Bin grad schrecklich deprimiert...

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Beitrag von sapf 28.08.07 - 22:55 Uhr

... auch wenn´´s nicht so richtig hier hin gehört. Sorry schonmal deswegen.

Seit Wochen haben mein Freund und ich eine unterschwellige Auseinandersetzung.:-(

Seit Emils Geburt ist unser Liebesleben (mit allem Drum und Dran) leider etwas zu kurz gekommen.#hicks

Ich bin den ganzen Tag zu Hause, mache Kind und Haushalt und bin einfach irgendwann mal fertig.
Wenn mein Freund dann abends nach Hause kommt ist er auch kaputt (logisch! hat einen wirklich sehr anstrengenden Job!) und ist schon immer bissl genervt, wenn ich dann bald ins Bett geh.#gaehn

Andererseits schafft er es, wenn er Spätdienst hat, aber auch nie, mal eher aufzustehen um noch Zeit mit uns zu verbringen - sondern immer nur so, daß er sich zur Arbeit fertig machen muss.:-[

Jetzt hatte er drei Tage frei, wir haben viel und schöne Zeit miteinander gebracht#freu und ich sagte gestern, wir müssen wieder mehr Zeit miteinander haben, Emil soll in drei Wochen in sein Zimmer umziehen (er schläft immernoch nicht durch).

Und anstelle einer positiven Reaktion hagelte es Vorwürfe, daß ich meine einzige Priorität nur noch auf den Kleinen setze, Männe sich total vernachlässigt vorkommt und ich einfach ein komplett anderes Gleichgewicht aufbauen muss!#schock

Aber irgendwie scheinen wir uns beide wenig von unserem Standpunkt entfernen zu wollen!

Ich sehe nicht ein, dem Kleinen weniger Aufmerksamkeit zukommen zu lassen (wobei es, denke ich, wirklich nicht so ist, daß ich als Übermutter ständig springe!) und er beharrt, daß er der "Vernachlässigte" ist und lässt keines meiner Argumente zu. (Sondern kommt damit, daß ich das Kind verziehe, es nur zu mir eine Bindung hat. - Aber wie anders, wenn er wenig da ist und wenn, dann die Hälfte der Zeit schläft!?#kratz)


Ach, irgendwie kann ich es wohl nicht richtig erklären!
Ich habe schon überlegt, daß wir uns einfach mal aller zwei Wochen, oder so, einen Abend nur für uns machen sollten.
Aber wir haben keine Verwandten hier und auch nicht wirklich einen Freundeskreis, eher Bekanntschaften, da wir noch nicht allzu lange hier wohnen.#schmoll
So könnten wir Emil auch nicht guten Gewissens abgeben (auch weil er nur mit mir einschläft).

Ich hatte bisher auch unser Problem nicht so ernst gesehen, wie es scheinbar ist.#heul
Jetzt habe ich Angst, daß unsere Beziehung auf dem Spiel steht und weiß mir im Moment aber auch nicht wirkllich zu helfen!


Entschuldigt, daß es so lang und wirr geworden ist.
Aber vllt. hat eine von Euch ja Ideen, was wir machen könnten, wie ich meinem Freund wieder gerechter werden kann, ohne unser Kind - wie es sich für mich anfühlt - vernachlässigen zu müssen!#heul



LG, sapf

Beitrag von uggl 28.08.07 - 23:07 Uhr

wird dir jetzt sicherlich nix bringen aber ich antworte dir trotzdem mal

bei uns wars genauso, dauernd durfte ich mir anhören dass ich mich nur noch um den kleinen kümmere #augen
tja aber meiner meinung nach kann sich der "große" ja auch selbst um sich kümmern und ein baby kann das eben nicht. mein freund war auch ständig nur beim arbeiten und danach mit freunden was trinken, aber trotzdem hat er sich dauernd beschwert dass bei uns nix mehr läuft, ich kaum zeit mit ihm verbringe und immer gleich schlaf sobald ich im bett lieg.
ende vom lied war dass ich zu meiner mutter gezogen bin und nun meine ruhe davon hab. ich habs einfach nicht mehr ausgehalten, da es einfach wichtiger ist sich ums baby zu kümmern als um nen erwachsenen mann. der kann sich sein brot schließlich selber schmieren und seine socken bügeln wenn ihm was nicht passt.

uggl & tobias 4 monate alt

Beitrag von sapf 28.08.07 - 23:12 Uhr

Danke für Deine Antwort!


