Immobilienfinanzierung

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von galeia 29.08.07 - 11:55 Uhr

Eine gute Freundin + Mann + Sohn möchten sich gerne ein Haus kaufen.

Kosten inkl. Erwerbsnebenkosten rund 140.000 €

Nettoeinkommen insgesamt (inkl. Kindergeld) rund 2.500 €

Schuldverpflichtungen derzeit monatlich rund 200,00 €

Eigenkapital 0 €

Sie waren gestern bei einem "Finanzberater", der hat ausgerechnet, dass sie mit ihrem Einkommen noch rund 200 € über dem Betrag liegen, wo sie keinen Kredit mehr bekommen könnten. Finanzierung wäre somit kein Problem, monatliche Kosten inkl. Zins, Tilgung, Nebenkosten, Heizkosten wären rund 1000 €.

Findet ihr das realistisch und die Berechnung seriös??? Der Finanzberater will doch letzten Endes nur an der Vermittlung verdienen, wo sollten sie sich noch beraten lassen? Habt ihr Tipps?

LG H. #klee

Beitrag von maus152449 29.08.07 - 12:30 Uhr

Hallo,

ganz ehrlich finde ich die Berechnung nicht realistisch.
Folgendes Problem: Die Bank finanziert normalerweise keine 100% des Kaufpreises nebst Nebenkosten, sondern nur so ca. 70%. Man bräuchte also etwas Eigenkapital.

Gut gesetz dem Fall Ihr habt eine Bank welche das ganze finanziert, dann sind €1000,- pro Monat für alle Kosten am Haus plus Zins und Tilgung sehr "wenig". Es gibt unendlich viele Kosten die auf einen drauf zu kommen:

- Wasser
- Strom
- evtl. Heizöl/Pellets oder mit was auch immer Ihr heizt
- Müll
- Steuer
- Versicherungen
- Kaminkehrer
- Telefon

Und was das Wichtigste ist, man muß monatlich einen Betrag zur Seite legen, um für unvorhergesehene Ereignisse gerüstet zu sein. An so nem Haus ist ständig was zu tun!

Wenn die vollen 140.000 finanziert werden, dann zu welchem Zinssatz? Nehmen wir mal 5% an, da der Zinssatz sicherlich die nächsten Jahre immer schwanken wird. Das würde folgendes bedeuten:

1. Ihr habt im Jahr €12.000 für die Zahlungen zur Verfügung
2. €7.000 davon gehen allein für die Zinsen weg.
3. Es bleiben also €5.000 für Tilgung und sonstige laufende Kosten.

Allein ein Tank Heizöl entspricht dem, was hier für alles überbleiben soll...:-(

Ich hoffe Euch hier keine Hoffnung genommen zu haben, da €2500,- netto nicht wenig sind. Aber ohne Eigenkapital ist das meiner Meinung nach nicht machbar. Oder wie lange wollt Ihr abbezahlen?

LG
Petra

Beitrag von birgit2 29.08.07 - 12:55 Uhr

Hallo,

also ohne Eigenkapital finde ich es auch sehr gewagt! Das Problem ist, daß Du bei einer 100% Finanzierung (wenn man dann eine bekomt) ser hohe Zinsen zahlen muss. 20-30 % Eigenkapital sollte man schon haben.
Die Banken / Kreditvermittler sind da immer schnell bei der Sache. Wenn es nicht klappt mit der Rückzahlung kommt das Haus halt untern Hammer. Ist ja nicht deren Problem...

Neben der Kreditrückzahlung sollte auch eine Rücklage und die Betriebskosten nicht außer acht gelassen werden.


LG,

Birgit

Beitrag von verzweifelte04 29.08.07 - 13:00 Uhr

hallo!

ich finde mit dem einkommen sollte es schon möglich sein.

der finanzberater bekommt ja die provision von der bank - aber wenn die bank der meinung ist, das einkommen reicht nicht, dann bekommen sie auch keinen kredit und der finanzberater keine provision.

lg
moni

Beitrag von mabapri 29.08.07 - 13:43 Uhr

hi
wir haben jetzt auch ein haus gekauft.
haus 105000,-
nebenkosten 9000,-
renovierung 16000,-

wir bekommen 130000,- von der bank.
mein mann ca. 2000,- netto und kindergeld 154,-.
ich bin selbstständig (wird aber nicht beachtet) und verdiene ca. 500-800,- jeden monat.
wir waren bei der volksbank weil wir kein eigenkapital haben.
die haben bei planethome angefragt, dann die an die dkb weiter. und wir haben die zusage bekommen.

bevor wir uns zu diesem entschluss durchgerungen haben, haben wir alles berechnet.

jede nebenkosten(müll, strom, heizung usw.) die grundsteuer jedes jahr, einfach alles. und das wir natürlich was weg legen müssen.

wir haben es auch nur gemacht weil es das haus ist in dem mein mann großgeworden ist. jetzt stand es zum verkauf und wir haben es versucht. hätten wir dieses haus nicht bekommen hätte
ich nicht mitgemacht.


gruß
marcella