Lohnsteuerklassen wechsel nach der Geburt oder 8 Wochen danach

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von luciana123 29.08.07 - 11:01 Uhr

Hallo Zusammen,

wann sollte man die Lohnsteuerklasse wechseln, direkt nach der Geburt, hier ist die Frage ob sich das nicht negativ auf das "Gehalt" auswirkt was man bis zu 8 Wochen nach der Geburt erhält. Oder wirklich erst dann wechseln zu Beginn des Elterngeldes, also 8 Wochen nach der Entbindung?

Meine die Konstellation mit der Lohnsteuerklasse, Mann in die 3 und Frau in die 5.

Vielen lieben Dank und Gruß
Lou

Beitrag von sabse2007 29.08.07 - 11:22 Uhr

Huhu,
hab nochmal gegoogelt- und eigentlich immer nur gelesen das ab Geburt gewechselt werden soll...

(STEUERRAT: Nach der Geburt des Kindes kann der Ehemann dann wieder die Steuerklasse III wählen und erhöht damit sein Nettoeinkommen, während die Ehefrau das Elterngeld bekommt.)

Ich sage mal wenn der Partner nicht direkt ab Geburt die 2 Partnernmonate nehmen will- sollte der Wechsel dann auf alle Fälle ab Geburt stattfinden- damit er direkt das erhöhte Gehalt bezieht!!!!

Und selbst wenn er ab Geburt die Partnermonate nehmen will (wie in unserem Fall)... hat es dann auf das Elterngeld ja wieder keine Auswirkungen #kratz

Ich denke wir werden ab Geburt (sobald Geburtsurkunde da) direkt Wechseln....
LG Sabrina

Beitrag von luciana123 29.08.07 - 11:24 Uhr

Hallo Sabrina,

(STEUERRAT: Nach der Geburt des Kindes kann der Ehemann dann wieder die Steuerklasse III wählen und erhöht damit sein Nettoeinkommen, während die Ehefrau das Elterngeld bekommt.)

Hier steht: Während die Ehefrau das Elterngeld bekommt und das bekommt sie eben erst 8 Wochen nach der Geburt!

Hoffe hier meldet sich noch ein "Fachmann".

LG
Lou

Beitrag von sabse2007 29.08.07 - 11:31 Uhr

ja aber warum sollte man in diesen 8 Wochen auf das erhöhte Gehalt des Ehemannes verzichten???

Uiuiui ich hoffe es meldet sich wirklich mal einer der es weiß....
Damit wir beide erlöst sind ;-)

Beitrag von luciana123 29.08.07 - 11:36 Uhr

Hoffe ich auch!

Denn das ist wirklich total irritierend. Denn die Frage ist ja, schmälert sich mein "Gehalt" dann nicht, wenn ich direkt nach der Geburt die Lohnsteuerklasse wechsel, was ich nach der Geburt noch vom Arbeitgeber bekomme.

LG
Lou

Beitrag von emmy06 29.08.07 - 11:41 Uhr

Mutterschaftsgeld ist quasi schon Elterngeld, es heißt halt anders, da es in der Regel bei vor der Geburt arbeitenden Frauen eine höhere Lohnersatzleistung ist, als die 67% reines EG.
Die ( Wochen sind ja auch schon Anspruchsmonate des EG, EG-Bezug ist immer ab Geburt des Kindes.


LG Yvonne 28.SSW

Beitrag von sabse2007 29.08.07 - 11:50 Uhr

Hallo Emmy,
wann wechselst Du/Ihr denn in die LostK 3/5 (eigentliche Frage)...
Ab Geburt oder 8 Wochen danach???
LG Sabrina

Beitrag von emmy06 29.08.07 - 11:59 Uhr

Da wir nicht verheiratet sind und es vor Geburt auch nicht mehr machen werden, brauchen wir nicht wechseln...
Bleibt bei Klasse 1 :-)

Beitrag von luciana123 29.08.07 - 12:03 Uhr

Na das nenne ich doch mal eine Antwort #freu

Beitrag von luciana123 29.08.07 - 11:51 Uhr

Habe gerade gelesen, dass das Mutterschaftsgeld steuerfrei ist, also ist doch ein Wechsel direkt nach der Geburt ratsam?

LG
Lou

Beitrag von emmy06 29.08.07 - 12:02 Uhr

Soweit ich weiß unterliegt die Zahlung des EG/ Mutterschaftsgeldes dem Progressionsvorbehalt, das heißt es wird über die Anspruchsmonate verteilt steuerfrei ausgezahlt und erst am Ende des Jahres besteuert. Das gilt es auch zu berücksichtigen bei evtl. Steuerklassenwechsel, immer Geld zurücklegen, denn eine Steuernachzahlung kommt auf jeden Fall....

