An alle Ferber-Gegner: Was hätten wir für Alternativen?!

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie euer Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von justin-ks 29.08.07 - 16:32 Uhr

Hallo zusammen,

meine Frau und ich sehen uns aufgrund der Gesamtumstände gezwungen, in diesen Tagen unsere Kleine (7 Monate) zu ferbern. Da ja hier im Forum offenbar viele Total-Gegner dieser Methode unterwegs sind, hätte ich gerne mal gewusst, was wir statt dessen machen sollen.
Hier zunächst also mal ein kurzer Abriss unserer Geschichte:

Unsere Maus war von Beginn an ein sog. Schrei-Baby, ständig quengelig und schlecht drauf. Sie hatte mit den bekannten Koliken zu kämpfen, gegen die nichts geholfen hat und wurde von uns praktisch den ganzen Tag umher getragen, im Tuch oder auf dem Arm. Sie ist abends nur auf dem Arm oder beim Stillen eingeschlafen und konnte dann meist hingelegt werden. Im Abstand von ca. 1.5 - 2.0 Std. wurde sie nachts wach und gestillt.
Nach ca. 4 Monaten hörten die Krämpfe auf, sie blieb jedoch bis heute sehr weinerlich, fremdelte viel, schrie häufig ohne erkennbaren Grund, schlief tagsüber insgesamt nur eine gute Stunde und konnte selbst für wenige Minuten nicht mal "abgelegt" werden. Meine Frau und ich haben alles klaglos hingenommen, selbst dann noch, als nachts die Schlafperioden sogar nochmal schlechter wurden und sie meistens nur eine Stunde am Stück geschafft hat, ehe sie schreiend aufgewacht ist und nur noch brust-nuckelnd (einzige Chance) weitergeschlafen hat. Wir haben mehrfach Ostheopathen und Heilpraktiker aufgesucht, sie vom Kinderarzt durchchecken lassen und waren in unserer Not sogar in einer Schreibaby-Ambulanz, was ein Scherz schlechthin war, aber das ist eine andere Geschichte.
Seit einem Monat bekommt sie nun Gläschen und Brei, was sie auch gut verträgt und meine Frau versucht abzustillen. Nach wie vor schläft sie abends jedoch nur an der Brust ein und hat sich das Nuckeln (Schnuller lehnt sie total ab) so angewöhnt, dass sie extrem schreit, wenn wir nur versuchen, sie mal wach hinzulegen.
Seit gut drei Wochen hat sich die Situation nochmals verschärft, denn sie wacht jetzt nachts in Etappen zwischen 10 und 30 min. auf, selten schafft sie mal 45 min.! Wir kommen damit ständig auf über 20 Wachzeiten pro Nacht, was meine Frau (ich schlafe seit Monaten im Gästezimmer, weil meine Bettseite vom Kind belegt ist) nunmehr an den Rand ihrer Kräfte gebracht hat. Sie hat über Monate klaglos alles ertragen, aber jetzt steht sie vor einem Nervenzusammenbruch und kann weder psychisch noch physisch diesen nächtlichen Psychoterror ertragen. Wir haben zum Glück familiäre Hilfe, die es uns ermöglicht, dass sie tagsüber mal zwei Stunden vom Kind entlastet wird, aber das ersetzt natürlich nicht mal ansatzweise den Nachtschlaf.

Wir stehen und standen Ferber auch immer kritisch gegenüber, weil unser Kind sich so in Rage schreit, wenn man sie nicht auf den Arm nimmt (und auch das hilft oft nur bedingt), dass es kaum zu ertragen ist, haben aber mit unserem Kinderarzt gestern besprochen, dass es nur auf diese Weise eine Chance für uns auf ein erträgliches Familienleben gibt, zumal der Kleinen tagsüber der fehlende Schlaf auch anzumerken ist. Unser Kinderarzt ist gleichzeitig Kinder- und Jugendpsychologe und hat uns versichert, dass die kleine Maus keinen Schaden davon trägt, wenn wir sie ferbern. Wenn wir es nicht tun, bricht allerdings meine Frau über kurz oder lang endgültig zusammen!

