Abpumpen oder Fläschchen??

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von ta2 28.08.07 - 17:13 Uhr

Hallo!

Maximilian ist jetzt 5 Wochen alt. Gehe wenn er 8 Wochen alt ist wieder arbeiten, allerdings nur 50 Std. im Monat. Ich stille. Nur was mach ich wenn ich arbeiten bin? Mein Mann passt dann auf. Hatte eigentlich gedacht das ich dann abpumpe. Nun ist es so das er bei jeder Mahlzeit beide Brüste leertrinkt. Wenn ich danach pumpe kommt nichts mehr. Dachte eigentlich ich könnte einen kleinen Vorrat abpumpen, damit mein Mann genug da hat für den Fall das Max mal mehr Hunger hat. Oder sollen wir ihm dann Fertigmilch geben? Wenn ja, welche? Möchte ja weiterhin stillen. Gewöhnt er sich dann vielleicht an die Fertigmilch und verweigert die Brust?


Und noch was. Normalerweise trinkt er alle 3 Std. Jetzt hat er das letzte mal um 12:00 getrunken und schläft immernoch. Soll ich ihn wecken, oder lieber nicht? Er wird ja nicht beim Schlafen verhungern.
Wann werden denn die Abstände länger?

Hoffe mir kann jemand helfen.

Danke und liebe Grüsse

Tamara

Beitrag von skg 28.08.07 - 19:07 Uhr

Hallo Tamara,

ich habe die ersten 6 Monate abgepumt und erst danach mit Flaschenmilch angefangen. Die Gefahr, dass die Lütte durcheinander kommt, war mir zu groß.

Direkt nach dem Stillen abpumpen, hat bei mir auch nie geklappt. Ich habe immer ca. eine Stunde nach dem Stillen gepumpt, dann war zur nächsten Malzeit wieder genug da. Auch so bekommst du nicht sofort eine ganze Mahlzeit zusammen. Ich habe den Tag über im Kühlschrank gesammelt und dann abends eingefroren.

Wenn du dann arbeitest, musst du je eh die Mahlzeiten, die du sonst stillen würdest , abpumpen. Dann geht es schneller.

Achte beim Sauger unbedingt darauf, ein kleines Loch (am besten für Tee) zu verwenden. Wenn die Nahrung aus der Flasche zu leicht rauskommt, überlegt sich dein Kleiner vielleicht, das ihm Brustsaugen zu anstrengend ist.

Unbedingt jetzt bald schon Fläschchen trinken üben. Es gibt genug Kinder die das nicht mal eben so machen.

Liebe Grüße und viel erfolg

Silvia

Beitrag von qayw 29.08.07 - 11:47 Uhr

Hallo,

ich kann hier zwar nur aus meiner Erfahrung berichten, aber meine Tochter (4 Monate alt) hat überhaupt keine Probleme zwischen Brust und Fläschchen und Muttermilch und Fertigmilch zu wechseln.

Ich hatte anfangs zu wenig Milch, und sie hat so sehr abgenommen, daß mir in dem stillfreundlichen Krankenhaus, in dem ich war, empfohlen wurde, zuzufüttern.
Nach drei Wochen hatte sich das mit dem Stillen dann eingependelt.

Abpumpen klappt bei mir nicht wirklich toll. Daher sind wir dazu übergegangen, daß sie an den ein bis zwei Abende pro Woche, an denen ich ohne sie weg bin, Fertigmilch bekommt. Das ist kein Problem. Allerdings weiß ich nicht, ob sich Deine Milch nicht zu sehr verringert, wenn Dein Kind öfter Fertigmilch bekommt.

Wir verwenden Fläschchen von Avent mit den Saugern mit der kleinsten Öffnung, weil es sein kann, daß die Kinder die Brust zu anstrengend finden, wenn aus der Flasche zuviel auf einmal rauskommt. Wir nehmen als Fertigmilch die Pre-Milch von Alete. Die hatte das Krankenhaus, wo ich war, auch.
Du kannst natürlich auch andere Marken ausprobieren, aber es sollte auf jeden Fall Pre-Milch sein.

Ich würde ebenfalls empfehlen, ihn jetzt schon daran zu gewöhnen, daß es ab und an ein Fläschchen gibt. Manche Still-Kinder weigern sich nämlich, ein Fläschchen zu nehmen.

Zu den Stillabständen: Normalerweise wachen die Babies auf, wenn der Hunger zu groß wird. Wenn Dein Baby nicht zu leicht ist, würde ich es schlafen lassen.
Bei uns sind die Still-Abstände tagsüber 2 bis 4 Stunden. Meistens sind es aber leider immer noch nur zwei Stunden. Nachts schläft sie dafür mittlerweile acht Stunden durch.

Viele Grüße
Heike