ständiges Baby-Spielen durch Geschwisterkind

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von cinna1980 28.08.07 - 20:41 Uhr

Hallo Ihr Lieben!

Reni ist 3 Jahre alt und ihr Bruder 9 Monate.

Wir haben sie wirklich supergut vorbereitet, ich habe alles erdenkliche getan, daß sie möglichst wenig eifersüchtig ist.

Sogar die Schwestern in der Klinik und die Hebamme waren beeindruckt, wie wunderbar sie alles aufnimmt.

Wir haben uns von Anfang an bemüht, sie weiterhin superdoll zu beachten und tun das noch immer.

ABER: Seitdem der Kleine krabbelt, ist Reni permanent Baby. Nicht nur bei uns, auch in der Kita. Sie will oft krabbeln, redet in Babysprache, will alles haben, was er auch hat. Zb. Löffel zum Spielen.

Bisher habe ich das auch mitgemacht und dachte, das hört von alleine auf, aber jetzt frage ich mich ernsthaft, ob das der falsche Weg war.

Heute abend hat sie das erste Mal beim Abendessen mit Absicht gekleckert und die Unterlage vom Tisch gerissen.

Jetzt reicht es mir.

Kann mir da jemand weiterhelfen?

Sie wurde übrigens beim Essen wirklich beachtet, ich hab mich gerade mit ihr unterhalten. Tanzt sie uns damit auf der Nase rum?

Liebe Grüße
Anne + Reni (3j.)+ Mika (9Mon.)

Beitrag von gunillina 28.08.07 - 21:33 Uhr

Ich denke, du kannst ihr schon beibringen, dass es einen Unterschied zwischen ihr und ihrem kleinen Bruder gibt: Sie ist schon "groß", sie kann andere Sachen und sie darf andere Sachen. Das bedeutet auch, dass sie andere Sachen tun muss, z. B. in einer altersgemäßen Sprache sprechen (du kannst ihr sagen, dass du nur dann antwortest, wenn sie so spricht, wie sie es gelernt hat). Wenn sie beim Essen kleckert, wird sie ab sofort den Tisch nach dem Essen abwischen (ohne Schimpfen, einfach ruhig sagen: "Du kleckerst recht viel, dann kannst du ja nach dem Essen den Tisch abwischen..."). Mein Sohn kleckert übrigens noch mit seinen fast 5 Jahren ganz gern (er hat es immer eilig...#augen), nur mal so am Rande, in dem Alter darf deine Maus auch noch kleckern (na klar nicht absichtlich).
Einigen Kindern hilft es, wenn sie quasi als Radikalkur wirklich wie ein richtiges Baby behandelt werden: Babys gehen früh ins Bett, sie brauchen keine Gutenachtgeschichte, sie können kein Fernsehen, sie können kein Laufrad fahren etc.;-) Babys liegen eigentlich den ganzen Tag auf einer Decke oder werden herumgetragen. Sie kann das ja mal einen Tag (an dem du viiiiel Zeit hast) ausprobieren, obs ihr gefällt...#schein Sicherlich verliert sie am Baby-Dasein bald die Lust, wenn sie merkt, was sie dann alles NICHT machen kann... aber das solltest du wirklich gut vorbereiten, und ICH würde das nciht machen, das wäre mir zu hart...#schwitz
Ich würde eher auf ihr tatsächliches Alter hinweisen, und auf die Vorzüge, die ihr Alter mit sich bringen...
L G
und viel Erfolg
Gunillina, die Rasmus (fast 5) einfach nicht versteht, wenn er in Mia's (2) Sprache mit ihr redet#schein

Beitrag von amorvincitomnia 29.08.07 - 08:54 Uhr

Ihr habt es doch bisher richtig gemacht! Das schafft Ihr auch weiterhin. Mir wäre auch die Geduld ausgegangen, aber nicht, weil sie Baby spielt, sondern weil sie etwas runtergeschmissen hat, und dafür hätte ich auch mit einem viel kleineren Kind gemeckert. Wir haben das gerade mit unserem Sohn (5) durch, der war jetzt das zweite Mal im Internat für Hörgeschädigte, hat also die Vorbereitung und bevorstehende Trennung dieses Mal mitbekommen, und er war so aufgeregt, dass er sich hat füttern lassen, auf den Arm wollte, zu uns ins Bett kam und so weiter. Mich hat es etwas genervt, weil er sonst sehr unabhängig und vernünftig ist, aber ich habe verstanden, dass er einfach nur Angst hatte und die nicht anders zeigen konnte. Wir haben uns also viel Zeit genommen, und seit Montag ist er da und wieder absolut obenauf, der Strahlemann, und alle bewundern sie ihn, wie toll er das hinbekommt, ganz allein zu bleiben. Was ich sagen will: Das gibt sich plötzlich von selbst, wenn sie die Sicherheit wieder haben. Aber Baby spielen und absichtlich provozieren sind zwei Dinge, so ein Verhalten würde ich SOFORT unterbinden.