Soweit mal in Kurzform unsere Erlebnisse. Gibt es hier ernsthaft Forumsteilnehmer, die es NICHT akzeptieren, dass wir in dieser Situation ferbern?

Viele Grüße,
Kai

Beitrag von anyca 29.08.07 - 16:44 Uhr

Wollt ihr wirklich "ferbern", d.h. bis zu 30 Minuten das Kind allein lassen, oder nur "Jedes Kind kann schlafen lassen" ausprobieren mit bis zu 5 Minuten?

Bei meiner Tochter war das zum Glück nicht nötig, aber mit meinem Neffen haben mein Bruder und seine Partnerin das auch irgendwann durchgezogen, weil sie auch kurz vor dem Nervenzusammenbruch waren. Meine Schwägerin ist echt tough und geduldig, aber sie meinte, manchmal war sie kurz davor, dem Kind eine zu langen #schwitz, einfach weil sie nicht mehr konnte.

Mein Neffe hat das Alleine-Einschlafen schnell gelernt, schläft jetzt mit zwei Jahren prima und wirkt keineswegs verschreckt oder so :-)

Beitrag von 28058 29.08.07 - 16:54 Uhr

hallo kai

ich habe bei meinem sohn auch mit 7 monaten angefangen, dass ich ihn ohne stillen abends ins bett bringe.
ich wollte ihn aber auch nicht schreien lassen. ich kann dir nur erzählen, wie es bei uns funktioniert hat. ich hab e nicht an irgendwelche zeiten gehalten oder auf die uhr geschaut. ich habe ihn gestillt, ihn wach ins bett gelegt, leise etwas vorgesungen und bin dann raus. er hat natürlich geweint, ich bin dann wieder rein, hab ihn kurz beruhigt und bin wieder raus. das ging ein paar mal so dahin. ich hab ihn nie lange weinen lassen und ihm immer das gefühl gegeben, ihn nicht alleine zu lassen.
er ist dann schließlich ohne schreien friedlich eingeschlafen. und das bleib auch so, bis jetzt. er ist jetzt 3 jahre.
ich kann mir vorstellen, dass es sehr anstrengend für euch ist aber ein so kleines kind in seinem zimmer alleine schreien zu lassen finde ich persönlich nicht richtig und ist ein vertrauensbruch.
und auch wenn eure kleine dann einschläft, dann aus resignation und nicht deshalb, weil sie es versteht. es werden immer wieder zeiten kommen, auch wenn es nach dieser methode funktionieren sollte, wo euer kind nciht einschlafen will oder kann und man kann dann nicht immer die ferber methode anwenden!

lg und alles gute iris

Beitrag von mitzl 29.08.07 - 17:19 Uhr

Es gibt einen Ratgeber, der gerade für Einschlafstiller geeignet ist: The No-Cry-Sleep-Solution von Elizabeth Pantley.

http://www.amazon.com/No-Cry-Sleep-Solution-Gentle-Through/dp/0071381392

Das Buch gibt es leider nur auf Englisch, aber vielleicht ist es ja was für Euch. Es sind verschiedene Methoden darin beschrieben. Eine besteht zum Beispiel darin, daß die Mutter die Brustwarze beim Einschlafen klaut, und sie immer früher klaut, bis das Kind nach dem Stillen noch wach ist. Eine andere Methode ist, daß die Mutter ein paar Nächte das Schlafzimmer verläßt und das Kind mit dem Vater im Ehebett liegt, der es nachts tröstet und mit einer Flasche Wasser bereitsteht. Es sind verschiedene Methoden ohne starre Regeln beschrieben und man kann sich die heraussuchen, die für die Familie am besten paßt.

Schlafprogramm mit kontrolliertem Weinen würde ich nach wie vor aufgrund der unkontrollierbaren Spätfolgen nicht empfehlen.

