Wer ist von der Stadt auf´s Dorf gezogen??

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von atina82 29.08.07 - 11:57 Uhr

Hallo ,
meine Frage steht ja schon oben.Wir schauen uns gerade nach einem Haus für uns um.
Und gestern haben wir unser Traumhaus gefunden ABER es ist auf dem Dorf.
Ich habe bis jetzt immer in der Stadt gewohnt und mir auch sehr wohl gefühlt.
Könnt ihr mir eure Erfahrungen schildern ??
Pro und Contra???
Was ist zu beachten wenn man auf´s Land zieht??
Das Haus ist so ca.20Autominuten von der Innenstadt entfernt.

Ich danke euch schon mal im Vorraus

Tina

Beitrag von ungeheuerlich 29.08.07 - 12:18 Uhr

Hi,

ja ich.

Wie Du schon selbst erwähnt hast, weite Fahrtwege. Die kosten nicht nur Sprit sondern vor allem Zeit. Schlecht wenn man weder das nötige Geld für Benzin/Auto hat noch die Zeit um ständig wegen jedem Mist in die Stadt fahren zu müssen.

Auch sind die Leute auf dem Dorf oft eingesessen und man hat es schwer sich dort einzugliedern.

Auf dem Dorf ist man meist auch sehr auf Äußerlichkeiten bedacht, da muß pünktlich der Rasen gemäht werden und am besten jedes Pflänzchen richtig in Reih und Glied stehen.

Mit Schule/KiGa muß man sehen. Wir haben das Glück daß Beides direkt im Ort ist. Ansonsten auch hier wieder viel Fahrerei.

Für Die Kinder hier im Dorf gibt es keinerlei Freizeitangebot, man ist irgendwo gezwungen seinen Garten in einem Spielplatz umzuwandeln.

Dafür kann man sich Tiere halten, das stört niemanden.

Großes Plus, die Ruhe (meist jedenfalls ;-)).

Mir fehlt die Stadt.

LG

Kerstin mit 4 Kids

Beitrag von bipi168 29.08.07 - 23:56 Uhr

hallo,

"Auch sind die Leute auf dem Dorf oft eingesessen und man hat es schwer sich dort einzugliedern.

Auf dem Dorf ist man meist auch sehr auf Äußerlichkeiten bedacht, da muß pünktlich der Rasen gemäht werden und am besten jedes Pflänzchen richtig in Reih und Glied stehen. "

das hast du schön geschrieben, ich als kleines landkind bin hier der rebell mich nervt dieses spießbürgerliche, straßenkehrordnung und der absolute "ich muss jetzt .........weil nachbar macht auch".

sowas kommt aber nicht immer gut an *lach*;-)

lg bianca

Beitrag von verzweifelte04 29.08.07 - 12:45 Uhr

hallo!

*gg* ich hab grad die 1. antwort gelesen - cool, was man so über uns "dorfbewohner" denkt *lol*

also das mit dem eingliedern hat wenig mit dorfbewohner oder stadtmensch zu tun (wobei man in der stadt meist nicht mal seine nachbarn kennt) - wer sich eingliedern will, wird sicher auch angenommen.

es muss nicht alles in reih und glied stehen...

ich finde auf dem land gibts mehr nachbarschaftshilfe - wir tauschen obst und gemüse, welches wir selber pflanzen, wir tauschen blumen, wir passen schon mal auf die nachbarkinder auf, wir helfen einander, wenn was schweres getragen werdne muss etc.. - finde das gibts in der stadt eher weniger, klar kommt es auch hier auf die nachbarn an..

man land hat man mehr ruhe, bessere luft ( außer man wohnt an einer vielbefahrenen bundesstraße), die kinder sind ständig an der frischen luft

fast jeder ort hat seinen eigenen spielplatz, da müssen die kinder nicht quer durch die stadt..

negativ ist halt, man ist auf auto oder öff. verkehrsmittel angewiesen, wobei wir ein kleines geschäft, nen metzger und nen bäcker im ort haben, friseur findet man auch fast in jedem ort..

also 1 mal in der woche zum großeinkauf in die stadt und wenn mal was ausgeht, haben die im geschäft eigentlich alles..

ich würd nie in die stadt ziehen.. aber das muss jeder für sich entscheiden..

