Wutanfälle bei knapp 3jähriger

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von missy0675 28.08.07 - 23:49 Uhr

Hallo,

hätte mal die Frage in welchem Grad Wutanfälle normal sind oder ob ihr das von euren Kindern auch kennt, ob das irgendwann besser oder schlimmer wird.
Heute hatte meine Tochter (wird im Dez. 3) wieder so einen ziemlich extremen Wutanfall weil ich nach mehrmaligem Ankündigen endgültig das Wasser aus der Wanne gelassen hab und ihr Bad beendet hab (nach 20 Minuten oder so). Wie bei allem was sie liebt kann sie halt kein Ende akzeptieren und es kommt zu einem mehr oder weniger großem Wutanfall. Heute hat sie dann erst in der Wanne getobt dann hab ich sie mit versammelter Kraft aus der Wanne ins Handtuch gehüllt und wollt sie etwas von der Wanne wegbringn damit sie sich nicht immer den Kopf anhaut (sie leigt dann immer auf dem Rücken schreit und tritt unaufhörlich und reagiert auf nichts mehr was man sagt und anfassen lässt sich sich schon gar nicht, dann fängt sie noch mehr an zu toben). Ich bin dann einfach ein paar Minuten weg gegangen und bin immer mal wieder gekommen, aber erst nach ner Viertelstunde etwa hat sie dfann nach ihrem Schnulli verlangt und dann durft ich sie auch aufm Arm nehmen und die restliche Stunden des Abends war sie wieder fröhlich bzw. normal.
Ja, was kann ich denn besser machen in so einer Situation und ist son Wutanfall überhaupt normal oder irgendwie bedenklich?
So kleinere Wutanfälle, beim Wicklen oder Anziehen etwa hat sie seit sie etwa ein Jahr alt ist, das bin ich also inzwischen gewohnt das es nicht ohne Tritte und Schreie abgeht, weil sie anziehn, ausziehn, umzioehn einfach nicht mag.

Freu mich über eure Antworten.
Gruß,
missy mit Vreni *17.12.04 (die in einer Woche ein richtiges Kindergartenkind wird)

Beitrag von janamausi 29.08.07 - 09:03 Uhr

Hallo!

Ohh ja, solche Wutanfälle kenne ich noch gut von meiner Tochter. Wichtig ist, dass Du konsequent bleibst und deiner Tochter eine klare Linie gibst. Also einmal ankündigen und dann handeln. Mit der Zeit merken die Kinder dann, dass sie nicht durchkommen und die Wutanfälle werden schwächer und weniger.

Bedenklich sind solche Wutanfälle nicht. Je willensstärker und selbstbewuster ein Kind ist, desto stärker können solche Wutanfälle sein.

LG janamausi

Beitrag von raquel77 29.08.07 - 09:10 Uhr

Hallo missy,

Wutanfälle sind eine echte Herausforderung. Ich kann nur bedingt mitreden. Denn wenn Pia Wutanfälle bekommt, ist sie höchstens sehr laut und möchte mich für ein Weilchen nicht sehen.

Die Wutanfälle deiner Tochter sind aber trotzdem normal. Sie hat ein sehr eigenes Temperament, was du ja zum Glück akzeptierst. Du bist vielen Müttern auch einen Schritt voraus, weil du offensichtlich weißt, dass diese Wut nicht gegen dich gerichtet ist und dass Vreni es nicht tut, um dich zu ärgern.

Ich würde weiter damit verfahren, ihr im Falle eines Wutanfalls die Gelegenheit zu geben, sich selbst zu beruhigen. Denn das klappt ja offensichtlich auch sehr gut.

Wenn sie sich bei manchen Dingen, die notwendig sind, allerdings vehement wehrt, würde ich zumindest Konsequenzen ansprechen und durchziehen, die sich aber nicht auf ihre Wut beziehen, sondern auf das Nicht-Tun von notwendigen Sachen. So kannst du zumindest das Eine oder andere in die richtige Richtung lenken.

Es ist auch sehr wichtig, dass du während ihres Wutanfalls immer noch freundlich und fair mit ihr sprichst. Die Versöhnung danach ist auf jeden Fall sehr wichtig und zeigt ihr, dass du sie trotz ihrer Wut lieb hast.

LG
Sonja

Beitrag von 2.monster 29.08.07 - 13:51 Uhr

größere Kinder - größere Wutanfälle. Sie hat halt mehr Kraft als früher und wenn sie gelernt hat, ihrer Wut bei Anziehn usw. mit Tritten und Schreien zu äußern wird sich das nicht von heute auf morgen ändern...
Gib ihr die Möglichkeit, ihre Wut (die ist normal) anders zu kanalisieren (Beisstier o.ä.). Ich hab meinem Großen immer gesagt, er soll gegen die Badewanne treten (stabil, kann nicht kaputtgehen), Oder zum Schreien in sein Zimmer gehen, damit ich es nicht so laut höre.