LG und alles Gute :-) Mitzl

Beitrag von monibln 29.08.07 - 17:30 Uhr

Hallo Kai,

ich stehe dieser Methode zwar auch sehr skeptisch gegenüber, aber in eurem Fall kann ich es verstehen. Meine Maus ist erst 5 Wochen und ich bin zwar auch mehrfach die Nacht wach, aber nicht ansatzweise so wie bei euch.
Ihr habt das ganze ja auch mit dem Arzt besprochen, daher finde ich es für euch ok.
Ich wünsche euch viel Kraft für die nächste Zeit und natürlich Erfolg.

LG
Moni

Beitrag von kja1985 29.08.07 - 18:43 Uhr

Ähm, ich stecke in der selben Situation, nur dass sie bei uns schon 20 Monate andauert und nicht nur ein lächerliches halbes Jahr, darum kann ich diese Melodramatik nicht verstehen.

Ihr habt jemanden, der euch das Kind mal abnimmt - ich habe niemanden und mein Mann ist nachts auch nicht da um mir zu helfen. Trotzdem sehe ich es nicht ein, dass ich meine Tochter schreien lasse, wenn sie mich braucht.

Nein, ich kann es trotz allem nicht verstehen, wie man sein Kind schreien lassen kann. Ihr seid beide gesund, habt anscheinend nur ein Kind und auch noch familiäre Hilfe, da solltet ihr das auf die Reihe kriegen.

Beitrag von anyca 29.08.07 - 18:46 Uhr

Hast Du wirklich auch, wie oben beschrieben, nie länger als 30-45 Minuten Schlaf hintereinander? Oder doch eher zwei, drei Stunden?

Beitrag von kja1985 29.08.07 - 18:49 Uhr

Heute nacht waren es glaub ich jeweils 30 Minuten plus einer zweistündigen Wachphase von Mitternacht bis zwei Uhr (obwohl sie seit einer Woche keinen Mittagsschlaf mehr machen muss, weil ich es aufgegeben hab). Natürlich gibt es Phasen in denen es besser war, die fingen mit ungefähr 10 Monaten an. Dann hab ich tatsächlich auch mal zwei Stunden Schlaf am Stück. Aber diese Phasen sind selten.

Beitrag von justin-ks 29.08.07 - 22:13 Uhr

Hallo kja,

wenn Du das schon so lange durchhältst, gehört Dir mein voller Respekt, aber bitte tue nicht so, als ob wir nicht ernste Probleme hätten!
Meine Frau ist am Ende der Kräfte, obwohl wir schon alles Erdenkliche getan haben, um sie zu entlasten (Putzfrau eingestellt, Omas die Wäsche gebracht usw.). Andernfalls wären wir schon früher am Ende gewesen und hätten kapitulieren müssen. Jetzt geht es meiner Frau so schlecht, dass sie schon Gewichtsaufbaupräparate nehmen muss, da sie Richtung Untergewicht tendiert vor lauter Stress!
Es besteht also Handlungsbedarf und der Zuspruch von den meisten hier im Forum tut sehr gut, aber selbstverständlich akzeptiere ich auch gegenteilige Auffassungen!

Gruß,
Kai

Beitrag von usagirl 29.08.07 - 22:20 Uhr

Hallo Kai,

egal wie ihr euch entscheidet, mich wuerde interessieren wie es weitergeht bzw. wie die Umstellung mit Ferber geklappt hat und ob es danach besser wurde.
Ein Urteil ueber eure Entscheidung erlaube ich mir nicht.
Ich habe allerdings auch das Gefuehl, dass die Alternativen die du hier angefragt hast nicht wirklich zur Debatte stehen. Eigentlich ist eure Entscheidung doch schon gefallen oder?

Halte uns doch bitte auf dem Laufenden.

Gruesse,
Steffi

Beitrag von justin-ks 29.08.07 - 23:05 Uhr

Hallo Steffi,

ich muss gestehen, so richtige Alternativen sehe ich noch immer nicht, denn viele Hinweise sind für uns nicht geeignet oder haben wir bereits versucht. So kann ich z.B. nachts meiner Frau nicht helfen, weil die Kleine sich nur durch die Brust beruhigen lässt. Alle anderen Versuche - und wir hatten genügend - sind gescheitert.