lg
moni

Beitrag von bipi168 30.08.07 - 00:02 Uhr

das kommt aber wohl drauf an, wo man wohnt.
bei uns hier ist es eher so das die nachbarn einen gruppenzwang ausüben, einer kehrt straße alle kehren ect.pp.

du MUSST hier eigentlich irgendwo mitmachen, entweder feuerwehr,sportverein, dartclub oder frühschoppen-kneipentour.
wenn du da nicht mitmachst bist seltsam, anders, komisch um es nett zu sagen.
bei uns im dorf sind es einfach zuviel alte, mit zuviel langeweile.
die wenigstens hier fragen etwas aus interesse sondern aus neugier.
ich liebe es hier weil ich hier geboren bin, meine eltern und meine scwhester mit familie hier sind, ich viele erinnerungen aus meiner kindheit hier habe und es hier einfach sehr ruhig ist.

meine nachbarn wiederrum, kenne ich nicht-ich kenne sie zwar aber halte mich fern- ich möchte einfach aus diesen kleinen spießbürger-alltag rausgehalten werden.

mein leben besteht nicht daraus was andere tun, sondern was meine familie tut und wie es ihnen geht.
ich bin einfach ein mensch der ruhe möchte und auf dem land in so manch kaff, dorf oder nennen wir es ort hast du nicht deine ruhe.

lg bianca

der rebell unter den dorfbewohnern;-)

Beitrag von verzweifelte04 30.08.07 - 07:08 Uhr

hallo!

..ich hab ja gesagt, es kommt immer auf die leute drauf an..

ich bin vor 3,5 jahren hier her gezogen, weg von meiner familie, aus beruflichen gründen..

ich hab echt tolle nachbarn erwischt, und alle in den unterschiedlichsten altersklassen.. mit den einen red ich mehr, mit den anderen weniger..

also ich hab noch nicht erlebt, dass wenn ich die straße kehre, andere das auch machen *gg* ...

wede mein freund noch ich sind bei irgendwelchen vereinen, wir besuhen auch keine "feste" oder so.. interessiert uns beide überhaupt nicht.. hat aber auch niemand ein problem damit...

wir grillen lieber mal mit freunden, da kanns dann auch später und etwas laut werden - aber da beschwert sich auch niemand.. warum auch.. mach die doch selber auch..

aber du hast schon recht, es kommt ganz drauf an wo man wohnt..

lg
moni

Beitrag von luckyline 29.08.07 - 12:54 Uhr

Hallo Tina,

ich komme aus Köln (knappe 1 Mio. Einwohner) und wohne jetzt in einem Dorf, das knapp 700 hat.
Allerdings sind wir zwischendurch ein paarmal umgezogen und jedesmal wurde es ein bisschen kleiner. So hatte ich nicht den totalen "Kulturschock".
Wir haben hier unser Haus mit Riesengarten- in der Größenordnung hätten wir es uns in der Stadt nicht geleistet...
Und obwohl es hier auch Spielplatz und andere "Spaziergeh-Ziele" mit kleinen Kindern gibt, haben wir auch ein tolles Spielgerüst im Garten (das wir vor allem dem Kind in meinem Mann zu verdanken haben).
Viel Platz- das gefällt mir schon gut! Nicht nur bei dem, was "unser" ist, sondern auch drumrum. Ich fühl mich inzwischen in Städten arg eingeengt.

Wir sind hier ganz schnell in Wald und Feld- und Natur ist mir auch sehr wichtig. Für mich und als Erlebniswelt für unsere Kinder. Und die Kehrseite ist: eben auch kaum Autos, kaum Verkehr. Und abends kann man die Sterne sehen- viel besser als in der Stadt!

Einkaufen fand ich noch nie soooo spannend, weswegen mich der weitere Weg in die Innenstädte (Köln/Bonn/Aachen- jeweils 20-45 Minuten) nicht sonderlich stört. Ich plane und komprimiere dann eh. Für den täglichen Bedarf gibt es vieles im Dorfladen und den Rest in knapp 2 km Entfernung- und Obst/Gemüse/Brot/Milchprodukte werden uns mit unserer Biokiste ins Haus geliefert. Genau- Bauernläden: Da würd ich auch nicht mehr drauf verzichten wollen!

Hier fährt auch ein Bus- geschätzte 10 Mal am Tag ;-). Ohne Auto könnte ich es mir hier definitiv nicht vorstellen!

