sie dies auch ab sofort durchzieht. Sprich, ich gab ihm ab sofort das Kind nicht mehr mit. Begründet wurde es damit, dass ich unbedingt bei einer Psychologin vorstellig werden sollte mit meinem Sohn und dass dann auch der Umgangsprozess, de er ja haben wollte, stattfand.
Vor diesem Tag an hat mein Sohn keinerlei Kontakt zu seinem Vater gehabt. Auch die Polizei, die er natürlich dazurief, konnte nur wegen diesem harmlosen Schreiben der Anwältin nichts machen und damit war das Thema gegessen.
Nach einem Jahr fand dann der Umgangsprozess statt.

Unterdessen hatte ich endlich eine Psychologin gefunden, die sich einsetzte. Für eine Therapie hielt sie meinen Sohn auch zu jung und nahm ihn aber dennoch in ihre Obhut. Alle paar wochen ging ich zu ihr, einfach mit dem Ziel, dass mein Sohn sein Trauma gegenüber fremden Leuten abbaut. Sie lies ihn gewähren, spielte mit ihm, versuchte sein Vertrauen zu bekommen und machte Test bezüglich seiner Entwicklung.
Die Gerichtsverhandlung brachte auch nichts weiter. Das Gericht befand, dass es vorerst bei der Aussetzung des Umgangs bleiben sollte. Auch lag ein kurzer Zwischenbericht der Psychologin vor, in dem es aber überhaupt nicht um die Bezieung zu seinem Vater ging. Auch die ganze Zeit über, während wir bei der Psychologin in "Behandlung" waren, sprach sie meinen Sohn nie auf den Vater an.
Vom Gericht wurde dann nur angeordnet, aber das wollte ich ja auch, dass nach einem weiteren halben Jahr ein betreuter Umgang anfangen sollte.

Dies ist jetzt auch der Fall. Wieder klinkte sich die Psychologin ein und "regelte" den Umgang. Ich bin immer dabei und es ist kurz und knapp alle zwei Wochen.
In regelmäßigen Abständen gibt die Betreuerin einen Bericht an die Psychologin ab und holt sich Tips.

Wie es weitergeht, weiß ich aber auch noch nicht genau. Es zeigt sich einige Besserung, immerhin ist mein Sohn nun schon recht groß und es ist viel Zeit vergangen. DAs Sorgerecht ist auch noch nicht entschieden. Aber der Umgang findet weiterhin erstmal so statt, ohne mich geht es nicht und ich bestehe auch darauf, dabei zu sein. Aber mein Sohn lässt mich eh nicht aus dem Raum...

Vielleicht konnte ich dir ein wenig helfen??!?

Als erstes würde ich an deiner Stelle sehen, dass du eine neue Stelle für den betreuten Umgang findest!!! Ich weiß nun nicht wo du herkommst. Aber hier in Berlin kann ich nur den Kinder- und Jugendpsychatrischen Dienst empfehlen!

Ich wünsch dir alles gute!

manyatta + sohn + #schwanger 35. SSW

Beitrag von bienschenn 28.08.07 - 17:07 Uhr

dich erstmal #liebdrueckfühl
bringt dich nur leider nicht weiter...
würde dir gerne einen rat geben, dass diese hölle aufhört, aber... stecke in einer ähnlichen situation. am schlimmsten ist wirklich, dass kind und mutter derart unter druck stehen... ich wünsche uns endlich mal zur ruhe zu kommen. schon den kindern zu liebe!! solltest du einen weg finden, dieses umgangsrecht umgehen zu können, lass es mich wissen. würde nämlich auch gerne eine solche lösung finden, aer alles was man hört ist immer, die armen väter, die bösen mütter. geht man auf die jugendamt-internetseite, dann findet man väter in not etc.... vor gericht ist man die eifersüchtige, hysterische mutter... es ist furchtbar! was ist nur in dieser welt los...

Beitrag von annie74 28.08.07 - 19:54 Uhr

ja und die absolut rachsüchtige oberglucke die dem ach so leidenden vater nur noch mehr emotionale schmerzen bereiten will weil sie ja noch nicht mit den problemen auf der "paarebene" abgechlossen hat.ich kann das alles nicht mehr hören!sieht denn niemand das es auch getrennte frauen gibt denen es nicht um rache
geht sondern um die/das kind/er.man wird wirklich teilweise in schubladen gedrückt nur weil es so eben einfach ist für alle.mir wäre auch lieber meine tochter ein gutes verhältnis aber er gibt bei anderen offen zu sich über die kleine an mir zu rächen.
lg
annie

Beitrag von wuschel77 29.08.07 - 07:47 Uhr

Hallo Annie!

wir haben das hinter uns, bzw. sind eher unkonventionelle Wege gegangen (darüber, wenns Dich interessiert gerne mehr per VK und nicht hier!)
Wir habens nocht nicht ganz überstanden, sind aber auf nem relativ gutem Wege!
Mir wurde auch immer gesagt, auch seitens JA, das die Panik meines Kindes wohl eher Abschieds-Schmerz wäre! :-[
(ich habe damals bereits gearbeitet und weiss sehr wohl, wo der Unterschied zwischen Panik und Abschieds-Schmerz ist!!!)

Alles liebe!
Gruss
Wuschel

Beitrag von vicvan 14.09.07 - 12:11 Uhr

Hallo
bin seit einem jahr alleinerziehend und habe 3 kinder,sehr lange geschichte,#heul
und habe das gleiche problem wie die vorgägnerin,
ich weiss manchmal nicht was ich noch machen soll
ich würde mich wirklich sehr freuen wenn du mir berichten könntest wie du es erlebt hast
wie kann ich das alles verhindern
mache mir grosse sorgen um meine kinder

danke schön

Beitrag von 3_3 11.09.07 - 13:32 Uhr

Hallo Annie,

ist ja echt total übel was ihr beiden da durchmacht und was man zugemutet bekommt. Haben die denn kein Herz, dass die seelenruhig zusehen, wie so ein kleines Kind fast zugrunde geht!? Boar, das ist echt richtig übel!!

Ich hoffe sehr, du konntest noch irgendwas gegen den unbeaufsichtigen Umgang unternehmen!!???

Man, da blutet einem echt das Herz und man kann es garnicht fassen, was da läuft. Das man untätig zusehen muss, wie so ein kleines Wesen kapputt gemacht wird. Schrecklich.

Ich drücke alle Daumen der Welt für Euch

Ganz liebe Grüße
Simone