Ganz so ist es bei uns auch nicht.

Er will nicht, daß ich ihn "bemuttere", er macht auch regelmäßig Hausarbeiten und sowas - was halt anfällt.#freu

Aber wirft mir dann eben auch schnell mal vor, daß der Kleine nur auf ich fixiert ist - versteht aber auch nicht, daß sein Verhalten das auch begünstigt!#augen



Naja, und zu meiner Mutter ziehen ... da könnte ich gleich ins Irrenhaus.;-)
Ich will mich ja auch nicht von ihm trennen, da wir schon beide der Meinung sind, daß wir ineinander die "Seelenpartner"#schein gefunden haben.


LG, sapf

Beitrag von maren79 28.08.07 - 23:16 Uhr

hallo!

Schwieriges Thema...#kratz

Aber bei uns läuft das nicht viel anders, bis auf, dass sich mein Mann noch nicht beschwert hat.

Wenn ich irgendwo "kluge" Ratschläge von Eltern lese, dass man seine Partnerschaft nicht vernachlässigen soll, Zeit zu zweit miteinander verbringen soll und darauf acht zu geben hat, dass das Liebesleben auch ja weiterhin erfüllt und beglückend ist, dann denke ich immer, ich bzw. mein Mann und ich sind vom andern Stern. #augen

Zum einen haben wir uns als Partner für das Kind entschieden mit allem wenn und aber. Da kann ich unseren Sohn nicht ausgrenzen. Er ist ein Teil von uns und gehört nun mal dazu.

Zum anderen, spüre ich abends eine bleiernde Müdigkeit und bin froh, wenn ich mal etwas Zeit nur für mich habe. Da will ich, ehrlich gesagt, nicht noch meinen Mann bemuttern.

Auch ist es mir derzeit rein zeitlich ein Rätsel, wie wir Zeit zu zweit verbringen wollen, da Bruno noch voll gestillt wird.

Und zu guter Letzt, Liebesleben?! #kratz
Ja, kuscheln, mehr? Nee, lass mal... Wir haben darüber geredet, oft und lang. Eine Geburt und ein Baby sind nunmal keine Kleinigkeit, da ändert sich alles. Meine FÄ meinte, eine Frau braucht mind. 1 Jahr, um sich schon rein körperlich und hormonell von der Schwangerschaft zu erholen.

So richtig kann ich dir keinen Tipp geben, nur den Trost, dass es diese Auseinandersetzung bei allen jungen Eltern in meiner Umgebung gibt und so lange geben wird, wie die Kinder klein sind. Vielleicht hilft reden, reden, reden...

LG Maren & Bruno

www.unserbaby.de/bruno

Beitrag von sapf 28.08.07 - 23:23 Uhr

Hallo Maren!

Deine Worte helfen mit schon ein Stück!

Sicher sagt man sich selbst immerwieder, daß es anderen sicher genauso geht. Aber das auch noch mal gesagt zu bekommen, lässt mich das alles nicht ganz so aussichtslos sehen!

Das mit dem einen Jahr wusste ich so auch noch nicht!#aha
Kam mir schon komisch vor, weil ich - trotz schon lange abgestillt - wirklich kaum Lust auf "Nähe" habe. D.h., so langsam kommt´s wieder.#schein



LG, sapf

Irgendwie kann ich meinem Freund aber auch nicht verständlich machen, daß diese Entwicklung in gewisser Weise "normal" ist, es vielen so geht und eben Zeit braucht! (Meine nicht nur#sex)

Beitrag von maren79 28.08.07 - 23:45 Uhr

Ach weiß du, ich finde, man darf die ganze Sache auch nicht dramatisieren.

Du und dein Mann ihr hattet vor Emil Sex und viel Zeit füreinander und ihr werdet noch gaaaannnz viele Jahre nur Zeit miteinander verbringen, weil euer Sohn seine Eltern nicht mehr so sehr braucht und das Haus verlässt. Was ist denn da schon so ein lumpiges Jahr?!

Sag deinem Mann, er soll diese Zeit genießen mit seinem Sohn. Sie kommt nie wieder! Und sag ihm, er soll stolz auf dich sein, dass du eine Mutter bist, die sich um ihr Kind kümmert, es liebt und nicht eine, die auch mit Kind meint, das Leben geht weiter für sie wie ohne Kind. Davon gibt es leider auch viele, die zwar alle hübsch anzusehen sind und bestimmt auch einen sexuell befriedigten Mann zu Hause haben, dafür aber bestimmt traurige Kinder...und das nicht nur für ein Jahr, sondern vielleicht für immer.