Jetzt, mit kleinen Kindern, finde ich es hier total optimal! Allerdings sehe ich mich in 10 Jahren aber auch nicht als ständige Durch-die-Gegend-Kutschiererin, um meine Kinder zum Fussball/Schwimmen/Musikschule/was-weiß-ich-was zu fahren und abzuholen.

Will sagen: Ich habe nicht unbedingt vor, mein ganzes Leben hier zu verbringen. Aber wer weiß?

LG, Heike
mit Junior (knappe 2 1/2 Jahre) und Lütte (5 Monate)

Beitrag von stepmaus 29.08.07 - 13:10 Uhr

Hallo!

Wir sind vor einem Jahr von der Großstadt aufs Land gezogen (eine Stunde Autofahrt) und fühlen uns sehr wohl. Man muss sich vorher einfach gut überlegen, ob man bereit ist sich für Alltäglichkeiten wie einen ausgiebigen Stadtbummel, Kino oder Facharztbesuche ins Auto zu setzen (wir haben zwei Autos) und im Zweifel eine oder eine halbe Stunde unterwegs zu sein.
Wichtig waren für uns alle Schulformen, gute Einkaufsmöglichkeiten und auch eine grundsätzliche Ärzteversorgung zu haben (haben fast alles bis auf einen Kinderarzt, aber Kleinigkeiten werden hier auch von den Hausärzten gut mitbehandelt).

So Sachen wie eingeschworene Dorfgemeinschaft, Garten in Reih und Glied usw. kann ich überhaupt nicht bestätigen. Wir haben hier viel mehr und nettere Kontakte als in der Großstadt mit einer halben Million Einwohner. Man muss eben einfach mal bei den Nachbarn Guten Tag sagen, sich andere Mütter mit Kindern suchen oder so Sachen wie die Feuerwehr als Kontaktbörse nutzen. Mit ein bißchen Gutem Willen ist das kein Problem (und ich bin wahrlich kein super kontaktfreudiger Mensch). Ach ja, so Sachen wie Spielplätze gibt es auf dem Land auch, aber wir werden uns nächstes Jahr etwas eigenes im Garten bauen, dafür haben wir ihn ja.

Wir genießen unser eigenes Häuschen mit Garten in vollen Zügen und freuen uns immer wieder über das viele Grün und die Ruhe.

LG stepmaus

Beitrag von peterpanter 29.08.07 - 13:13 Uhr

Hi,

das Dorf sollte nicht zu klein sein. Eine Grundschule und Supermarkt. Ein Kindergarten und eine Post sollten schon vor Ort sein.

Die Vorteile sind:
zumindest bei uns viel mehr Ruhe (kein Fluglärm)

für Kinder mehr platz zum spielen

man findet leichter Kontakt zumindest wenn man Kinder hat und ist freundlicher wie in der Stadt

weniger Kriminalität

Bessere Migration ausländischer Mitbürger (Ghetobildung gibt es kaum bzw. ist kaum möglich)

Man kann sich eine größere Wohnung oder Haus leisten (bzw. überhaupt erst eins)

Es gibt in den Orten nicht nur Einheimische Almöhis ;-)

Ein Teil der Lebenmittel wächst direkt vor der Haustür


Nachteile bzw. Vorteile Stadt:

sicherlich der weitere Anfahrtsweg mit Zeitverlust und höheren Kosten verbunden. Wobei dies sich etwas relativiert, denn in der Stadt hat man auch einen Anfahrtsweg und wenn man diesen mit dem Auto zurücklegt sind 10 km durch dies Stadt bestimmt anstrengender und teurer wie 20km Landstrasse.
Man hat aber auch bessere öftl. Verkehrsmittel

Man hat hier alles vor der Nase und kann beim Einkaufen auf ein Auto verzichten.

Das kulturelle Angebot ist einfach größer und problemloser zu erreichen - man nutzt es evtl auch dadurch mehr.

Weiterführende Schulen sind vor Ort bzw. leichter erreichbar.

Das Weggehen ins Restaurant und in die Kneipe, der Pizzabäcker an der Ecke etc. ist in der Stadt natürlich wesentlich eher zu finden.

