Überstunden und schwanger

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von cleomio 29.08.07 - 13:26 Uhr

hallo
hab mal wieder ne frage!

ich arbeite halbtags an einer schule im seki und werde leider von meiner chefin ziemlich ausgenützt (bin ja selber schuld:-()
ich hab jedenfalls überstd. ohne ende.

wie ist das mit dem mutterschutz?
da steht doch, man darf keine überstd. mehr arbeiten
gilt das nur für vollzeit? also überstd. über 8 std? oder auch gleich für mich?

ich arbeite jetzt seit 1 jahr dort und bin jeden tag länger als ich soll (bekomm aber keinen ausgleich, weder geld noch urlaub)
jetzt wollte ich nach den ferien über neue arb.zeiten diskutieren.
soll ich da gleich sagen, ich bin schwanger (finde ich aber noch zu früh, wäre erst anfang 10. ssw)

oder soll ich nur sagen, mit den überstd. gehts nicht so weiter und in 3 wochen sagen ich bin schwanger? weiß nicht, kommt doch auch nicht so gut rüber
aber das mit den überstd. geht so nicht weiter

danke
bin schon etwas ratlos
cleo

Beitrag von jenny0815 29.08.07 - 13:28 Uhr

Meines Wissens nach darf man KEINE Überstunden machen wenn man ss ist. Schau doch mal im Internet im Muschu Gesetz nach!

LG Jenny+(#klee?)#baby 20.SSW

Beitrag von miss.cj 29.08.07 - 13:31 Uhr

Ich würd die Schwangerschaft gleich mitteilen und auch das MuSchu-Gesetz erwähnen. Wenn du sonst in 3 Wochen nochmal damit anfängst, könnte deine Chefin noch mehr von dir genervt sein.

Lg Conni#blume

Beitrag von sunjoy 29.08.07 - 13:33 Uhr

Mehrarbeit laut dem Gesetz ist alles was über 8,5 stunden am Tag oder 90 stunden in der Doppelwoche geht. Hier kannst mehr nachlesen:

http://bundesrecht.juris.de/muschg/__8.html

LG und alles gute!

Beitrag von miau2 29.08.07 - 13:37 Uhr

Hi,
lt. MuSchuG ist Mehrarbeit alles über 8,5 Stunden pro Tag oder mehr als 80 Stunden in zwei aufeinanderfolgenden Wochen.

Es geht im MuSchuG nicht darum, Überstunden zu vermeiden, sondern es sollen Arbeitszeiten vermieden werden, die eine Gefahr für Mutter/Kind darstellen könnten. Es ist ein Irrglaube, dass das MuSchuG Überstunden generell verbietet - es gibt nur eine strengere Grenze als bei "normalen" Arbeitnehmern.

Wenn Du z.B. nur 4 Stunden arbeitest am Tag, bist Du von dieser "Schwelle" der Gefährdung noch ziemlich weit weg - für die Regelung Deiner Überstunden sind dann andere Gesetze zuständig. Google mal, es gibt auch für "normale" Arbeitnehmer Gesetze, die die Überstunden beschränken.

Das MuSchuG wird Dir wohl kaum so richtig helfen in dem Fall. Heißt, Du brauchst auch noch nicht zu sagen, dass Du schwanger bist...wenn Du aber aus Prinzip die Nase voll hast von den Überstunden (was ich verstehen kann), dann solltest Du das zum Thema machen - das Argument "Schwangerschaft" wäre in dem Fall unwichtig, brauchst Du also nicht zu erwähnen.

Und der Zeitpunkt - nach Ende der Schulferien - könnte doch besser gar nicht sein, finde ich.

Viele Grüße und viel Erfolg,
Miau2

Beitrag von bine0072 29.08.07 - 13:39 Uhr

Hallo,

Überstunden oder Mehrarbeit beziehen sich im Mutterschutzgesetz auf Beschäftigte in Vollzeit - man darf lediglich nicht mehr als 8,5 Stunden täglich arbeiten - gleiches trifft auf Teilzeit zu, auch hier gibt es nur das zeitliche Limit der 8,5 Stunden.

Das Mutterschutzgesetzt verbietet NICHT bei einem Vertrag über vier Stunden täglich fünf zu arbeiten - eben bis zu 8,5 Stunden.

Zumindest war es einmal so und ich wüsste nicht, dass sich dieser Passus geändert kätte.

LG

Bine

Beitrag von juule 29.08.07 - 13:39 Uhr

Hallo,

ich persönlich´würde jetzt nicht mit dem Argument "schwanger" kommen. Ich finde man sollte das nicht zu vorschnell benutzen um irgendwelche Regularien durchzuboxen.

Es geht doch generell um die Überstunden, also sprich es auch ganz unabhängig davon an.
Ich finde es gehört immer eine Kulanz auf beide Seiten. Mal machst du ein paar unbezahlte Überstunden, aber für gehst du vielleicht auch mal früher, weil ein Termin ansteht. So würde ich es auch bei der Chefin anbringen.

Mir ist es zu blöd jetzt jede Minute hochzurechnen, schon gar nicht wegen Schwangerschaft. Ich bin nicht krank und fühle mich immer noch genauso belastbar wie vorher.

LG,

Ana

Beitrag von guapita99 29.08.07 - 13:41 Uhr

Hallo Cleo,

meiens Wissens nach darfst Du eigentlich keione Überstunden machen sobald Du schwanger bist - Dein Arbeitgeber kann seinen Pflichten hier ja aber nur nachkommen, wenn er darüber informiert ist.

Bei mir war es ähnlich (Sonntagsarbeit, Rufbereitschaft, Mehrarbeit etc.) so dass ich schon letzte Woche, also in der 6. Woche , damit rausrücken musste. Möchte mich im Moment einfach nicht mir Mehrarbeit belasten, sondern die Anfänge der Schwangerschaft genießen, fand es (bei uns im Team jetzt) aber auch nurfair, den Kollegen mitzuteilen, dass sie einige Projekte die in den nächsten Wochen anlaufen werden alleine zuende bringen müssen.

Soo früh hatte ich es nie erzählen wollen und jetzt ist es zumindest bei mir doch ganz anders gekommen. Aber es wurde ganz gut aufgenommen und "meine Männer" lassen mich schon jetzt keine schweren Kartons mehr schleppen ;-)

In Deinem Fall würde ich, sofern Dir das nicht extrem Kopfzerbrechen macht, erst mal allgemein über diese Arbeitszeiten diskutieren (soo geht das ja nun auch nicht!) und erst später mit der SS rausrücken. Oder ahnst Du, dass Deine Chefin mit dem Wissen über Deine SS vielleicht etwas rücksichtsvoller sein wird? Dann würde ich es ihr sagen...

Ich wünsch Dir, dass Du die richtige Entscheidung triffst und die letzten Monate mit Arbeit und Kugelbäuchlein auf jeden Fall richtig schön werden!!!

Liebe Grüße
Guapita99