Und rein medizinisch ist es so, dass diese Lustlosigkeit im ersten Jahr nach der Geburt 80 % aller Frauen betrifft. Redet nur kaum einer drüber, weil "Was sollen denn die anderen denken?!". Die Natur hat sich dabei auch etwas gedacht, frau soll nämlich nicht gleich wieder schwanger werden, da sie ja erst ein Baby zu versorgen hat. Das ist vollkommen normal, nur wird frau heute von den ganzen Partnerschaftsrargebern ganz verrückt gemacht. Also Zeit geben, wie gesagt, was ist schon ein Jahr im Vergleich zu eurem ganzen zukünftigen Leben?

LG

Beitrag von elanor 29.08.07 - 00:07 Uhr



Hallo!

Ich kann mich Dir und Maren nur anschließen.

Bei uns sieht es ganz ähnlich aus. Zwar kümmert sich bei uns auch mein Mann liebevoll um Haushalt, den Kleinen und mich - aber ich bin innerlich doch sehr auf das Kind fixiert. Ich kann das gar nicht erklären, aber während ich den Kleinen ständig nur knuddeln könnte, möchte ich von meinem Mann oft nicht einmal in den Arm genommen oder geküsst werden - obgleich ich ihn sehr liebe.

Zum Glück sind wir schon lange zusammen und können über alles offen sprechen. Ich fehle ihm, aber wir wissen, wie es vorher war und dass unser Kind nicht immer so klein sein wird. Dennoch ist es wichtig, sich das immer mal wieder bewusst zu machen und im Gespräch zu bleiben, denke ich.

Es tut mir auch Leid, meinem Mann gegenüber, aber ich kann es auch nicht ändern. Manchmal ist er mir richtig lästig.

Nur zu zweit ausgehen, mache ich auch nicht, da ich wie Maren voll stille und der Kleine gerade abends viel trinkt.

Aber wenn er dann schläft, haben wir oft noch ganz schön Zeit für uns, die wir meistens zum Reden nehmen - und die ich aber auch manchmal ganz für mich brauche.

Also, das ist so meine Sicht der Dinge. Es gibt ja viel Forschung dazu, wie sehr die Geburt des ersten Kindes die Partnerschaft verändert und auch belastet. Nicht umsonst trennen sich ja auch viele dann. Nicht überdramatisieren, aber ein bisschen aufpassen, achtgeben, denke ich.

Ich wünsche Dir alles Gute! Elanor

Beitrag von snoopster 29.08.07 - 09:38 Uhr

Hallo,

ja, so ähnlich ists bei uns auch... aber nicht, dass sich der Mann beschwert, sondern dass ich sage, er soll sich mehr um sie kümmern... daweil macht er das eigentlich auch #kratz
Aber mir ist wohl momentan nix recht zu machen, sind wohl die Hormone #augen

Naja, was soll ich sagen, bei uns hats dann mal wieder richtig gekracht, und seitdem sind wir auf dem Weg der Besserung.... :-)
Es musste einfach alles mal raus, und vielleicht ist das bei Euch auch so.
Ich hab innerlich viel geschimpft über meinen Mann, obwohl ich mich echt nicht beschweren kann, aber das hat sich dann so aufgestaut, aber seitdem alles raus ist und ich weiß, wie er das sieht, gehts uns eben wieder besser...

Und der Sex ??? Naja, schon mal, nicht so toll, hab selten Bock, aber oft kommt der Appetit beim Essen!
Er sagt, er will mich nicht drängen, und es ist okay, so wies ist, aber dennoch nervts mich, wenn er ständig Anspielungen macht und mich begrapscht #hicks
Aber wir wollen ja auch bald ein zweites (ja, mal sehen) und da führt dann wohl kein Weg dran vorbei.

Allerdings verstehe ich nicht, warum es Deinen Mann nicht freut, dass Euer Sohn bald auszieht, dann hättet Ihr doch wieder mehr Ruhe in Eurem Schlafzimmer???

Ich hoffe, Ihr bekommt das wieder hin!!

Alles Liebe
Karin und Paula *30.04.07

Beitrag von sanne25 29.08.07 - 09:45 Uhr

Hi sapf!!

Du hast Post ;-)

LG,
Sanne