Wir sind auch von der Stadt auf das Land gezogen. Auch ca. 20 Minuten von der Innenstadt. Lediglich das gelegentliche Weggehen in die Kneipe und das schnelle holen einer Pizza vermisse ich. Aber endlich kann ich wieder nachts schlafen und werde nicht von dem üblen Fluglärm wachgehalten bzw. um 4 Uhr morgens geweckt.

grüßle

peter








Beitrag von trixicat 29.08.07 - 13:20 Uhr

Wir sind vor 7 Jahren aus Stuttgart weggezogen (mein Mann hatte 40 Jahre in Stuttgart gelebt, ich 10), aufs Land- in ein Dorf mit ca. 900 Einwohnern, das zu einer Gemeinde mit weiteren 4500 EW gehört, und wir könnten es uns nie im Leben vorstellen, wieder in die Stadt zu ziehen. Wir haben nur ein Auto, sind aber beide berufstätig - heißt für mich, ich fahre mit Bus und S-Bahn. In der Hauptverkehrszeit fährt der Bus alle 15 Minuten, das reicht völlig aus, wenn man sich erst mal drauf eingestellt hat. Am Ort haben wir Netto, Penny, Apotheke, Metzger, Bäcker, Quelle-Shop mit Post, drei Banken (!), Kiga, Grundschule, drei Kirchen, drei Sportvereine, ein Jugendhaus, zwei Kneipen, ein Hotel, drei Landwirte, einen Reiterhof... und in 4-5 km Umkreis gibt es mehr Einkaufsmöglichkeiten, als wir je in Stuttgart hatten.

Die Nachbarn sind Freunde, jeder hilft jedem, man spricht täglich miteinander, wir teilen uns mit unseren den Rasenmäher (und gemäht wird, wenn es nötig ist - aus eigenem Antrieb und nicht, weil "jemand" es möchte!), die Katze hat Freilauf, die Luft ist toll, die Ruhe...

Du siehst schon, ich bin ein überzeugtes Land#ei geworden und fühle mich pudelwohl. Aber das ist wie bei allem im Leben - Geschmacksache. Nicht jeder ist für das Landleben geschaffen, genauso wie nicht jeder in der Stadt leben kann. Ich habe beides kennengelernt und würde mich immer wieder für's Landleben entscheiden - zumal ich bei Bedarf in 30-40 Minuten in Stuttgart sein kann. Nur schade, dass wir uns das nicht früher leisten konnten... die Kinder hätten mit Sicherheit davon profitiert.

Viel #klee bei der Entscheidung.

trixi#katze

Beitrag von hezna 29.08.07 - 13:49 Uhr

Wir sind vor etwas über einem Jahr aufs Land gezogen und wir möchten dort nie mehr weg.

Ich war unsicher, da ich zuvor 37 Jahre in der Großstadt gelebt habe und mich auch wohlfühlte.

Dem Nachteil - das du ohne Auto aufgeschmissen bist - kann ich 100% zustimmen.
Bei uns fährt der Bus stündlich und auch nicht in alle Richtungen.
Mit dem Auto erscheinen mir die Wege immer kürzer, je öfter ich sie fahre. Aber das mag daran liegen, das auf dem Weg in die nächste Stadt kaum Ampeln stehen, an denen man warten muß.

Wenn ich heute in der Stadt bin, nerven mich die ewigen Ampeln extrem. Überhaupt die ganzen Autos, der Lärm und die miese Luft.
Komme ich nach Feierabend von der Autobahn, sehe links und rechts die Felder und Wiesen, atme ich erstmal tief aus und fühle mich richtig erleichtert, dem "entkommen" zu sein.

Das angesprochene Problem mit den Nachbarn kann ich auch nicht teilen.
Wir sind - ohne es zu wissen - in den Teil unseres Dorfes gezogen, in dem die ganzen Urgesteine wohnen. Und wir wurden sehr freundlich aufgenommen. Allerdings hat mein Mann sich im Fußballverein, im Schützenverein etc. beteiligt und so entstanden mittlerweile ungemein viele neue Kontakte. Und natürlich durch die Kinder und ihre neuen Freunde.

Wir sind glücklich mit unserer Entscheidung und ich wünsche dir sehr, dass ihr ähnliches erleben dürft wie wir.

Gruß Hezna #klee

Beitrag von haebia 29.08.07 - 14:54 Uhr

Hallo,

ich auch.

Von München aus auf´s Dorf.

Unterschied wie Tag und Nacht.

Ich habe mindestens 2 Jahre gebraucht, um mich auf das "neue Leben" einzustellen.

Aber es war ok, solange man aufgrund des Jobs noch mit der Stadt Kontakt hat.