In unserem Fall sind der Entscheidung, die tatsächlich im Grunde gefallen ist, viele Debatten, Diskussionen, Recherchen usw. vorausgegangen und ich habe mich häufig im Internet über Beiträge geärgert, in denen suggeriert wird, ferbernde Eltern seien lediglich bequem und auf ihre Ruhe aus. Das ist bei uns definitiv anders, denn wir ferbern aus der Not der körperlichen Erschöpfung heraus und nicht, weil wir die Methode so berauschend fänden!

Ich werde auf jeden Fall berichten, morgen abend wird es wahrscheinlich losgehen bei uns.

LG und drückt uns die Daumen!

Kai

Beitrag von marypoppins01 30.08.07 - 00:43 Uhr

Ich hatte ja weiter oben schon mal geantwortet , aber ich muuß zu dieser Antwort, die ja eigentlich nicht an mich ist nochmal was schreiben.

Du schreibst : Das ist bei uns definitiv anders, denn wir ferbern aus der Not der körperlichen Erschöpfung heraus .........

Ich weiß nicht, wie du denkst, aber ich glaube nicht, das es weniger erschöpfend sein wird, diese Methode durchzuführen......

Ich bin ehrlich, ich hätte damals nicht mal die Kraft gehabt, das Kind schreien zu hören........ne, dann lieber wandern....sorry..

Ich will dir ja nicht die Hoffnung nehmen, aber es wird sehr schwer werden......

Gruß nochmal

Beitrag von justin-ks 30.08.07 - 07:40 Uhr

Hallo,

wir wissen sehr genau, dass es schwer wird, denn normalerweise ertragen wir das Schreien unserer Kleinen kaum und werden von den Großeltern sogar noch dafür kritisiert, dass wir sofort zu ihr eilen und sie hochnehmen, wenn sie schreit! ABER: Unser Akku ist jetzt wirklich leer und wenn alles gut läuft, könnten wir in drei Nächten vielleicht ein wenig eigenen Schlaf bekommen und ausgeruht für unser Kind da sein. Das hält uns aufrecht im Gegensatz zu dem Gedanken, dass der jetzige, für uns unerträgliche Zustand noch Wochen oder gar Monate weitergeht! Das ist unsere Motivation, jetzt das Schlafprogramm durchzuführen...

LG,
Kai

Beitrag von giraffe15 30.08.07 - 20:24 Uhr

Jedem das seine. Wenn seine Frau und somit das komplette Familienleben leidet und in Gefahr ist, dann muss etwas geschehen. Da hilft dann keine Antwort wie "Mir geht es viel schlechter. Also jammer nicht!" #augen
Gibt doch mal einen Tipp und jammer nicht zurück.

Beitrag von sina236 29.08.07 - 20:58 Uhr

ich muss dir recht geben, bei uns gehts so seit 20 monaten. es scheint einfach kinder zu geben,bei denen das so ist und noch dazu ein tabuthema, da es niemand zu geben will, ein so "unzulängliches" kind zu haben und alle anderen meinen, man hätte alles falsch gemacht. kann von der methode nur abraten, möchte aber sagen, dass die schmerzgrenze nun mal bei den menschen unterschiedlich ist. wir haben es bei unserer tochter in einer abgemilderten form versucht, weil sie so gebrüllt hatte, dass die nachbarn die polizei rufen wollten. das kann man einem kind einfach nicht antun. also haben wirs sanfter gemacht, in der hoffnung, sie würde diesen vorgang irgendwie begreifen. aber das war das allerdämlichste, denn nach einer woche brüllte sie schon, wenn sie ihr bett nur sah und daskann ja wohl die lösung nicht sein. seit diesem versuch, etwas zu ändern ist alles wieder wie vorher. sie schläft genauso schlecht und wir sind alle froh, unser kind nicht weiter zu quälen oder einfach zum verstummen zu bringen, denn das ist auch nicht der sinn. momentan sind wir bei einer heilpraktikerin, aber erst ganz am anfang. ich habe die hoffnung auf kurzfristige hilfe in 20 monaten aufgegeben. so ist es einfach.