LG Yvonne

Beitrag von luciana123 29.08.07 - 12:05 Uhr

Haben Anfang des Jahres geheiratet und noch nicht gewechselt. Sind beide noch in der 1. Mir ist eben wichtig, dass mir nach der Geburt nichts abgezogen wird und wollte erst 8 Wochen nach der Geburt wechseln.

LG
Lou

Beitrag von emmy06 29.08.07 - 12:09 Uhr

Hallo...

DIR wird nix abgezogen, egal ob Du direkt oder 8 Wochen nach der Geburt wechselst...
Wie gesagt, rechnet in Ruhe durch, was der Wechsel Euch an Nachzahlung folgen lässt, ihr werdet dann gemeinsam veranlagt und da kommt einiges an Rückzahlung bei rum... Das EG erhälst Du ja wie gesagt steuerfrei, Dein Mann würde mit Klasse 3 auch weniger Steuern bezahlen und bei der gemeinsamen Veranlagung heißt das das Finanzamt hält die Hand auf....

Beitrag von luciana123 29.08.07 - 12:26 Uhr

So Ihr Lieben,
habe jetzt mal den Steuerberater von der Firma wo ich arbeite angerufen. Und dort wird mir abgeraten direkt nach der Geburt die Lohnsteuerklasse zu wechseln. Denn somit würde ich doch weniger Geld bekommen (8 Wochen) und ich würde mich besser stellen, wenn ich direkt wechsel wenn das Elterngeld anfängt zu rechnen.

LG
Lou

Beitrag von emmy06 29.08.07 - 12:41 Uhr

Hast Du gut gemacht, ketzt sind alle Unklarheiten beseitigt :-) #huepf#huepf# danke

Beitrag von luciana123 29.08.07 - 12:46 Uhr

Ich habe zu Danken!

Viele liebe Grüße
Simone

Beitrag von baby1997 29.08.07 - 14:23 Uhr

Hallo!

Euch allen ist aber schon klar, dass ihr aufs Jahr gerechnet gleich viel Steuern zahlt??

Also wechselt irgendwann nach dem Mutterschutz und bedenkt nur das ihr eventuell Steuern nachzahlen müsst.

Gruß Christiane

Beitrag von emmy06 29.08.07 - 16:47 Uhr

Klar ist es aufs Jahr gesehen gleich viel, aber viele vergessen den Progressionsvorbehalt des EG und wenn man das nicht mit einberechnet und das Geld fleißig ausgibt, noch dazu dann die Steuerklasse wechselt und somit auch erstmal weniger zahlt, dann kann am Ende das böse Erwachen kommen... Das meinte ich mit überlegen...und Wechsel evtl. etwas kritischer hinterfragen... :-)


LG Yvonne

Beitrag von baby1997 29.08.07 - 17:55 Uhr

Hallo!

Bei dir hatte ich jetzt auch nicht das Gefühl du hättest das nicht verstanden.

Bei vielen hab ich jedoch immer den Eindruck sie müssten sofort die Steuerklasse wechseln, damit sie Steuern sparen können und dies ist ja nunmal nicht der Fall.

Und mit dem Progressionsvorbehalt hast du recht. Ich persönlich würde die Steuerklasse erst nach Ende des Elterngeldbezuges wechseln.
Aber jeder so wie er möchte. Hängt ja auch viel von der persönlichen Situation ab (Einkommen, Geburtstermin des Kindes usw.). Aber wenns dumm läuft muss man richtig viel nachzahlen. Aber das weißt du ja..;-)

Gruß Christiane

Beitrag von emmy06 29.08.07 - 18:03 Uhr

Wir werden aus diesem Grund auch nicht während des EG-Bezuges wechseln... Ist für mich einfacher den Überblick über meine eigenen Finanzen zu behalten, etwas zurückzulegen und wenn das Finanzamt schreit "Ich will Betrag XX von Dir" dann hab ich vorgesorgt... Zudem sind wir auch noch nicht verheiratet und wissen auch nicht, ob das unbedingt so schnell ansteht... ;-)
Wenn ich das alles mit gemeinschaftlicher Veranlagung usw im Auge behalten sollte, wäre ich schnell überfordert... :-)

LG Yvonne

Beitrag von baby1997 29.08.07 - 21:37 Uhr

Wenn ihr nicht verheiratet seid, könnt ihr eh nicht wechseln. Dafür müsst ihr schon heiraten.
Ihr bleibt beide in 1 mit je einem halben Freibetrag.
Oder hab ich jetzt was falsch verstanden.

Gruß Christiane

Beitrag von emmy06 30.08.07 - 13:25 Uhr

Ich weiß, habs unglücklich formuliert.... ;-) War auf den Fall des doch heiraten bezogens mit dem Wechsel... Aber ich hatte es schon abgeschickt, bevor es mir auffiel... :-)