Absolutes Contra: je nach Größe des Dorfes bist du für die Einheimischen fremd und wirst u. U. sehr beobachtet. Die schauen auf alles, was die Neuen sagen, tun, nicht sagen, nicht tun. Bloß immer alle schön grüßen und sonntags am besten in die Kirche gehen ;-) JOKE - haben wir nicht gemacht!

Absolutes Pro: freue mich jedes Mal wieder, wenn ich vom lauten Getöse der Stadt zuhause auf das Dörfchen kann. V. a. für Kinder ist es schöner. Viel Grün, viele Bauernhöfe / Tiere, gute Luft, mehr Freiraum.

Billiger habe ich es dort nie gefunden, denn man muß ja oftmals für Einkäufe, Arztbesuche etc. in die Stadt fahren. Also zahlt man ggf beim Auto drauf, was man dort evtl an Miete spart.
Wir hatten zwar in unserem Dorf einen "Tante-Emma-Laden", aber der war so klein - mit Kind nicht begehbar, keine Auswahl und sorry, wirklich zu teuer, um dort immer einkaufen gehen zu können.
Aber wir hatten einen mobilen Metzger, 1 x die Woche; einen mobilen Bäcker, 2 x die Woche und die Post hatte 2 Stunden pro Tag auf :-) So weit o.k.

Wir sind jetzt aber umgezogen, etwas näher an die Stadt. Zwar immernoch ein Dorf bzw. Vorort der Stadt, aber gaaaaaaanz anders als das Dorf zuvor. Ich kann hier mit dem Rad zum nächsten Einkaufsort und mit dem Rad zur S-Bahn (also theoretisch zumindest ;-) ). Wegen Kindergarten und Schule war es uns wichtig, wieder näher an der Stadt zu sein.

Gruß,
Bianca

Beitrag von nobility 29.08.07 - 16:44 Uhr

Hi,

Dörfler sind im allgemeinen wenig flexibel. Sie gucken nicht weiter als über ihren Gartenzaun. Alles was ihnen fremd ist,rühren sie nicht an.

Nicht von ungefähr sagt der der Volksmund:

" Was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht. "

Dörfler sind in Ihrer Lebensweise eher rückständig. Sie sind einem Städter in vielen Lebensbereichen weit unterlegen.

Dort wo das Leben pulsiert, nähmlich in einer Stadt, noch besser in einer Großstadt, dort ist Fortschritt durch ständige nie rastende Entwicklung.

Für einfache Menschen mit einfachen bescheidenen Lebensformen mag so ein Dorf die richtige Wohnstätte sein.

Nix für Ungut ! Ich find euch trotzdem nett.
Nobility

Beitrag von bipi168 30.08.07 - 00:09 Uhr

*loooooooooooooooooooool*

du kracher ey :-p

dann sag mir bitte die fortschritte die du in der stadt machst?

Beitrag von nobility 30.08.07 - 12:35 Uhr

Hy du,

z.B. Bildung.

Bildung bedeutet Fortschritt. Gerade in einer Großstadt ist das Angebot an Bildung sehr vielfältig und die Möglichkeiten der individuellen Nutzung vielseitig.
Es sind im einzelnen nicht nur die Allgemeinen Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen, Fachschulen, Gymnasien, Hochschulen, Universitäten und ihren jeweiligen Fachrichtungen, es gehören dazu auch die Vielfältigkeiten von Kulturellen Veranstaltungen.

Und nicht zuletzt die Begegnung mit Menschen und ihren Kulturen aus allen Teilen der Welt.

Das ist ständig pulsierender Fortschritt den es so in einem Dorf nicht gibt.

Viele Grüße aus Berlin
Nobility

Beitrag von bipi168 30.08.07 - 19:54 Uhr

wow,
du magst recht haben wenn jemand im letzten eck der welt wohnt aber wir wohnen zb. stadtrand-anderer gemeindeteil- und ich brauche 5 minuten in die stadt.

bei uns ist dorf und zisch über autibahn bist in der stadt und ich muss sagen ich fühle mich einem stadtmenschen im vorteil ;-).
wenn ich keine lust mehr auf lärm und abgase habe gehe ich nach hause :-p.

aber ich gebe dir schon recht, wobei es nicht heißt das landeier gleich blöd sind #huepf.

lg und schönen abend bianca

Beitrag von verzweifelte04 30.08.07 - 08:01 Uhr

hallo!

also das musst du mir genauer erklären...

nicht flexibel
rückständig
weit unterlegen

..aber gut, dass du uns wenigstens nett findest *gg*

nein, mal ehrlich.. woher kommt deine einstellung??? ..also ich bin am land groß geworden und wohne noch immer am land.. aber ich kann nicht sagen, dass ich unflexibel, rückständig oder einem "städter" weit unterlegen bin..

in welchem bereich oder bereichen? ..ich verstehs echt nicht

lg

Beitrag von nobility 30.08.07 - 12:42 Uhr

Hallo,

ich kenne beides das Dorf und die Großstadt.