Beitrag von lisasimpson 29.08.07 - 18:56 Uhr

Hallo Kai,

Also ich kann euc hsehr gut nachfühlen, mir geht es im Moment genauso. Mein kleiner ist nun 6,5 Monate alt und bis auf ein paar Wochen zu Beginn schläft er seehr schlecht. Seit einigen Wochen so ähnlich ,wie du´s beschreibst, also häufig alle 30 minuten was anders ....
Bin auch wirklich ratlos, war beim Kinderarzt und habe "zappelin" empfohlen bekommen udn das "jedes Kind kann schlafen lernen" Programm.
Bin auch grundsätzlich dagegen ein Kind schreien zu lassen (könnte es ehrlich gesagt auch nicht, weiß also, daß ich as Programm nie durchstehen würde), mich würde es aber sher interessieren, wie ihr es praktizuiert und ob es funktioniert.
Natürlich bin auch auch riesig gespannt, ob es tatsächlich noch gute Tips gibt, vor allem fürs durchschalfen, denn das Einschlafen ist bei uns (auf dem arm schauckelnd versteht sich:) kein Problem...
Liebe Grüße und mein volles Mitgefühl, denn bei uns ist es glücklicherweise so, daß mein Mann mir sehr viel abnehmen kann und wir uns so bei der Betreuung gut abwechseln können und ich so doch noch ab und an zu schlaf komme!
lisasimpson

Beitrag von justin-ks 29.08.07 - 22:19 Uhr

Hallo Lisa,
danke für Deine aufmunternden Worte!
Wir werden die abgeschwächte Ferber-Methode anwenden und höchstens fünf Minuten rausgehen, nicht länger. Die Methode ist in der Form auch in dem Buch "Sanfte Wege zum Schlafen" beschrieben.

Ich versuche übrigens meiner Frau auch sehr viel abzunehmen, aber da unsere Maus nachts NUR und AUSSCHLIEßLICH die Brust zur Beruhigung akzeptiert, sind meine Möglichkeiten beschränkt. Meine Zeit ist eher tagsüber, wenn ich mit der Kleinen rausgehe, damit meine Frau ein wenig Schlaf nachholen kann oder sie eben von allem andere entlaste, was so im täglichen Leben anfällt!

Ich berichte mal, wie es bei uns gelaufen ist. Ich hoffe nur, wir halten durch, aber die Verzweiflung ist so groß, dass ich es eigentlich glaube...

LG,
Kai

Beitrag von lisasimpson 30.08.07 - 09:36 Uhr

Hallo Kai,

Ja, ich kann das nachvollziehen, auch wenn ich kein "Fan" der Methode bin.
Ist auch schon ne Weile her, daß ich das Buch gelesen habe, würde euch nur als Tip geben, wenn ihrs Probiert und es nicht funktioniert, bzw. ihr vorher abbrecht, daß ihr dann ne Weile (2 Wochen) wartet, bevor ihrs nochmal versucht, sonst kann es zu ner großen Verwirrung kommen und das Verhalten kann sich noch steigern.
Ich habe nun gestern versucht, ihn zumindest nicht immer rauszunehmen und in den Schlaf zu schauckeln,aber wenn er mal nen "Grad der Erregung" erreicht hat, klappt das streicheln und fethalten,... leider nicht mehr.
Schön, daß du deine Frau unterstützen kannst, das ist echt viel wert, auch wenn das natürlich nicht den Nachtschlaf ersetzt, ganz klar.
Ich drück euch weiterhin die Daumen!
lisasimpson

P.S. Und macht euch nicht verrückt, so wie ich das einschätze, macht ihr das schon gut. Ich habe als Dipl. Pädagogin und angehende Familientherapeutin mit vielen Kindern und Familien mit Bindungsstörungen gearbeitet und da hat es immer mehr dazu gebraucht als euren Weg, eurem Kind das alleine einschlafen zu lernen:)

Beitrag von pepe2006 29.08.07 - 19:07 Uhr

Hallo Kai,

unsere Mia war auch ein sehr anstrengendes Baby, aber nicht annähernd so wie eure maus.

Auch wenn ich mir jetzt hier viele Feinde mache kann ich nur sagen, probiert es! Ihr seid bereits am Ende, schlimmer gehts doch gar nicht mehr.

Wir haben auch geferbert, haben zwar nicht starr alles befolgt, wie es im Buch stand, aber im Grunde genommen haben wir es durchgezogen.

Und, einschlafen klappte dann ganz gut, unser Kind hatte trotzdem noch Vertrauen zu uns und ist tagsüber ein total freundliches und fröhliches Kind! Als dann die Zähne kamen haben wir sie natürlich nicht schreien lassen, aber das ist ja auch ne andere Situation.

Die meisten Leute hier im Forum tun immer so, als müssten deren Kinder niemals weinen, weil sie immer gleich hineilen und trösten. Hab ich mitunter auch gemacht, aber wenn ich zu tun hatte (Duschen, Toilette, Kochen etc.) dann hat Mia auch mal weinen müssen. Und was hat sie dabei gelernt? Die Mama kommt immer wieder, schreien lohnt sich nicht immer. Außerdem unterstelle ich einfach mal, dass man auch anhand des Schreiens weiß, ob dem Kind jetzt wirklich was fehlt/wehtut oder ob sie nur Langeweile hat.

Wie gesagt, Mia ist ein ganz lustiges liebes und fröhliches Kind und das trotz ferbern.

Liebe Grüße und Durchhaltevermögen wünschen NAdine und Mia

Beitrag von justin-ks 29.08.07 - 22:22 Uhr

Hallo Nadine,

vielen lieben Dank für Deine aufmunternden Worte, das tut wirklich gut!;-)

Wir werden das Ferbern auch nicht so streng durchziehen, sondern ganz oft nach ihr schauen, aber sie eben nicht rausnehmen. Anders scheint es nicht zu gehen, obwohl wir noch vor ca. drei Wochen entschieden hatten, nicht vor dem 1. Geburtstag zu ferbern. Aber zu dieser Zeit konnte meine Frau wenigstens nochmal ab und zu zwei Stunden in der Nacht am Stück schlafen. Danach begann dann der jetzige Psycho-Terror von mind. 20 Wachphasen, oft sogar noch mehr! Ein Alptraum, den leider sehr viele gar nicht nachvollziehen können.

LG,
Kai

Beitrag von pepe2006 30.08.07 - 10:26 Uhr

Hallo Kai,

gern geschehen. Noch was, es gibt auch Familien mit mehreren Kindern oder Mütter mit Zwillingen, Drillingen oder sogar noch schlimmer ;-) Da muss uch mal ein Kind schreien weil Mama sich gerade um`s Brüder- oder Schwesterlein kümmern muss.

Wenn ihr eure Maus ferbert heisst das ja schliesslich nicht dass ihr sie total allein lasst, ihr seid da und könnt mit ihr sprechen. Nur nicht aus dem Bett nehmen. Manchmal hab ich mich einfach mit einer Zeitung in die Nähe von Mias Bett gesetzt, allein gelassen hab ich sie nie. Sie schrie minutenlang, irgendwann erreichte sie so etwas wie einen Höhepunkt beim Schreien und dann war plötzlich Ruhe. Das ist hart, aber es wird irgendwann besser! Nur Mut!