Um konkret auf deine Fragen zu antworten erzähl ich ein bisschen von meinen Erlebnissen.

In einem Dorf bin ich aufgewachsen und zur Schule gegangen. Die Schulbildung selbst war sehr einfach. Die meisten waren Bauern. Viele Möglichkeiten gab es nach der Schule nicht. Viele arbeiteten in der Väterlichen Landwirtschaft mit, der Rest ging in die nahegelegenen Kleinstädte um dort in Fabriken zu arbeiten. Sehr weinige hatten das Glück in einem ansässigen Handwerksbetrieb eine Handwerkslehre machen zu können.

Vier von vierunddreißig Schülern gingen in die „Fremde“ und versuchten dort ihr Glück. Ich war einer von ihnen. Ich ging in die Großstadt. Dort eröffneten sich mir so viele Möglichkeiten, so dass ich anfänglich leicht verwirrt war. Ich fand meinen Weg. Nach dem Abschluss einer Handwerkslehre machte ich den Handwerksmeister und danach über den 2. Bildungsweg den Ingenieurgrad ( FH-Hochbau ). Zu meiner schulischen Bildung lernte ich gute umfassende Allgemeinbildung und Kulturelle Bildung. Es gab und gibt z.B. unzählige Büchereien, Bibliotheken, Zeitschriften. Ich lernte viele viele Menschen aus vielen Ländern der Welt kennen und schätzen.

Nach vielen vielen Jahren nahm ich wieder Kontakt zu meinem Heimatdorf und zu meinen
ehemaligen Schulkameraden und Schulkameradinnen auf. Ich werde sie dieses Jahr wieder besuchen, denn ihre Herzliche Aufnahme haben mich sehr begeistert. Aus der letzten Begegnung lernte ich, dass ihre Sprech- und Denkweise einfach war und ich werde so in einfacher Form mit ihnen reden so dass sie in der Lage sind mich zu verstehen.

Auf die Frage eines Schulkameraden, ob ich den Fortgang aus dem Dorf schon einmal bereut hätte, antwortete ich wahrheitsgetreu; Nein, nicht eine einzige Sekunde. Es war die beste Entscheidung meines Lebens und ich bin froh darüber. Den ich bin dadurch so geworden wie ich jetzt bin. Und das ist gut so.

Eines bereue ich nicht, ich habe durch das Dorfleben die Schöpfung der Natur in einer weise kennen- und schätzen gelernt wie sie ein Großstädter nie lernen wird.

Viele Grüße aus Berlin
Nobility

Beitrag von verzweifelte04 30.08.07 - 13:15 Uhr

hallo!

naja, ich hab gerade gesehen, dass du ein etwas anderer jahrgang bist als ich...

ich denke früher gab sicher unterschiede, aber heute doch nicht mehr..

in jeder schule, egal ob stadt oder land wird das selbe durchgenommen - wobei ich der meinung bin, dass es am land besser ist - nicht so viele schüler etc..

ich hab maturiert und arbeite jetzt seit über 5 jahren in einem riesigen werk... ich bilde mich ständig weiter

ob sich jemand kulturell bildet liegt an einem selbst - klar, früher hat man am land nicht diese möglichkeit - aber heutzutage hat jeder internet, fernsehen, kann sich bücher leisten etc..

ich denke man kann das landleben früher und heute nicht vergleichen..

ich möchte noch dazu sagen, dass die komplette führungsebene in unserer firma "dörfler" sind.

vielleicht wär ich gleich meinung wenn ich zur selben zeit wie du in einem dorf aufgewachsen wäre...

lg
moni

Beitrag von nobility 30.08.07 - 13:31 Uhr

Hallo,

Veränderungen verlaufen in einem Dorf wesentlich langsamer ab als in einer Großstadt. Dem Großstadttempo vermag kein Dörfler zu folgen.