Liebe Grüße von Nadine und Mia

Beitrag von sandra77 31.08.07 - 09:51 Uhr

Hallo Kai,

ich kann euch nur zu gut verstehen und möchte dich wirklich absolut bestärken in deinem Vorhaben!!!!
Unser Zwerg ist jetzt 9 Monate alt und bis vor 2 Wochen hatten wir das gleiche Theater, Nacht für Nacht.
Tagsüber teilweise ein schlecht gelauntes Baby, weil er natürlich auch total unausgeschlafen war.
Ganz zu schweigen wie es einem selbst geht/ging.
Till´s Geschichte fing auch an mir Blähungen. Wir haben ihn viel getragen und er hat viel auf unserem Bauch geschlafen, weil er da einigermassen zur Ruhe kam.
Ich denke, dass da irgendwo mal der Absprung versäumt wurde....zumindest bei uns.
Was unser Zwerg, als auch euer Zwerg haben/hatten ist einfach ein falsch angewöhntes Schlafverhalten.
Aber es liess sich halt mit den ständigen Koliken nicht anders regeln....leider....
Man ist dann halt sehr hilflos und möchte dem kleinen Schatz alles so erleichternd wie möglich machen.
Aber:
Jetzt ist es an der Zeit, das Schlafen richtig neu einzustellen!!!
So wie ich es gelesen habe, ist das Kind gesund und ihm fehlt es an nichts.
So wie hier immer getan wird, mit Spätfolgen und was weiss ich nicht, da kommt es mir echt fast hoch.
Was hat das Kind denn für Spätfolgen wenn es Nacht für Nacht im 1/2 stündigem Rythmus wach wird und weint?
Eine SCHLAFSTÖRUNG und nichts anderes, in so extremen Fällen ist es nicht sellten das eine Hyperaktivität später diagnostiziert wird!! So muss man das auch mal sehen.

Ich kann euch nur ermutigen, da auf euch selbst zu hören.
Unser Till ist seit 2 Wochen vollkommen ruhig.
Er lacht tagsüber viel, ist gar nicht mehr quengelig und insgesamt wie ausgewechselt. -Halt ausgeschlafen.
Er schläft jetzt von 19.30 bis morgens um 6.30. -Meistens ohne Unterbrechung....
Noch vor paar Wochen, hab ich gedacht wenn´s so weiter geht, drehst du wirklich durch!!

Geht euren Weg und viel Glück!!!
#herzlichSandra und Till(der gerade seinen Morgenschlaf hält;-)

Beitrag von justin-ks 31.08.07 - 22:24 Uhr

Hallo Sandra,

Euer Till scheint unserer Maus sehr ähnlich zu sein!;-)

Ich danke Dir jedenfalls ganz herzlich für Deine lieben Worte und Deine Aufmunterungen und Bestärkungen. Das tut gut, zumal ich ja hier im Forum doch heftiger angegriffen werde als ich gedacht hatte.

Ich war der Ansicht, dass selbst Kritiker von Ferber sich hauptsächlich dagegen wehren, dass die Methode ohne Not und ohne vorher alles andere probiert zu haben, angewendet wird. Nach dem Motto - das Kind ist anstrengend, wir ferbern mal wieder! Aber selbst in unser prekären Lage, die Du ja z.B. sehr gut nachvollziehen kannst, scheint vielfach ja Ferber noch mit Folter gleichgesetzt zu werden?!

Ich wünsche mir so sehr, dass es bei uns genauso klappt wie bei Euch. Drück uns alle Daumen, ja?!

LG,
Kai

Beitrag von powerranger 29.08.07 - 19:14 Uhr

Hallo Kai,

bitte lasst es mit dem Febern #herzlich.

Emanuel war auch ein Schrei + Kolikbaby und ich habe 15 Monate nie durchgeschlafen. Ich habe mich gefühlt wie ein Junkie. Ich war nervös, hatte kein Appetit, schlechte Laune etc.pp.

Das Zauberwort ist wirklich Geduld.

Versucht eine Routine zu bekommen. Abendritual und sowas


Bitte tut es eurer Maus nicht an.

PR

Beitrag von justin-ks 29.08.07 - 22:08 Uhr

Hallo PR,
ich denke, wir sind schon extrem geduldig gewesen in den letzten Monaten, aber wenn es derart an die Substanz geht, dass ich ernsthaft um die Gesundheit meiner Frau fürchten muss (und das ist Fakt, keine Alibi-Ausrede o.ä.), dann geht es eben nicht mehr weiter. Routine, Rituale u.ä. haben wir alles erfolglos probiert!

Wie soll man sich in Geduld üben, wenn man regelrecht krank ist und kurz vorm Kollaps steht?!

LG,
Kai