Und deswegen hat sich auch was das frühere betrifft, von dem du hier vergleichst wenig verändert. Aus den Bauernhöfen sind Wohnhäuser geworden. Jeder 2. hat den Führerschein und ein Auto.

" in jeder schule, egal ob stadt oder land wird das selbe durchgenommen " . Sicher, von der Grundschule bis zur Hauptschule.

" vielleicht wär ich gleich meinung wenn ich zur selben zeit wie du in einem dorf aufgewachsen wäre... "

Ich vergleiche nicht allein aus der Vergangenheit sondern auch aus der Gegenwart. Siehe meine vorstehende Antwort.

lg
Lothar

Beitrag von verzweifelte04 30.08.07 - 13:49 Uhr

hallo!

..dann weiß ich echt nicht wo du gewohnt hast...

also ich sehe heute überhaupt keinen unterschied mehr zu früher.. vielleicht noch in deiner generation, aber meine generation bestimmt nicht.. hier hat jeder nen führerschein und ein auto, hier hat jeder die möglichkeit eine berufsbildende bzw. allgemeinbildende mittlere oder höhere schule zu besuchen.

also ich fühl mich in keiner weise zurückgeblieben oder wie auch immer..

warum auch???

ich bin 26, hab nen gut bezahlten job, der anspruchsvoll und interessant ist, ich hab den motorrad- und autoführerschein + 1 auto, ich leb seit 3,5 jahren in meinem eigenen haus, mache ständig weiterbildungen etc..

und ich bin bei gott kein einzelfall..

also ich kanns echt nicht nachvollziehen - aber vielleicht ist ja in österreich alles anders ;-)

lg
moni

Beitrag von nobility 30.08.07 - 15:00 Uhr

Hallo Moni,

wie kommst du bloß auf Östereich ?


Das Dorf hatte damals ca 1.550 Einwohner und liegt in Baden-Württemberg. Heute hat es 4.600 Einwohner.

Ich lebe seit vielen vielen Jahren in Berlin, und das ist gut so.

" also ich kanns echt nicht nachvollziehen "

Das glaube ich dir.

Um etwas nachvollziehen zu können muss man in der Lage sein es zu begreifen. Um etwas zu begreifen muss man es erlebt haben. Und um etwas vergleichen zu können,muss man beides kennen.

lg
Lothar

Beitrag von verzweifelte04 30.08.07 - 15:24 Uhr

hallo!

..nee, ich komm aus österreich ...

ich glaub nicht das ich das stadtleben kennen muss, um vergleiche anzustellen bei denen es um bildungsstand, fortschritt etc. geht..

ich hab erst kürzlich bei uns in einer zeitung gelesen, dass die innovativsten betriebe aus der ländlichen gegend kommen - in dem artikel gings um oberösterreich - also kein vergleich zu deutschland - ich kann nur von hier sprechen..

..ich glaub wir lassen diese diskussion einfach, jeder hat seine meinung und das ist gut so! ..ich weiß jetzt warum du so denkst und mehr wollte ich ja auch nicht wissen..

lg
moni


Beitrag von nobility 30.08.07 - 16:40 Uhr

Hallo moni,

" ich glaub nicht das ich das stadtleben kennen muss, um vergleiche anzustellen bei denen es um bildungsstand, fortschritt etc. geht.. "


Weil diese Antwort zu sehr einseitig ist, sei mir eine letzte Anmerkung noch erlaubt.

Um über einem Kinofilm mit diskutieren reden zu können,muss man ihn gesehen haben. Um über ein Buch mitreden zu können,muss man es gelesen haben.

Im übrigen;

Ich kenne Österreich ganz gut, insbesondere da ich Vorstandsmitglied des Deutschen Alpenvereins und als solcher Referent für Umweltschutz bin.

lg
Nobility

Beitrag von verzweifelte04 30.08.07 - 18:26 Uhr

hallo!

..ok, dann mach ich auch noch eine letzte bemerkung..

kino und bücherhandlung sind 10 min entfernt - internet hat wirklich schon fast jeder haushalt, da kann man bücher bestellen oder sich filme downloaden..

...ach im übrigen, wir haben elektizität, fließend warmwasser und sogar telefon... ;-)

..ich hab nie gesagt, dass du Ö nicht kennst...

lg
moni

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